Neue Studien zu Adipositas / Übergewicht
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 37 Beobachtungsstudien zeigte, dass rund 10 % der älteren Bevölkerung an einer Kombination aus Adipositas und Muskelverlust (Sarkopenie) leiden. Dabei waren Männer und Frauen gleich stark betroffen. Die Ergebnisse verdeutlichen den hohen gesundheitlichen Stellenwert dieses Problems und unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Präventions- und Interventionsmaßnahmen, so das Fazit der Autoren.
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Aktuelle Studiendaten zeigen, dass Tirzepatid bei Adipositas und Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) die Häufigkeit von Verschlechterungen der Herzinsuffizienz reduziert und die Lebensqualität verbessert.
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Eine höhere Fettmasse, insbesondere im Bereich des viszeralen Fettgewebes (Bauchfett), steht bei Frauen in engem Zusammenhang mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Belastungsinkontinenz, fand eine Querschnittsstudie. Zudem steht eine erhöhte Menge an viszeralem Fettgewebe mit stärkeren Beschwerden durch die Symptome der Belastungsinkontinenz sowie größeren Einschränkungen im Alltag in Zusammenhang.
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Eine aktuelle Studie aus Deutschland konnte zeigen, dass höhere Lebensstil-Scores das Risiko für chronische Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes sowie die damit verbundene Sterblichkeit deutlich senken. Besonders entscheidend für die Vorhersagekraft sind Rauchverhalten und der Body-Mass-Index (BMI).
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Eine 26-wöchige Studie mit 72 Teilnehmern untersuchte, ob Semaglutid bei Typ-1-Diabetes und Adipositas die Blutzuckerkontrolle und das Körpergewicht verbessert. 36 % der Teilnehmer in der Semaglutid-Gruppe erreichten klinische Verbesserungen, während in der Placebo-Gruppe keine Verbesserungen auftraten.
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Patienten, die mit den Wirkstoffen Semaglutid oder Tirzepatid behandelt werden, nehmen meist deutlich ab. Allerdings profitieren nicht alle Patienten gleich stark und auch die Nebenwirkungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Ob bestimmte Abweichungen im Erbgut diese Unterschiede erklären, untersuchte eine groß angelegte, genomweite Assoziationsstudie.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie im Überkreuz-Design fand mit 15 Teilnehmern, dass eine Einnahme von Cannabidiol (CBD) die Energieaufnahme von Menschen steigern kann. Dies geschah trotz geringerer Ghrelin-Konzentrationen und ohne Unterschiede im subjektiv erfassten Appetit. Die Autoren plädieren für weitere Forschung zu Effekten von CBD auf die Nahrungsaufnahme, speziell bei Personen mit regelmäßiger CBD-Einnahme.
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Nach dem Absetzen von GLP-1-Rezeptoragonisten nehmen Menschen einen Großteil des verlorenen Gewichts wieder zu: Bereits nach 1 Jahr sind es etwa 60 %, langfristig bis zu 75,3 %. Die Gewichtszunahme erreicht also ein Plateau unterhalb des Ausgangsgewichts, so die Ergebnisse eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 48 Studien.
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Eine neue Studie zeigt, dass Intervallfasten nach dem 4:3-Muster im Vergleich zur täglichen Kalorienreduktion zu einer deutlichen Verbesserung des Essverhaltens führt. Menschen mit Adipositas, die dem 4:3-Fasten folgten, zeigten nach 12 Monaten weniger Heißhungerattacken und unkontrolliertes Essen. Außerdem verloren sie mehr Körpergewicht.
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Männer mit Diabetes, Adipositas und Bluthochdruck hatten ein größeres Risiko für aggressiven Prostatakrebs. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 25 Kohortenstudien, die die Daten von mehr als 974 000 Männern enthielten.
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Ein aktueller systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse konnte zeigen, dass traditionelle chinesische Bewegungsformen die Therapie von Übergewicht und Adipositas unterstützen können. Die Qigong-Übungsreihe Baduanjin erwies sich als besonders effektiv zur Senkung des Body-Mass-Index und des Körperfettanteils, während Tai Chi das Taille-Hüft-Verhältnis verbessern konnte.
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Eine große internationale Studie konnte zeigen, dass Adipositas das Risiko für schwere Infektionen und infektionsbedingte Todesfälle signifikant erhöht. Weltweit könnte etwa jeder 10. infektionsbedingte Todesfall auf Adipositas zurückzuführen sein, so das Fazit der Autoren.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 117 Teilnehmern fand, dass kalorienarme, proteinreiche Diäten bei Menschen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes den Glukosestoffwechsel sowie kardiometabolische Parameter verbessern können. Dies war unabhängig davon, ob das Protein aus tierischen oder pflanzlichen Quellen stammt.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Ein neuer Ansatz könnte die Wirksamkeit von Immuntherapien bei bestimmten Krebserkrankungen verbessern: Statt Krebszellen direkt anzugreifen, richtet sich die Therapie gegen die Tumorumgebung. An Gewebeschnitten von Patient:innen mit Lungen- und Eierstockkrebs zeigen Forschende des Bosch Health Campus, der Universität Stuttgart und der Uniklinik Jena, wie ein neu entwickelter Antikörper das Tumorgewebe angreift und eine Immunreaktion gegen den Tumor auslöst. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen (DOI: 10.1126/sciadv.aee2124). Stuttgart, 14. September 2026 – Ein Tumor besteht aus weit […]
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Wie viele Lebensjahre gehen in der Bevölkerung durch Krankheiten, gesundheitliche Einschränkungen und Todesfälle verloren? Das Robert Koch-Institut stellt im Rahmen der nationalen Krankheitslaststudie neue Daten bereit. Erstmals können auch Trends über mehrere Jahre dargestellt werden (2017 bis 2022). Zudem wurde die Krankheitslast, neben bereits vorhandenen Betrachtungen zum Beispiel zu kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs oder Verkehrsunfällen, für weitere Krankheiten berechnet, darunter Asthma, Arthrose und Parkinson. „Mit der Berechnung der verlorenen Lebensjahre können Krankheiten verglichen und ihre Auswirkungen auf Bevölkerungsebene abgebildet werden“, erläutert […]
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Im Alter verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Immunsystem. Infekte verlaufen schwerer als noch in jüngeren Jahren, Impfungen können schwächer wirken, und zugleich nimmt die Neigung zu chronischen Entzündungen zu. Was diese Immunalterung – in der Medizin spricht man auch von Immunseneszenz – für die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bedeutet, diskutierten Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinischen Immunologie e. V. (DGRh) auf der Kongress-Pressekonferenz am 12. September 2026. Diese […]
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Tag der Patientensicherheit am 17. September Berlin – Das Gelingen einer schweren Krebsoperation hängt maßgeblich von der fachgerechten Durchführung des Eingriffs ab. Nicht minder wichtig ist jedoch das Beherrschen von Komplikationen, die nach der Operation auftreten können – hier zählen Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit des Gesamtsystems der jeweiligen Klinik. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH) fordert daher die verpflichtende Angabe der Sterblichkeitsrate in Folge von Komplikationen in den Qualitätsberichten der Kliniken, die sogenannte Failure-to-Rescue-Rate (FTR). „Das ist eine faire und […]
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Patientensicherheit im Klinikalltag Berlin – Menschen mit Diabetes sollten einen Krankenhausaufenthalt gut vorbereiten und ihre Erkrankung bereits bei der Aufnahme aktiv ansprechen. Denn nur wenn Therapiepläne, das Insulinschema, Medikamente sowie Informationen zu Glukosesensoren oder Insulinpumpen frühzeitig vorliegen, kann das Klinikteam die Diabetesbehandlung von Beginn an sicher mitplanen. Auch wenn Diabetes nicht der eigentliche Aufnahmegrund ist, kann die Stoffwechselerkrankung einen operativen Eingriff und den Behandlungsverlauf entscheidend beeinflussen. Anlässlich des Tages der Patientensicherheit am 17. September 2026 zeigt die Deutsche Diabetes Gesellschaft […]
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Berlin/Frankfurt a. M. – Fast 320 Millionen Menschen weltweit sind von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) betroffen, in frühen Stadien der Erkrankung auch als Schaufensterkrankheit bezeichnet. Jedoch wird die Gefäßerkrankung häufig erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. – Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin (DGG) fordert deshalb mehr Aufmerksamkeit, Prävention und gezielte Früherkennung bei Menschen mit erhöhtem Risiko. Dazu soll insbesondere ein Screening von Risikogruppen mit dem Knöchel-Arm-Index (Ankle-Brachial-Index, ABI) beitragen, der […]
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Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland sind belastet: Fast die Hälfte der Schulkinder aus den Klassen fünf bis zehn hat Schlafprobleme. Mehr als zwei Drittel sind mindestens einmal jede Woche erschöpft und die Hälfte fühlt sich emotional und psychisch unwohl. Der DAK-Präventionsradar zeigt zudem, dass fast neun von zehn Schulkindern über keine ausreichende Gesundheitskompetenz verfügen. Auch blicken lediglich 57 Prozent positiv in die Zukunft. Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) hat im Auftrag der DAK-Gesundheit mehr als 30.000 Schulkinder […]
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Medikamente niemals wahllos anwenden Hannover – Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder ASS gehören für viele Menschen zur Hausapotheke. Doch auch Arzneimittel, die ohne Rezept in der Apotheke vor Ort erhältlich sind, sollten nie leichtfertig angewendet werden, betont die Apothekerkammer Niedersachsen. Schmerzmittel können die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen und in erster Linie bei einer Überdosierung unter anderem Magen, Leber oder Niere schädigen. Vor der Einnahme sollten Patientinnen und Patienten gemeinsam mit der Apothekerin oder dem Apotheker mit Blick auf ihre jeweilige […]
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DAK-Umfrage zeigt: Für 50 Prozent ist Longevity ein neuer Begriff Mehr als 70 Prozent wollen aktiv für ein längeres gesundes Leben vorsorgen – Zeit- und Motivationsmangel sind Hürden Mit zunehmendem Alter wächst der Wunsch nach einem langen, gesunden Leben DAK-Chef Andreas Storm fordert mehr Gesundheitskompetenz und evidenzbasierte Prävention für alle Eine aktuelle DAK-Umfrage zeigt: Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland sehen in Longevity das Potenzial, den Alterungsprozess zu verlangsamen und möglichst lange gesund zu leben. Doch was sich […]
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Ein internationales Expertenteam hat konkrete Empfehlungen für ein bevölkerungsweites Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes vorgelegt. Das jetzt im Fachjournal Diabetologia veröffentlichte Konsensuspapier beschreibt, in welchem Alter Kinder untersucht und wie durch aufeinanderfolgende Tests schrittweise eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Ziel ist es, Typ-1-Diabetes bereits vor den ersten Symptomen zuverlässig zu diagnostizieren, das Risiko schwerer Stoffwechselentgleisungen zu verringern und eine rechtzeitige Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen. Typ-1-Diabetes beginnt oft unbemerkt: Das Immunsystem greift die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse an, häufig […]
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Deutscher Rheumatologiekongress 2026 vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig Leipzig/Berlin – CAR-T-Zellen und sogenannte T-Zell-Engager könnten die Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen erweitern. Diese Therapieformen stammen aus der Behandlung bestimmter Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen (B-Zell-Lymphome, Plasmozytom). Sie werden inzwischen auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen untersucht. Erste klinische Studien zeigen: Bei Erkrankungen, die trotz bisheriger Therapien weiter aktiv bleiben, können diese Ansätze die Krankheit länger zurückdrängen – teils ohne fortlaufende Medikamente. Beobachtet wurde dies unter anderem bei systemischem Lupus erythematodes, systemischer Sklerose und […]
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Das kleinzellige Lungenkarzinom ist eine der aggressivsten Krebsarten. Gewebe-proben sind selten, realitätsnahe Mausmodelle daher unverzichtbar. Forschende um Thorsten Stiewe an der Philipps-Universität Marburg haben ein Modell entwickelt, in dem die CRISPR-Genschere einzelne Gene direkt in der Lunge aus-schaltet und so Tumoren erzeugt. Ein Leuchtsignal im Blut macht sie messbar: Wenige Tropfen genügen, um ihr Wachstum zu verfolgen – Monat für Monat, ohne Belastung durch Narkosen. Gen für Gen wird so sichtbar, welche natürlichen Bremsen versagen müssen und wo neue Therapien […]
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Die Genomsequenzierung hat die Diagnose von seltenen Krankheiten revolutioniert. Bei vielen Patientinnen reicht sie allein aber nicht für einen endgültigen Befund aus. In diesen Fällen kann die Kombination der Genomdaten mit den Proteinwerten im Blut der Patientinnen mehr Aufschluss über seltene Erkrankungen geben. Das fanden Forschende des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), der Queen Mary University London und von Genomics England heraus. Ihre Forschungsergebnisse haben sie jetzt im Journal Science Translational Medicine veröffentlicht. Weltweit sind Millionen von […]
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