Schmerzen im Knie? Ihre Behandlungsoption – nebenwirkungs- und budgetfrei

 

Aktiver und mobiler sein – das ist für uns alle ein wichtiges, gesundheitsförderndes Ziel. Bei einer Kniegelenksschädigung ist körperliche Aktivität allerdings schnell ein schmerzhaftes Unterfangen. Schäden am Kniegelenk, beispielsweise eine mittelschwere bis schwere unikompartimentelle Gonarthrose oder degenerative Meniskusrisse, schränken Betroffene massiv ein. Durch entzündliche Prozesse kann es auch schon bei leichten Arthrosegraden zu Funktionseinschränkungen kommen. Eine solche Einschränkung erschwert durch starke Schmerzen auch die für die Therapie notwendige Bewegung. Entlastungsorthesen können hierbei einen wichtigen Beitrag leisten.

 

Wie erfolgt eine gezielte Entlastung erkrankter Kniegelenke?

Beim Gehen entsteht ein Knie-Adduktionsmoment (KAM) mit jeweils spezifischer Gelenklast im medialen und lateralen Kompartiment. Bei einer unikompartimentellen Gonarthrose sind die mechanische Achse, das KAM und die Gelenkbelastung verändert. Spezielle Entlastungsorthesen mit Zug-Mechanismus können mittels Änderung des Hebels rund um das Knie sowohl KAM als auch die Belastung der Gelenkkompartimente normalisieren. Entlastungsorthesen mit Zug-Mechanismus, z. B. die Unloader One® X, können auch eine schmerzhafte Verengung des Gelenkzwischenraums bei der unikompartimentellen Gonarthrose positiv beeinflussen, zeigten radiographische Untersuchungen.1

Abb. 1: Röntgenaufnahmen des Knies mit A) Verengung des Gelenkzwischenraums und B) geöffnetem Gelenkspalt unter Anwendung der Orthese.

 

Es konnten jedoch auch weitere Mechanismen für die Wirkung von Entlastungsorthesen identifiziert werden:

  • Gehgeschwindigkeit und Gangmechanik: Die typischerweise reduzierte Gehfunktion und Schrittgeschwindigkeit können mit einer Entlastungsorthese verbessert werden.1
  • Verbesserung der Propriozeption: Sind Wahrnehmung von Muskelaktivität und Gelenkposition beeinträchtigt, kann die Orthese planvolle Bewegung vermutlich durch bessere posturale Information unterstützen.1
  • Muskelaktivierung und Gelenkstabilität: Ein häufiges Gefühl der Instabilität durch veränderte Muskelaktivierung kann mittels Orthese durch Verbesserung der Stabilität positiv beeinflusst werden.1

 

Leitliniengerechte konservative Therapie der Gonarthrose

Bei Ihren Patienten mit Kniebeschwerden, bei denen eine unikompartimentelle Entlastung sinnvoll ist, können Sie mit der Verordnung einer Entlastungsorthese Schmerzen reduzieren, die Mobilität fördern und so auch die weitere Therapie unterstützen. Dies ist leitliniengerecht und nach der S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie empfohlen. Als nicht-medikamentöse und nebenwirkungsarme Therapieoption kann dies besonders auch Patienten mit Vorerkrankungen helfen.2 Entlastungsorthesen können zudem mit anderen Therapieformen kombiniert werden und so zum schnelleren und besseren Gelingen der Therapie beitragen.

 

Entlastender Effekt durch patentiertes 3-Punkt-Wirkprinzip, mühelose Anpassung

Das Unternehmen Össur hat sich auf die Förderung von Mobilität trotz neuromuskuloskelettaler Einschränkungen spezialisiert. Aus den Anfängen in Island mit dem Schwerpunkt Prothetik ist ein global und auch in Deutschland aktives Unternehmen gewachsen, das sich durch innovative Entwicklungen in der Orthopädietechnik auszeichnet. Bei der Entlastungsorthese Unloader One® X von Össur ist das patentierte 3-Punkt-Wirkprinzip das zentrale Element: ein einzelnes Gelenk sorgt kombiniert mit zwei Gurten für die Entlastung des Kniegelenks. Mit werkzeugloser Anpassung der Gurt-Spannung können die Patienten ihre Schmerzlinderung individuell und gezielt steuern.

 

Korrekt verordnet, gut dokumentiert, extra-budgetär

Die Verordnung von Hilfsmitteln wie Einlagen und Orthesen wird durch die GKV erstattet und muss gemäß Wirtschaftlichkeitsgebot § 12 SGB V erfolgen, ist aber extra-budgetär und unterliegt somit nicht den Wirtschaftlichkeitsprüfungen gemäß § 106b.

Abb. 2: Korrekte und eindeutige Verordnung am Beispiel der Knieorthese Unloader One® X von Össur

 

Das spezielle Hilfsmittel verordnen Sie korrekt mit folgenden Angaben:

  • Produktname laut Hilfsmittelverzeichnis bzw.
  • Entsprechende Positionsnummer oder 10-stellige Hilfsmittelnummer
  • Begründung der Verordnung, z. B. Diagnose, vorliegende Gelenksschädigung und Therapieziel

Wichtig sind für die korrekte Hilfsmittel-Verordnung neben der Diagnose außerdem Hinweise, die für die funktionsgerechte Bereitstellung erforderlich sind (§ 7 Hilfsmittel-Richtlinie).

Dokumentieren Sie die Gründe für die Therapieentscheidung nachvollziehbar in der Patientenakte, sind Sie auch auf mögliche Nachfragen zur Versorgung mit der Entlastungsorthese bestens vorbereitet.

 

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Referenzen

1. Rucinski K, Williams J, Crecelius CR, Redington L, Guess TM, Cook JL. Are All Unloader Braces Created Equal? Recommendations for Evidence-Based Implementation of Unloader Braces for Patients with Unicompartmental Knee OA. J Knee Surg. 2022 Feb;35(3):249-254. doi: 10.1055/s-0041-1740931. Epub 2021 Dec 24. PMID: 34952554. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34952554/

2. Stöve et Steubesand. Gonarthrose S2k Leitlinie, Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), AWMF online, Stand: Januar 2018.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Össur Deutschland GmbH