Männer mit primärer Hypertonie: Besser Home-Gym oder Fitness-Studio?

Original Titel:
Gym and home-based combined training in men with primary hypertension: are they equally effective on functional fitness profile, body composition components, and biochemical parameters of hypertension?

Kurz & fundiert

  • Vergleich von Heimtraining und Training im Fitness-Studio
  • Männer mit Bluthochdruck
  • 46 Patienten nahmen an der Studie teil
  • Heimtraining sowie das Training im Fitness-Studio verbesserten die körperliche Fitness und die Körperzusammensetzung
  • Beide Trainingsformen konnten den Ruheblutdruck nicht senken

 

MedWiss – Die Ergebnisse einer aktuellen Studie legen nahe, dass ein Heimtraining ebenso wie ein Training im Fitness-Studio bei hypertensiven Männern gleichermaßen die funktionelle Fitness und die Körperzusammensetzung verbessert, ohne den Ruheblutdruck zu senken. Daher können beide Trainingsformen eine sinnvolle Ergänzung sein, um gesundheitliche Vorteile zu erzielen. Die Studie wurde über einen Zeitraum von 10 Wochen durchgeführt.


Im kontrollierten Vergleich wurden Heimtraining und Training im Fitness-Studio bei Männern mit Bluthochdruck untersucht. Wesentlich im Fokus stand der Blutdruck der Teilnehmer.

Zur Untersuchung dieses Zusammenhanges wurden 46 Patienten (Alter 48 ± 9 Jahre, BMI 30 ± 4 kg/m2) in drei Gruppen aufgeteilt: ein kombiniertes Training im Fitnessstudio (GBCTr: n=16; Widerstand bei 60-80 % des 1-Repetition-Maximums [1RM], mit Widerstandsgeräten, aerob bei 40-60 % Herzfrequenz-Erholung [HRR] und Stretching), kombiniertes Heimtraining (HBCTr: n=15; Widerstand bei 12-15 Rate of Perceived Exertion [RPE], mit einem elastischen Übungsband, aerob bei 40-60 % HRR, und Stretching) und Kontrolle (CTR, n = 15).

Verbesserte Fitness, aber gleicher Blutdruck in Ruhe

Durch GBCTr und HBCTr wurden die funktionelle aerobe Kapazität (P = 0,005 bzw. P = 0,004), die Flexibilität (P = 0,01 bzw. P = 0,004) und die Muskelkraft der unteren Extremitäten (P = 0,01 bzw. P = 0,02) im Vergleich zur CTR-Gruppe signifikant erhöht. Das Körpergewicht (P = 0,02), der Body-Mass-Index (P = 0,008), der Hüftumfang (P=0,02) und die Stickoxid-Spiegel waren in der GBCTr- und HBCTr-Gruppe (P = 0,002 bzw. P = 0,02) im Vergleich zur CTR-Gruppe signifikant verringert. Es konnten keine signifikanten Veränderungen der Plasmaspiegel von NADPH-Oxidase 5, Thioredoxin-2, Thioredoxin-Reduktase-2 und des Ruheblutdrucks nach GBCTr und HBCTr im Vergleich zur CTR-Gruppe gefunden werden.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass ein Heimtraining bei hypertensiven Männern gleichermaßen wie ein Training im Fitness-Studio die funktionelle Fitness und die Körperzusammensetzung verbessert, ohne den Ruheblutdruck zu senken. Daher können beide Trainingsformen eine sinnvolle Ergänzung sein, um gesundheitliche Vorteile zu erzielen.

 

 

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