Eine internationale Studie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) zeigt, dass Depressionen und Angststörungen mit individuellen, aber auf Gruppenebene reproduzierbaren Abweichungen der Hirnstruktur verbunden sind. Die Analyse von mehr als 50.000 MRT-Aufnahmen liefert einen möglichen Erklärungsansatz dafür, warum bislang kein eindeutiger biologischer Marker für diese Erkrankungen identifiziert werden konnte. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht. Große Datensätze ermöglichen neuen Blick auf das Gehirn Depressionen und Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Dennoch […]
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Menschen mit Typ-2-Diabetes wurden während einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten seltener aufgrund von Alkohol- oder Substanzkonsumstörungen im Krankenhaus behandelt. Dies zeigt eine große schwedische Registerstudie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI). Die Forschenden untersuchten erstmals, wie sich die beobachteten Zusammenhänge nach dem Absetzen der Medikamente entwickeln. Dabei zeigte sich, dass die Verringerung alkoholbezogener Krankenhausaufnahmen zunächst noch bis zu sechs Monate nach Therapieende nachweisbar war, nach zwölf Monaten jedoch nicht mehr. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry […]
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Ein internationales Team unter Leitung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim hat die bisher größte genomweite Assoziationsstudie zur Borderline-Persönlichkeitsstörung vorgelegt. Analysiert wurden Daten von rund 13.000 Betroffenen und über 1,1 Millionen Kontrollpersonen aus 14 Ländern. Identifiziert wurden 11 unabhängige Risikoregionen und neun Gene, die zur Krankheitsentstehung beitragen könnten. Die Befunde zeigen klare genetische Überschneidungen mit anderen psychischen und somatischen Erkrankungen und eröffnen neue Perspektiven für Forschung und Versorgung. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) ist eine schwere psychische Erkrankung, die sich durch […]
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Warum sind manche Menschen besonders anfällig für Angst, Sorgen oder Stress, während andere gelassener bleiben? Eine internationale Studie unter Federführung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) zeigt, dass die bislang als zentral angesehene Amygdala die Unterschiede zwischen Menschen in ihrer Anfälligkeit für Angst, Sorgen und Stress offenbar nicht erklärt. Stattdessen identifizierten die Forschenden Hirnnetzwerke, die an Körperwahrnehmung, Bewegung und visueller Verarbeitung beteiligt sind, als aussagekräftiger für die individuelle Stressanfälligkeit. Die Ergebnisse wurden nun in Nature Communications veröffentlicht. Jahrzehntelang stand die […]
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Psilocybin mit begleitender Psychotherapie kann bei Menschen mit therapieresistenter Depression zu langfristigen Verbesserungen der depressiven Symptomatik führen. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Langzeitnachbeobachtung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der MIND Foundation. Die antidepressiven Effekte hielten über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten an. Nach Angaben der Forschenden handelt es sich um die bislang umfassendste Langzeituntersuchung einer klinischen Studie mit Psychedelika. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Psychotherapy and Psychosomatics“ veröffentlicht. Ob […]
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Regelmäßige Bewegung könnte dazu beitragen, die langfristigen Auswirkungen belastender Kindheitserfahrungen auf das Gehirn abzuschwächen. Forschende des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit zeigen, dass körperliche Aktivität mit einer günstigeren Vernetzung stressrelevanter Hirnregionen verbunden ist. Die Ergebnisse der in „Biological Psychiatry: Cognitive Neuroscience and Neuroimaging“ veröffentlichten Studie liefern neue Hinweise darauf, dass die neurobiologischen Folgen früher Belastungen veränderbar bleiben und Faktoren wie körperliche Aktivität mit größerer psychischer Widerstandskraft verbunden sein könnten. Neue Perspektive auf die Folgen früher Belastungen Belastende Erfahrungen in der Kindheit […]
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Bewegung im Alltag verbessert bei den meisten Menschen die Stimmung und steigert insbesondere das Gefühl von Wachheit und Energie. Das zeigt eine internationale Meta-Analyse unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Für die Studie wurden Daten von mehr als 8.000 Personen aus über 60 alltagsnahen Untersuchungen ausgewertet. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Human Behaviour“ veröffentlicht. Obwohl allgemein bekannt ist, dass sich Bewegung positiv auf die Gesundheit auswirkt, sind nach wie vor viele Menschen unzureichend […]
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Menschen mit einer Psychose-Vorgeschichte weisen nicht selten zusätzlich eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auf. Die Behandlung stellt Ärztinnen und Ärzte jedoch vor ein klinisches Dilemma: Psychostimulanzien gelten als wirksam bei ADHS, stehen aber im Verdacht, psychotische Episoden zu begünstigen. Eine neue internationale Studie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) liefert nun wichtige Hinweise: Ein erhöhtes Risiko für erneute Psychose-Episoden nach Beginn einer medikamentösen ADHS-Behandlung konnte nicht festgestellt werden. ADHS und Psychose: Häufige, aber schwierige Komorbidität ADHS tritt bei Menschen mit […]
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Konzentrationsprobleme, „Brain Fog“, verlangsamtes Denken: Kognitive Beschwerden gehören zu den häufigsten und belastenden Symptomen des Post-COVID-Syndroms. Forschende des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) haben nun Hinweise darauf gefunden, dass bei Betroffenen der Energiestoffwechsel im Gehirn messbar verändert ist. In einer Studie mit einer speziellen Magnetresonanztomographie-Methode zeigte sich bei Patientinnen und Patienten mit Post-COVID ein verändertes Verhältnis wichtiger Energieträger im Gehirn und dieses stand in Zusammenhang mit der Leistung in kognitiven Tests. Schätzungen zufolge entwickeln etwa 5 bis 10 Prozent der […]
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Eine neue Studie unter Federführung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit zeigt, dass Menschen mit Depression und Fibromyalgie nahezu identische Muster einer gestörten Gefühlsregulation aufweisen und dass Stress in beiden Gruppen Schmerzen und Stimmung deutlich verschlechtert. Die Ergebnisse verdeutlichen die enge Verflechtung von Schmerz, Stress und Emotionen und unterstreichen die Bedeutung psychotherapeutischer Behandlungsansätze. Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die durch generalisierte Beschwerden in Muskeln sowie Sehnen und Bändern gekennzeichnet ist. Wie Depression zählt sie zu den häufigsten Ursachen für starke Beeinträchtigungen […]
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Erythropoietin (EPO) gilt immer noch bei vielen als Hormon der Blutbildung, spielt aber vor allem im Nervensystem eine wichtige Rolle. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit zeigt nun: Fällt EPO im Vorderhirn aus, bleiben Lernen, Gedächtnis und Aufmerksamkeit unbeeinträchtigt – in komplexen Aufgaben werden die Leistungen sogar besser. Der Grund: Das Gehirn aktiviert zusätzliche EPO-Rezeptoren und nutzt bislang kaum bekannte Signalwege, um seine kognitive Leistungsfähigkeit zu sichern. Erythropoietin (EPO) ist vielen vor allem als Hormon der Blutbildung […]
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Der Wachstumsfaktor Erythropoietin (EPO), bekannt aus der Blutbildung, hat auch wichtige Effekte im Gehirn – insbesondere auf sogenannte Oligodendrozyten. Diese Zellen sind zuständig für die Bildung von Myelin, der „Isolierung“ der Nervenfasern, die ei…
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Die US-amerikanische Zulassungsbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte (FDA) erkennt eine relevante Verringerung der Trinkmenge bei alkoholabhängigen Menschen künftig als Behandlungsziel in Zulassungsstudien für neue Therapieansätze an. Große epidemiologische und klinische Studien konnten die positive Wirksamkeit des reduzierten Alkoholkonsums nachweisen. Die wissenschaftlichen Daten zur Trinkmengenreduktion wurden über mehr als fünf Jahre evaluiert und von der FDA nach einer unabhängigen Re-Analyse bestätigt. Experten versprechen sich hiervon neue Anreize für Therapiestudien zur Behandlung der Alkoholsucht. Für viele Menschen ist die Alkoholabhängigkeit eine chronisch-wiederkehrende […]
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