Themenschwerpunkt: Begleit- und Folgeerkrankungen
Eine systematische Recherche und Zusammenfassung unterstützt die Behandlung von Schlafstörungen und Insomnia bei Patienten mit Depression. Solche Behandlungen können demnach depressive Symptome positiv beeinflussen. Welche Patienten aber besonders von einer Behandlung der Schlafprobleme profitieren könnten, muss noch geklärt werden.
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Was steht hinter der extremen Ruhelosigkeit (Akathisie), die bei Behandlung mit Antipsychotika auftreten kann? Die Balance des Eisenhaushalts, der Homöostase, im Körper könnte eine Rolle in der Pathophysiologie der Antipsychotika-bezogenen Akathisie spielen. Wissenschaftler führten dazu nun einen systematischen Review mit Meta-Analyse durch. Die 10 meist qualitativ schwachen Studien deuteten tatsächlich auf einen Zusammenhang zwischen Eisen im Blut und Akathisie hin.
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Forscher untersuchten Menschen mit ausschließlich Depression, solche mit ausschließlich Ängsten, und Betroffene mit Depression und Ängsten und verglichen deren Darmbakterien mit dem Mikrobiom gesunder Kontrollen. Unterschiede im Mikrobiom reflektierten Unterschiede der klinischen Präsentation. Betroffene mit Anhedonie, also Schwierigkeiten, Vergnügen oder Freude zu empfinden, wiesen häufiger mehr Bacteroides und weniger Clostridales im Darm auf. Dieses Muster entspricht weiteren neueren Studien zum Mikrobiom bei Depression und könnte zum besseren Verständnis der Pathologie beitragen.
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Frauen mit Endometriose könnten ein erhöhtes Risiko für die Bipolare Störung haben, fanden Forscher in einer Analyse über fast 18000 Patientinnen und entsprechend viele Kontrollpersonen. Die Behandlung der Endometriose hatte allerdings keinen Einfluss auf das Risiko. Es sind jedoch weitere Studien notwendig, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
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Wie hängen Schilddrüse und rapid cycling bei der Bipolaren Störung miteinander zusammen? Welche Rolle Antikörper gegen die Schilddrüse und ihre Funktion beim schnellen Wechsel depressiver und manischer Phase spielen, ist bislang nicht verstanden. In einer großen Untersuchung wurden nun Blutwerte und klinische Eigenschaften der Bipolaren Störung verglichen. Demnach schien die Funktion der Schilddrüse nicht relevant für ein Auftreten von rapid cycling-Phasen zu sein, wohl aber ein Antikörper, der stärker mit der Überfunktion der Schilddrüse zusammenhängt.
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Antipsychotika führen häufig zu einer Gewichtszunahme. Aber wie ausgeprägt ist dieser Effekt bei kurzer oder langer Behandlung, und hängt er von der Dosierung des Medikaments ab? Dieser Frage gingen Forscher nun anhand der Behandlungsdaten von knapp 40 000 Patienten in Großbritannien nach.
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Ein Vergleich von nationalen Patientendaten in Taiwan zeigte ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck bei Männern mit Depression. Bei Frauen lag dagegen kein höheres Risiko für erhöhten Blutdruck vor, wenn sie auch unter Depression litten. Da hoher Blutdruck ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung von Folgeerkrankungen von Herz und Kreislauf ist, sollte also speziell bei Männern mit Depression stärker auf den Blutdruck geachtet und entsprechend Vorsorge betrieben werden.
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Frauen, die in ihrer Kindheit übergewichtig waren und im Laufe der ersten 40 Jahre ihres Lebens weiter zunahmen, hatten in der vorliegenden Studie ein deutlich erhöhtes Depressionsrisiko im Vergleich zu Frauen, deren Gewicht stabil blieb. Eine frühe Vorbeugung von Übergewicht könnte somit auch vor Depressionen schützen.
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Zusammenfassend fand diese Querschnittsstudie, dass bei älteren Patienten mit der Bipolaren Störung der Einsatz von Statinen (Cholesterinsenker) keinen Einfluss auf die Denkleistung hat. Die Studienautoren schließen daraus, dass eventuelle Denkleistungseinbußen infolge der affektiven Störung die möglichen positiven Effekte der Statine ausgleichen. Gleichzeitig schaden die Statine allerdings auch nicht. Die Daten deuten demnach darauf, dass der Einsatz von Statinen bei einer Bipolaren Störung vermutlich unbedenklich ist.
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Kanadische Forscher untersuchten in ihrer Studie, welche Medikamente häufig zu einer Gewichtszunahme führen und gaben Hinweise für Patienten, wie sie bei einer ungewollten Gewichtszunahme durch Medikamente vorgehen können.
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Zusammenfassend fand diese Untersuchung, dass die Behandlung mit Buprenorphin (als Pflaster-Anwendung) für ältere Menschen mit fortgeschrittener Demenz mit deutlichen Risiken behaftet ist. Die Behandlung musste deutlich öfter abgebrochen werden als eine Placebobehandlung, und zwar häufig aufgrund psychiatrischer und neurologischer unerwünschter Effekte.
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Diese Studie gab Entwarnung für Frauen, die unter Depressionen leiden und einen Kinderwunsch haben: eine Depression der Frau allein muss kein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft und Lebendgeburt sein. Allerdings deutet die Studie an, dass die Behandlung der Depressionen durchaus ein kritischer Punkt sein kann – hier empfiehlt es sich, bei dem Arzt, der die Depressionen behandelt, deutlich den Kinderwunsch anzusprechen.
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Viel körperliche Bewegung kann die negativen Auswirkungen von Übergewicht mildern, so die These von manchen Wissenschaftlern. Amerikanische Forscher berichten in einer aktuellen Studie, dass das zwar auf Herzkrankheiten zuzutreffen scheint, nicht aber auf andere chronische Erkrankungen wie etwa Depressionen.
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