Beiträge von: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)

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Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Prävention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus – und sogar seine Vorstufen – das Risiko erhöhen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann vor Typ-2-Diabetes schützen und dadurch zugleich das Parkinson-Risiko senken. Die DGN unterstützt daher die Initiativen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) […]

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Tavapadon, ein selektiver partieller D1/D5-Agonist, zeigt in zwei randomisierten Studien vielversprechende Effekte bei frühem und fortgeschrittenem Morbus Parkinson. Sowohl motorische Symptome als auch „on-off“-Fluktuationen verbesserten sich signifikant. Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Oral verabreichtes Levodopa ist die bevorzugte Erstlinientherapie bei Parkinson, doch die langfristige Einnahme ist mit der Entstehung motorischer Komplikationen verbunden, darunter sogenannte „on-off“-Schwankungen und Dyskinesien. Die motorischen Komplikationen führen nicht selten zu erheblichen Beeinträchtigungen der Aktivitäten des täglichen Lebens und zu einer verminderten Lebensqualität. Eine neue Therapieoption könnte der […]

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Serielle quantitative Bestimmungen Epstein-Barr-Virus (EBV)-spezifischer Antikörper könnten als Biomarker zur Diagnose der MS herangezogen werden. Offenbar sind bei dieser Erkrankung Antikörper gegen Epstein-Barr Nuclear Antigen (EBNA)-1 anhaltend erhöht. Weil Klinik und Bildgebung hohe Schnittmengen aufweisen, kann es schwierig sein, Multiple Sklerose (MS), Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-Antikörper-assoziierte Erkrankung (MOGAD) und Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) voneinander abzugrenzen, wenn die typischen Autoantikörper für NMOSD oder MOGAD fehlen. In solchen Fällen lohnt es sich offenbar, auf Antikörper gegen Epstein-Barr Nuclear Antigen (EBNA)-1 zu achten. EBV-Infektionen haben eine pathogenetische Bedeutung […]

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Die Meningitis ist eine bedrohliche und fulminant verlaufende Krankheit. Bei Auftreten ist eine sofortige Therapie notwendig, denn auch bei dieser neurologischen Krankheit gilt „Time is Brain“. Angesichts der aktuellen Meningitisfälle in Südengland erinnert die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) an die Bedeutung der Impfung gegen Meningokokken: Diese schützt jeden einzelnen und kann bei einer hohen Impfquote auch dazu führen, den Erreger ganz auszuschalten. Die aktuellen Fälle von Meningitis in Südengland führen in Europa zur Beunruhigung. In der Tat ist eine […]

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Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Aktuell wurde die S2k-Leitlinie „Funktionelle Bewegungsstörungen“ veröffentlicht. Neben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) als Herausgeberin waren zehn weitere Fachgesellschaften und Organisationen an der Erstellung beteiligt. Die Leitlinie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aus den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik – und fasst das Wissen über funktionelle Bewegungsstörungen kompakt zusammen. Ziele der Leitlinie sind nicht nur die Wissensvermittlung und bessere Versorgung der Betroffenen, sondern auch der Abbau von Stigmata. Funktionelle Bewegungsstörungen sind anhaltende […]

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Neurologische Krankheiten laufen in Deutschland oft unter dem Radar, nicht zuletzt, weil die sehr häufigen, originär neurologischen Diagnosen Schlaganfall und Demenzen mit hohen Fallzahlen in der Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) nicht als neurologische Krankheiten geführt und kodiert werden. Das beeinflusst die statistischen Auswertungen der Krankheitslast/-kosten. Betrachtet man hingegen das Gesamtvolumen neurologischer Krankheiten, wird deutlich, wie dringend erforderlich die Stärkung der Prävention dieser die Gesellschaft und das Gesundheitssystem stark belastenden Krankheiten ist. Eine Analyse der „Global Burden of Disease 2021“-Studie, die […]

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Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Unter der Federführung von Prof. Dr. Claudia Sommer, Würzburg, und Priv.-Doz. Dr. Kalliopi Pitarokoili, Bochum, wurde die Leitlinie zur Therapie immunvermittelter Neuropathien vollständig überarbeitet. Als häufigste Krankheiten nehmen das Guillain-Barré-Syndrom und die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie den größten Raum in der Leitlinie ein. Für den klinischen Alltag hochrelevant ist zudem der Hinweis auf eine neue Entität: Immun-Checkpoint-Inhibitoren können immunvermittelte Neuropathien auslösen. Die Gruppe der immunvermittelten Neuropathien ist heterogen und die Behandlung muss auf […]

