Eine internationale Studie unter Leitung der Universität Basel zeigt, dass Kernporenkomplexe – winzige Durchgänge in der Zellkernmembran – nicht starr oder gelartig sind, wie bisher angenommen. Ihr Inneres ist dynamisch organisiert, bewegt und verändert sich ständig. Diese Resultate verändern unser Verständnis eines wichtigen Transportprozesses in Zellen und haben Auswirkungen auf Krankheiten und mögliche Therapien. Der Zellkern gleicht einem Banktresor, den die Kernporenkomplexe (NPC) wie ein hochentwickeltes Sicherheits-System schützen. Nur Proteine mit dem richtigen «Schlüssel» – spezielle Transportfaktoren – erhalten exklusiven […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Seit über 20 Jahren erforscht ein Team der Universität Basel eine schwere Form von Muskelschwäche, bei der die Muskeln allmählich absterben. Nun haben die Forschenden herausgefunden, dass auch die Regenerationsfähigkeit der Muskeln beeinträchtigt ist. Künftige Therapien sollten daher auch auf diesen Aspekt abzielen. Von einer Millionen Kindern werden rund acht mit einer besonders schweren Form von Muskelschwäche geboren, der sogenannten LAMA2-Muskeldystrophie. In der Schweiz sind derzeit 18 Fälle bekannt. Die Erbkrankheit tritt zwar nur selten auf, ist bislang aber unheilbar. […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Das Medikament Dexamethason ergänzt Krebsbehandlungen, um Nebenwirkungen der Chemotherapie wie etwa Übelkeit und Entzündungen zu mildern. Forschende der Universität Basel haben nun entdeckt, dass es darüber hinaus auch Metastasen bei bestimmten Typen von Brustkrebs bekämpft. Der Wirkstoff Dexamethason ist ein synthetischer Signalstoff mit einer ähnlichen Wirkung wie das körpereigene Stresshormon Cortisol. Eine Forschungsgruppe der Universität Basel hat Hinweise gefunden, dass dieses bereits seit langem eingesetzte Medikament bei bestimmten therapieresistenten Brustkrebserkrankungen eine neue, zusätzliche Wirkung entfalten könnte. Brustkrebs vom Subtyp «Östrogenrezeptor-positiv» […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Blutfabrik unseres Körpers besteht aus einem spezialisierten Gewebe mit Knochenzellen, Blutgefässen, Nerven und anderen Zelltypen. Erstmals ist es Forschenden nun gelungen, diese zelluläre Komplexität des Knochenmarks aus menschlichen Zellen im Labor nachzubilden. Dieses System könnte Tierversuche für viele Anwendungen reduzieren. Unser Knochenmark erledigt seinen Job in der Regel völlig unbemerkt und unbeachtet. Nur wenn es erkrankt, etwa an Krebs, rückt es in den Fokus. In solchen Fällen ist es entscheidend zu verstehen, wie die Blutproduktion in unserem Körper genau […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Lange war die Aufklärung von Proteinstrukturen ein sehr aufwendiges Unterfangen; bis maschinelles Lernen in die Proteinforschung Einzug hielt. KI-Modelle mit Namen wie AlphaFold oder RosettaFold läuteten ein neues Zeitalter ein: Sie errechnen, wie sich die Kette der Proteinbausteine, die sogenannten Aminosäuren, zu einer dreidimensionalen Struktur zusammenfaltet. 2024 erhielten die Entwickler dieser Programme den Nobelpreis für Chemie. Verdächtig hohe Erfolgsquote Die neuesten Versionen dieser Programme gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie berechnen, wie das fragliche Protein mit einem anderen Molekül […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Gewisse Bestandteile in der Nahrung lösen bei Fadenwürmern eine milde Form von Stress aus. Dadurch werden die Tiere jedoch nicht krank, sondern im Gegenteil, sie bleiben im Alter sogar länger gesund, berichten Forschende der Universität Basel. Menschen werden im Durchschnitt immer älter. Doch ein längeres Leben bedeutet nicht automatisch auch ein gesundes Leben. Für viele Menschen stellt sich daher weniger die Frage «Wie alt möchte ich werden?», sondern vielmehr «Wie möchte ich alt werden?». Während die Lebensdauer die gesamte Zeit […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein neues Molekül kombiniert die Stärken von zwei Immuntherapie-Werkzeugen. Forschende der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel zeigen, dass es das «Nicht-Angreifen»-Signal der Krebszellen aushebelt und die Immunzellen in der Tumorumgebu…
