Familiäre Häufung: Psoriasis bei 17 % der Familien von MS-Patienten
Original Titel:
Familial prevalence of psoriasis in patients with multiple sclerosis – results from an Australian survey
- Gibt es häufiger Psoriasis in Familien von MS-Patienten?
- Befragung von 204 MS-Patienten in Australien
- Starke familiäre Häufung: Psoriasis bei 17 % der Familien von MS-Patienten
MedWiss – Eine Befragung von 204 Personen mit Multipler Sklerose in Australien fand, dass Psoriasis in den Familien von 17 % der MS-Patienten auftrat. Im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung (2 – 3 %) war Psoriasis somit deutlich häufiger in Familien mit MS zu finden. Die beiden Autoimmunerkrankungen scheinen demnach genetisch miteinander verbunden zu sein.
Nach aktuellen Schätzungen betrifft Psoriasis etwa 2 – 3 % der Bevölkerung, Multiple Sklerose (MS) tritt bei etwa 0,3 % der Menschen auf. Verschiedene internationale Studien fanden familäre Häufungen von Psoriasis und MS. Eine Studie ermittelte nun, ob sich ein solcher Zusammenhang in Australien bestätigen lässt.
Gibt es häufiger Psoriasis in Familien von MS-Patienten?
Wissenschaftler führten dazu eine Umfrage bei erwachsenen MS-Patienten durch. Dazu wurden Patienten zwischen 2018 und 2021 an einer MS-Klinik in Australien befragt. Insgesamt wurden 204 MS-Patienten im durchschnittlichen Alter von 48,8 Jahren befragt. Dies umfasste 67 Männer (32,8 %) und 137 Frauen (67,2 %). In Familien von 35 MS-Patienten (17,2 %) wurden mehr Psoriasis-Fälle gefunden, zudem berichteten 11 Patienten von Psoriasis in ihrer eigenen Historie. Unter den 35 MS-Patienten mit Psoriasis in der Familie waren besonders viele Frauen (34,6 %; 9/26) statt Männer (22,2 %; 2/9) betroffen.
Starke familiäre Häufung: Psoriasis bei 17 % der Familien von MS-Patienten
Die Befragung fand somit, dass Psoriasis in den Familien von 17 % der MS-Patienten in Australien auftrat. Im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung war Psoriasis somit deutlich häufiger in Familien mit MS zu finden. Die beiden Autoimmunerkrankungen scheinen demnach genetisch miteinander verbunden zu sein. Weitere Forschung, so die Autoren, sollte diese Assoziation untersuchen, um Risikofaktoren und mögliche Behandlungsstrategien besser zu verstehen.
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