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Wenn Menschen mit über mindestens einem Jahr stabil eingestellter Multipler Sklerose (MS) und fehlender Krankheitsaktivität unter Ocrelizumab-Therapie die B-Zell-depletierende Behandlung beendeten, war die Krankheitskontrolle in einer deutschen Studie über im Median 28,5 Monate ebenso gut wie bei Personen, die ihre Therapie unverändert fortsetzten. Nach über 32 Monaten stieg das Rezidivrisiko aber wieder an. Weil rund 10 % der Behandelten mit MS binnen zwei Jahren nach Therapiebeginn mit dem Anti-CD20-Antikörper Ocrelizumab eine Hypogammaglobulinämie entwickeln und die B-Zell-Depletion das Infektionsrisiko erhöht, kommt […]

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Kann die Impfung gegen das Varizella-Zoster-Virus (VZV), welches Windpocken und Gürtelrose auslöst, vor einer Demenz schützen? Im Jahr 2025 sind zwei große Studien – eine aus UK, eine andere aus Australien – publiziert worden, die beide quasi ein „Real-Life-Experiment“ waren und einen eindrucksvollen Nachweis liefern. Nun bestätigt eine aktuelle Publikation den beobachteten Effekt. Zwar wurde in allen Studien ein Lebendimpfstoff verwendet, der inzwischen in Deutschland und anderen Ländern nicht mehr verwendet wird, dennoch gehen DGN-Experten von einem ähnlichen Effekt des […]

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Bekannt ist, dass Triptane mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergehen. Eine aktuelle Studie deutet nun darauf, dass dies auch bei CGRP-Hemmern der Fall sein könnte. Das Risiko sowohl für den aus verschiedenen kardiovaskulären Ereignissen zusammengesetzten primären Endpunkt als auch für ischämische Schlaganfälle stieg nach Beginn einer entsprechenden Therapie an. Zur Substanzklasse der „Calcitonin gene-related peptide“ (CGRP)-Inhibitoren, die bei therapierefraktärer Migräne zum Einsatz kommen, zählen sowohl small molecules, die antagonistisch am CGRP-Rezeptor wirken, als auch Antikörper, die gegen CGRP oder gegen […]

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Höhere kumulative Rituximab-Dosierungen können das Infektionsrisiko erhöhen. Eine aktuelle Studie untersuchte nun, ob eine Verlängerung des Dosisintervalls bei schubförmiger MS vertretbar ist. Wie sich zeigte, kam es dadurch nicht zu einer höheren Krankheitsaktivität. Die B-Zell-depletierende Therapie mit Rituximab (RTX), einem anti-CD20-Antikörper, gilt als effiziente Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS). RTX ist seit 1998 auf dem Markt verfügbar und wird bei MS als kosteneffiziente Off-label-Therapie eingesetzt. Zwischenzeitlich wurden für die MS-Behandlung in Deutschland die anti-CD20-Antikörper Ocrelizumab und Ofatumumab zugelassen. Höhere […]

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Alzheimer und Schlaganfall sind zwei häufige und gefürchtete neurologische Krankheiten. Doch man kann aktiv vorbeugen und damit sein persönliches Risiko, eine der beide Diagnosen zu erhalten, deutlich absenken. Gerade Bewegung und Sport lohnen sich. Das zeigte eine aktuell zu Weihnachten publizierte Studie aus „BMC Public Health“ [1]. Ein aktiver Lebensstil und ausreichend Schlaf hatten sogar einen schützenden Effekt bei Menschen mit genetischer Vorbelastung für diese Krankheiten. Diese Maßnahmen lohnen sich also für alle Menschen und sollten ganz oben auf der […]

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Die Amyloid-β-PET (Positronen-Emissions-Tomographie) kann zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden. Eine Studie ging nun der Frage nach, ob Erwachsene ohne kognitive Beeinträchtigung nach Erhalt der PET-Ergebnisse ihren Lebensstil änderten. Das Ziel dieser prospektiven Beobachtungsstudie war es, den Einfluss von Amyloid-β-PET-Ergebnissen auf das Gesundheitsverhalten von Erwachsenen in einem Alter über 65 Jahre ohne kognitive Beeinträchtigungen zu untersuchen. Die Studienteilnehmenden wurden aus einer großen Kohorte („Wisconsin Registry for Alzheimer Prevention“) rekrutiert, die regelmäßig auf frühe Anzeichen von Alzheimer untersucht worden waren. Insgesamt […]

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