Themenschwerpunkt: Leukämie
Fazit einer rückblickenden Analyse klinischer Ergebnisse von 91 Patienten mit rückfälliger akuter myeloischer Leukämie (refraktäre AML): die Stammzelltransplantation scheint derzeit die bestmögliche Behandlungsoption zu sein. Dabei besteht sogar die Chance auf Heilung. Passende Stammzellspender zu finden ist daher von wesentlicher Bedeutung.
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Die Studie zeigt, dass die Therapie aus Ixazomib plus Lenalidomid und Dexamethason bei Patienten mit rückfälligem und schwer behandelbarem Multiplen Myelom (einem malignen Lymphom) wirksam sein kann. Gegenüber einer Behandlung mit Placebo verbesserte Ixazomib auch bei Patienten mit hochriskanten, genetischen Veränderungen das Überleben ohne Krankheitsfortschritt.
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Bei CD30-positiven Tumorzellen kann der Wirkstoff Brentuximab Vedotin mit seinem Antikörper an das CD30-Oberflächenmerkmal binden und dort zielgenau mit seinem Zellgift angreifen. In einer randomisierten Studie der Phase 3 wurde dieser Wirkstoff nun als Element einer Immuno-Chemotherapie mit der üblichen Chemotherapie bei CD30-positiven peripheren T-Zell-Lymphoma verglichen. Das Mittel bewirkte ermutigende Behandlungserfolge und könnte zukünftig die Therapie deutlich wirksamer gestalten.
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Das diffus großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) wird mit der R-CHOP-Therapie behandelt, die das für das Herz giftige Doxorubicin enthält. Eine rückblickende Analyse von über 200 Patienten zeigte nun, dass durch den Einsatz von R-CEOP (Etoposid) statt R-CHOP (Doxorubicin) gute Behandlungserfolge für einen Großteil der Patienten mit DLBCL gesichert werden, wenn Probleme mit dem Herz bestehen.
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Die rückfällige und refraktäre adulte T-Zell-Leukämie (ATL) ist eine aggressive Erkrankung mit eher schlechter Prognose. Die klinische Studie mit Mogamulizumab zeigte eine mögliche Verbesserung der Behandlungsoptionen bei akzeptabler Verträglichkeit. Immerhin etwa jeder 10. Patient sprach auf die Therapie an, mit einer Chance, ohne Krankheitsfortschritt weiter leben zu können. Die Substanz wird aktuell in weiteren klinischen Studien, auch zur Behandlung anderer Krebserkrankungen, untersucht.
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Viele Patienten mit Leukämie leiden nach einer Chemotherapie unter Verstopfung. Im Vergleich randomisiert kontrollierter Studien zeigte sich, dass die Ohrakupressur, eine Methode der traditionellen chinesischen Medizin, einen Versuch wert sein könnte, um diesem Problem vorzubeugen. Allerdings waren die Studien häufig von geringer Qualität und bieten somit nur eine schwache Evidenz für die Frage, ob Leukämiepatienten in der Chemotherapie Hilfe von einer Ohrakupressur erhoffen können.
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Insgesamt zeigte die Analyse von Behandlungsdaten der St. Jude Lifetime-Kohorte: Obwohl die Behandlungsmethoden bei der pädiatrischen akuten lymphatischen Leukämie (ALL) im Vergleich zu früher deutlich verbessert wurden und sich insgesamt die Überlebenschancen stark erhöht haben, bleibt doch die Anfälligkeit für gesundheitliche Probleme bei diesen Patienten hoch. Die möglichen Folgeerkrankungen belasten Betroffene über viele Jahre und machen für eine gute Lebensqualität auch weiterhin medizinische Überwachung, Beratung und Lebensstil-Anpassung notwendig.
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Neben speziell verbesserter Ernährung gehört auch Bewegung zu einem Förderprogramm gegen krankhaften Muskelabbau und Abmagerung. Die Wissenschaftler schließen aus ihrer Studienübersicht, dass beispielsweise ältere Menschen dreimal pro Woche sowohl leichte als auch anstrengendere Übungen machen sollten. Weitere Untersuchungen sollen solche Empfehlungen nun auch bei Krebspatienten genauer testen – hierzu laufen derzeit verschiedene klinische Studien zur verbesserten Behandlung von krankhaftem Muskelabbau und Abmagerung.
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In einer randomisierten Phase-III-Studie wurde die Wirksamkeit von Zanubrutinib, einem Bruton-Tyrosinkinase-Hemmer der zweiten Generation, bei der Behandlung von zuvor unbehandeltem CLL und SLL untersucht. Das Medikament wurde mit Bendamustin/Rituximab veglichen. Zanubrutinib zeigte eine höhere progressionsfreie Überlebensrate bei einem akzeptablen Sicherheitsprofil.
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In der finalen Analyse der Ergebnisse einer Phase-III-Studie wurde die Wirkung von Ibrutinib/Obinutuzumab mit einer Chemoimmuntherapie (Chlorambucil, Obinutuzumab) verglichen. Die Studie zeigte, dass bei der Behandlung mit Ibrutinib/Obinutuzumab ein längeres progressionsfreies Überleben erreicht wurde. Zudem war die Rate minimaler Resterkrankung (MRD) bei Ibrutinib/Obinutuzumab höher als bei der Chemoimmuntherapie.
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Fazit einer japanischen Beobachtungsstudie: neu diagnostizierte CML-Patienten in einer chronischen Phase können wirksam mit den neueren Tyrosinkinase-Hemmern behandelt werden. Frühe Behandlungserfolge auf molekularer Ebene sprechen dabei für eine bessere Prognose.
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Wissenschaftler befragten Krebsüberlebende, die eine spezielle Klinik zur Nachsorge besuchten, zu ihren Sorgen und Beschwerden. Es zeigte sich, dass viele der ehemaligen Krebspatienten unter chronischer Erschöpfung und Schlaflosigkeit litten. Auch Ängste und die Sorge vor einer Rückkehr der Krebserkrankungen waren stark ausgeprägt und sollten behandelt werden. Nach Abschluss der Krebsbehandlungen ist demnach auch die Förderung von Schlaf, Entspannung und einem gesundem Lebensstil wesentlich zm Support der Krebsüberlebenden.
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Zusammenfassend demonstrierte die japanische Studie der Phase 3, dass eine Alternative zum herzgiftigen Doxorubicin im R-CHOP-Verfahren gleich wirksam gegen den Lymphkrebs DLBCL (diffus großzelliges B-Zell-Lymphom) wirkte. Pirarubicin (THC) im R-THP-COP-Verfahren kann damit als mindestens gleichwertig (noninferior) zum R-CHOP in Bezug auf klinisches Ansprechen gelten.
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