Neue Studien zu PCO-Syndrom
Eine zeitlich begrenzte Ernährungsweise war bei Frauen mit PMOS mit Verbesserungen der Gewichtskontrolle und verschiedener Blutzucker- und Stoffwechselparameter assoziiert. Dies war das Ergebnis einer randomisierten kontrollierten Studie, in der die Teilnehmerinnen entweder innerhalb festgelegter Zeitfenster oder nach Belieben aßen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Nahrungsergänzung mit Probiotika für 8 Wochen steigerte in einer placebokontrollierten randomisierten Studie bei Frauen mit dem polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS, bislang PCOS) in Kinderwunschbehandlung die Dicke des Endometriums signifikant. Erste Hinweise auf eventuelle Vorteile für die Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft müssen in weiteren Studien vertieft untersucht werden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Frauen mit PMOS, die sich einer IVF/ICSI unterziehen, könnten von Akupunktur profitieren. Darauf deuten Ergebnisse einer Metaanalyse von 22 Studien hin. Die Evidenzqualität wird jedoch insgesamt als niedrig bis moderat eingestuft.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Das bislang als polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) bezeichnete Krankheitsbild wird nun polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS) genannt, um seine komplexen hormonellen und metabolischen Effekte deutlich zu machen. Betroffene Frauen können auch unter Ängsten und Depressionen leiden. Eine Reihe von Interventionen kann nach einem systematischen Review mit Netzwerkmetaanalyse über 25 randomisiert-kontrollierte Studien einen wirksamen Beitrag zur Linderung von Ängsten und Depression bei PMOS leisten und demnach ergänzende Optionen zur Standardbehandlung bei PMOS bieten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Einnahme von Apfelessig-Kapseln zusätzlich zur Standardtherapie mit Metformin war bei Patientinnen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom (PMOS), metabolischem Syndrom und Insulinresistenz mit Verbesserungen hinsichtlich Stoffwechselparametern, Sexualfunktion, Hirsutismus und Lebensqualität assoziiert. Dies war das Ergebnis einer randomisierten klinischen Studie mit 94 Teilnehmerinnen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine retrospektive Kohortenstudie mit 598 Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und Kinderwunschbehandlung fand, dass systemische Entzündungen bei PCOS zur Verbindung von Stoffwechselstörungen und schlechteren Kinderwunschbehandlungsergebnissen beitragen könnten. Entzündungsprozesse aufgrund von Stoffwechselstörungen könnten demnach behandelbare Faktoren bei unerfülltem Kinderwunsch bei PCOS sein.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können, so das Ergebnis eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 10 Studien, sowohl kurz- als auch mittelfristig einen signifikanten Beitrag zur Unterstützung beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leisten. Frauen mit PCOS erreichten mit den DiGA Verbesserungen anthropometrischer Maße sowie ihres Gesundheitsverhaltens.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien mit 527 Frauen fand, dass Probiotika zusätzlich zu Metformin beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) zu niedrigerer Insulinresistenz und besserer gastrointestinale Verträglichkeit von Metformin beitragen können. Weitere, größere Studien müssten diese Ergebnisse prüfen und längerfristige Effekte ermitteln.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien fand, dass Heranwachsende mit PCOS ein signifikant erhöhtes Risiko für das metabolische Syndrom haben. Dabei sollte besonders auf abdominelle Adipositas, systolischem Blutdruck und erhöhte Triglyzerid-Spiegel geachtet werden, so das Fazit, um frühzeitig sich entwickelnde Probleme zu erkennen und ihnen entgegenwirken zu können.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Literatur-Newsletter-Anmeldung
Medical NEWS Report
Hier können Sie sich für unseren Literatur-Newsletter anmelden. →
Eine randomisierte Interventionsstudie mit 15 Teilnehmerinnen fand, dass zeitlich begrenztes Essen über zweimal 12 Wochen machbar war. Eine exploratorische Analyse fand eine Reduktion des Langzeit-Blutzuckerspiegels (HbA1c) und verschiedener anthropometrischer Maße im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Essenszeitvorgaben. Allerdings war es schwierig, Frauen zur Teilnahme zu gewinnen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 11 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass die Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) mit GLP-1-Rezeptoragonisten mit einem moderaten, kurzfristigen Gewichtsverlust bei bestehendem Übergewicht oder Adipositas assoziiert ist. Darüber hinaus lässt die bislang niedrige Datenqualität jedoch keine verlässliche Einschätzung eventueller Behandlungseffekte auf Stoffwechsel, Kinderwunsch oder psychische Gesundheit zu, so das Fazit.