Neue Studien zu Long-COVID
Eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und die Erkrankung COVID-19 sind mögliche Auslöser für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse und tragen womöglich zu schwereren Verläufen von Morbus Basedow bei. Dies fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 46 Studien besonders bei mittelschwerem oder schwerem COVID-19. Demnach könnte nach der Erholung von COVID-19 eine Überprüfung der Schilddrüsenfunktion, besonders bei Risikogruppen, sinnvoll sein, um Autoimmunerkrankungen rechtzeitig effektiv behandeln zu können.
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Eine Blutwäsche zur Immunadsorption erwies sich in einer randomisiert-kontrollierten Studie im Überkreuz-Verfahren mit 40 Patienten als nicht wirksam zur Reduktion der Symptomlast bei Long-COVID.
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Ein kleiner Anteil der Personen, die COVID-19 überstanden haben, kann selbst nach 3 Jahren noch anhaltende Störungen des Geruchssinns aufweisen, fand eine Beobachtungsstudie. Dieses Symptom scheint mit Ängsten und Schlafstörungen assoziiert zu sein und sollte demnach auch als Warnsignal gewertet werden.
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Ein überwachtes, ambulant durchgeführtes Sportprogramm kann zentrale Symptome bei Long-COVID nach Coronavirusinfektion, speziell funktionelle Trainingskapazität, Lebensqualität und Atemnot, verbessern. Dies fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien und insgesamt 803 Patienten. Bei Fatigue und/oder post-exertioneller Malaise, so die Wissenschaftler, müssten allerdings besonders systematisch und durchgängig Symptome und Verlauf beobachtet werden.
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Ein systematischer Reviews mit Metaanalyse über 30 Studien fand Hinweise auf eine mögliche, anhaltende Immunaktivierung bei post-infektiöser Fatigue. Weitere Studien sind jedoch nötig, um diese Hinweise zu erhärten, Patientenbilder und Risikogruppen zu ermitteln und mögliche Interventionen zu prüfen.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 11 Studien fand, dass Long-COVID mit anhaltenden Veränderungen der Herzfrequenzvariabilität einhergehen könnte. Weitere Studien müssen die eventuell veränderte neurokardiale autonome Funktion jedoch überprüfen.
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Eine Booster-Impfung gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse, zusätzlichen Schutz gegenüber Long-COVID bieten. Demnach könne die saisonale Impfung gegen neue Coronavirus-Varianten womöglich helfen, auch langfristige Folgen von COVID-19 zu reduzieren, wenn sich dies mit gezielten Studien erhärten lässt.
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Eine prospektive Kohortenstudie mit 88 COVID-19-Patienten fand, dass Fatigue als Symptom von Long-COVID stark mit einer Intensivbehandlung des akuten COVID-19 sowie erhöhten Myostatin- und Irisin-Spiegeln assoziiert war. Myopathische Mechanismen könnten demnach eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und als therapeutisches Ziel anhaltender Fatigue spielen.
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Eine finnische Kohortenstudie mit 121 Patienten fand langanhaltende Folgen von COVID-19 ohne signifikante Unterschiede zwischen Patientengruppen mit unterschiedlichem Schweregrade der akuten Erkrankung, jedoch insgesamt einen positiven funktionellen Verlauf über 2 Jahre.
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Zunehmend kann auch bei speziellen Personengruppen ermittelt werden, wie die Impfung sich auf Alltag und Arbeit auswirkt und ob mögliche Impfreaktionen ein Problem für die Akzeptanz darstellen. In den USA wurde nun untersucht, wie die Nebenwirkungen der mRNA-1273-Impfung bei Angestellten im Gesundheitssystem ausfallen und wie akzeptiert diese Impfung ist. Trotz eines weiten Spektrums an selbst-berichteten, vorübergehenden Symptomen wollten 97,02 % der Teilnehmer der Befragung demnach nicht auf die zweite Impfdosis verzichten.
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Ein systematischer Review ermittelte die Wirksamkeit verschiedener Vakzine in der Forschungsübersicht. Betrachtet wurden 31 Studien mit Fokus auf in der EU-zugelassenen Impfstoffen, 11 weitere Studien untersuchten zwei noch in der Begutachtung befindlichen Vakzine oder analysierten die Wirksamkeit mehrerer Impfstoffe. Insgesamt zeigte sich eine hohe Wirksamkeit mancher Impfstoffe. Das Auftreten neuer Virusvarianten erfordert jedoch eine regelmäßige Aktualisierung solcher Studien.
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Welche Impfstoffe, die nicht auf mRNA- oder DNA-Technologie basieren, spielen in der EU möglicherweise bald eine Rolle? Wir berichten den aktuellen Stand von EU-Zulassungsverfahren und Forschung zu relevanten Totimpfstoffen und Protein-basierten Impfstoffen gegen das neue Coronavirus.
