Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken

  • DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von 2,2 Millionen Beschäftigten
  • Krankenstand liegt mit 5,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter Vorjahreswert
  • 21 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr 2026 – psychische Erkrankungen steigen an
  • DAK-Chef Storm begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

Der Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 5,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von 2,2 Millionen DAK-versicherten Beschäftigten ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 21 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um neun Prozent. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten.

„Der leichte Rückgang beim Krankenstand ist erfreulich“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Unsere Analyse zeigt, wie schnell sich Fehlzeiten durch das reale Krankheitsgeschehen nach oben oder unten entwickeln können. Handlungsbedarf besteht vor allem bei der großen Zahl von Langzeiterkrankungen mit vielen Fehltagen. Ich begrüße daher den Start der Präventionsoffensive für eine gesunde Arbeitswelt von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Zielführend ist auch die geplante Einführung einer Teilkrankschreibung. Das sind geeignete Instrumente, um den Krankenstand nachhaltig senken zu können.“

Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 5,3 Prozent. Das bedeutet: An jedem Tag von Januar bis Juni waren im Durchschnitt 53 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,1 Prozent. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 5,4 Prozent. Besonders auffällig: Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen nahmen um 21 Prozent ab. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um neun Prozent. Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Im Vorjahr waren es noch die Atemwegserkrankungen. Auf dem dritten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems.

Beim Krankenstand zeigten sich in allen Altersgruppen unter 55 Jahren Rückgänge. Besonders stark sanken die Fehlzeiten bei jungen Beschäftigten. So ging der Krankenstand bei 15- bis 19-Jährigen und bei 20- bis 24-Jährigen jeweils um 0,3 Prozentpunkte zurück. Gegen den Trend verzeichnete die Altersgruppe der über 60-Jährigen beim Krankenstand ein Plus von 0,3 Prozentpunkten. Hier ist zwar auch die Anzahl der Krankschreibungen gesunken, aber gleichzeitig die Dauer der Krankschreibungen gestiegen.

Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 9,7 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,5 Tage gewesen.

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 2,2 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten aus. Informationen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement und spezielle Angebote der DAK-Gesundheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten gibt es unter: www.dak.de/bgm