Mit Teduglutid (Revestive®) den Bedarf an parenteralem Support reduzieren!
Bei Kurzdarmsyndrom ist der Darm resektionsbedingt verkürzt. Die verkleinerte Absorptionsfläche führt zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und Flüssigkeit. Betroffene sind aus diesem Grund oft auf eine parenterale Ernährung angewiesen, welche nicht selten mit Komplikationen einhergeht. Teduglutid (Revestive®), ein Analogon des endogenen Glucagon-Like-Peptide-2 (GLP-2), kann den Bedarf an parenteraler Ernährung reduzieren.
Ausgedehnte Darmresektionen können ein Kurzdarmsyndrom hervorrufen. Der verkürzte Darm hat eine verringerte Absorptionskapazität. Um eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser sicherzustellen, sind einige Patienten langfristig auf parenterale Ernährung und Flüssigkeitszufuhr angewiesen. (3) Dabei kann es zu schweren oder sogar lebensbedrohlichen Komplikationen wie Katheterinfektionen, Nierenfunktionsstörungen und Leberversagen kommen. (2)
Revestive® mit dem Wirkstoff Teduglutid ist die erste zielgerichtete Behandlung bei Kurzdarmsyndrom. (3,*) Es wird bei Patienten mit einem stabil infusionspflichtigen Darmversagen mit dem Ziel eingesetzt, infusionsfreie Tage zu gewinnen. (4)
In den STEPS Studien konnte gezeigt werden, dass Teduglutid den Bedarf an parenteralem Support# reduzierte, (5,6,7) infusionsfreie Tage ermöglichte (5,6) und teilweise zu vollständiger Unabhängigkeit vom parenteralen Support führte. (5,6)
Real-World-Daten haben die Effektivität von Revestive® in der Praxis bestätigt.(‡,8,9,10) Durch welchen Wirkansatz erwachsene KDS-Patienten von Revestive® profitieren und welche Ergebnisse die klinischen Studien und Real-World-Daten bei Erwachsenen lieferten, ist im FactSheet Erwachsene übersichtlich zusammengestellt.
* Revestive® ist in Deutschland zugelassen zur Behandlung von Patienten ab dem Alter von 1 Jahr mit Kurzdarmsyndrom. Nach einem chirurgischen Eingriff sollte zunächst eine Phase der intestinalen Adaption abgewartet werden und die Patienten sollten sich in einer stabilen Phase befinden. (5)
# parenteraler Support definiert als parenterale Ernährung und/oder intravenöse Flüssigkeiten
‡ Real-World-Daten haben ein hohes Risiko für Verzerrungen; sie sind explorativer Natur und generieren nur Hypothesen. Deshalb sind ihre Schlussfolgerungen mit Vorsicht zu interpretieren. Weitere randomisierte, kontrollierte klinische Studien sind notwendig, um deren Ergebnisse zu untermauern.
Fachinformation Revestive® 1,25 mg
Fachinformation Revestive® 5 mg
Mit freundlicher Unterstützung der Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG
Quellen:
1. Jeppesen PB, JPEN J Parenter Enteral Nutr 2014; 38:8S-13S.
2. Hofstetter et al. Current Medical Research and Opinion Vol. 29, No. 5, 2013, 495–504
3. Vipperla K, O’Keefe SJ. Clin Exp Gastroenterol 2014;7:489-95.
4. Lamprecht G, Pape UF, Witte M, et al. S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. in Zusammenarbeit mit der AKE, der GESKES und der DGVS Klinische Ernährung in der Gastroenterologie (Teil 3) – Chronisches Darmversagen; Aktuel Ernahrungsmed 2014; 39: e57-e71.
5. Fachinformation Revestive®, Stand Mai 2020.
6. Schwartz LK, O’Keefe SJ, Fujioka K, et al., Clin Transl Gastroenterol 2016:e142.
7. Seidner DL, Fujioka K, Boullate JI, et al. Nutr. Clin Pract 2018;33(4):520-7.
8. Joly F et al. Clin Nutr. 2020 Sep;39(9):2856-2862.
9. Pevny S et al. Clin Nutr. 2019 Aug;38(4):1745-1755.
10. Schoeler M et al. Therap Adv Gastroenterol. 2018 Aug 30;11:1756284818793343.
Revestive® 1,25 mg / 5 mg Pulver und Losungsmittel zur Herstellung einer Injektionslosung

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8 der Fachinformation.
Wirkstoff: Teduglutid, Analogon des Glucagon-like Peptids-2 (GLP-2), hergestellt in E.-coli-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie. Zusammensetzung: Eine Durchstechflasche enthalt 1,25 mg bzw. 5 mg Teduglutid. Nach Rekonstitution enthalt jede Durchstechflasche 1,25 mg bzw. 5 mg Teduglutid in 0,5 ml Lösung, entspr. einer Konzentration von 2,5 mg/ml bzw. 10 mg/ml. Sonstige Bestandteile: Pulver: L-Histidin, Mannitol, Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O, Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O. 5 mg zusätzl.: Natriumhydroxid/Salzsäure (zur pH-Wert- Einstellung). Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Behandlung von Patienten ab dem Alter von 1 Jahr mit Kurzdarmsyndrom (KDS). Nach einem chirurgischen Eingriff sollte zunächst eine Phase der intestinalen Adaption abgewartet werden, die Patienten sollten sich in einer stabilen Phase befinden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der sonst. Bestandteile oder das in Spuren vorhandene Tetracyclin. Aktive oder vermutete Krebserkrankung (Malignitat). Patienten mit einer anamnestisch bekannten malignen Erkrankung des Gastrointestinaltraktes, einschließlich des hepatobiliären Systems und des Pankreas, in den vergangenen fünf Jahren. Nebenwirkungen: Sehr häufig: Atemwegsinfektion, Kopfschmerzen, abdominale Distension, abdominale Schmerzen, Erbrechen, Übelkeit, gastrointestinale Stomakomplikation, Reaktion an der Injektionsstelle. Häufig: Grippeähnliche Erkrankung, verminderter Appetit, Hyperhydratation, Angst, Insomnie, kongestive Herzinsuffizienz, Dyspnoe, Husten, kolorektaler Polyp, Kolonstenose, Blähungen, Darmobstruktion, Stenose des Ductus pancreaticus, Pankreatitis, Dünndarmstenose, (akute) Cholezystitis, peripheres Ödem. Gelegentlich: Synkope, Duodenumpolyp. Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeit, Magenpolyp, Flüssigkeitsretention. Weitere Angaben: s. Fach- und Gebrauchsinformation. Verschreibungspflichtig. Shire Pharmaceuticals Ireland Limited, Dublin, Irland Stand der Information: Mai 2020