Brustkrebs

Brustkrebs: Rezeptorstatus beeinflusst Häufigkeit und Lokalisation von Metastasen

Original Titel:
Different Breast Cancer Subtypes Show Different Metastatic Patterns: A Study from A Large Public Database

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler analysierten die Daten von 414 528 Brustkrebs-Patienten
  • Der Rezeptorstatus hatte Einfluss auf die Metastasierungsrate und die Lokalisation der Metastasen
  • Die Lokalisation der Metastasen wirkte sich wiederum auf das Gesamtüberleben der Patienten aus

 

MedWiss – Sowohl die Metastasierungsrate als auch die Lokalisation der Metastasen bei Brustkrebs waren abhängig von dessen Rezeptorstatus. Die Lokalisation der Metastasen wirkte sich wiederum auf das Überleben der Patienten aus.


Der Rezeptorstatus hat einen Einfluss auf die Prognose von Brustkrebs-Patienten. Wissenschaftler aus den USA untersuchten, wie sich der Rezeptorstatus auf die Metastasierungsraten, die Lokalisation der Metastasen und folglich auf das Gesamtüberleben auswirkt.

Wissenschaftler analysierten die Daten von mehr als 400 000 Patienten

Die Wissenschaftler zogen für ihre Analyse die Daten von 414 528 Patienten aus der nationalen Krebsdatenbank der USA (2010-2013) heran. Alle Patienten unterzogen sich einer Operation und systemischen Therapien. Der Brustkrebs wurde nach dem Hormonrezeptor (HR)- und der HER2-Status unterteilt.

Der Rezeptorstatus hatte Einfluss auf die Metastasierungsrate

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Patienten mit HR-/HER2+ Brustkrebs die größte Metastasierungsrate aufwiesen, während diese bei Patienten mit HR+/HER2- am niedrigsten war. Je nach Rezeptorstatus traten Metastasen häufig in verschiedenen Körperregionen auf. Bei HR+/HER2+ Brustkrebs traten Knochenmetastasen am häufigsten auf. HR-/HER2+ bildete am häufigsten Metastasen im Gehirn, der Leber, der Lunge und an mehreren Stellen.

Die Lokalisation der Metastasen hatte Einfluss auf das Überleben

Der Ort der Metastasen wirkte sich auf das Überleben der Patienten aus. Patienten mit Hirnmetastasen und Metastasen an mehreren Stellen hatten das schlechteste Gesamtüberleben. Patienten, die mehrere Knochenmetastasen aufwiesen, hatten ein besseres Gesamtüberleben als Patienten mit Metastasen in anderen Körperregionen. Im Vergleich zu Brustkrebspatienten ohne Metastasen hatten die Patienten mit mehreren Knochenmetastasen jedoch ein signifikant schlechteres Gesamtüberleben.

Der Rezeptorstatus des Brustkrebses spielte somit eine Rolle bei der Häufigkeit und Lokalisation von Metastasen. Die Lokalisation der Metastasen wirkte sich auf das Gesamtüberleben der Patienten aus.

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