Neue Studien zu COVID-19 / Erkrankung
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 4 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass Metformin keine signifikante Senkung des Risikos einer Hospitalisierung, Notaufnahmevisiten oder Sterblichkeit bei Menschen mit COVID-19 erreichte. Weitere, größere Studien könnten eventuelle bescheidene Effekte genauer betrachten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine retrospektive Beobachtungsstudie mit 114 Personen fand, dass eine adäquate Vitamin-D-Versorgung, primär erreicht durch regelmäßige Nahrungsergänzung, das Risiko für eine Durchbruchsinfektion mit dem neuen Coronavirus nach der Impfung senkt. Den Vitamin-D-Spiegel im Blick und auf gesundem Niveau zu halten kann demnach auch die Impfwirksamkeit verbessern.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein kleiner Anteil der Personen, die COVID-19 überstanden haben, kann selbst nach 3 Jahren noch anhaltende Störungen des Geruchssinns aufweisen, fand eine Beobachtungsstudie. Dieses Symptom scheint mit Ängsten und Schlafstörungen assoziiert zu sein und sollte demnach auch als Warnsignal gewertet werden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein überwachtes, ambulant durchgeführtes Sportprogramm kann zentrale Symptome bei Long-COVID nach Coronavirusinfektion, speziell funktionelle Trainingskapazität, Lebensqualität und Atemnot, verbessern. Dies fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien und insgesamt 803 Patienten. Bei Fatigue und/oder post-exertioneller Malaise, so die Wissenschaftler, müssten allerdings besonders systematisch und durchgängig Symptome und Verlauf beobachtet werden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Sowohl ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel als auch eine erhöhte glykämische Variabilität sind mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe assoziiert, fand ein systematischer Review mit Metaanalysen über 5 Kohortenstudien. Die glykämische Variabilität schien ein vielversprechender prognostischer Marker für das Sterberisiko bei COVID-19 in klinischer Behandlung zu sein. Die Früherkennung und gezielte Behandlung eines gestörten Blutzuckerstoffwechsels spielen demnach eine wichtige Rolle bei COVID-19.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine retrospektive Kohortenstudie mit 19 235 Patienten je Interventions- und Kontrollgruppe fand, dass orale antivirale Wirkstoffe, speziell Nirmatrelvir/Ritonavir, das Risiko für schwerere Verläufe sowie unerwünschte Ereignisse, inklusive Sterblichkeit oder stationäre Behandlungen aus allen Gründen, bei Patienten mit Asthma und zu Beginn nicht-schwerem COVID-19 reduzieren können.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 9 randomisierte, placebokontrollierte Studien fand, dass eine Behandlung mit Konvaleszentenplasma das Sterberisiko von Patienten mit COVID-19 senken kann. Dies traf besonders auf Patienten in einem Alter von bis zu 60 Jahren zu. Die Behandlung reduzierte nicht den Bedarf für invasive mechanische Beatmung, erwies sich aber als sehr sicher, so das weitere Fazit.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Reviews mit Metaanalyse über 30 Studien fand Hinweise auf eine mögliche, anhaltende Immunaktivierung bei post-infektiöser Fatigue. Weitere Studien sind jedoch nötig, um diese Hinweise zu erhärten, Patientenbilder und Risikogruppen zu ermitteln und mögliche Interventionen zu prüfen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 11 Studien fand, dass Long-COVID mit anhaltenden Veränderungen der Herzfrequenzvariabilität einhergehen könnte. Weitere Studien müssen die eventuell veränderte neurokardiale autonome Funktion jedoch überprüfen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Literatur-Newsletter-Anmeldung
Medical NEWS Report
Hier können Sie sich für unseren Literatur-Newsletter anmelden. →
Die Infektion mit dem neuen Coronavirus und die Erkrankung COVID-19 kann das Risiko für Autoimmunerkrankungen erhöhen, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 17 Kohortenstudien. Dies betraf speziell Erkrankungen des Gefäß- und Bindegewebssystems. Schwerere Erkrankungen mit COVID-19 steigerten, Impfungen hingegen senkten das Risiko.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Hydroxychloroquin ist ohne klinischen Nutzen bei COVID-19, so das Fazit einer klinischen Studie der Phase 3 mit 300 stationär behandelten COVID-19-Patienten. Der Wirkstoff hatte keinen Effekt auf die zeitliche Entwicklung der Biomarker für Störungen der Endothelfunktion und Koagulopathie.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Booster-Impfung gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse, zusätzlichen Schutz gegenüber Long-COVID bieten. Demnach könne die saisonale Impfung gegen neue Coronavirus-Varianten womöglich helfen, auch langfristige Folgen von COVID-19 zu reduzieren, wenn sich dies mit gezielten Studien erhärten lässt.