Keine Angst vor innovativen Arzneimitteln – was Sie bei der Verordnung beachten sollten

Verordnungsthema:

PCO-Syndrom

Neue Studien zu PCO-Syndrom

Eine retrospektive Kohortenstudie mit 598 Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und Kinderwunschbehandlung fand, dass systemische Entzündungen bei PCOS zur Verbindung von Stoffwechselstörungen und schlechteren Kinderwunschbehandlungsergebnissen beitragen könnten. Entzündungsprozesse aufgrund von Stoffwechselstörungen könnten demnach behandelbare Faktoren bei unerfülltem Kinderwunsch bei PCOS sein.

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Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können, so das Ergebnis eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 10 Studien, sowohl kurz- als auch mittelfristig einen signifikanten Beitrag zur Unterstützung beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leisten. Frauen mit PCOS erreichten mit den DiGA Verbesserungen anthropometrischer Maße sowie ihres Gesundheitsverhaltens.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien mit 527 Frauen fand, dass Probiotika zusätzlich zu Metformin beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) zu niedrigerer Insulinresistenz und besserer gastrointestinale Verträglichkeit von Metformin beitragen können. Weitere, größere Studien müssten diese Ergebnisse prüfen und längerfristige Effekte ermitteln.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien fand, dass Heranwachsende mit PCOS ein signifikant erhöhtes Risiko für das metabolische Syndrom haben. Dabei sollte besonders auf abdominelle Adipositas, systolischem Blutdruck und erhöhte Triglyzerid-Spiegel geachtet werden, so das Fazit, um frühzeitig sich entwickelnde Probleme zu erkennen und ihnen entgegenwirken zu können.

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Eine randomisierte Interventionsstudie mit 15 Teilnehmerinnen fand, dass zeitlich begrenztes Essen über zweimal 12 Wochen machbar war. Eine exploratorische Analyse fand eine Reduktion des Langzeit-Blutzuckerspiegels (HbA1c) und verschiedener anthropometrischer Maße im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Essenszeitvorgaben. Allerdings war es schwierig, Frauen zur Teilnahme zu gewinnen.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 11 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass die Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) mit GLP-1-Rezeptoragonisten mit einem moderaten, kurzfristigen Gewichtsverlust bei bestehendem Übergewicht oder Adipositas assoziiert ist. Darüber hinaus lässt die bislang niedrige Datenqualität jedoch keine verlässliche Einschätzung eventueller Behandlungseffekte auf Stoffwechsel, Kinderwunsch oder psychische Gesundheit zu, so das Fazit.

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Metformin in Kombination mit Liraglutid kann einen signifikanten Beitrag zur Behandlung von Stoffwechsel und Hormonen bei Frauen mit PCOS leisten, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 60 Frauen. Eine damit assoziierte Verbesserung des Ungleichgewichts des Darmmikrobioms im Tierexperiment deutet auf einen möglichen Mechanismus, der in zukünftigen klinischen Studien vertieft untersucht werden sollte.

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Die ketogene Ernährung kann eine vielversprechende Ernährungsform bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und einem BMI über 25 kg/m2 sein, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 10 Studien. Ketogene Ernährung ging demnach mit Verbesserungen des Körpergewichts, der Insulinsensitivität und des reproduktiven Hormonprofils einher, jedoch bestand eine hohe Heterogenität in den Studien, so dass Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten.

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Myoinositol scheint den Spiegel des neu beschriebenen Fettgewebshormons Asprosin zu modulieren, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 40 schwangeren Frauen. Zudem könnte Asprosin ein Marker zur Einschätzung der Insulinresistenz und Myoinositol womöglich eine hilfreiche ergänzende Therapie in Risikogruppen sein. Weitere Studien mit größeren Patientengruppen sind jedoch nötig, um diese Ansätze zu prüfen.

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Eine prospektive, randomisierte, klinische Studie mit 68 Teilnehmerinnen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) fand, dass Myoinositol über 6 Monate den Cholesterolspiegel bei PCOS unabhängig vom BMI signifikant verbessern kann. Metformin hingegen beeinflusste die glykämische Kontrolle signifikant speziell bei Übergewicht. Die Behandlung könnte damit dem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei PCOS entgegenwirken, so die Hoffnung.

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Die aktuelle Studienlage spricht nach einem systematischen Review mit Metaanalyse über 10 Studien zum polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) dafür, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D signifikant Insulinresistenz, entzündliche Prozesse, Nüchternblutzucker und Gesamttestosteron bei PCOS senken kann. Somit könnte Vitamin D ein Baustein im Behandlungskonzept bei PCOS darstellen.

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Leider haben wir zu PCO-Syndrom noch keine Informationen zu Innovativen Arzneimitteln – z. B. Biologika

Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Charité-Studie in Science beschreibt erstmals Farbseh-Pigmente in Aktion Das menschliche Auge ist in der Lage, Hunderte von Farbtönen voneinander zu unterscheiden. Das gelingt ihm mit nur drei verschiedenen Photopigmenten: den sogenannten Farb-Opsinen, die in den Zapfenzellen der Netzhaut sitzen. Forschenden der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Nanchang University ist es nun erstmals gelungen, die molekulare Struktur aller drei menschlichen Farb-Opsine im aktiven Zustand darzustellen. Im Fachmagazin Science* beschreiben sie, wie die drei Opsine auf jeweils bestimmte Lichtwellen reagieren und […]

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Das Darmmikrobiom spielt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eine wichtige Rolle. Im Forschungsprojekt MikrobiomProCheck untersuchen Forschende, wie sich Mikrobiomdaten künftig für Diagnostik, Verlaufskontrolle und personalisierte Therapien nutzen lassen. Die Universität Bielefeld bringt klinische, bioinformatische und datengetriebene Expertise in das NRW-weite Verbundprojekt ein. Welche Mikroorganismen leben im Darm einer Person? Wie wirken sie sich auf den Körper aus? Und wie hängen sie mit der Entstehung und dem Verlauf von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zusammen? Im Darmmikrobiom könnten wichtige […]

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Wichtige Erkenntnis für individualisierte KrebstherapieDas sogenannte Philadelphia-Chromosom ist ein typisches Erkennungsmerkmal für verschiedene Formen von Leukämie. Forscher der Universität und Universitätsmedizin Greifswald konstruierten den Genfehler in kultivierten menschlichen Leukämie-Zellen und entdeckten, dass er auch ein körpereigenes Eiweiß blockiert, das normalerweise die Wirkung von Krebsmedikamenten abwehrt. Dadurch werden Krebszellen empfindlicher für bestimmte Medikamente. Die Ergebnisse wurden in Experimental Hematology & Oncology veröffentlicht. Das Philadelphia-Chromosom ist eine der am ausführlichsten untersuchten genetischen Veränderungen, deren molekulare Effekte aber oft noch unklar sind. Es […]

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Berlin/Altdorf – Unregelmäßige Blutungen, Akne, Haarausfall oder unerfüllter Kinderwunsch: Was lange als Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) bekannt war, betrifft nicht nur Eierstöcke und Zyklus, sondern häufig auch das Risiko für Typ-2-Diabetes. Künftig heißt die Erkrankung Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS). Der neue Name rückt den Stoffwechsel in den Fokus. Weltweit leben mehr als 170 Millionen Frauen im reproduktiven Alter mit der Erkrankung, in Deutschland sind es bis zu 15 Prozent der Frauen. Dennoch bleiben bis zu 70 Prozent der Fälle undiagnostiziert. Die Deutsche […]

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Eine multizentrische Studie der Universitätskliniken Heidelberg und Würzburg macht Hoffnung auf eine wirksamere Behandlung des Multiplen Myeloms. Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Würzburg kombinierten Standardtherapien in der Erstbehandlung von Patientinnen und Patienten, die für eine Stammzelltransplantation in Frage kamen, mit einer neuartigen Immuntherapie: Der bispezifische Antikörper Teclistamab koppelt Abwehr- mit Tumorzellen und löst so eine zielgerichtete Immunreaktion aus. Bereits nach wenigen Monaten waren bei den Patientinnen und Patienten selbst mit empfindlichsten Methoden keine Tumorzellen […]

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REPIMPACT-Studie untersucht neurologische Folgen von Kopfbällen bei Jugendfußballspielern  Das Thema ist brisant: Profi-Fußballer haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen, insbesondere Demenzen. Der vermutlich entscheidende Faktor dabei: Kopfbälle. Doch was bedeutet das für Jugendliche, die regelmäßig im Verein Fußball spielen? Lassen sich bereits nach einer Saison Veränderungen im Gehirn messen? Und unterscheiden sich junge Fußballspieler schon vor der Saison von Gleichaltrigen, die kontaktarme Sportarten ausüben? Ein Team um die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Inga Körte am LMU […]

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Wie beeinflusst Fibromyalgie Partnerschaften? Diese Frage steht im Zentrum einer neuen Studie an der Universität Würzburg. Dafür werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Menschen mit Fibromyalgie müssen oft nicht nur mit chronischen Schmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen und weiteren Beschwerden leben. Die Erkrankung kann auch das Zusammenleben mit Partnerinnen und Partnern sowie das Familienleben verändern. Um mehr über diese Veränderungen zu erfahren, sucht die Universität Würzburg Betroffene und deren Partnerinnen oder Partner für zwei neue wissenschaftliche Fokusgruppen. Im Mittelpunkt der Studie stehen […]

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In dem Leitfaden „Hilfe bei Hitze in Heimen“ gibt ein MHH-Expertenteam praktische Hinweise für die Betreuung von Seniorinnen und Senioren. Heiße Sommertage können für ältere Menschen schnell zur Gefahr werden. Hitzewellen gehören in Deutschland inzwischen zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken. „Extrem hohe Temperaturen können besonders für Menschen in höherem Lebensalter sehr gefährlich werden, “ erklärt Prof. Dr. Nils Schneider, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Zum Schutz dieser vulnerablen Personen hat er mit einem Expertenteam aus […]

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Bonner Forschende entwickeln neues Modell zur Erforschung follikulärer regulatorischer T-Zellen Damit das Immunsystem Krankheitserreger wirksam bekämpfen kann, müssen Antikörperreaktionen präzise gesteuert werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei sogenannte follikuläre regulatorische T-Zellen (Tfr-Zellen), die überschießende Immunreaktionen begrenzen und zur Aufrechterhaltung der Immuntoleranz beitragen. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben nun ein robustes Laborverfahren entwickelt, mit dem sich Tfr-Zellen aus Vorläuferzellen gewinnen und gezielt untersuchen lassen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Cellular & Molecular Immunology veröffentlicht. Tfr-Zellen […]

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Die nachlassende Impfantwort älterer Menschen lässt sich mit einer Einnahme von Spermidin womöglich verstärken. Die natürlich vorkommende Substanz reduziere molekulare Marker für die Alterung des Immunsystems, berichtet Katja Simon gemeinsam mit britischen Forschenden im Fachjournal „Aging Cell“. Mit steigendem Alter wird unser Immunsystem schwächer. Seine Reaktionen auf Infektionen und Impfstoffe lassen zunehmend nach. Dieser Immunoseneszenz genannte Prozess trägt dazu bei, dass ältere Menschen schneller und oft schwerer erkranken und dass Impfungen bei ihnen häufig weniger wirksam sind. Forschende um Professorin […]

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Unser Herz muss nach jedem Schlag blitzschnell in seine Form zurückkehren. Doch was passiert, wenn die elastischen „Federn“ im Herzen versagen? Ein Forschungsteam der Uni Münster hat herausgefunden, dass das Herz dabei auf das Strukturprotein Titin angewiesen ist. Werden diese Fasern beschädigt, kann das Herz nicht mehr nach jedem Schlag in seine Ausgangsform zurückkehren, was zu gestörter Herzfüllung, Herzschwäche und einer raschen Gewebevernarbung führt. Die Studie erschien nun in der Fachzeitschrift „Nature Cardiovascular Research“. Das Herz ist ein richtiger „Workaholic“: […]

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Ein Team um LMU-Mediziner Daniel Kotlarz hat eine bislang unbekannte genetische Ursache von Morbus Crohn identifiziert. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen nehmen weltweit zu. Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind die zugrundeliegenden Ursachen der Erkrankung vielfach noch unzureichend verstanden. Ein internationales Forschungsteam des VEO-IBD Consortiums (ein von The Leona M. und Harry B. Helmsley Charitable Trust gefördertes Forschungsnetzwerk) hat unter Beteiligung des LMU Klinikums und des Hospital for Sick Children (SickKids) in Toronto eine bislang unbekannte genetische Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen […]

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Anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni veröffentlicht das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit neue Daten zum Drogenkonsum junger Menschen. Demnach konsumierten 2,5 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren illegale Substanzen, was insgesamt einem niedrigen Niveau entspricht. Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren lag der Anteil mit 18,7 Prozent deutlich höher; im Zahnjahresvergleich ist der Kokainkonsum in dieser Altersgruppe damit auffällig gestiegen. Umso wichtiger ist es, künftig noch stärker über die Risiken illegaler Drogen aufzuklären. Immer mehr junge […]

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