Beiträge von: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)

Beiträge: 284

Die Meningitis ist eine bedrohliche und fulminant verlaufende Krankheit. Bei Auftreten ist eine sofortige Therapie notwendig, denn auch bei dieser neurologischen Krankheit gilt „Time is Brain“. Angesichts der aktuellen Meningitisfälle in Südengland erinnert die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) an die Bedeutung der Impfung gegen Meningokokken: Diese schützt jeden einzelnen und kann bei einer hohen Impfquote auch dazu führen, den Erreger ganz auszuschalten. Die aktuellen Fälle von Meningitis in Südengland führen in Europa zur Beunruhigung. In der Tat ist eine […]

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Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Aktuell wurde die S2k-Leitlinie „Funktionelle Bewegungsstörungen“ veröffentlicht. Neben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) als Herausgeberin waren zehn weitere Fachgesellschaften und Organisationen an der Erstellung beteiligt. Die Leitlinie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aus den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik – und fasst das Wissen über funktionelle Bewegungsstörungen kompakt zusammen. Ziele der Leitlinie sind nicht nur die Wissensvermittlung und bessere Versorgung der Betroffenen, sondern auch der Abbau von Stigmata. Funktionelle Bewegungsstörungen sind anhaltende […]

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Neurologische Krankheiten laufen in Deutschland oft unter dem Radar, nicht zuletzt, weil die sehr häufigen, originär neurologischen Diagnosen Schlaganfall und Demenzen mit hohen Fallzahlen in der Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) nicht als neurologische Krankheiten geführt und kodiert werden. Das beeinflusst die statistischen Auswertungen der Krankheitslast/-kosten. Betrachtet man hingegen das Gesamtvolumen neurologischer Krankheiten, wird deutlich, wie dringend erforderlich die Stärkung der Prävention dieser die Gesellschaft und das Gesundheitssystem stark belastenden Krankheiten ist. Eine Analyse der „Global Burden of Disease 2021“-Studie, die […]

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Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Unter der Federführung von Prof. Dr. Claudia Sommer, Würzburg, und Priv.-Doz. Dr. Kalliopi Pitarokoili, Bochum, wurde die Leitlinie zur Therapie immunvermittelter Neuropathien vollständig überarbeitet. Als häufigste Krankheiten nehmen das Guillain-Barré-Syndrom und die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie den größten Raum in der Leitlinie ein. Für den klinischen Alltag hochrelevant ist zudem der Hinweis auf eine neue Entität: Immun-Checkpoint-Inhibitoren können immunvermittelte Neuropathien auslösen. Die Gruppe der immunvermittelten Neuropathien ist heterogen und die Behandlung muss auf […]

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Wenn Menschen mit über mindestens einem Jahr stabil eingestellter Multipler Sklerose (MS) und fehlender Krankheitsaktivität unter Ocrelizumab-Therapie die B-Zell-depletierende Behandlung beendeten, war die Krankheitskontrolle in einer deutschen Studie über im Median 28,5 Monate ebenso gut wie bei Personen, die ihre Therapie unverändert fortsetzten. Nach über 32 Monaten stieg das Rezidivrisiko aber wieder an. Weil rund 10 % der Behandelten mit MS binnen zwei Jahren nach Therapiebeginn mit dem Anti-CD20-Antikörper Ocrelizumab eine Hypogammaglobulinämie entwickeln und die B-Zell-Depletion das Infektionsrisiko erhöht, kommt […]

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Kann die Impfung gegen das Varizella-Zoster-Virus (VZV), welches Windpocken und Gürtelrose auslöst, vor einer Demenz schützen? Im Jahr 2025 sind zwei große Studien – eine aus UK, eine andere aus Australien – publiziert worden, die beide quasi ein „Real-Life-Experiment“ waren und einen eindrucksvollen Nachweis liefern. Nun bestätigt eine aktuelle Publikation den beobachteten Effekt. Zwar wurde in allen Studien ein Lebendimpfstoff verwendet, der inzwischen in Deutschland und anderen Ländern nicht mehr verwendet wird, dennoch gehen DGN-Experten von einem ähnlichen Effekt des […]

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Bekannt ist, dass Triptane mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergehen. Eine aktuelle Studie deutet nun darauf, dass dies auch bei CGRP-Hemmern der Fall sein könnte. Das Risiko sowohl für den aus verschiedenen kardiovaskulären Ereignissen zusammengesetzten primären Endpunkt als auch für ischämische Schlaganfälle stieg nach Beginn einer entsprechenden Therapie an. Zur Substanzklasse der „Calcitonin gene-related peptide“ (CGRP)-Inhibitoren, die bei therapierefraktärer Migräne zum Einsatz kommen, zählen sowohl small molecules, die antagonistisch am CGRP-Rezeptor wirken, als auch Antikörper, die gegen CGRP oder gegen […]