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Bei der Wundheilung, der Abwehr von Infektionen oder wenn sich Krebs ausbreitet wandern Zellen durch den Körper. Dabei müssen sie sich oft durch enge Räume zwängen. Forschende haben nun herausgefunden, dass Zellen eine Art Gedächtnis besitzen. Sie merken sich, wie sie früher solche Engstellen passiert haben und können sich dadurch schnell und geschickt durch strukturreiches Gewebe bewegen. Unser Körper besteht aus einer Vielzahl von Zellen. Die meisten von ihnen, wie etwa Hautzellen, bleiben zeitlebens an ihrem Platz. Doch es gibt […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Damit Proteine ihre vielfältigen Aufgaben wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Ein Forschungsteam der Universität Basel hat nun eine Art «Faltungsfabrik» entdeckt, in der Proteine fehlerfrei und effizient gefaltet werden. Fehlen diese Fabriken, kann dies zu Krankheiten wie Diabetes oder neurodegenerativen Erkrankungen führen. Proteine sind die Arbeiter in unseren Zellen: Sie transportieren Stoffe, helfen beim Verdauen und dienen als Baustoffe. Um ihren vielfältigen Aufgaben nachkommen zu können, müssen sie in die korrekte dreidimensionale Struktur gebracht werden, also richtig gefaltet […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine neue Studie unter Mitwirkung der Universität Basel zeigt, dass sich die Wirksamkeit von RNA-basierten Medikamente deutlich steigern lässt, wenn man ihren Transport innerhalb der Zelle verlangsamt. Derzeit kommen solche Wirkstoffe vor allem bei der Behandlung seltener genetischer Erkrankungen zum Einsatz. In der modernen Medizin gewinnen massgeschneiderte Therapien zunehmend an Bedeutung – insbesondere bei der Behandlung genetisch bedingter Krankheiten. Ein vielversprechender Ansatz sind sogenannte Antisense-Oligonukleotide, kurz ASOs. Diese kleinen, künstlich hergestellten Moleküle greifen gezielt in den Zellstoffwechsel ein, indem sie […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Nicht zu viel und nicht zu wenig: Die Dosierung der Wirkstoffe bei einer Vollnarkose muss optimal eingestellt sein. Besonders bei Kindern ist das keine simple Sache. Eine Pilotstudie zeigt nun, dass die Analyse der Atemluft helfen kann, ein gängiges Narkosemittel präzise zu dosieren. Und nicht nur das: Aus der Analyse der Atemluft lässt sich auch bestimmen, wie der Körper auf die Anästhesie reagiert. Die Luft, die wir ausatmen, enthält eine Vielzahl an Molekülen, die aus unserem Körper stammen. Mit Messgeräten, […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Nervenzellen im Gehirn geben Bewegungen nicht nur frei, sondern unterdrücken sie auch gezielt – und das mit erstaunlicher Präzision. Dies zeigt eine neue Studie der Universität Basel und des Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI) in der Fachzeitschrift «Nature». Besonders relevant ist das, um Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson besser zu verstehen. Mit der Hand nach einem Apfel greifen, einen Löffel zum Mund führen – hinter für uns meist einfachen Bewegungen stecken hochkomplexe Hirnprozesse. Eine zentrale Rolle spielt dabei […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ob Geschmack, Schmerz oder Reaktion auf Stress – nahezu alle wichtigen Funktionen im menschlichen Körper werden von molekularen Schaltern gesteuert, den G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs). Forschende der Universität Basel haben nun aufgeklärt, wie ein solcher Rezeptor im Detail funktioniert. Mit einer Methode, die dem Satelliten-GPS um die Erde ähnelt, konnten sie den Bewegungen des Rezeptors folgen und ihn in Aktion beobachten. Die in «Science» publizierte Arbeit liefert wertvolle Hinweise für das Design wirksamer Medikamente. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren sind in der Zellmembran verankert […]
Weiter zum ausführlichen Bericht →