Neue kausale Therapien – Darum ist die frühe Diagnose wichtig

  • 11. Mai 2026

Die Alzheimer-Krankheit beginnt nicht erst mit den ersten Gedächtnisproblemen: Pathologische Veränderungen im Gehirn können bereits 20 Jahre vor klinischen Symptomen einsetzen.2–4  

Genau darin liegt auch eine Chance – denn Biomarker‑gestützte Methoden können helfen, bei bestehender Symptomatik eine möglichst frühe und akkurate Diagnosestellung zu unterstützen.2–5  

Therapie mit Anti-Amyloid-Antikörpern

Die frühe Diagnose gilt als Schlüssel für den Einsatz von kausalen Therapieformen. Ihr Ziel ist es, den Verlust kognitiver Fähigkeiten zu verlangsamen und das Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung zu senken. Neue krankheitsmodifizierende Therapien wie Anti-Amyloid-Therapien (Amyloid-Targeting Treatments, ATTs) unterstützen dieses Ziel, indem sie direkt an die Aβ-Akkumulation ansetzen. ATTs fördern den Abbau dieser schädlichen Ablagerungen.6  

Wichtig für die Praxis

Als erste Anlaufstelle für Patient:innen und Angehörige spielen Hausärzt:innen eine Schlüsselrolle. Eine frühe Diagnose ist bei der Alzheimer-Krankheit entscheidend, weil sie eine weitere Abklärung und Behandlung rechtzeitig ermöglicht. Nehmen Sie frühe Hinweise ernst (z. B. Vergesslichkeit, Schwierigkeiten bei Alltagsaufgaben, Konzentrationsstörungen) und leiten Sie die weitere Abklärung gezielt ein (Abbildung 1).

Abbildung 1: Empfohlenes Vorgehen in der hausärztlichen Praxis bei Verdacht auf Alzheimer-Krankheit. Abbildung KI generiert; MoCA = Montreal Cognitive Assessment.  

Weitere Informationen rund um die neuen ATTs und mehr Tipps für die Praxis erhalten Sie hier:

Mit freundlicher Unterstützung durch Lilly Deutschland GmbH

 

1. DGN e. V. & DGPPN e. V. (Hrsg.). S3-Leitlinie Demenzen, Version 6.0, 24.02.2026, verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013. Zugriff am 24.04.2026.
2. Aisen PS et al. On the path to 2025: understanding the Alzheimer’s disease continuum. Alzheimers Res Ther. 2017 Aug 9;9(1):60. doi: 10.1186/s13195-017-0283-5. PMID: 28793924; PMCID: PMC5549378.
3. McDade E et al. The pathway to secondary prevention of Alzheimer’s disease. Alzheimers Dement (N Y). 2020 Aug 27;6(1):e12069. doi: 10.1002/trc2.12069. PMID: 32885024; PMCID: PMC7453146.
4. Hampel H et al. The Amyloid-β Pathway in Alzheimer’s Disease. Mol Psychiatry. 2021 Oct;26(10):5481-5503. doi: 10.1038/s41380-021-01249-0.
5. Porsteinsson AP et al. Diagnosis of Early Alzheimer’s Disease: Clinical Practice in 2021. J Prev Alzheimers Dis. 2021;8(3):371-386. doi: 10.14283/jpad.2021.23. PMID: 34101796.
6. Jessen F et al. Progress in the Treatment of Alzheimer’s Disease Is Needed – Position Statement of European Alzheimer’s Disease Consortium (EADC) Investigators. J Prev Alzheimers Dis. 2024 Aug 11;11(5):1212–1218. doi: 10.14283/jpad.2024.153.

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