Neue Studien zu Lungenkrebs
Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) war die Anwendung von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und systemischen Antibiotika mit einem schlechteren Krankheitsverlauf unter Durvalumab, nicht jedoch unter Placebo, assoziiert. Die Immuntherapie-Wirksamkeit könnte demnach durch solche Begleitmedikamente beeinflusst werden. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei einer Post-hoc-Analyse der Phase-3-Studie PACIFIC.
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Eine Therapie mit Ensartinib nach vollständiger Resektion und adjuvanter Chemotherapie ging bei Patienten mit ALK-positivem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IB – IIIB mit einem verbesserten krankheitsfreien Überleben einher. Zu diesem Ergebnis kam eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studie mit 274 Patienten.
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Eine Immuntherapie mit Nivolumab plus Ipilimumab verbesserte das Überleben von japanischen Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und PD-L1 < 1 %. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer gepoolten Analyse.
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Wer mit seinem Leben unzufrieden ist, sich sozial isoliert fühlt oder wenig soziale Unterstützung erhält, nutzte seltener das Angebot für ein Lungenkrebs-Screening. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei der Analyse von mehr als 12 000 Erwachsenen aus den USA, die für das Lungenkrebs-Screening infrage kamen.
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Die Behandlung mit der Immuntherapie gegen PD-1 (anti-programmed cell death protein 1) Tislelizumab plus Chemotherapie brachte in einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie der Phase 3 mit 453 Patienten mit operablem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs statistisch signifikante, klinisch bedeutsame Vorteile für das Gesamtüberleben und ereignisfreies Überleben, bei verträglichem Sicherheitsprofil.
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Eine prospektive, randomisiert-kontrollierte Studie der Phase 3 fand, dass die Intensivierung der Aumolertinib-Therapie mit Chemotherapie bei 126 Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs sowie EGFR- und TSG-Mutationen das progressionsfreie Überleben signifikant im Vergleich zur Monotherapie verlängerte.
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Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom zeigten ein besseres progressionsfreies Überleben, wenn sie sich zusätzlich zur Chemotherapie einer Mikrowellenablation unterzogen. Dies war das Ergebnis eines systematischen Reviews mit Metaanalyse von vier Studien.
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Tarlatamab ist ein bispezifischer T-Zell-Engager (BiTE), der durch die Bindung an beide Zelltypen T-Zellen des Immunsystems nah an Krebszellen bei kleinzelligem Lungenkrebs heranführt und so deren Zerstörung unterstützt. Eine geplante Zwischenanalyse einer multinationalen, klinischen Phase-3-Studie mit 509 Patienten fand, dass die Zweitlinienbehandlung mit Tarlatamab zu einem längeren Gesamtüberleben bei fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs führte als eine Chemotherapie. Bei Patienten mit vorheriger platinbasierter Chemotherapie erwies sich die Behandlung zudem als verträglicher als eine weitere Chemotherapie.
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Wissenschaftler verglichen in einem systematischen Review mit Metaanalyse über 15 Studien die minimalinvasive mit der offenen Operation bei lokal fortgeschrittenem Lungenkrebs. Während sie bezüglich Komplikationen und Krankheitsrückfällen keine signifikanten Unterschiede feststellen konnten, zeigten sich bei der minimalinvasiven Operation eine kürzere Operationszeit und ein kürzerer Krankenhausaufenthalt.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 11 Studien fand, dass die Behandlung mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) bei ausgedehntem, kleinzelligem Lungenkrebs in der Erstlinie wirksam ist und ein akzeptables Sicherheitsprofil hat. Als Einzelwirkstoff in der Zweitlinie scheinen ICI hingegen nicht vorteilhaft zu sein.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien fand keinen signifikanten Effekt einer kurzzeitigen Behandlungsverzögerung von bis zu 12 Wochen auf die Sterblichkeit von Lungenkrebspatienten. Die Ergebnisse unterstützen eine individualisierte Planung und Priorisierung der Behandlung.
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In einem systematischen Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 17 randomisiert-kontrollierte klinische Studien mit zusammen 2 192 Patienten senkten topisches Diclofenac, Silymarin, Pyridoxin (400 mg) und Celecoxib signifikant die Inzidenz eines Hand-Fuß-Syndroms aber Grad 2 im Rahmen einer Chemotherapie. Diclofenac und Celecoxib waren zudem effektiv zur Reduktion der gesamten Inzidenz des Hand-Fuß-Syndroms.
