Arzneimittelstudien

Themenschwerpunkt: Arzneimittelstudien

Spastizität, starke Krämpfe, sind ein besonders schmerzhaftes Symptom der Multiplen Sklerose. Eine systematische Literaturübersicht untersuchte nun die Alltagstauglichkeit der ergänzenden Behandlung von MS-Spasmen mit medizinischem Cannabis (THC:CBD-Spray). Demnach half die Behandlung bei einem großen Teil der Patienten im normalen Alltag und besserte die Beschwerden in klinisch relevantem Maß, ohne dass neue Risiken gefunden wurden.

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Woran liegt es, wenn Glukokortikoide in der Therapie akuter Schübe der Multiplen Sklerose (MS) nicht ausreichend wirken? Forscher untersuchten den Zusammenhang mit Vitamin D-Werten nun in vitro, im Tiermodell und verglichen die Ergebnisse mit klinischen Daten zweier Kohorten von MS-Patienten. Die Daten legen eine wichtige Rolle des Vitamin D-Levels zur Verbesserung der antiinflammatorischen Behandlung mit Glukokortikoiden nahe, die über den mTORc1-Pfad im Immunsystem vermittelt werden könnte.

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Forscher stellten in einer nachträglichen Neuanalyse klinischer Studien zur Wirksamkeit von Ocrelizumab bei der Multiplen Sklerose die Frage, ob es Unterschiede je nach Patientengruppe gibt. Die Ergebnisse legen neue Forschungsfragen zu Ocrelizumab bei der MS nahe. Zukünftige Studien sollten demnach besonders den Blick auf den Schweregrad der Erkrankung sowie die Altersgruppen der Patienten richten. Aber auch das Gewicht der Patienten könnte ein wichtiger Faktor sein, der für weitere Dosierungsstudien berücksichtigt werden sollte.

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Die Behandlung mit Natalizumab einmal alle 4 Wochen ist zur Behandlung der schubförmigen Multiple Sklerose (relapsing-remitting MS, RRMS) zugelassen, wenn andere krankheitsmodifizierende Wirkstoffe nicht wirken oder die Erkrankung rasch fortschreitet, ist jedoch mit einem Risiko für progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) assoziiert. Ob eine seltenere Behandlung, die das PML-Risiko senken könnte, sicher und wirksam ist, untersuchte diese Studie. Demnach waren Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil von Natalizumab vergleichbar in der Behandlung alle 4 Wochen und alle 6 Wochen. Jedoch zeigte der Fall eines, wenn auch asymptomatischen Patienten mit PML, wie wichtig das Monitoring und die Berücksichtigung möglicher Risikofaktoren bei der Behandlung mit Natalizumab sind.

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Der Wirkstoff Clemastin wird schon lange zur Behandlung von z. B. Heuschnupfen und juckenden Hautausschlägen eingesetzt. Clemastin verhindert, dass der Botenstoff Histamin im Körper entzündliche Reaktionen auslösen kann, die man als typische Allergiesymptome kennt. In Experimenten mit bestimmten Nervenzellen des zentralen Nervensystems, den Oligodendrozyten, zeigte sich, dass Clemastin deren Wachstum anregen kann.

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Forscher untersuchten den MS-Krankheitsverlauf von Frauen in der Schwangerschaft, nach der Geburt ihres Kindes und durch die Stillzeit hindurch. Sie schlossen, dass die meisten Frauen mit MS heutzutage ohne ein erhöhtes Risiko für Rückfälle Kinder bekommen können. Bei suboptimaler Krankheitskontrolle vor der Schwangerschaft könnte allerdings die Umstellung auf hochwirksame Medikamente vorteilhaft sein – soweit diese mit Schwangerschaft und Stillen vereinbar sind. Außerdem schließen die Forscher, dass Frauen mit MS zu ausschließlichem Stillen ermuntert werden sollten, da dies das Rückfallrisiko weiter mindern könnte.

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Bei einem Fehler in der Immunabwehr, wie er bei der Multiplen Sklerose (MS) vorliegt, könnte es eine gute Idee sein, die kranken Abwehrzellen zu schwächen und gesunde Zellen zu fördern. Dazu kann das eigene System aus blutbildenden Zellen, das zu Angriffen auf das eigene Nervensystem führt, durch ein aufgefrischtes System ohne diese Grunderkrankung mittels Stammzellentransplantation ergänzt werden. Ein internationales Team von Neurologen und Immunologen untersuchte nun, wie sich eine Stammzellentransplantation im Vergleich zu einer üblichen medikamentösen Therapie mit sogenannten krankheitsmodifizierenden Medikamenten auf den Krankheitsfortschritt bei der MS auswirkte.

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Schlechter kontrollierbare Arm- und Handbewegungen sind eine häufige Folge der primär progressive Multiple Sklerose (PPMS). Ein internationales Team von Neurologen ermittelte nun, ob der Wirkstoff Ocrelizumab eine Chance auf Verlangsamung dieses Symptoms im Krankheitsverlauf bietet oder eventuell gar Hoffnung auf Verbesserungen machen kann. Die exploratorische Analyse einer klinischen Studie zeigte eine messbar langsamere Progression der Beeinträchtigung in der langfristigen Beobachtung als mit einem Placebo.

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