Medizinische Kurznachrichten aus der Endokrinologie – Hormone und Stoffwechsel
Medizinische Kurznachrichten aus der Endokrinologie – Hormone und Stoffwechsel – 16. bis 31. März 2026
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hat für Sie aktuelle Kurznachrichten rund um Hormone und Stoffwechsel zusammengestellt.
(1) Vernachlässigte Prävention: Warum Deutschland im europäischen Vergleich zurückliegt
(2) Globale Klinikrankings: Deutsche Universitätsmedizin behauptet sich
(3) Vom internationalen Werdegang zur Niederlassung im Norden: Erfahrungsbericht eines Endokrinologen
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(1) Politische Rahmenbedingungen der präventiven Medizin – Deutschsprachige Länder Schlusslichter in Europa
Publiziert am 18. März 2026 von Prof. Johannes Dietrich, Bochum
Hohe Gesundheitsausgaben, aber vergleichsweise geringe Lebenserwartung – ein Widerspruch, der auf strukturelle Defizite hinweist. Der Public Health Index 2025 zeigt, dass Deutschland und andere deutschsprachige Länder bei zentralen Präventionsmaßnahmen europaweit zu den Schlusslichtern gehören – mit weitreichenden Folgen für Bevölkerung und Gesundheitssystem.
40% der Todesfälle in Deutschland sind durch Tabakkonsum, falsche Ernährung, hohen Alkoholkonsum und geringe körperliche Aktivität verursacht. Folgeerkrankungen des ungünstigen Lebensstils wie Diabetes mellitus Typ 2, Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen tragen wesentlich zu hohen Kosten im Gesundheitswesen und geringer Lebenserwartung bei. Diese nicht-übertragbaren Krankheiten nehmen europaweit zu.
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(2) Weltweites Ranking von Kliniken: Die Berliner Charité in Spitzenposition
Publiziert am 22. März 2026 von Prof. Helmut Schatz, Bochum
Welche Kliniken zählen weltweit zur Spitze – und wie schneidet Deutschland im internationalen Vergleich ab? Anlass dieses Beitrags ist das aktuelle Ranking von Newsweek und Statista, in dem die Berliner Charité erneut eine herausragende Position erreicht und die Leistungsfähigkeit der Universitätsmedizin unterstreicht. Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass mehrere deutsche Kliniken international sichtbar bleiben und zur medizinischen Spitzenversorgung beitragen.
Seit vielem Jahren erscheinen Einstufungen (Rankings) von Kliniken sowohl weltweit als auch für verschiedene Regionen und Länder (1,2). Bewertet mögen dabei zwar unterschiedliche Faktoren worden sein, im Großen und Ganzen stimmen die Ergebnisse aber recht gut überein und treffen sich mit dem Ruf bzw. der Meinung in der Allgemeinbevölkerung.
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(3) Warum gerade Deutschland?
Publiziert am 27. März 2026 von Prof. Helmut Schatz, Bochum
Von Rio über Harvard bis in eine Praxis in Flensburg: Der Weg von Alberto Arbex ist geprägt von Neugier, Ausdauer und fachlicher Leidenschaft. Der niedergelassene Endokrinologe erzählt in seinem Buch von Herausforderungen und Integration, von persönlichen Wendepunkten und der Suche nach einer ärztlichen Identität in einem neuen Umfeld. Zugleich liefert es Impulse für die Diskussion über Herkunft, Motivation und Verantwortung in der Medizin.
Am 1. Februar 2017 schrieb Alberto Krayyem Arbex, ein brasilianischer Postgraduate in Endocrinology an der IPEMD Sao Paulo, einem renommierten Institut für Postgraduiertenstudiengänge, in der Zeitschrift; „Endocrinology & Metabolism International Journal“ über: „Endocrinology: The Last 20 Years and Prospects for the Next Decades“. Zu Beginn seines Artikels zitierte er den Referenten (H.S.) über seine Einschätzung der Endokrinologie, die dieser später auch unter dem Titel: „Endocrinology – quo vadis?“ publizierte.
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Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V.
www.endokrinologie.net/