Inkretin-basierte Injektionstherapien bei Typ-2-Diabetes: Was steckt dahinter?

Die Inkretin-Hormone und der Inkretin-Effekt
Das glukagonabhängige insulinotrope Polypeptid (GIP) und das Glukagon-ähnliche peptid-1 (GLP-1) sind Inkretin-Hormone, die nach der Nahrungsaufnahme aus Zellen der Darmschleimhaut in die Blutbahn freigesetzt werden. GIP und GLP-1 wirken direkt auf die Betazellen der Bauchspeicheldrüse und stimulieren die postprandiale Insulinsekretion glukoseabhängig.2-5 Gemeinsam steuern die beiden Hormone den Inkretin-Effekt, der die Insulinfreisetzung nach einer Mahlzeit verstärkt und der bei Menschen mit Typ-2-Diabetes stark reduziert sein kann.2 Bei stoffwechselgesunden Menschen werden bis zu 2/3 des Inkretin-Effekts durch GIP vermittelt.4
Injektable Inkretin-Therapien unter der Lupe
Inkretin-basierte Injektionstherapien spielen seit vielen Jahren eine wichtige Rolle in der Therapie des Typ-2-Diabetes. Nicht zuletzt durch die neue Substanzklasse der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten eröffnen sich noch wirksamere Behandlungsmöglichkeiten bei Typ-2-Diabetes. Doch was unterscheidet eigentlich einen GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten von einem GLP-1-Rezeptor-Agonisten?

Mounjaro®: Der erste GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist
Mounjaro® * ist indiziert für die Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes sowie zur Behandlung der Adipositas*.1 In der Indikation Typ-2-Diabetes war Mounjaro® bereits in der ersten Erhaltungsdosis von 5 mg allen Vergleichssubstanzeng bezüglich Blutzucker- und Gewichtsreduktion überlegen – auch dem GLP-1-Rezeptor-Agonist Semaglutid 1 mg.1, h Das Nebenwirkungsprofil von Mounjaro® ähnelt dem von GLP-1-Rezeptor-Agonisten.8 Zudem bestätigt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) für Mounjaro® einen geringen Zusatznutzen bei Typ-2-Diabetes.10, 11, **
** Der G-BA kommt in seiner Beschlussfassung zu dem Ergebnis, dass für Insulin-erfahrene Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2 ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, die mit ihrem bisherigen Insulinregime zusätzlich zu Diät und Bewegung keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreicht haben, ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen belegt ist.10, 11

Der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist ist ab sofort im Mounjaro® KwikPen® verfügbar und in allen Dosierungen und Packungsgrößen voll lieferfähig. Jeder Fertigpen enthält vier Dosen für die 1x wöchentliche subkutane Injektion. Bei unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes ist Mounjaro® in allen Dosierstärken voll erstattungsfähig.
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PP-TR-DE-1697
Mit freundlicher Unterstützung der Lilly Deutschland GmbH
Quellen
*Mounjaro® (Tirzepatid) ist angezeigt zur Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes als Ergänzung zu Diät und Bewegung als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist, zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus; sowie als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Diät und erhöhter körperlicher Aktivität zum Gewichtsmanagement, einschließlich Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung, bei Erwachsenen mit einem Ausgangs-BMI von ≥ 30 kg/m2 (Adipositas) oder ≥ 27 kg/m2 bis < 30 kg/m2 (Übergewicht) bei Vorliegen mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (z. B. Hypertonie, Dyslipidämie, obstruktive Schlafapnoe, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes mellitus).1
a WHO ATC-Code: A10BX16.
b Behandlungseffekte durch modellbasierte Analysen von Mixed-meal-tolerance tests.7
c p < 0,001 im Vergleich zum Ausgangswert, nicht multipiltätsadjustiert.
d Mit Mounjaro® 15 mg nach 40 Wochen.
e Bezogen auf den Ausgangswert.1 Mittlere HbA1c-Reduktion im Vergleich zum Ausgangswert.
f Bezogen auf den Ausgangswert.9 Mittlere Gewichtsreduktion im Vergleich zum Ausgangswert.g
g Semaglutid 1 mg, Insulin degludec 100 E/ml und Insulin glargin 100 E/ml sowie Placebo.1
h p < 0,001 für Überlegenheit, adjustiert für Multiplizität.
i Die Veränderung des Körpergewichts war ein sekundärer Endpunkt in den SURPASS-Studien.1
j Der G-BA kommt in seiner Beschlussfassung zu dem Ergebnis, dass für die Insulinpatient:innen ohne kardiovaskuläre Vorerkrankung der SURPASS-6 ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen belegt ist.10, 11
1. Mounjaro® Fachinformation, aktueller Stand. https://www.fachinfo.de/pdf/023865
2. Nauck MA, Meier JJ. Diabetes Obes Metab. 2018; 20 Suppl 1: 5–21.
3. Seino Y, et al. J Diabetes Investig. 2010; 1(1–2): 8–23.
4. Gasbjerg LS et al Diabetes. 2019;68(5):906-917.
5. JJ Holst et al Endocrinology. 2021;162(7).
6. Ozempic® Fachinformation, aktueller Stand. https://www.fachinfo.de/api/public/fachinfo/pdf/022298
7. Mather KJ, et al. J Clin Endocrinol Metab. 2024:dgae319.
8. Frias JP, et al. N Engl J Med. 2021; 385(6): 503–515.
9. Heise T, et al. Tirzepatide Reduces Appetite, Energy Intake, and Fat Mass in People With Type 2 Diabetes. Diabetes Care 2023;46:998–1004 https://doi.org/10.2337/dc22-1710.
10. Gemeinsamer Bundesausschuss. Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII – Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach § 35a SGB V – Tirzepatid. 2024.
11. Gemeinsamer Bundesausschuss. Tragende Gründe zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII – Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach § 35a SGB V – Tirzepatid. 2024.
