PCO-Syndrom

Letrozol und Clomifen regen den Eisprung an

Original Titel:
A randomized controlled trial of combination letrozole and clomiphene citrate or letrozole alone for ovulation induction in women with polycystic ovary syndrome

MedWiss – Die Studie verglich die Wirkung von Letrozol und Clomifen mit der Wirkung von Clomifen allein. Die Ergebnisse deuten an, dass Clomifen plus Letrozol die Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern können. Die Studie untersuchte allerdings nicht die Anzahl der Lebendgeburten.


Verschiedene Wirkstoffe können eingesetzt werden, um die Produktion von Eizellen in den Eierstöcken anzuregen. Dadurch kann die Chance einer Schwangerschaft verbessert werden. Wissenschaftler aus den USA untersuchten jetzt Letrozol und Clomifen zur Stimulation der Eierstöcke.

Clomifen und Letrozol sollen die Produktion von Eizellen anregen

Clomifen wird eingesetzt, um die Funktion der Eierstöcke anzuregen, indem die Hormone LH und FSH vermehrt produziert werden. Dadurch soll der Eisprung regelmäßig beziehungsweise häufiger stattfinden. Auch Letrozol soll die Produktion von Eizellen anregen. Die Wissenschaftler verglichen Letrozol allein mit Letrozol plus Clomifencitrat.

Eine Kombination der Wirkstoffe war wirksamer als Letrozol allein

Die Studie untersuchte 70 Frauen zwischen 18 und 40 Jahren. Die Frauen litten am PCO-Syndrom und an Unfruchtbarkeit. Die Frauen erhielten entweder 2,5 mg Letrozol oder eine Kombination aus 2,5 mg Letrozol und 50 mg Clomifen an den Tagen 3 bis 7 des Zyklus. Frauen, die eine Kombination aus Letrozol und Clomifen erhielten, hatten häufiger einen Eisprung (77 %) als Frauen, die nur Letrozol erhielten (43 %). Es gab keine schweren Nebenwirkungen oder Mehrlingsschwangerschaften. Das Nebenwirkungsprofil war in beiden Gruppen ähnlich.

Die Ergebnisse deuten daher an, dass Clomifen plus Letrozol die Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern können. Die Studie untersuchte allerdings nicht die Anzahl der Lebendgeburten.

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