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Schlechte Schlafqualität, zeigte eine beobachtende Kohortenstudie mit 4 781 Personen ab 60 Jahren mit COVID-19, steht mit höherem Risiko für Long-COVID und ausgeprägterer Symptomatik in Zusammenhang. Bei einer Coronavirusinfektion älterer Personen, so das Fazit, sollte demnach auch die Schlafgesundheit untersucht und multidisziplinär verbessert werden, um langfristige Gesundheitsprobleme zu vermeiden und gesundes Altern zu unterstützen.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Gemeinsame Pressemitteilung von Paul-Ehrlich-Institut und BfAr Arzneimittel können Leben retten und die Gesundheit vieler Menschen weltweit verbessern. Sie können jedoch auch unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Manche Nebenwirkungen treten plötzlich auf, während andere sich allmählich und sogar erst nach längerer Einnahme entwickeln. Manche sind deutlich spürbar, andere verlaufen „still“ und lassen sich nur durch Untersuchungen feststellen. Um mögliche Arzneimittelrisiken frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Darauf macht die internationale Kampagne #MedSafetyWeek vom 02. bis 08.11.2026 aufmerksam. Mehr […]
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Das Bundesministerium für Gesundheit hat den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung für 2027 auf 2,9 Prozent festgelegt. Damit bleibt der Satz auch im kommenden Jahr stabil. Grundlage ist das Ergebnis des GKV-Schätzerkreises vom 14. Oktober. Demnach werden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr deutlich langsamer steigen als noch 2026. Das ist vor allem auf das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) zurückzuführen. Über die exakte Höhe des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes entscheiden die Krankenkassen selbst. „Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist in den vergangenen Jahren […]
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Mehrere Bluttests haben das Potenzial, eine fortgeschrittene Leberfibrose und eine Leberzirrhose zuverlässig und frühzeitig zu erkennen, zeigt die internationale LITMUS-Studie. Im bislang größten und umfassendsten Vergleich dieser Art testete das Forschungsteam mehr als 30 Biomarker und Testkombinationen, um eine nicht-invasive Diagnosemöglichkeit der metabolisch bedingten Fettlebererkrankungen zu finden. Dabei erwies sich der Biomarker Thrombospondin-2 (TSP2), der vom Institut für Translationale Immunologie (TIM) der Universitätsmedizin Mainz entwickelt und validiert wurde, als vielversprechender Einzelmarker. Die zuverlässige Beurteilung von der metabolisch bedingten Fettlebererkrankung (MASLD, […]
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Internationaler Forschungsverbund LITMUS (Liver Investigation: Testing Marker Utility in Steatohepatitis) veröffentlicht zwei wegweisende Studien zu diagnostischen Tests bei Lebererkrankungen Newcastle/Würzburg. Zwei große internationale Studien haben die bislang aussagekräftigsten Belege dafür geliefert, mit welchen nicht-invasiven Tests sich die stoffwechselbedingte Fettlebererkrankung (MASLD für Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease) und ihre schwerere Form, die stoffwechselbedingte Fettleberentzündung (MASH für Metabolic Dysfunction-Associated Steatohepatitis), genau diagnostizieren und deren Schweregrad bestimmen lassen, wodurch die Notwendigkeit einer Leberbiopsie verringert wird. Die in den Fachzeitschriften „The Lancet“ und „Nature […]
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Wie bringt man Menschen dazu, sich umweltverträglicher zu verhalten? Vor dem Hintergrund dieser Frage liess eine Basler Psychologin die Teilnehmenden einer Studie kalt duschen. Wer sich regelmässig überwinden konnte, profitierte mehrfach. Noëmi Kern Obschon viele wissen, dass ihr Verhalten einen negativen Einfluss auf die Umwelt hat, tun sie sich schwer damit, anders zu handeln. «Vor allem dann, wenn die Veränderung mit einem empfundenen Verzicht einhergeht oder höhere Kosten mit sich bringt», sagt die Psychogin Dr. Lena Glaser. Sie kennt diese […]
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Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben untersucht, welche Faktoren beeinflussen, ob Krebspatient*innen psychoonkologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Die Auswertung zeigt: Frauen und jüngere Menschen nutzen Angebote häufiger. Gleichzeitig erhielten am UniversitätsKrebszentrum Göttingen (G-CCC) rund 97 Prozent der untersuchten Patient*innen, die sich Unterstützung wünschten, eine entsprechende Betreuung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Journal of Cancer Research and Clinical Oncology“ veröffentlicht. Eine Krebsdiagnose und die anschließende Behandlung stellen Betroffene häufig nicht nur vor körperliche, sondern auch vor erhebliche seelische Herausforderungen. Ängste, […]
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Freiburger Forschende finden neuen Ansatz für die Entwicklung zielgerichteter Therapien gegen aggressive T-Zell-Leukämie / Veränderte Immunzellen greifen Krebszellen an und schonen wichtige gesunde Abwehrzellen / In Nature Communications veröffentlicht Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg haben einen neuen Ansatz entwickelt, um eine aggressive Form von Blutkrebs gezielt zu bekämpfen und dabei gesunde Immunzellen besser zu schonen. Bei der sogenannten T-Zell-akuten lymphoblastischen Leukämie (T-ALL) entstehen Krebszellen aus Zellen der körpereigenen Immunabwehr. Das erschwert die Behandlung, da bisher untersuchte Immuntherapien auch […]
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DDG fordert Kostenübernahme für Menschen mit hohem gesundheitlichem Risiko Fast jeder 5. Erwachsene in Deutschland hat Adipositas, also starkes Übergewicht. Medikamente wie Semaglutid können nicht nur das Gewicht senken, für bestimmte Wirkstoffe und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ist auch ein Schutz vor schweren Folgeerkrankungen belegt. Doch die Behandlung kostet nach einer AOK-Schätzung rund 4.000 Euro jährlich und muss zur Gewichtsregulation selbst bezahlt werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordert deshalb eine Kostenübernahme für Menschen mit hohem gesundheitlichem Risiko. Darüber informiert […]
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In Deutschland erhalten immer mehr Ärzt:innen die Bitte um Suizidassistenz. Zugleich wächst ihre Unsicherheit im Umgang damit, wie eine aktuelle Studie der Universitätsmedizin Halle zeigt. Dazu wurden im Jahr 2024 mehr als 600 Ärzt:innen befragt und die Ergebnisse mit Daten aus dem Jahr 2013 verglichen. Es besteht demnach ein Bedarf an Vorgaben und verlässlichen Kriterien für den assistierten Suizid. Die Daten wurden in der Fachzeitschrift „Deutsches Ärzteblatt International“ veröffentlicht. „Wer Hilfe bei der Selbsttötung sucht, wendet sich häufig an Menschen […]
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Deutlicher Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Lage und MRSA-Infektionen // Besonders ausgeprägt in Großstädten und dünn besiedelten ländlichen Regionen // „Gezielte Prävention könnte gesundheitliche Ungleichheiten verringern“ In sozioökonomisch benachteiligten Regionen Deutschlands treten bestimmte antibiotikaresistente Infektionen deutlich häufiger auf als in wohlhabenderen Regionen. Besonders ausgeprägt ist dieser Zusammenhang bei invasiven Infektionen mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), einem gegen wichtige Antibiotika resistenten Krankheitserreger. Dabei spielt auch das regionale Umfeld eine wesentliche Rolle: Sowohl in Großstädten als auch in dünn besiedelten ländlichen Gebieten ist der […]
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Ergebnisse der PreVitaCOV-Studie in eClinicalMedicine veröffentlicht PreVitaCOV ist eine der ersten großen Therapiestudien zu Post-COVID in Deutschland. Drei Institute für Allgemeinmedizin testeten unter Federführung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) Prednisolon und B-Vitamine bei mehreren hundert Patientinnen und Patienten. Unter niedrig dosiertem Prednisolon gingen die Symptome nach vier Wochen statistisch signifikant stärker zurück als ohne Behandlung– am deutlichsten bei der Fatigue. Ob dieser Effekt im Alltag spürbar ist, bleibt jedoch offen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal eClinicalMedicine erschienen. Würzburg. Anhaltende Erschöpfung, Atemnot, […]
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Die sogenannten GLP-1-Rezeptor-Agonisten – verabreicht als Spritze und neuerdings auch als Tablette – wurden inzwischen millionenfach verordnet und gelten als wichtiger Fortschritt in der Behandlung von Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes. Doch welche Folgen haben die Medikamente für Zähne und Zahnfleisch? Eine neue Übersichtsarbeit im Journal of Dental Research von Forschenden um Dr. Nils Werner und Prof. Dr. Falk Schwendicke von der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und digitale Zahnmedizin des LMU Klinikums zeigt: Die Wirkstoffe erhöhen das Risiko für verschiedene Probleme […]
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Zelltherapie mit behandelten weißen Blutkörperchen zeigt bei 96 Prozent der auswertbaren Patient*innen eine Besserung ihrer schweren Nebenwirkungen / Europäische Zulassung weniger als zwei Jahre nach Veröffentlichung des Wirkprinzips Eine Entdeckung aus Freiburg eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatient*innen weltweit: Forschende des Universitätsklinikums Freiburg haben herausgefunden, wie sich schwere Nebenwirkungen von Krebsimmuntherapien mit einer speziellen Zelltherapie mit behandelten weißen Blutkörperchen lindern lassen. Eine klinische Phase II Studie mit 30 Patient*innen unter Freiburger Leitung liefert dafür wichtige Ergebnisse: Bei 96 Prozent der auswertbaren […]
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