Psoriasis / Schuppenflechte
Linderung von PsA-Symptomen und Begleiterkrankungen über 100 Wochen
Original Titel:
Efficacy of risankizumab across GRAPPA domains in psoriatic arthritis: a pooled analysis of patients from the phase 3 KEEPsAKE 1 and 2 studies
- Langfristige Wirksamkeit von Risankizumab bei Psoriasis-Arthritis?
- Post-Hoc-Analyse von 2 klinischen Studien mit 707 Patienten über 100 Wochen
- Anhaltende Verbesserungen von PsA und häufigen Begleiterkrankungen
MedWiss – Das Biologikum Risankizumab inhibiert spezifisch Interleukin-23, ein regulatorisches Zytokin, das die Inflammation bei Psorisasis und Psoriasis-Arthritis (PsA) steigert. Eine Post-Hoc-Analyse über 2 Studien zeigte nun, dass die Behandlung mit Risankizumab bei 707 Patienten über 100 Wochen anhaltende Verbesserungen der PsA-Symptome erreichte und sich auch positiv auf häufig begleitende Erkrankungen auswirkte.
Interleukin-23 (IL-23) ist zentrales, regulatorisches Zytokin, das unter anderem die pathogene T-Helferzellen 17 (Th17) aktiviert. Diese wiederum stimulieren die Inflammation sowohl bei Psoriasis als auch bei Psoriasis-Arthritis (PsA). Das Biologikum Risankizumab inhibiert IL-23 spezifisch und inhibiert so auch die Aktivierung der pathogenen Th17-Zellen. Risankizumab erwies sich in mehreren klinischen Studien als wirksam und sicher und ist unter anderem zugelassen zur Behandlung von Psoriasis und PsA.
Langfristige Wirksamkeit von Risankizumab bei Psoriasis-Arthritis?
Die vorliegende Post-Hoc-Analyse ermittelte nun die langfristige Wirksamkeit von Risankizumab. Dazu analyierten Wissenschaftler Daten von zwei zentralen klinischen Studien der Phase 3 (KEEPsAKE 1 und KEEPsAKE 2). Zur Einschätzung der Wirksamkeit betrachtete die Analyse die Behandlungsdaten mit Hilfe der aktualisierten GRAPPA-Domänen (Group for Research and Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis).
Betrachtete Behandlungsergebnisse waren die PsA-Symptome periphere Arthritis, Enthesitis, Daktylitis, Haut und Nagelpsoriasis sowie axiale Erkrankung. Darüber hinaus analysierten die Autoren PsA-bezogene Erkrankungen wie entzündliche Darmerkrankungen und Uveitis. Die Analyse umfasste 100 Wochen Behandlung (etwa 2 Jahre).
Post-Hoc-Analyse von 2 klinischen Studien mit 707 Patienten über 100 Wochen
Die Analyse umfasste 483 Patienten aus der Studie KEEPsAKE 1 sowie 224 Patienten aus der Studie KEEPsAKE 2, von denen 85,3 % (412/483) beziehungsweise 80,8 % (181/224) zufällig dem Wirkstoff Risankizumab zugewiesen wurden und die Behandlung bis Woche 100 fortführten. Risankizumab erreichte in diesem Zeitraum Wirksamkeit über alle Domänen gemäß der GRAPPA-Definition. Dies umfasste die Zahl geschwollener und schmerzender Gelenke, Enthesitis, Daktylitis, Haut- und Nagelergebnisse und axiale Erkrankung. In der Studie KEEPsAKE 1 erreichten 42,4 % der Patienten eine niedrige Krankheitsaktivität, 62,9 % erreichten die minimale klinisch bedeutsame Differenz in Schmerzen in Woche 100. Die Raten neu einsetzender oder aufflammender Episoden einer entzündlichen Darmerkrankung oder Uveitis waren niedrig.
Anhaltende Verbesserungen von PsA und häufigen Begleiterkrankungen
Die Autoren schließen, dass die Behandlung mit Risankizumab zu anhaltenden Verbesserungen der PsA-Symptome führte und sich auch positiv auf die PsA häufig begleitenden Erkrankungen auswirkte.
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