Rückenschmerzen lindern – extra-budgetär
Rückenschmerzen sind ein häufiges und meist langwieriges Volksleiden, das mit Einschränkungen für Mobilität, Beruf und Lebensqualität einhergeht. Seit vielen Jahren stellen Rückenbandagen und Rückenorthesen wichtige therapeutische Elemente zur Linderung von und Unterstützung bei Rückenschmerzen dar. Eine repräsentative Umfrage unter Rückenpatienten zeigte, dass diese Hilfsmittel einen großen Beitrag zur Schmerzlinderung leisten. Demnach litten 84 % der Nutzer mit Hilfe der Rückenbandagen oder -orthesen unter weniger Schmerzen, 69 % konnten Schmerzmedikationen reduzieren, 14 % sogar ganz darauf verzichten.1
Bedarf an Schmerzlinderung groß – Bandagen & Orthesen können helfen
Rückenbandagen und -orthesen kommen bei einer Vielzahl von Indikationen zum Einsatz. Stabilisierende und orthetische Unterstützung des Rückens kann zur Schmerzlinderung und besseren Funktionalität bei Spinalkanalstenose sowie subakuten Schmerzen des unteren Rückens beitragen.2 Eine Metaanalyse über 13 randomisiert-kontrollierte Studien fand eine signifikante Linderung unterer Rückenschmerzen mittels Orthesen.3
Gezielte Stabilisierung und Entlastung fördern Mobilität und Muskelaktivität
Die individualisierte Stabilisierung und Entlastung des schmerzenden Rückens trägt zur Mobilität bei und kann so in Beruf und Freizeit unterstützen. Im Alltag kann die Orthese zudem eine korrekte Körperhaltung fördern.4 Orthesen können auch bei akuter und subakuter radikulärer Symptomatik erfolgversprechend sein, da sie zum Erhalt und der Förderung der Muskelaktivität beitragen können, so das Fazit einer S2K-Leitlinie.5 Orthetische Unterstützung spielt auch post-operativ eine Rolle. Dies betrifft speziell Patienten mit erhöhtem Risiko für geschwächte Stabilisierung oder Fusion, etwa Raucher und Diabetiker.4 Weniger Schmerzen und höhere Lebensqualität fördern außerdem womöglich die Adhärenz: Die Hälfte der befragten Patienten trug ihre Bandage oder Orthese fast täglich, im Schnitt für über 10 Stunden pro Tag. Immerhin 81 % der Befragten attestierten ihrem Hilfsmittel dabei einen hohen oder sehr hohen Nutzen.1
Rigide Lumbal-Orthesen, wie die Miami LSO TM
von Össur, können zum Einsatz kommen, wenn eine Ruhigstellung der Lendenwirbelsäule erforderlich ist:
- Postoperative Stabilisierung
- Stabile, nicht verschobene Lendenwirbelfrakturen (L1 – L5)
- Spinalkanalstenose
- Bandscheibenvorfall
- Degenerative LWS-Veränderungen
- Spondyloisthesis
- Spondylolyse
Leichtere Orthesen, wie die Formfit® Pro Back, bieten dagegen Kompression und Halt für effektive Schmerzlinderung bei:
- Muskelschmerzen im unteren Rücken
- Überlastungen der lumbosakralen Wirbelsäule
- Chronischen Schmerzen im unteren Rücken
- Ischialgie
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Gut zu wissen: Hilfsmittel sind extra-budgetär
Rückenbandagen und -orthesen sind Hilfsmittel und damit gemäß § 33 SGB V zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung unter Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsgebots gemäß SGB V verordnungs- und erstattungsfähig. Die leitliniengerechte Verordnung von Hilfsmitteln5,6,7,8 – siehe Infokasten – hilft Ihren Patienten, ohne Ihr Budget zu belasten.
Hier zur korrekten leitliniengerechten Verordnung:
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Referenzen
1. Institut für Demoskopie Allensbach, IfD-Umfrage 10635, Sonderauswertung März 2020
2. North American Spine Society. Evidence-based Clinical Guidelines for Multidisciplinary Spine care: Diagnosis and Treatment of Low Back Pain. 2020. Retrieved from https://www.spine.org/Portals/0/assets/downloads/ResearchClinicalCare/Guidelines/LowBackPain.pdf
3. Oleiwi MA, Shah SZA, Bilal H, Zeb A, Ahmad A, Hegazye FA, Chen H. Efficacy of orthotic support in mitigating low back pain and disability in low back pain sufferers. J Back Musculoskelet Rehabil. 2023 Jun 9. doi: 10.3233/BMR-220200. Epub ahead of print. PMID: 37355884. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37355884/
4. Cerillo JL, Becsey AN, Sanghadia CP, Root KT, Lucke-Wold B. Spine Bracing: When to Utilize-A Narrative Review. Biomechanics (Basel). 2023 Mar;3(1):136-154. doi: 10.3390/biomechanics3010013. Epub 2023 Mar 10. PMID: 36949902; PMCID: PMC10029751. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36949902/
5. S2k-Leitlinie zur Versorgung bei Bandscheibenvorfällen mit radikulärer Symptomatik. Version 06/2021. AWMF-Reg.-Nr. 033-048. https://register.awmf.org/assets/guidelines/033-048l_S2k_Konservative-operative_rehabilitative-Versorgung-Bandscheibenvorfall-radikulae_2021-06_01.pdf
6. S2k-Leitlinie zur Rehabilitation nach traumatischen Frakturen der Brust- und Lendenwirbelsäule ohne neurologische Ausfälle, 2. Auflage/ 1. Version 12/2021. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. AWMF-Reg.-Nr. 182-002. https://register.awmf.org/assets/guidelines/187-002l_S2k_Rehabilitation-nach-traumatischen-Frakturen-der-Brust-und-Lendenwirbelsauule-ohne-neurologische-Ausfaelle_2022-06.pdf
7. S2K-Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz. AWMF-Reg.-Nr. 033-051. Version 12/2017. https://register.awmf.org/assets/guidelines/033-051l_S2k_Spezifischer_Kreuzschmerz_2018-02-abgelaufen.pdf
8. S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Spondylodiszitis. AWMF-Reg.-Nr. 151-001. Version 08/2020. https://register.awmf.org/assets/guidelines/151-001l_S2k_Diagnostik-Therapie-Spondylodiszitis_2020-10.pdf
Mit freundlicher Unterstützung der Össur Deutschland GmbH