Hormontherapie bei Brustkrebs: Vaginalschmerzen mit Licht lindern
Original Titel:
Photobiomodulation for hormone therapy-induced sexual dysfunction in women with breast cancer: a prospective quasi-experimental clinical study with a parallel observational group
- Frauen mit Hormontherapie bei Brustkrebs: Vaginalschmerzen möglich und stark belastend
- Prospektive, quasi-experimentelle klinische Studie mit 32 Frauen
- 4 wöchentlichen Sitzungen mit intra- und extrakavitärer Photobiomodulation
- Photobiomodulation mit blauem und rotem LED-Licht: Wirksam und gut verträglich
MedWiss – Eine Photobiomodulation mit blauem und rotem LED-Licht kann nach einer prospektiven, quasi-experimentellen klinischen Studie mit 32 Frauen eine sichere, gut verträgliche und klinisch wirksame Behandlung zur Linderung von Vaginalschmerzen sein. Die Behandlung verbesserte die sexuelle Funktion von Frauen mit Brustkrebs in Hormontherapie signifikant und könnte damit eine vielversprechende therapeutische Option sein.
Frauen mit Hormontherapie bei Brustkrebs können vaginale Schmerzen und sexuelle Störungen entwickeln und dadurch stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sein. Diese Symptome werden oft ungenügend behandelt und bedürfen neuer therapeutischer Ansätze.
Frauen mit Hormontherapie bei Brustkrebs: Vaginalschmerzen möglich und stark belastend
Wissenschaftler untersuchten nun die Effekte einer Photobiomodulation auf Vaginalschmerzen und die sexuelle Funktion bei Brustkrebs-Patientinnen in Hormontherapie. Die prospektive, quasi-experimentelle klinische Studie umfasste Frauen, die an einer Hormontherapie-induzierten sexuellen Störung litten. Die Teilnehmerinnen erhielten in 4 wöchentlichen Sitzungen intra- und extrakavitäre Photobiomodulationsbehandlungen (LED-Licht, blau: 440 nm für 8 min; rot: 660 nm für 20 min). Als unbehandelte Kontrollgruppe wurden Frauen erfasst, die die Behandlung ablehnten. Die Behandlungsergebnisse wurden mit dem standardisierten QS-F-Fragebogen zur weiblichen Sexualität (Female Sexual Quotient Questionnaire) sowie mit einer visuellen Analogskala (VAS, Skala von 0 – 10) zur Einschätzung der Stärke der Vaginalschmerzen ermittelt und im Vergleich zu anfänglichen Werten betrachtet.
Prospektive, quasi-experimentelle klinische Studie mit 32 Frauen
Die Behandlungsgruppe umfasste 24 Frauen, die Kontrollgruppe bestand aus 8 Frauen. Zu Beginn der Studie berichteten 82,6 % der Teilnehmerinnen maximale vaginale Schmerzen (VAS: 10). Die meisten Frauen (78,2 %) berichteten keinerlei oder stark beeinträchtigte sexuelle Funktion. Nach 4 Einheiten mit Photobiomodulation gaben 79,1 % der Frauen der Behandlungsgruppe an, nicht mehr an Schmerzen zu leiden. Der durchschnittliche VAS-Score sank von 9,46 (± 0,98) auf 1,04 (± 2,17; p < 0,0001). Die sexuelle Funktion verbesserte sich zudem signifikant, mit durchschnittlichen Werten in der QS-F-Befragung von anfänglich 23,25 (± 23,47) auf 87,21 (± 17,93; p < 0,0001) anschließend an die Behandlungsphase. Fast alle Teilnehmerinnen (95,8 %) berichteten gute oder exzellente sexuelle Funktionalität nach der Behandlung. Die Intervention wurde gut vertragen, es wurden keine unerwünschten Ereignisse berichtet. Die Kontrollgruppe wies nach 4 Wochen keine Veränderung ihrer VAS- und QS-F-Werte im Vergleich zum Studienbeginn auf.
Photobiomodulation mit blauem und rotem LED-Licht: Wirksam und gut verträglich
Die Autoren schließen, dass eine Photobiomodulation mit blauem und rotem LED-Licht eine sichere, gut verträgliche und klinisch wirksame Behandlung zur Linderung von Vaginalschmerzen sein kann. Die Behandlung verbesserte die sexuelle Funktion von Frauen mit Brustkrebs in Hormontherapie signifikant und bietet sich damit als vielversprechende therapeutische Alternative an.
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