Unloader One® X im Überblick: medizinisch-therapeutische Argumente, Compliance und Wirtschaftlichkeit
Bei einer Kniegelenk-Arthrose, der Gonarthrose, bemühen sich Arzt und Patient um schnelle Schmerzlinderung. Gleichzeitig steht jedoch auch die schnelle Wiederherstellung der Beweglichkeit im Fokus, da nur so eine zielführende Therapie möglich ist. In unserer 4-teiligen Newsletterserie zu der Entlastungsorthese Unloader One® X haben wir klinische Studien berichtet, in denen jeweils Schmerzlinderung, Beweglichkeit, Lebensqualität und die Förderung des Genesungsprozesses betrachtet wurden. Darüber hinaus stand auch die Verordnung einer Entlastungsorthese im Blickpunkt, um die wichtigsten Aspekte der wirtschaftlichen Therapie der moderat bis schweren Gonarthrose aufzuzeigen. Hier fassen wir die wesentlichen Aspekte für Sie zusammen.
Die Gonarthrose ist ein vielschichtiges Problem: Betroffene sind durch Schmerz und Einschränkung der Knie-Funktion in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Dies senkt jedoch die Motivation selbst für therapeutische Bewegungen. Systemische Schmerzbehandlungen sind daher häufig notwendig, stellen allerdings besonders bei Komorbiditäten eine zusätzliche Belastung dar. Entsprechend bedeutsam sind nicht-pharmakologische Behandlungsmethoden, die einerseits schmerzlindernd und andererseits mobilitätsfördernd wirken, ohne systemisch in den Körper einzugreifen. Zu den am häufigsten eingesetzten konservativen Behandlungsformen bei Gonarthrose zählt die Entlastungorthese.
In unserer 4-teiligen Newsletterserie haben wir das klinische Studienprogramm zu der am besten untersuchten Entlastungsorthese Unloader One® mit Blick auf die verbesserte Beweglichkeit und Lebensqualität sowie die Förderung des Genesungsprozesses durch gesteigerte Mobilität und Schmerzlinderung betrachtet und sind darüber hinaus auf die Wirtschaftlichkeit der Therapie der moderat bis schweren Gonarthrose mit dieser Entlastungsorthese eingegangen.
Verbesserte Beweglichkeit in der initialen Therapie der Gonarthrose
Das 3-Punkt-Wirkprinzip, gut dokumentiert in klinischen und biomechanischen Studien, entlastet das erkrankte Gelenk effektiv (Abb. 1).

Behandlungsstudien zeigten eine deutliche Verbesserung der Gelenkfunktionalität innerhalb von 3 Wochen (Briggs et al.1), die einerseits mit Schmerzlinderung, aber auch mit einer weniger verspürten Steifheit des Knies in Zusammenhang stand. Hier geht’s zum Beitrag.
Mehr Lebensqualität durch Schmerzreduktion und Mobilität
Die erhöhte Mobilität erleichtern die physiotherapeutische Behandlung, aber auch darüber hinaus empfohlene Aktivitäten wie etwa Krafttraining oder Sport zur Gewichtsreduktion, ohne dass Gelenkschmerzen dadurch gesteigert werden.2 Die Schmerzlinderung durch die konservative Orthese bietet zusätzlich den Vorteil, dass Patienten weniger Schmerzmedikationen einnehmen und somit das Risiko systemischer Nebenwirkungen reduzieren.1 Hier geht’s zum Beitrag.
Weniger Schmerz, mehr Bewegung fördern den Genesungsprozess
Die Schmerzlinderung verbunden mit erleichterter Mobilität beschleunigt messbar den schnelleren Genesungsprozess, wie Hjartarson et al.3 bei der medialen Gonarthrose im Vergleich zu neutralen Orthesen oder Kniebandagen demonstrierten. Bereits nach wenigen Wochen zeigten sich neben der Schmerzlinderung auch Fortschritte in der Gelenkfunktion des Knies. Hier geht’s zum Beitrag. Der Einsatz von Entlastungsorthesen ist auf Basis der Studienlage in der neuen S2K-Leitlinie empfohlen und anderen konservativen Behandlungen vorzuziehen.
Unloader One® X: Wirtschaftliche und evidenzbasierte Therapieentscheidung
Die Behandlung der moderat bis schweren Gonarthrose mit einer Entlastungsorthese ist somit medizin-wissenschaftlich fundiert4 und leitliniengerecht. Ärzte können daher aus therapeutischer Sicht guten Gewissens diese Behandlung verordnen. Dass dies auch aus wirtschaftlicher Sicht unbedenklich ist und welche Aspekte hierbei wichtig sind, haben wir im 4. Teil unserer Serie ausgeführt und in einem Rezeptbeispiel (Abb. 2) dargestellt.

Selbstverständlich sollten stets neben der korrekten Verordnung die Gründe für die Therapiewahl, beispielsweise die Diagnose, vorliegende Schädigung des Gelenks und Ziel der Therapie, nachvollziehbar und sorgfältig in der Patientenakte dokumentiert sein. Hier geht’s zum Beitrag.
Ein umfassendes Studienprogramm hat somit eine hohe Evidenz der Wirksamkeit der Unloader-Entlastungsorthese ergeben. Rasche Schmerzlinderung fördern die Mobilität und unterstützen die therapeutische Bewegung. Dies ermöglicht eine schnellere Wiederherstellung der Gelenkfunktionalität und bietet sich so als effektive, leitlinien-empfohlene und Patienten-gerechte initiale Therapie an.
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Referenzen:
- Briggs et al., 2012. Improvement in quality of life with use of an unloader knee brace in active patients with OA. J Knee Surg., doi: 1055/s-0032-1313748
- Muller-Rath R, Cho HY, Siebert CH et al. [Clinical and gait analytical investigation of valgus knee bracing in therapy for medial degenerative joint disease of the knee].Z Orthop Unfall, 2011. 149(2): p. 160-5.)
- Hjartarson, HF, Toksvig-Larsen. “The clinical effect of Unloader One® knee brace on patients with OA of the knee. A Randomized Placebo Controlled Trial.” Osteoarthritis and Cartilage 2017;(25) S76-S444.
- Gohal, Chetan, Ajaykumar Shanmugaraj, Patrick Tate, Nolan S. Horner, Asheesh Bedi, Anthony Adili, and Moin Khan. “Effectiveness of Valgus Offloading Knee Braces in the Treatment of Medial Compartment Knee Osteoarthritis: A Systematic Review.” Sports Health: A Multidisciplinary Approach 10, no. 6 (November 15, 2018): 500–514. https://doi.org/10.1177/1941738118763913.
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