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 8 Studien fand, dass die Behandlung mit Pirfenidon einen Beitrag bei Patienten mit schwerem COVID-19 leisten kann, indem es das Auftreten von interstitiellen Lungenauffälligkeiten reduziert und den Erhalt der Lungenfunktion unterstützt.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Eine positive Bilanz der Mitmach-Aktion „Rauchfrei im Mai“ haben das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und die Deutsche Krebshilfe anlässlich des Weltlungenkrebstages gezogen: Insgesamt beteiligten sich bundesweit über 19.000 Menschen, mehr als 3.200 von ihnen blieben den gesamten Mai über rauchfrei. Wer mit dem Rauchen aufhört, kann sein Krebsrisiko deutlich senken: Denn Rauchen ist die Hauptursache für Lungenkrebs und verursacht viele weitere Erkrankungen. Jedes Jahr sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Jeder Rauchstopp zählt: Diese Botschaft steht auch […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Mit dem ersten von sechs Modulen eröffnet das Universitätsklinikum Würzburg das neue bundesweite Train-the-Trainer-Programm „TrainKommOnko“. Es soll die Kommunikation mit Krebspatientinnen und -patienten nachhaltig verbessern und als festen Qualitätsstandard in der onkologischen Versorgung verankern. Train-the-Trainer-Prinzip: Multiplikatoren ausbilden Vor diesem Hintergrund fördert die Deutschen Krebshilfe das Programm „TrainKommOnko“ mit mehr als acht Millionen Euro. Unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. Jana Jünger vom Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung in Heidelberg werden in den kommenden vier Jahren Ärztinnen und Ärzte sowie Personen […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Diabetes und Diabetes-induzierte Folgeschäden können mit den gängigen Medikamenten und Lebensstil-Interventionen nur unzureichend verhindert werden. Daher forscht ein internationales Team um Professor Dr. Jens Kroll aus der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg an der Frage, ob bisher unerkannte Stoffwechselstörungen die Ursache für die mit Diabetes häufig einhergehenden Organveränderungen sein könnten – die also primär Gefäße und andere Gewebe verändern. Neue Erkenntnisse aus der Diabetes-Forschung an der Medizinischen Fakultät Mannheim Ergebnisse ihrer Forschung liefern jetzt neue Hinweise darauf, wie reaktive […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Viele Viren können sowohl Menschen als auch Tiere infizieren, so auch das Hepatitis-E-Virus. Es wird häufig über kontaminierte Fleischprodukte auf den Menschen übertragen, etwa über den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend erhitztem Schweine- oder Wildfleisch. Allerdings galten Mäuse bislang als weitgehend resistent gegen eine Infektion. Warum, war unklar. Das Team der Molekularen und Medizinischen Virologie der Ruhr-Universität Bochum hat sich den Replikationszyklus des Virus genau angeschaut und herausgefunden: Die Speziesbarriere bei Mäusen liegt direkt beim Eintritt des Virus in […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Spezialisierte Gefäßchirurgie ermöglicht schonende Behandlung in komplexen und akuten Fällen. Behandlungserfolg durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Herzchirurgie, Radiologie und Anästhesiologie. Langzeitnachsorge lässt erneute Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln. Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) gehören zu den gefährlichsten Gefäßerkrankungen überhaupt. Insbesondere Aortendissektionen – ein Riss der inneren Wand der Aorta – und Aneurysmen – krankhafte Aussackungen oder Erweiterungen von Blutgefäßen – können entweder akut oder langsam chronisch lebensbedrohlich werden und erfordern höchste medizinische Expertise. Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden werden diese […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Das Glioblastom ist ein aggressiver Hirntumor, der weit in das umliegende Hirngewebe einwächst. Auch nach der Operation bleiben deshalb Tumorzellen im Gehirn zurück und der Tumor tritt erneut auf. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben mit Core2Edge ein vollständig auf menschlichem Gewebe basierendes Modell entwickelt, das diese schwer zugänglichen Randbereiche des Tumors realitätsnah abbildet. Damit lässt sich die Invasionsfront untersuchen und neue Wirkstoffkandidaten lassen sich direkt an humanem Gewebe testen – und das ohne Tierversuche. Die […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende aus Würzburg und Heidelberg haben entschlüsselt, warum kleinste Veränderungen im Herzprotein RBM20 zu unterschiedlichen erblichen Herzkrankheiten führen können. Mithilfe von patientenspezifischen Stammzellen, künstlichen Herzgeweben und Genom-Editierung konnten sie zeigen, wie einzelne Mutationen den Kalziumhaushalt der Herzzellen stören und damit verschiedene Krankheitsbilder auslösen. Die Ergebnisse liefern neue Ansatzpunkte für individuell zugeschnittene Therapien bei seltenen Kardiomyopathien. Kardiomyopathien sind eine Gruppe von meist erblichen, seltenen Herzkrankheiten, bei denen die Struktur des Herzmuskelgewebes gestört ist. Das schränkt die Pumpkraft des Herzens ein; es […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Markus Ege vom Dr. von Haunerschen Kinderspital des LMU Klinikums München und dem Institut für Asthma- und Allergieprävention am Helmholtz Munich hat erstmals identifiziert, welche Bakterien in der Stallluft für den sogenannten „Bauernhof-Effekt“ verantwortlich sind, der vor Allergien, Asthma und Heuschnupfen schützen kann. Kinder, die in einer bäuerlichen Umgebung aufgewachsen sind, bekommen weniger Allergien, Heuschnupfen und Asthma als Stadtkinder. Dieser sogenannte Bauernhofeffekt wurde in mehreren Beobachtungsstudien weltweit ermittelt. Höchstwahrscheinlich ist er darauf […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Ein Forschungsteam der Universitäten Hildesheim, Bonn und Freiburg hat entschlüsselt, wie Muskeln auf Krafttraining reagieren. Die Befunde helfen, Trainingsprogramme für Athlet*innen und Patient*innen zu verbessern und einem Muskelverlust im Alter entgegenzuwirken. Krafttraining gilt als unerlässlich für die Aufrechterhaltung der Muskulatur. Selbst für ältere Menschen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation moderates Krafttraining an mindestens zwei Tagen pro Woche. Dies wirke dem Verlust der Muskelkraft entgegen. Die neue Studie wird in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications“ vorgestellt. Sportliche Betätigung ist wichtig, um […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Berlin – Bewegung erhält in der Versorgung nach Darmkrebs mehr Gewicht: Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie nun angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind neue Studiendaten, die zeigen, dass ein strukturiertes Bewegungsprogramm das krankheitsfreie Überleben und das Gesamtüberleben verbessern kann. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) sieht darin einen weiteren wichtigen Baustein in der modernen, evidenzbasierten Versorgung nach Darmkrebs. Nach einer Darmkrebstherapie stehen für viele Patientinnen und Patienten zunächst Erholung, Kontrolluntersuchungen […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Wer einen Hörsturz erleidet, erhält meistens eine Behandlung mit sogenannten Glukokortikoiden, umgangssprachlich auch Kortison genannt. Das ist weltweit Standard, obwohl die Wirksamkeit bislang nicht eindeutig geklärt ist. Eine neue, groß angelegte Studie der Universitätsmedizin Halle untersucht nun die Effektivität dieser Therapie genauer und prüft, inwieweit damit unerwünschte Wirkungen einhergehen. Ein Hörsturz ist ein plötzlich auftretender Hörverlust ohne erkennbare Ursache, der sich innerhalb von 72 Stunden entwickelt und meist auf einem Ohr auftritt. Mögliche Begleiterscheinungen wie Tinnitus und Schwindel können stark […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Ein neuartiges Netzhautimplantat eröffnet Menschen mit geographischer Atrophie erstmals die Möglichkeit, einen Teil ihres zentralen Sehvermögens zurückzugewinnen. Die Erkrankung ist eine schwere Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Ein internationales Forschungsteam um Prof. Frank. G. Holz vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn konnte in einer internationalen klinischen Studie nachweisen, dass die Mehrzahl der Teilnehmenden deutliche Verbesserungen der Sehschärfe zeigten – mehr als 84 Prozent konnten nach der Implantation wieder Buchstaben, Zahlen oder Wörter erkennen. Jetzt ist die neuartige Netzhaut-Implantattechnologie […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Wie lassen sich feinste Vorgänge in unserem Erbgut sichtbar machen? Eine Absolventin der Universität Würzburg hat dafür einen neuartigen Ansatz entwickelt – und wurde jetzt für ihre herausragende Abschlussarbeit prämiert. Am 23. Juli 2026 hat die Bayerische Staatsregierung gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Hightech-Preise Bayern 2026 verliehen. Unter den Ausgezeichneten ist auch eine Absolventin der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU): Für ihre Forschung zu Bor-Stickstoff-Dotierungen erhielt die Chemikerin Sarah Lutz den mit 2.000 Euro dotierten Preis. Sarah Lutz interessiert […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →