Themenschwerpunkt: Demenz/Alzheimer
In einer Multizentrenstudie mit fast 500 Teilnehmern zeigte sich, dass Ergotherapie zur kognitiven Rehabilitation klinisch wirksam Menschen mit Demenz im Frühstadium darin unterstützt, ihre Alltagsfunktionalität gezielt zu verbessern. Diese Förderung stellt damit eine wertvolle Bereicherung der Therapieansätze für Menschen mit Demenz dar.
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Die Studie ermittelte die Wirksamkeit des Amyloid-Antikörpers Crenezumab bei mild bis moderat betroffenen Demenzpatienten. Passend zu früheren Ergebnissen deutete sich schwach an, dass das Mittel bei Frühformen womöglich helfen könnte. Trends in solchen Daten bedeuten allerdings einen nicht klar messbaren Effekt – solche Unterschiede könnten also in einer weiteren Studie nicht zu finden sein. Da die Verträglichkeit von Crenezumab aber gut war, wird das Mittel in weiteren Studien in höherer Dosierung bei Frühformen der Erkrankung getestet.
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Wie kann man den allmählichen Verlust der Denkleistung im Alter verhindern? Rehabilitationsforscher aus chinesischen und US-amerikanischen Instituten zeigten, dass die Körper- und Gehirntrainingsmethoden Tai Chi and Baduanjin einen nachweisbaren Effekt auf die Gehirnaktivität und die Gedächtnisleistung haben.
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Die Ergebnisse dieser Untersuchung mit einer Netzwerkanalyse der Gehirnaktivität verdeutlichen, dass die komplexe Stimulierung durch Tanztraining mit Bewegung, Rhythmus, Musik und sozialen Interaktionen gekoppelt mit Lernen unterhaltsam die Plastizität des Gehirns anregen kann. So kann das Erlernen von Tänzen zukünftig wohl ein wertvolles Element zur Demenzprävention, aber auch zur Unterstützung bei bereits leichten Symptomen einer Demenzerkrankung sein – mit nunmehr sogar messbaren Effekten auf das Gehirn.
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Patienten mit chronischer Darmentzündung hatten ein größeres Risiko, an Demenz zu erkranken, als vergleichbare Kontrollpersonen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in der vorliegenden Kohortenstudie.
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Kann man mehr schaden als helfen, wenn ein nicht altersgerechtes Medikament gewählt wird? Im Fall von Antidepressiva, die beim älteren Menschen besonders ungünstige Nebenwirkungen haben, scheint dies nun etwas klarer zu sein – die derart fehlbehandelten Patienten können in der Folge häufiger eine Demenzerkrankung erleiden. Welche Mechanismen eine solche Schädigung bewirken können, ist noch nicht abschließend geklärt. Aktualisierte altersgerechte Empfehlungen (Priscus, FORTA) helfen, solche Fehlentscheidungen zu vermeiden.
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Die Zusammenfassung bisheriger Interventionsstudien stützt die Ergebnisse beobachtender Untersuchungen: Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren kann bei milder Alzheimererkrankung vorteilhaft sein und Denkleistungen fördern.
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Die aktuelle Studie zeigte die Zusammenhänge zwischen schützendem Insulin und Selbsthilfe der von Alzheimerplaques angegriffenen Nervenzellen auf. Wie kann man nun aber diese Abwärtsspirale aus Diabetes und Alzheimer effektiv unterbrechen? Beispielsweise sollten die Insulinproduktion im Gehirn, der Insulin-Signalweg und die Astrozyten-Notrufzentrale angeregt werden.
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Ist Bewegungsarmut Ursache oder doch eher ein frühes Symptom von Demenzerkrankungen? Experten analysierten dazu Daten von einer halben Million Teilnehmern in einer Meta-Analyse. Körperliche Inaktivität war demnach kein Auslöser für die spätere Demenzerkrankung. Inaktive litten aber häufiger unter Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Bedeutung von Bewegung bleibt also unbestritten.
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Der längerfristige Vergleich der Alltagsfähigkeiten von Patienten mit schwerer Demenzerkrankung zeigte, dass ein sportliches Übungsprogramm den Betroffenen nicht half – die gemessenen Alltagsfähigkeiten nahmen sogar ab. Soziale Aktivitäten trugen dagegen zu einem stabilen Wert bei. Das heißt, ein halbes Jahr nach Ende der Programme wirkte bei den Patienten der Effekt der sozialen Förderung nach, die sportliche Intervention aber offenbar nicht.
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Eine aktuelle Analyse der bisher veröffentlichten Forschung zeigte, dass erhöhte Cortisol-Spiegel, also die Menge an Stresshormon, der Denkleistung schaden und zum Fortschritt Alzheimer-Erkrankung beitragen können. Weitere Untersuchungen zu Stress und seinen vielfältigen Auswirkungen werden benötigt, um auch zu klären, wie erhöhte Cortisol-Werte optimal gesenkt werden können und welche Behandlungen negative Effekte von längerfristig erhöhtem Cortisol wie dem Abbau der Denkleistung entgegenwirken können.
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Eine Unterversorgung mit Vitamin B12, fanden Forscher, kann auch während einer Alzheimerbehandlung mit Cholinesterase-Hemmern wesentlich zum Abbau der Denkleistung beitragen. Weitere Studien sollten nun untersuchen, ob die Nahrungsergänzung mit Vitamin B12 dem schnelleren Abbau der Denkleistung gegenwirken kann und welche Patienten von einer ergänzenden Behandlung mit Vitamin B12 besonders profitieren könnten. Auch Patienten mit leichteren Gedächtniseinbußen könnten diese Studie zum Anlass nehmen, ihre Vitaminversorgung einmal vom Hausarzt überprüfen zu lassen.
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In dieser vergleichenden Übersicht zeigte sich, dass vermehrtes Fischessen einem zunehmenden Gedächtnisverlust vorbeugen könnte. Dieser Verjüngungseffekt war unabhängig von genetisch erkannten, individuell erhöhten Alzheimerrisiken. Ob ein ähnlicher Effekt mit Omega-3-Nahrungsmittelergänzung erreicht werden kann, wurde in der Studie nicht berichtet.
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