Hohe Zufriedenheit mit Rimegepant zur kurzfristigen Migräneprävention
Original Titel:
Sex differences in the real-world use of rimegepant for short-term prevention of migraine in the United States
- Migräne: Männer, Frauen, Trigger und kurzfristige Prävention
- Beobachtende Querschnittsstudie mit 425 Erwachsenen
- Hohe Zufriedenheit mit Rimegepant zur kurzfristigen Prävention
MedWiss – Eine beobachtende Querschnittsstudie mit Onlinebefragung fand Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen 425 Männern und Frauen mit Migräne, speziell in Bezug auf mögliche Auslöser von Attacken und Gründen für die kurzfristige präventive Behandlung mit Rimegepant. Die Teilnehmer waren insgesamt meist zufrieden mit der Wirksamkeit der Behandlung.
Als kurzfristige Prävention von Migräne wird eine gezielte Behandlung bezeichnet, die das Risiko von Migräneanfällen während spezifischer, zeitlich begrenzter Phasen minimieren soll. Ein Wirkstoff, der dazu eingesetzt werden kann, ist Rimegepant. Wie effektiv kurzfristige Prävention mit Rimegepant ist und welche Rolle das Geschlecht des Patienten dabei spielt, untersuchten Wissenschaftler nun im Vergleich von Männern und Frauen mit Migräne.
Migräne: Männer, Frauen, Trigger und kurzfristige Prävention
Die beobachtende Querschnittsstudie ermittelte Echtwelt-Daten mittels einer Online-Befragung in den USA. Erwachsene ab 18 Jahren mit selbstberichteter episodischer oder chronischer Migräne, die seit mindestens 3 Monaten Rimegepant anwandten, konnten an der Studie teilnehmen. Die Patienten sollten die Behandlung auch innerhalb von 30 Tagen vor der Befragung genutzt haben.
Beobachtende Querschnittsstudie mit 425 Erwachsenen
Die Befragung erfasste 425 Erwachsene mit Migräne und Rimegepant-Einnahme, von denen 152 den Wirkstoff zur kurzfristigen Prävention von Migräneattacken nutzen. Dies umfasste 98 Frauen (64,5 %) und 54 Männer (35,5 %). Die meisten Patienten nutzten Rimegepant aufgrund ärztlicher Empfehlung zur kurzfristigen Prävention (61,8 %), wobei dies bei Frauen häufiger zutraf (69,4 %) als bei Männern (48,1 %; p = 0,014). Auch die Häufigkeit ihrer Migräneattacken (Frauen: 43,9 % vs. Männer: 25,9 %; p = 0,036) und der Schweregrad der Anfälle (Frauen: 43,9 % vs. Männer: 22,2 %; p = 0,008) waren öfter ausschlaggebende Behandlungsgründe für Frauen als für Männer.
Typische Faktoren, die als mögliche Auslöser einer Migräne berichtet wurden, waren Stress (Insgesamt: 69,1 %; Frauen: 74,5 %; Männer: 59,3 %) und gestörter Schlaf (Insgesamt: 46,7 %; Frauen: 53,1 %; Männer: 35,2 %). Auch Lärm (Frauen: 48,0 %; Männer: 35,2 %), Licht (48,0 % vs. 27,8 %) und Dehydrierung (39,8 % vs. 22,2 %) wurden insgesamt häufig, aber öfter von Frauen, als Trigger für eine Attacke beschrieben. Etwa jede 3. Frau (30,9 %) gab zudem menstruelle Zyklen als Auslöser an.
Etwa jeder 3. Studienteilnehmer (36,2 %) nahm Rimegepant einmalig zur kurzfristigen Prävention, 37,5 % nahmen das Medikament täglich ein, 42,1 % alle zwei Tage. Über alle Befragten hinweg waren 73 % „zufrieden“ oder „extrem zufrieden“ mit der kurzfristigen Prophylaxe mit Rimegepant. Männer berichteten numerisch höhere Zufriedenheitswerte als Frauen nach einer einmaligen Anwendung von Rimegepant zur kurzfristigen Prävention von Migräne (Männer: 17/18; 94,4 % vs. Frauen: 27/37; 73,0 %; p = 0,08).
Hohe Zufriedenheit mit Rimegepant zur kurzfristigen Prävention
Die Onlinebefragung fand somit Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen Männern und Frauen mit Migräne, speziell in Bezug auf mögliche Auslöser von Attacken und Gründe für die kurzfristige präventive Behandlung mit Rimegepant. Die Teilnehmer waren insgesamt meist zufrieden mit der Wirksamkeit der Behandlung.
© Alle Rechte: MedWiss.online