Kurzdarmsyndrom mit Darmversagen: Teduglutid verbessert Lebensqualität
Ein Kurzdarmsyndrom mit Darmversagen (KDS-DV) ist mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden. Die Abhängigkeit von der parenteralen Ernährung kann die Lebensqualität der betroffenen Patienten:innen erheblich beeinträchtigen. Eine medikamentöse Therapie mit intestinalen Wachstumsfaktoren wie Teduglutid (Revestive®) kann nicht nur die Menge an parenteralem Support reduzieren, sondern auch die enterale Autonomie bei diesen Patient:innen wiederherstellen. Eine aktuelle Real-World-Studie konnte nun erstmals zeigen, dass Teduglutid die Lebensqualität von KDSDV-Patient:innen signifikant verbessern kann.
Es gibt bisher wenige Daten zur Lebensqualität (QoL) von Patient:innen mit Kurzdarmsyndrom mit Darmversagen (KDS-DV), die mit dem GLP-2-Analogon Teduglutid behandelt wurden. Eine Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat nun die Veränderungen der Lebensqualität im Laufe der Zeit bei mit Teduglutid behandelten Patient:innen analysiert und die Ergebnisse mit einer passenden Kontrolle (matched pair – Analyse) in einer realen Umgebung verglichen.
Vergleich von Teduglutid mit therapienaiven KDS-DV-Patient:innen
Die Daten zur Lebensqualität (SF-36 und SBS-QoLTM) wurden von erwachsenen KDS-DV-Patient:innen erfasst, die zuvor mit Teduglutid behandelt worden waren. Die Daten der Patient:innen in der Interventionsgruppe wurden mit Daten zur Lebensqualität von therapienaiven Patient:innen verglichen. Die mittlere Teduglutid-Behandlungsdauer und die Nachbeobachtungszeit der Kontrollpersonen betrugen jeweils 4,3 Jahre. Im Laufe der Zeit zeigten sich bei mit Teduglutid behandelten Patient:innen signifikante Verbesserungen der Lebensqualität, während in der Kontrollgruppe keine signifikante Verbesserung der Lebensqualität beobachtet wurde.
Mehr Lebensqualität mit Teduglutid
Die Ergebnisse der Real-World-Studie zeigen erstmals, dass sich die Lebensqualität während der Teduglutid-Behandlung bei KDS-DV-Patient:innen im Vergleich zu individuell angepassten, nicht behandelten KDS-DV- Patient:innen signifikant verbesserte, was auf relevante klinische Vorteile hinweist.
Quelle: Blüthner E et al. Quality of Life in Teduglutide-Treated Patients with Short Bowel Syndrome Intestinal Failure-A Nested Matched Pair Real-World Study. Nutrients. 2023 Apr 18;15(8):1949.
Mit freundlicher Unterstützung der Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG
Revestive 1,25 mg / 5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

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Wirkstoff: Teduglutid
Zusammensetzung: Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält 1,25 /5 mg Teduglutid. Nach Rekonstitution enthält jede Durchstechflasche 1,25/5 mg Teduglutid in 0,5 ml Lösung, entspr. einer Konzentration von 2,5/10 mg/ml; Sonstige Bestandteile: Pulver L-Histidin, Mannitol, Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O, Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O; Natriumhydroxid/Salzsäure (zur pH-Wert- Einstellung) (nur 5 mg); Lösungsmi8el Wasser für Injektionszwecke.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Patienten ab einem korrigierten Gestationsalter von 4 Monaten mit Kurzdarmsyndrom (KDS). Nach einem chirurgischen Eingriff sollte zunächst eine Phase der intestinalen Adaption abgewartet werden, die Patienten sollten sich in einer stabilen Phase befinden.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der sonst. Bestandteile oder das in Spuren vorhandene Tetracyclin. Aktive oder vermutete Krebserkrankung (Malignität). Patienten mit einer anamnestisch bekannten malignen Erkrankung des Gastrointestinaltraktes, einschließlich des hepatobiliären Systems und des Pankreas, in den vergangenen fünf Jahren.
Nebenwirkungen: Sehr häufig: Atemwegsinfektion, Kopfschmerzen, abdominale Distension, abdominale Schmerzen, Erbrechen, Übelkeit, gastrointestinale Stomakomplikation, Reaktion an der Injektionsstelle; Häufig: Grippeähnliche Erkrankung, verminderter Appetit, Hyperhydratation, Angst, Insomnie, kongestive Herzinsuffizienz, Dyspnoe, Husten, kolorektaler Polyp, Kolonstenose, Blähungen, Darmobstruktion, Stenose des Ductus pancreaticus, Pankreatitis, Dünndarmstenose, (akute) Cholezystitis, peripheres Ödem; Gelegentlich: Synkope, Duodenumpolyp; Nicht bekannt: Überempfindlichkeit, Magenpolyp, Flüssigkeitsretention.
Verschreibungspflichtig
Takeda Pharmaceuticals International AG, Irland
Stand der Information: Juni 2023
Fachinformation Revestive® 1,25 mg
Fachinformation Revestive® 5 mg
C-APROM/DE/REV/0200