Beiträge von: Max-Planck-Institut für Psychiatrie

Beiträge: 31

• Forschende entwickelten ein KI-Modell, das den Body Mass Index (BMI) aus Gehirnaufnahmen abschätzt• Besonders bei jüngeren Menschen mit einem hohen Psychoserisiko korrelierten die Schätzungen der KI mit späterer Gewichtszunahme• Diese Ergebnisse legen nahe, dass krankheitsbedingte Veränderungen im Gehirn eine Rolle bei metabolischen Erkrankungen spielen• KI kann dabei unterstützen, diese Erkrankungen bei psychiatrischen Patientinnen und Patienten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln Seit einigen Jahren ist bekannt, dass KI-basierte Modelle anhand von Gehirnaufnahmen das biologische Alter eines Menschen recht zuverlässig […]

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WissenschaftlerInnen zeigten, dass sich das genetische Risiko für Schizophrenie nicht nur in Neuronen, sondern auch in Oligodendrozyten erhöht. So können sie erstmals einen Mechanismus identifizieren, der hinter den kognitiven Störungen der Schizophrenie steht. Frühere Studien brachten Beeinträchtigungen der Oligodendrozyten und der Myelinisierung mit Schizophrenie in Verbindung. Die ForscherInnen wollten nun mehr über die Morphologie und die Eigenschaften der Oligodendrozyten bei Schizophrenie wissen, insbesondere darüber, ob die Beeinträchtigungen eine sekundäre Folge der neuronalen Defizite sind oder zumindest teilweise genetisch bedingt und […]

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– Forschende finden übereinstimmende biologische Mechanismen bei Depressionen, bipolaren Störungen und Schizophrenie– Neue Einblicke dank genetischer Analyse der Exon-Ebene– Erkenntnisse sind ein erster Schritt in Richtung einer biologisch basierten Gruppierung und Behandlung psychischer Erkrankungen Forschende am Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPI), von Helmholtz Munich und der Universität Sydney haben biologische Prozesse identifiziert, die bei verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen eine gemeinsame Rolle spielen. Dazu analysierten sie postmortale Hirngewebeproben aus dem dorsolateralen präfrontalen Kortex, einer Hirnregion, die für Denkprozesse und Emotionen zuständig ist und […]

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Forschende weisen Nutzen der Schematherapie bei schweren Depressionen nach

In einer umfangreichen Studie haben Forschende den klinischen Nutzen der Schematherapie im Rahmen einer stationären Behandlung nachgewiesen. Diese Therapie ist damit eine vielversprechende Alternative zur Behandlung schwerer Depressionen.

Immer häufiger kommt als psychotherapeutisches Verfahren die sogenannte Schematherapie zum Einsatz. Der Fokus liegt dabei auf frühkindlichen Erfahrungen und Emotionen, die zu aktuellen Symptomen und psychischen Störungen beitragen. Ein umfassender Nachweis zur Wirksamkeit der Schematherapie bei Depressionen lag bisher nur aus dem ambulanten Bereich vor.

Forschende am Max-Planck-Institut für Psychiatrie haben in der OPTIMA-Studie die Wirkung der Schematherapie zur Behandlung schwerer Depressionen im stationären Bereich untersucht. Das Ergebnis liefert die wissenschaftliche Rechtfertigung für ihren häufigen Einsatz: Die Schematherapie ist dem bisher nachgewiesenermaßen wirksamsten psychotherapeutischen Verfahren, der kognitiven Verhaltenstherapie, im klinisch-relevanten Sinne nicht unterlegen.

Therapien im Vergleich

Um die Wirksamkeit der Schematherapie zu testen, verglichen die Forschenden sie mit der kognitiven Verhaltenstherapie und der individuell supportiven Therapie. Die Erstere ist die psychotherapeutische Standardbehandlung bei Depression, während letztere eine weniger spezifische, unterstützende Therapie ist. Beide Therapien dienten in der Studie als Kontrollbedingungen.

Nach sieben Wochen und ein weiteres Mal sechs Monate nach Abschluss der Behandlung ermittelten die Forschenden Symptome wie depressive Verstimmung, Pessimismus oder Energieverlust mithilfe von Fragebögen. Dabei konnten sie keinen Unterschied zwischen der Schematherapie-Gruppe und den beiden Kontrollgruppen feststellen. Die Schematherapie war also nach knapp zwei Monaten Behandlung schwerer Depressionen genauso wirksam wie die kognitive Verhaltenstherapie und die individuell supportive Therapie. „Unsere Studie belegt zum ersten Mal, dass die Schematherapie auch bei stationär aufgenommenen schwer depressiven PatientInnen wirkt – bisher wurde sie immer nur in ambulanten Settings getestet“, so Studienleiter Johannes Kopf-Beck.

Stationäre Patientinnen und Patienten sind in der Regel schwerer erkrankt als ambulante. Außerdem leiden sie neben einer Depression häufig an weiteren psychischen Störungen. Bei solch komplexen Krankheitsbildern sind psychotherapeutische Standardbehandlungen nicht immer ausreichend. Deswegen ist es wichtig, effektive Behandlungsalternativen wie die Schematherapie zu haben.

Umfangreichste Studie an stationären Patienten

Die Studie ist mit knapp 300 ProbandInnen die bisher erste und größte im stationären Setting. Einzigartig ist auch der Umfang: Zusätzlich zu depressiver Symptomatik und weiteren Symptomen wurden biologische Parameter wie Schlafverhalten erhoben, körperliche Aktivität gemessen sowie Bilder vom Gehirn gemacht. Außerdem nahmen die Forschenden den Patienten Blut ab, um unter anderem genetische Informationen auswerten zu können.

Die große Menge an Daten muss noch ausgewertet werden. Zudem werden noch bis zu vier Jahre nach Abschluss der Behandlung Daten erhoben, um die Langzeitwirkung zu testen. „Durch die erhobenen Daten erhoffen wir uns zum Beispiel bestimmte Untergruppen von depressiven Patientinnen und Patienten zu finden, für die die Schematherapie besonders gut geeignet ist“, erklärt Samy Egli, leitender Psychologe am Max-Planck-Institut für Psychiatrie.

OriginalveröffentlichungDOI

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In einer Studie fanden Forschende einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Pupillenreaktion und dem Verlust, Freude zu empfinden. Diese Entdeckung trägt dazu bei, die physiologischen Mechanismen hinter einer Depression besser zu verstehen.
Wissenscha…

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FKBP51 gilt als Risikofaktor für psychiatrische Erkrankungen. Neue Forschungsergebnisse zeigen nun erstmals auch positive Effekte: Statt ängstlich zu machen oder die Denkleistung zu beeinträchtigen, kann das Protein das Gegenteil bewirken und damit Resilienz fördern. Welche Wirkung es entfaltet, hängt davon ab, in welcher Art von Zellen es aktiv wird. Außerdem spielt das Geschlecht eine entscheidende Rolle: Weibliche Modelltiere reagierten ängstlich oder mutig, männliche waren kognitiv geschwächt oder gestärkt. Die Ergebnisse machen die Entwicklung eines Medikaments nicht leichter. Sie zeigen aber […]

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