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Metformin in Kombination mit Liraglutid kann einen signifikanten Beitrag zur Behandlung von Stoffwechsel und Hormonen bei Frauen mit PCOS leisten, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 60 Frauen. Eine damit assoziierte Verbesserung des Ungleichgewichts des Darmmikrobioms im Tierexperiment deutet auf einen möglichen Mechanismus, der in zukünftigen klinischen Studien vertieft untersucht werden sollte.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die ketogene Ernährung kann eine vielversprechende Ernährungsform bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und einem BMI über 25 kg/m2 sein, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 10 Studien. Ketogene Ernährung ging demnach mit Verbesserungen des Körpergewichts, der Insulinsensitivität und des reproduktiven Hormonprofils einher, jedoch bestand eine hohe Heterogenität in den Studien, so dass Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Deutscher Rheumatologiekongress 2026 vom 09. bis 12. September im Congress Center Leipzig Leipzig/Berlin – Entzündlich-rheumatische Erkrankungen betreffen in Deutschland aktuellen Zahlen zufolge rund 1,8 Millionen Menschen. Für viele Betroffene wirken erste Beschwerden zunächst plötzlich und unvorhersehbar. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass sich insbesondere das klassische Gelenkrheuma – die rheumatoide Arthritis (RA), von der etwa 0,8 bis 1,2 Prozent der Erwachsenen in Deutschland betroffen sind – bereits Monate bis Jahre zuvor ankündigt. Damit eröffnet sich ein Zeitfenster für Prävention: Lebensstilfaktoren können das Erkrankungsrisiko beeinflussen, und bei besonders gefährdeten Menschen lässt sich […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) führte 2025 mehr als 52.000 Beratungen durch. Es verzeichnet damit erneut mehr Anfragen als im Vorjahr. Ein besonderes Augenmerk galt im vergangenen Jahr den Vergiftungen durch Drogen wie Cannabis, Kokain und Amphetamine. In mehr als 1.300 Fällen wurde das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) im Jahr 2025 wegen Vergiftungen durch Drogen konsultiert. Die meisten Anfragen bezogen sich auf Kokain, Amphetamine und ähnliche Drogen sowie auf Vergiftungen mit Cannabis und synthetischen […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Ob olympische Medaille mit Babybauch oder stillen während des Ultramarathons – Kinderwunsch, Schwangerschaft und Leistungssport schließen sich nicht aus. Viele Spitzenathletinnen haben gezeigt, dass beides möglich ist. Doch wenn es um konkrete Fragen geht – etwa zur Trainingsgestaltung während der Schwangerschaft oder zur Rückkehr in den Leistungssport nach der Geburt – fehlt es häufig noch an verlässlichen und praxisnahen Informationen. Hier setzt die neue Webseite „Athletin-D“ an. Sie bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch für den Trainingsalltag auf und soll kontinuierlich weiterwachsen. […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Deutsche Krebshilfe und Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) legen Ergebnisse des 2. Nationalen Krebspräventionsgipfels vorWie lässt sich die Krebsprävention in Deutschland wirksam stärken? Konkrete Maßnahmen und Ideen liefert der gerade veröffentlichte Ergebnisbericht des 2. Nationalen Krebspräventionsgipfels von Deutscher Krebshilfe und Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ). Rund 50 Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft hatten im Juni 2026 am Gipfel teilgenommen und ihre Expertise eingebracht. Die politischen Signale zur Stärkung der Prävention Gipfel stimmen zuversichtlich. „Wir wissen heute so viel wie nie zuvor […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Neue Studie zeigt, wie winzige Membranbläschen von Immunzellen das Überleben von Candida albicans im Blut begünstigen von Kerstin Breuer Eigentlich ist unsere Immunabwehr ein ausgeklügeltes System, das uns vor Krankheitserregern schützt. Doch ein Forschungsteam der Universitäten Würzburg und Jena sowie des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) zeigt nun, dass bestimmte Bestandteile dem Hefepilz Candida albicans offenbar dabei helfen, ebendieser Abwehr zu entgehen. Die im Journal of Extracellular Vesicles veröffentlichte Studie beschreibt damit eine unerwartete Kehrseite der Immunantwort auf den pilzlichen Eindringling. Candida albicans lebt bei vielen […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
