Beiträge von: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)

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Das Nicht-Umsetzen gesunder Lebensstilmaßnahmen wider besseres Wissen ist nicht allein auf einen Mangel an Willenskraft zurückzuführen, sondern beruht auf neurobiologischen Mechanismen, die sowohl evolutionär angelegt als auch in der Erziehung begründet sind. Die Aufklärung von Patientinnen und Patienten über die zugrundeliegenden Prozesse im Gehirn und deren Einfluss auf das Verhalten kann nach Ansicht von Prof. Dr. Daniela Berg, DGN-Präsidentin und Erstautorin eines aktuellen Papers zur Intentions-Verhaltens-Lücke in der Prävention, Betroffene befähigen, biologisch angelegte Verhaltensmuster zu durchbrechen und ihr Handeln bewusst […]

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Unter der Federführung von Prof. Dr. Bernhard Hemmer, München, und Dr. Klaus Gehring, Itzehoe, ist die Living Guideline „Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) und MOG-IgG-assoziierten Erkrankung (MOGAD)“, die jährlich aktualisiert wird, nun in der vierten Überarbeitung erschienen. Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Die S2k-Leitlinie „Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und MOG-IgG-assoziierten Erkrankungen“ wurde 2021 erstellt und wird seitdem einmal jährlich als Living Guideline aktualisiert. Aktuell erfolgte nun die vierte Überarbeitung. Die Leitlinie richtet […]

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Unter der Federführung von PD Dr. Katrin Hahn, Berlin, und Prof. Dr. Matthias Maschke, Trier, wurde die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) und der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft (SNG) vollständig überarbeitet und aktuell publiziert. Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Der Kampf gegen HIV/AIDS ist trotz Rückschläge erfolgreich. Das zeigt sich auch an den Zielanpassungen von UNAIDS, dem gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen gegen HIV und AIDS. 2014 startete […]

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Die Blutdrucksenkung ist entscheidend für die Sekundärprävention von hämorrhagischen Schlaganfällen. Eine aktuelle Studie zeigte nun die Überlegenheit einer Single Pill mit einer antihypertensiven Dreifachkombination zusätzlich zur Standardmedikation. Die derzeit einzige bewährte Behandlungsmethode zur Verhinderung von wiederkehrenden intrazerebralen Blutungen ist eine wirksame Blutdrucksenkung. Nach hämorrhagischem Schlaganfall wird zwar den meisten Betroffenen eine blutdrucksenkende Therapie verschrieben, aber langfristig ist die Blutdruckkontrolle häufig unzureichend, was u. a. auf mangelnde Adhärenz oder eine unzureichende Intensivierung der Behandlung bei anhaltend erhöhten Blutdruckwerten zurückzuführen ist. Bekannt […]

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Die Sekundärprävention nach nicht-kardioembolischem ischämischem Schlaganfall bleibt herausfordernd, eine aktuelle Phase-3-Studie könnte nun den Therapiestandard ändern: Der FXIa-Inhibitor Asundexian senkte die Rezidivrate zusätzlich zur Plättchenhemmung, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Die Sekundärprävention spielt bei Schlaganfall eine entscheidende Rolle: 5,1 % der Patientinnen und Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) erleiden innerhalb eines Jahres einen erneuten Schlaganfall. Fünf Jahre nach einem leichten Schlaganfall oder einer TIA sind etwa 22 % der Personen, die das Ereignis überlebt haben, verstorben […]

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Die Ergebnisse der aktuellen Cochrane-Analyse sind ernüchternd: Demnach haben die Beta-Amyloid-Antikörper keinen bedeutsamen klinischen Effekt. Allerdings untersuchten nur zwei der 17 in der Metaanalyse bewerteten Studien die zugelassenen Antikörper Lecanemab und Donanemab. Die anderen 15 Studien betrafen Antikörper, deren Weiterentwicklung aufgrund mangelnder Wirksamkeit bereits eingestellt wurde. DGN-Experten mahnen davor, aufgrund der Metaanalyse dem Therapieprinzip jegliche Wirksamkeit abzusprechen. Randomisierte Studien zu den bereits zugelassenen Amyloid-Antikörpern hatten einen Effekt gezeigt – wenn auch nicht den erhofften Durchbruch gegen Alzheimer. Ein aktueller Cochrane-Review […]

