Nahrungsergänzung

Themenschwerpunkt: Nahrungsergänzung

Topiramat ist eine mögliche Prophylaxemedikation bei pädiatrischer Migräne. Iranische Forscher untersuchten nun, ob die Wirksamkeit in Kombination mit wöchentlicher Vitamin D-Ergänzung erhöht werden könnte. Die randomisierte, einzelverblindete Studie mit 57 Kindern mit Migräne fand eine größere Reduktion von Kopfschmerzfrequenz, -schwere und -dauer in der Kombinationsbehandlung im Zeitraum von zwei Monaten.

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Welche Rolle oxidativer Stress bei Migräne im Vergleich zu Kontrollpersonen ohne Migräne spielt, untersuchten Forscher anhand von Blutproben. Patienten mit chronischer Migräne litten demnach messbar stärker unter oxidativem Stress und hatten eine geringere Möglichkeit, damit umzugehen. Ansätze zur Förderung der antioxidativen Kapazität, beispielsweise durch Nahrungsmittelergänzungen, könnten daher besonders bei häufiger Migräne eine vielversprechende Rolle spielen.

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Aus einer Studienübersicht zur Rolle der Ernährung bei der Behandlung der Migräne fanden Forscher verschiedene Strategien zur Unterstützung der Migräneprophylaxe. Zu den vielversprechendsten Methoden zählten Diäten zur Gewichtsreduktion bei starkem Übergewicht, die ketogene Ernährung zur Verbesserung der Mitochondrienfunktion und die Optimierung des Gleichgewichts zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung, um gegen entzündliche Prozesse zu wirken. Weitere Studien zur Entwicklung gezielter Empfehlungen sollten nun folgen.

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Dem Interleukin IL-1β wird eine Rolle bei neuroimmunologischen Aspekten der Migränepathologie zugesprochen. Ziel einer neuen Studie im randomisierten Doppelblind-Verfahren war es, die synergistische Beziehung zwischen Omgega-3-Fettsäuren und Nano-Curcumin bei der IL-1β-Genexpression und der Serumkonzentrationen von IL-1β bei Migränepatienten zu untersuchen. Neben einer Reduktion der Migräneattacken in der Kombinationsgruppe fand sich in dieser kurzen Studie auch eine reduzierte Serum-Konzentration von IL-1β mit kombinierter Nahrungsergänzung.

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Metabolische Behandlungen, die also den Stoffwechsel bei Migräne beeinflussen, könnten eine effektive, verträgliche und vergleichsweise günstige Möglichkeit der Prophylaxe darstellen, argumentieren zwei europäische Kopfschmerzexperten in ihrem Review. Vielversprechende wissenschaftliche Evidenz stützt Ergänzungsmittel wie Riboflavin oder Coenzym Q10, die somit als Behandlungsstrategien bei Migräne mit berücksichtigt werden könnten. Kontrollierte, randomisierte Studien sollten auch zu diesen Methoden gefördert und durchgeführt werden, um günstige Strategien gegen eine der möglichen Wurzeln der Migräne besser zu verstehen und einsetzen zu können.

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Eine Forschergruppe verglich Konzentration und Aufnahme von Coenzym Q10 (CoQ10) als Nahrungsergänzung in drei unterschiedlichen chemischen Formen von unterschiedlichen Herstellern. Dabei zeigte sich, dass die Aufnahme von CoQ10 sehr individuell ist und auch von der chemischen Form der Substanz abhängt. Besonders die liposomale Form der Nahrungsergänzung schien weniger effektiv zu sein.

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Zusammenfassend fand diese kleine Studie vielversprechende Ergebnisse für eine Linderung von Migräne mit Aura mithilfe einer Nahrungsergänzung mit feinstvermahlenem PEA (umPEA). Die Studie wurde allerdings nicht doppel-blind durchgeführt. Zusätzlich sollten weitere Studien auch über längere Zeiträume und mithilfe von Schmerztagebüchern statt einmaliger Abfrage von Schmerzen und Attackenzahl durchgeführt werden, um diese Ergebnisse zu verifizieren.

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Zusammengenommen zeigt sich, dass es durchaus gute Gründe für eine präventive Nahrungsergänzung mit Riboflavin bei der Migräne gibt. Die Wirkung kann allerdings je nach Patient, genauer: je nach genetischer Ausstattung der Mitochondrien, unterschiedlich ausgeprägt sein. Allerdings ist Riboflavin gut verträglich, vergleichsweise günstig und wird von den größeren Kopfschmerzgesellschaften aufgrund seiner wahrscheinlichen Wirksamkeit zur Prävention von Migräne unterstützt.

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Diese Übersichtsanalyse zeigt, dass die Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren bei Weitem nicht alles verbessern oder heilen kann. Aber regelmäßiger Fischkonsum oder zusätzlich eingenommenes Fischöl kann offenbar Migräneattacken verkürzen. Um eine sinnvolle Dosierungsempfehlung für Migränepatienten zu geben, müssten nun aber weitere gezielte und methodisch saubere Studien diese Ergebnisse überprüfen.

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