ERC Starting Grant für Karl Petri: Würzburger Forscher entwickelt neue Technologie für eine sichere und dauerhafte In-vivo-CAR-T-Zelltherapie Würzburg. Bislang werden CAR-T-Zellen außerhalb des Körpers hergestellt. Dazu werden T-Zellen aus dem Blut der Patientin oder des Patienten gewonnen, im Labor genetisch verändert, sodass sie Proteine auf ihrer Oberfläche produzieren, die als chimäre Antigenrezeptoren (CARs) bezeichnet werden. Diese CARs helfen den T-Zellen dabei, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Nach der Umprogrammierung werden die CAR-T-Zellen zurück in den Körper übertragen. Seit ihrer ersten […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Die Pflege eines Menschen mit Demenz stellt Angehörige im Alltag häufig vor große Herausforderungen. Wie digitale und persönliche Unterstützungsangebote pflegende Angehörige entlasten und die Versorgung von Menschen mit Demenz verbessern können, untersucht die bundesweite Studie „living@home“ des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), an der sich auch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) beteiligt. Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, ob eine Kombination aus persönlicher Begleitung und einer App den Pflegealltag von Angehörigen erleichtern und die Versorgung von Menschen mit Demenz […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Der Tag des alkoholgeschädigten Kindes rückt am 9. September Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und FASD in den Mittelpunkt. Jena (UKJ/me). Alkohol in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit, im Gegenteil: Rund zehn Prozent aller Babys leiden unter den Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. „Wer glaubt, das eine Glas wird schon nicht schaden, der liegt falsch“, sagt Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Leiter der Klinik für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ). „Jeder Schluck ist zu viel. Denn Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann nicht […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Es mangelt an Spenderorganen. Ein Ausweg könnten Schweine-Organe sein. Daran forscht ein MHH-Team im neuen Projekt zu Xenotransplantation. Wenn ein Organ nicht mehr funktioniert und andere Therapien nicht mehr wirken, ist eine Organtransplantation notwendig. Sie rettet jedes Jahr viele Leben. So werden in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem größten Transplantationszentrum Deutschlands, jährlich 300 bis 400 Organe transplantiert – insbesondere Nieren, Lungen, Lebern und Herzen. Es werden jedoch deutlich mehr Spenderorgane benötigt, als zur Verfügung stehen. In Deutschland warten derzeit […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Deutscher Rheumatologiekongress 2026 vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig Leipzig/Berlin – Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können Frauen in einer Lebensphase treffen, in der Familienplanung und Elternschaft eine wichtige Rolle spielen. Eine sichere Schwangerschaft ist heute jedoch in den meisten Fällen möglich – dank intensiver Forschung, die in den letzten Jahren zu neuen Möglichkeiten der Behandlung und der medizinischen Überwachung geführt hat. Was es bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Kinderwunsch zu beachten gilt, welche Risiken bestehen und wie sie minimiert werden können, […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol – und sie beginnen später damit. Das zeigen die aktuellen Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 des BIÖG. Der wöchentliche Alkoholkonsum liegt bei jungen Menschen auf einem historischen Tiefstand. Doch beim Rauschtrinken zeigt sich ein gemischtes Bild: Unter jungen Frauen ist es deutlich zurückgegangen, während es bei Jugendlichen und jungen Männern weiterhin stark verbreitet bleibt. Gezielte Prävention ist deshalb weiterhin wichtig, um riskante Konsummuster zurückzudrängen. Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol und […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Knapp die Hälfte der Patientinnen mit gesicherter Erstdiagnose erhält im Folgejahr erneut eine Endometriose-Diagnose // „Ausbleibende Folgekodierung bedeutet nicht fehlender Versorgungsbedarf“ Routinedaten sind eine zentrale Grundlage der Versorgungsforschung, um die Realität der medizinischen Versorgung zu untersuchen. Die Behandlung von Patientinnen mit Endometriose lässt sich anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten allerdings nur eingeschränkt abbilden. So werden beispielsweise wichtige Arzneimittel zur Behandlung der Erkrankung nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind daher in den Abrechnungsdaten nicht erfasst. Eine weitere Herausforderung besteht darin, Patientinnen […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Neue S3-Leitlinie zu Harnrückfluss im Kindes- und Jugendalter Berlin – Eine moderne, strahlenfreie Ultraschallmethode erweitert die diagnostischen Möglichkeiten bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege im Kindes- und Jugendalter: die kontrastverstärkte Miktionsurosonografie (MUS). Sie kann insbesondere einen Rückfluss von Urin aus der Blase in Richtung Nieren zuverlässig sichtbar machen – ganz ohne Röntgenstrahlung. Mit der S3-Leitlinie „Kontrastverstärkte Miktionsurosonografie im Kindes- und Jugendalter“ erhält das Verfahren nun eine wichtige evidenzbasierte Grundlage und gewinnt als Alternative zur konventionellen Röntgen-Miktionszysturethrografie (MCU) weiter an Bedeutung. Federführend bei […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →