Vitamin D bei Morbus Bechterew

Original Titel:
Low Vitamin D Levels Predict Mortality in Ankylosing Spondylitis Patients: A Nationwide Population-Based Cohort Study

Kurz & fundiert

  • Die Studie untersuchte Patienten mit Morbus Bechterew
  • Morbus Bechterew war häufiger mit einem Vitamin-D-Mangel verbunden
  • Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D und Sterblichkeit

 

MedWissPatienten mit Morbus Bechterew litten in den Untersuchungen häufiger an einem Vitamin-D-Mangel als die Kontrollpersonen. Eine Vitamin-D-Mangel war mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Die Wirkung von Vitamin D sollte daher in randomisierten, kontrollierten Studien untersucht werden. 


Vitamin D hat Auswirkungen auf zahlreiche Körperfunktionen. Eine Studie aus Israel und Kanada untersuchte jetzt den Einfluss von Vitamin D auf die Sterblichkeit bei Morbus Bechterew.

Die Wissenschaftler werteten retrospektiv Daten einer elektronischen Datenbank aus. 919 Patienten mit Morbus Bechterew waren zwischen 2002 und 2007 in die Studie eingeschlossen worden und wurden durchschnittlich 14,3 Jahre beobachtet. Bei der Registrierung betrug das durchschnittliche Alter 52 Jahre, 22 % der Patienten waren Frauen. 4 519 Kontrollen, die in Alter, Geschlecht und Registreierungszeit übereinstimmten, dienten als Vergleich. Die Wissenschaftler bestimmten die Konzentration von 25-OH-Vitamin D im Blut.

Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D und Sterblichkeit

Morbus Bechterew war häufiger mit einem Vitamin-D-Mangel verbunden (OR 1,27). Ein unzureichender Vitamin-D-Spiegel von unter 30 ng/ml war mit einer höheren Sterblichkeit verbunden (HR 1,59). Umso niedriger der Vitamin-D-Spiegel war, umso deutlicher zeigte sich der Zusammenhang. Bei unter 20 ng/ml betrug der HR 1,63 und bei unter 10 ng/ml 1,79. Auch bei Männern zeigte sich ein deutlicherer Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin-D-Spiegel und Sterblichkeit (HR 2,11 bei unter 30 ng/ml, HR 2,23 bei unter 10 ng/ml). In der Kontrollgruppe war ein niedriger Vitamin-D-Spiegel nicht mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.

Patienten mit Morbus Bechterew litten in den Untersuchungen häufiger an einem Vitamin-D-Mangel als die Kontrollpersonen. Eine Vitamin-D-Mangel war mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Die Wirkung von Vitamin D sollte daher in randomisierten, kontrollierten Studien untersucht werden.

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