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Höhere kumulative Rituximab-Dosierungen können das Infektionsrisiko erhöhen. Eine aktuelle Studie untersuchte nun, ob eine Verlängerung des Dosisintervalls bei schubförmiger MS vertretbar ist. Wie sich zeigte, kam es dadurch nicht zu einer höheren Krankheitsaktivität. Die B-Zell-depletierende Therapie mit Rituximab (RTX), einem anti-CD20-Antikörper, gilt als effiziente Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS). RTX ist seit 1998 auf dem Markt verfügbar und wird bei MS als kosteneffiziente Off-label-Therapie eingesetzt. Zwischenzeitlich wurden für die MS-Behandlung in Deutschland die anti-CD20-Antikörper Ocrelizumab und Ofatumumab zugelassen. Höhere […]

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Alzheimer und Schlaganfall sind zwei häufige und gefürchtete neurologische Krankheiten. Doch man kann aktiv vorbeugen und damit sein persönliches Risiko, eine der beide Diagnosen zu erhalten, deutlich absenken. Gerade Bewegung und Sport lohnen sich. Das zeigte eine aktuell zu Weihnachten publizierte Studie aus „BMC Public Health“ [1]. Ein aktiver Lebensstil und ausreichend Schlaf hatten sogar einen schützenden Effekt bei Menschen mit genetischer Vorbelastung für diese Krankheiten. Diese Maßnahmen lohnen sich also für alle Menschen und sollten ganz oben auf der […]

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Die Amyloid-β-PET (Positronen-Emissions-Tomographie) kann zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden. Eine Studie ging nun der Frage nach, ob Erwachsene ohne kognitive Beeinträchtigung nach Erhalt der PET-Ergebnisse ihren Lebensstil änderten. Das Ziel dieser prospektiven Beobachtungsstudie war es, den Einfluss von Amyloid-β-PET-Ergebnissen auf das Gesundheitsverhalten von Erwachsenen in einem Alter über 65 Jahre ohne kognitive Beeinträchtigungen zu untersuchen. Die Studienteilnehmenden wurden aus einer großen Kohorte („Wisconsin Registry for Alzheimer Prevention“) rekrutiert, die regelmäßig auf frühe Anzeichen von Alzheimer untersucht worden waren. Insgesamt […]

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Körperliche Aktivität scheint vor Demenz zu schützen. Unklar war bisher, inwieweit es darauf ankommt, in welcher Lebensphase sich Menschen viel bewegen. Prospektiv erhobene Daten der „Framingham Heart Study“ deuten nun darauf hin, dass vor allem viel Bewegung ab der Lebensmitte das Demenzrisiko positiv beeinflusst. Eine signifikante Assoziation zu Sport in jungen Jahren ergab sich nicht. Bis zu 45 % der Demenzerkrankungen lassen sich durch Modifikation von Risikofaktoren verhindern. Eine wichtige Stellschraube ist körperliche Aktivität. In welcher Lebensphase sie besonders greift, […]

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Derzeit wird eine Debatte darüber geführt, wie verlässlich aktuelle Studien zu den gesundheitlichen Risiken hochprozessierter Lebensmittel sind. Während zahlreiche Studien auf mögliche negative Effekte hinweisen, verweisen Kritiker auf methodische Schwächen bzw. unklare Definitionen und relativieren die Ergebnisse. Dabei gerät jedoch ein zentraler Punkt in den Hintergrund: Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland ernährt sich unausgewogen, oft schon im Kindesalter, und geht damit gesundheitliche Risiken ein. Anstatt sich in Definitionsfragen zu verlieren, sollte der Fokus auf dem deutlich dringlicheren Problem […]

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Zwei aktuelle, randomisierte Parallel-Studien zeigen: Bei hochgradigen asymptomatischen Karotisstenosen ist das Stenting, kombiniert mit einer optimierten medikamentösen Therapie, der gefäßchirurgischen Intervention (Karotis-Endarteriektomie), ebenfalls kombiniert mit der gleichen optimierten medikamentösen Therapie, überlegen. Während des vierjährigen Nachbeobachtungszeitraums kam es zu weniger Schlaganfällen und Todesfällen. Zu den wichtigsten Ursachen für ischämische Schlaganfälle zählt neben kardiogenen Embolien bei Vorhofflimmern und der zerebralen Mikroangiopathie die Verkalkung der hirnzuführenden Gefäße. Ablagerungen in den Halsschlagadern – meistens handelt es sich dabei um die vordere Halsschlagader (Arteria carotis) […]

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