Advent ohne Druck: Was hilft gegen Stress in der Vorweihnachtszeit?
Berlin – Unzählige Erledigungen, soziale Verpflichtungen und der hohe Anspruch, ein vermeintlich „perfektes Fest“ zu organisieren – für viele Menschen ist der Stresslevel in der Vorweihnachtszeit besonders hoch. Zu viel und langanhaltender Stress kann negative Folgen für die psychische und physische Gesundheit mit sich bringen. Damit die Vorweihnachtszeit nicht zur Belastung wird, informiert die Stiftung Gesundheitswissen über Strategien zur Stressbewältigung und wo es Unterstützung gibt.
Wie kann ich Stress reduzieren?
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, mit Stress umzugehen und ihn gesund zu bewältigen.
Beispielsweise:
▪ Stress durch bessere Organisation lösen: Bei dieser Form der Stressbewältigung geht es darum, den Stress durch richtiges Management zu verkleinern oder auszuschalten. In der Adventszeit kann es z. B. hilfreich sein, frühzeitig in die Planung für das Weihnachtsfest zu gehen, Aufgaben an andere Familienmitglieder abzugeben oder die Prioritäten neu festzulegen.
▪ Ansprüche senken und realistische Ziele setzen: Diese Stressbewältigungs-Taktik zielt darauf ab, zu erkennen, welche Gedanken die Ursachen für den Stress sind, diese zu hinterfragen und anschließend die eigenen hohen Ansprüche etwas herunterzuschrauben. Dazu zählt, anzuerkennen, dass man nicht perfekt ist und dass ein Weihnachtsfest auch dann wunderschön sein kann, wenn nicht alles hundertprozentig nach Plan läuft. Schwierigkeiten rund um die Weihnachtsfest-Organisation kann man zudem als Herausforderungen betrachten. Dabei kann es helfen, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und die Erwartungen nicht zu hochzulegen.
▪ Erholungspausen einbauen: Manchmal ist es auch hilfreich, wenn man sich in all dem Trubel eine kleine Auszeit nimmt. Schon kurze Erholungsmomente durch Fernsehen, Sport oder den Austausch mit Freunden und Verwandten können kurzfristig beim Stressabbau helfen. Langfristig kann es hilfreich sein, einem Hobby nachzugehen, Freundschaften zu pflegen, regelmäßig Sport zu betreiben oder Entspannungsübungen zu lernen und durchzuführen.
Stressbewältigung in Trainings lernen
Strategien zur Stressbewältigung kann man in sogenannten Stressbewältigungs-Trainings erlernen. Diese werden von Krankenkassen, in der Rehabilitation (Reha), am Arbeitsplatz oder an Volkshochschulen angeboten. Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen die Kosten von vielen dieser Kurse, wenn die Kursanbieter entsprechend zertifiziert sind. Welche Kosten übernommen werden, kann man bei seiner Krankenkasse erfragen. Die Trainings haben verschiedene inhaltliche Schwerpunkte, z. B. Strategien zur gesunden Problemlösung oder Entspannungsverfahren. Welche Strategien am besten passen, hängt von der Stressursache ab und ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Je mehr Techniken man zur Verfügung hat, desto besser gelingt die Stressbewältigung. Wenn stressbedingte körperliche oder psychische Beschwerden auftreten, kann ein Besuch beim Arzt hilfreich sein.
Jeder reagiert anders auf Stress
Wie schnell eine Situation als stressig empfunden wird, hängt von den persönlichen Voraussetzungen ab und kann sich stark unterscheiden. Auch der bewusste oder unbewusste Umgang mit Stress unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Wie wir mit stressigen Situationen umgehen, wird Coping genannt. Coping-Strategien können z. B. problembezogen sein. Dabei wird eine Veränderung der stressigen Situation oder des eigenen Umgangs damit angestrebt, z. B. indem man gezielt nach Informationen sucht oder im Freundes- oder Bekanntenkreis um Unterstützung bittet. Andere Coping Strategien sollen die unangenehmen Gefühle, die durch Stress entstehen, verringern. Unter anderem kann man das Problem kleinreden oder verdrängen. Man macht seinen Gefühlen durch Weinen oder Schreien Luft oder versucht, die Gefühle mit dem Konsum von Alkohol und Drogen zu betäuben, was negative gesundheitliche Folgen haben kann.
Details und weitere Informationen zum Thema Stressbewältigung:
Stressbewältigung: Was tun gegen Stress?
Über die Stiftung Gesundheitswissen:
Wir sind eine gemeinnützige, operative Stiftung und vermitteln Gesundheitswissen, welches die Menschen dabei unterstützen soll, informierte Entscheidungen für ihre eigene Gesundheit zu treffen. Im Fokus unseres Angebots steht die Aufklärung zu gesundheitlichen Fragen, der Behandlung von Krankheiten und der Förderung eines gesunden Lebensstils. Alle Informationen sind wissenschaftlich fundiert, leicht verständlich und kostenfrei. Durch eigene Forschung erarbeiten wir grundlegende Erkenntnisse dazu, wie gesundheitliche Kompetenzen zielgruppenspezifisch und in unterschiedlichen Lebensbereichen bestmöglich vermittelt und gestärkt werden können. Stifter ist der Verband der Privaten Krankenversicherungen. Unsere Angebote finden Sie auf unserem Gesundheitsportal www.stiftung-gesundheitswissen.de. Darüber hinaus haben wir spezifische Formate zur Stärkung der Patientensouveränität im Arzt-Patienten-Gespräch (www.gesunde-sprechstunde.de) und zur Förderung gesundheitlicher Kompetenzen in der Schule (www.pausenlos-gesund.de) entwickelt.