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Öl-Akupressur, sanfte Akupressur und Akupunktur eigneten sich besonders, um krebsbedingte Fatigue zu reduzieren. Dies verdeutlichte eine Netzwerk-Metaanalyse, die verschiedene Formen der Akupunkturpunkt-Stimulation miteinander verglich.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Die Behandlung mit Breitbandantibiotika bringt oft Nebenwirkungen mit sich, da sie neben den Krankheitserregern auch die „guten“ Bakterien im Darm in Mitleidenschaft zieht. Ein Forschungsteam von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung konnte nun zeigen, dass der Naturstoff Argyrin B eine starke Wirksamkeit gegen den Erreger Clostridioides difficile hat und gleichzeitig das nützliche Darmmikrobiom weitestgehend verschont. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in der […]
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Forschende der Universität Witten/Herdecke haben eine Handreichung entwickelt, die Hospizen und Palliativeinrichtungen hilft, besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse schwerkranker Menschen einzugehen Hospize und Palliativeinrichtungen möchten Menschen in ihrer letzten Lebensphase möglichst individuell begleiten. Doch nicht alle Menschen haben die gleichen Voraussetzungen, um diese Unterstützung auch tatsächlich zu erhalten. Was passiert beispielsweise, wenn Patient:innen kaum Deutsch sprechen und wichtige Entscheidungen über ihre Behandlung treffen müssen? Oder wenn gleichgeschlechtliche Partner:innen nicht selbstverständlich als Angehörige anerkannt werden? Forschende des Lehrstuhls für Versorgungsforschung der […]
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Hunderttausende Menschen erleiden jedes Jahr einen Wirbelbruch durch Knochenschwäche infolge von Osteoporose. Viele merken es zunächst nicht einmal. Mit einer neuen Leitlinie zu osteoporotischen Wirbelfrakturen1 gibt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) jetzt erstmals klare Empfehlungen, wie diese häufig übersehenen Verletzungen besser diagnostiziert und behandelt werden können. „Mit der neuen Leitlinie wollen wir die Versorgung weiter verbessern, um die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten. Denn ein stabiler Rücken bedeutet vor allem eines: Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag“, […]
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Forschende der Universität Basel haben untersucht, wie sich Feinstaubpartikeln im Abgas aus Flugzeug- und Schiffsmotoren an der Luft verändern. Dabei zeigte sich: Insbesondere die Flugzeugemissionen werden im Laufe der Zeit toxischer. Christine Möller Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, deren Durchmesser im Nanometerbereich liegen. Sie entstehen beispielsweise beim Verbrennen von Kraftstoffen, schweben in der Luft und können tief in die Atemwege eindringen. Hier können sie sogenannten oxidativen Stress auslösen, einen Prozess, der Entzündungen begünstigt und langfristig zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen wie Atemwegs- […]
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Universitätsklinikum Freiburg untersucht Nährstoffversorgung älterer Menschen / Vergleich unterschiedlicher Ernährungsweisen / Aufwandsentschädigung für Teilnehmende Bekommt der Körper auch im höheren Alter alle wichtigen Nährstoffe, wenn man auf Fleisch oder andere tierische Produkte verzichtet? Dieser Frage geht das Uni-Zentrum Naturheilkunde an der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg in der VENUGER-Studie nach. Dafür suchen die Forscher*innen Menschen ab 60 Jahren, die sich seit mindestens einem Jahr lakto-ovo-vegetarisch (ohne Fleisch und Fisch, aber mit Milchprodukten und Eiern) oder vegan ernähren. Als […]
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MHH-Team untersucht Mechanismus von krebsinduzierter Kachexie und findet ein Protein, das Skelettmuskel-spezifische Gene stimuliert. Kachexie gehört zu den schweren Formen von Muskelschwund beim Menschen. Sie betrifft bis zu 80 Prozent der Krebspatientinnen und -patienten. Verantwortlich sind Krebszytokine, also entzündungsfördernde Botenstoffe, welche die Tumorzellen selbst aussenden. Je nach Krebsart ist durch Krebs induzierte Kachexie (Cancer-Induced Cachexia, CIC) für 30 bis 50 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle weltweit verantwortlich und wird daher auch als die „letzte Krankheit“ bezeichnet. Eine heilende Therapie gibt es […]