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Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Prävention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus – und sogar seine Vorstufen – das Risiko erhöhen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann vor Typ-2-Diabetes schützen und dadurch zugleich das Parkinson-Risiko senken. Die DGN unterstützt daher die Initiativen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) […]

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Tavapadon, ein selektiver partieller D1/D5-Agonist, zeigt in zwei randomisierten Studien vielversprechende Effekte bei frühem und fortgeschrittenem Morbus Parkinson. Sowohl motorische Symptome als auch „on-off“-Fluktuationen verbesserten sich signifikant. Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Oral verabreichtes Levodopa ist die bevorzugte Erstlinientherapie bei Parkinson, doch die langfristige Einnahme ist mit der Entstehung motorischer Komplikationen verbunden, darunter sogenannte „on-off“-Schwankungen und Dyskinesien. Die motorischen Komplikationen führen nicht selten zu erheblichen Beeinträchtigungen der Aktivitäten des täglichen Lebens und zu einer verminderten Lebensqualität. Eine neue Therapieoption könnte der […]

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Serielle quantitative Bestimmungen Epstein-Barr-Virus (EBV)-spezifischer Antikörper könnten als Biomarker zur Diagnose der MS herangezogen werden. Offenbar sind bei dieser Erkrankung Antikörper gegen Epstein-Barr Nuclear Antigen (EBNA)-1 anhaltend erhöht. Weil Klinik und Bildgebung hohe Schnittmengen aufweisen, kann es schwierig sein, Multiple Sklerose (MS), Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-Antikörper-assoziierte Erkrankung (MOGAD) und Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) voneinander abzugrenzen, wenn die typischen Autoantikörper für NMOSD oder MOGAD fehlen. In solchen Fällen lohnt es sich offenbar, auf Antikörper gegen Epstein-Barr Nuclear Antigen (EBNA)-1 zu achten. EBV-Infektionen haben eine pathogenetische Bedeutung […]

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Die Meningitis ist eine bedrohliche und fulminant verlaufende Krankheit. Bei Auftreten ist eine sofortige Therapie notwendig, denn auch bei dieser neurologischen Krankheit gilt „Time is Brain“. Angesichts der aktuellen Meningitisfälle in Südengland erinnert die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) an die Bedeutung der Impfung gegen Meningokokken: Diese schützt jeden einzelnen und kann bei einer hohen Impfquote auch dazu führen, den Erreger ganz auszuschalten. Die aktuellen Fälle von Meningitis in Südengland führen in Europa zur Beunruhigung. In der Tat ist eine […]

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Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Aktuell wurde die S2k-Leitlinie „Funktionelle Bewegungsstörungen“ veröffentlicht. Neben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) als Herausgeberin waren zehn weitere Fachgesellschaften und Organisationen an der Erstellung beteiligt. Die Leitlinie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aus den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik – und fasst das Wissen über funktionelle Bewegungsstörungen kompakt zusammen. Ziele der Leitlinie sind nicht nur die Wissensvermittlung und bessere Versorgung der Betroffenen, sondern auch der Abbau von Stigmata. Funktionelle Bewegungsstörungen sind anhaltende […]

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Neurologische Krankheiten laufen in Deutschland oft unter dem Radar, nicht zuletzt, weil die sehr häufigen, originär neurologischen Diagnosen Schlaganfall und Demenzen mit hohen Fallzahlen in der Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) nicht als neurologische Krankheiten geführt und kodiert werden. Das beeinflusst die statistischen Auswertungen der Krankheitslast/-kosten. Betrachtet man hingegen das Gesamtvolumen neurologischer Krankheiten, wird deutlich, wie dringend erforderlich die Stärkung der Prävention dieser die Gesellschaft und das Gesundheitssystem stark belastenden Krankheiten ist. Eine Analyse der „Global Burden of Disease 2021“-Studie, die […]

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Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Unter der Federführung von Prof. Dr. Claudia Sommer, Würzburg, und Priv.-Doz. Dr. Kalliopi Pitarokoili, Bochum, wurde die Leitlinie zur Therapie immunvermittelter Neuropathien vollständig überarbeitet. Als häufigste Krankheiten nehmen das Guillain-Barré-Syndrom und die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie den größten Raum in der Leitlinie ein. Für den klinischen Alltag hochrelevant ist zudem der Hinweis auf eine neue Entität: Immun-Checkpoint-Inhibitoren können immunvermittelte Neuropathien auslösen. Die Gruppe der immunvermittelten Neuropathien ist heterogen und die Behandlung muss auf […]

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