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Wenn der Therapiestandard im Vergleichsarm nicht für alle Patientinnen und Patienten gleich ist, bilden Studien dies oft nicht ab. Dass solche Studien machbar sind, zeigt das Beispiel Encorafenib bei metastasiertem Kolorektalkarzinom. Der Wirkstoff Encorafenib wird zur Behandlung mehrerer Krebsarten mit einer bestimmten Mutation eingesetzt, unter anderem bei Darmkrebs. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt untersucht, ob Encorafenib in Kombination mit den Wirkstoffen Cetuximab und einer Chemotherapie (FOLFOX) bei der Erstlinienbehandlung erwachsener […]
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Der erste „HPV-Atlas Deutschland 2026“ bündelt aktuelle Daten zu humanen Papillomviren (HPV), HPV-bedingten Krebserkrankungen und ihrer Prävention. Die vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebshilfe herausgegebene Publikation macht deutlich: Deutschland verfügt mit der HPV-Impfung über ein hochwirksames Instrument der Krebsprävention – schöpft dessen Potenzial bislang jedoch nicht ausreichend aus. Der Atlas benennt sechs Strategien, um das zu ändern. Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Deutschen Krebshilfe Humane Papillomviren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Erregern. Fast alle […]
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Weltmenopausentag am 18. Oktober Warum Frauen in den Wechseljahren jetzt ihr Diabetesrisiko kennen sollten Berlin – Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme: Viele Frauen verbinden die Wechseljahre vor allem mit spürbaren Beschwerden. Weniger bekannt ist, dass sich in dieser Lebensphase auch der Stoffwechsel verändert. Sinkende Östrogenspiegel können Bauchfett, Insulinresistenz und steigende Blutfettwerte begünstigen. Dadurch kann das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf- und Lebererkrankungen zunehmen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) nimmt den Weltmenopausentag am 18. Oktober zum Anlass, Frauen auf ihre Stoffwechselgesundheit aufmerksam zu machen. […]
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Dr. Blank: „Hier entsteht Medizintechnik von morgen.“ Rostock/Greifswald – Die MetaAIDiagnostic GmbH aus Rostock und die Universitätsmedizin Greifswald entwickeln gemeinsam einen blutbasierten Test für die ADHS-Diagnostik. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Verbundvorhaben „Diagnostik und Charakterisierung von ADHS-Patienten“ mit insgesamt rund 1,35 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Davon entfallen rund 624.000 Euro auf MetaAIDiagnostic und rund 729.000 Euro auf die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald unter Leitung von Prof. Dr. […]
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Forschende der Deutschen Sporthochschule Köln und aus Neuseeland schlagen neuen Erklärungsansatz für Leistung unter Druck vor; Veröffentlichung in renommiertem Fachjournal Trends in Cognitive Sciences. Der entscheidende Elfmeter im Finale, der Matchball im Tennis oder der letzte Versuch im Wettkampf: Wenn viel auf dem Spiel steht, kann selbst eine gut trainierte Leistung plötzlich einbrechen. Doch Druck muss nicht zwangsläufig schaden. Manche Menschen wachsen gerade in entscheidenden Momenten über sich hinaus. Warum das so ist, lässt sich mit bisherigen Erklärungsansätzen nur unvollständig […]
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Ein neuer Wirkstoff könnte die Behandlung der Schlafkrankheit grundlegend verändern. Prof. Dr. Ulf Kallweit von der Universität Witten/Herdecke erklärt die Besonderheit und Chancen für einen Zugang vor der europäischen Zulassung. Mitten im Gespräch einschlafen oder beim Lachen plötzlich die Kontrolle über die Muskeln verlieren: Für Menschen mit Narkolepsie kann das zum Alltag gehören. Bisherige Medikamente lindern die Symptome der neurologischen Erkrankung lediglich. Doch ein neuer Wirkstoff könnte die Behandlung grundlegend verändern. Oveporexton ist in den USA, China und Japan bereits […]
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Kann das bewusste Erleben des Waldes helfen, die anhaltende Erschöpfung nach einer Krebserkrankung zu lindern? Dieser Frage geht die FOREST-Studie nach, an der das Universitätsklinikum Würzburg beteiligt ist. Untersucht werden drei unterschiedliche Formen des Waldbadens. Dafür sucht das Forschungsteam weitere Teilnehmende. Würzburg. Auch nach Abschluss einer Krebstherapie leiden viele Patientinnen und Patienten unter anhaltender Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen. Diese als Cancer-related Fatigue (CrF) bezeichnete tiefe Erschöpfung kann die Lebensqualität und die Bewältigung des Alltags erheblich beeinträchtigen. Die multizentrische FOREST-Studie untersucht, […]
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