Die Amyloid-β-PET (Positronen-Emissions-Tomographie) kann zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden. Eine Studie ging nun der Frage nach, ob Erwachsene ohne kognitive Beeinträchtigung nach Erhalt der PET-Ergebnisse ihren Lebensstil änderten. Das Ziel dieser prospektiven Beobachtungsstudie war es, den Einfluss von Amyloid-β-PET-Ergebnissen auf das Gesundheitsverhalten von Erwachsenen in einem Alter über 65 Jahre ohne kognitive Beeinträchtigungen zu untersuchen. Die Studienteilnehmenden wurden aus einer großen Kohorte („Wisconsin Registry for Alzheimer Prevention“) rekrutiert, die regelmäßig auf frühe Anzeichen von Alzheimer untersucht worden waren. Insgesamt […]
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Körperliche Aktivität scheint vor Demenz zu schützen. Unklar war bisher, inwieweit es darauf ankommt, in welcher Lebensphase sich Menschen viel bewegen. Prospektiv erhobene Daten der „Framingham Heart Study“ deuten nun darauf hin, dass vor allem viel Bewegung ab der Lebensmitte das Demenzrisiko positiv beeinflusst. Eine signifikante Assoziation zu Sport in jungen Jahren ergab sich nicht. Bis zu 45 % der Demenzerkrankungen lassen sich durch Modifikation von Risikofaktoren verhindern. Eine wichtige Stellschraube ist körperliche Aktivität. In welcher Lebensphase sie besonders greift, […]
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Derzeit wird eine Debatte darüber geführt, wie verlässlich aktuelle Studien zu den gesundheitlichen Risiken hochprozessierter Lebensmittel sind. Während zahlreiche Studien auf mögliche negative Effekte hinweisen, verweisen Kritiker auf methodische Schwächen bzw. unklare Definitionen und relativieren die Ergebnisse. Dabei gerät jedoch ein zentraler Punkt in den Hintergrund: Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland ernährt sich unausgewogen, oft schon im Kindesalter, und geht damit gesundheitliche Risiken ein. Anstatt sich in Definitionsfragen zu verlieren, sollte der Fokus auf dem deutlich dringlicheren Problem […]
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Zwei aktuelle, randomisierte Parallel-Studien zeigen: Bei hochgradigen asymptomatischen Karotisstenosen ist das Stenting, kombiniert mit einer optimierten medikamentösen Therapie, der gefäßchirurgischen Intervention (Karotis-Endarteriektomie), ebenfalls kombiniert mit der gleichen optimierten medikamentösen Therapie, überlegen. Während des vierjährigen Nachbeobachtungszeitraums kam es zu weniger Schlaganfällen und Todesfällen. Zu den wichtigsten Ursachen für ischämische Schlaganfälle zählt neben kardiogenen Embolien bei Vorhofflimmern und der zerebralen Mikroangiopathie die Verkalkung der hirnzuführenden Gefäße. Ablagerungen in den Halsschlagadern – meistens handelt es sich dabei um die vordere Halsschlagader (Arteria carotis) […]
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Schauen Sie sich hier die Leitlinie an Die S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der neurogenen Dysfunktion des unteren Harntrakts beim Erwachsenen“ wurde aktuell in einer vollständigen Überarbeitung publiziert. Neben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter der Federführung von Dr. Albert Kaufmann, Neuro-Urologie, Schweizer Paraplegiker-Zentrum, Nottwil, Schweiz, und Dr. Andreas Hildesheim, Querschnittgelähmtenzentrum/Evangelisches Stift, Koblenz, waren auch die Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) und die Schweizerische Neurologische Gesellschaft (SNG) an der Leitlinienerstellung beteiligt. Dysfunktionen des unteren Harntrakts und der Sexualfunktion sind eine […]
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Wie lässt sich das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen? Mit den neuen Alzheimer-Antikörpern steht erstmals eine kausale Therapieoption zur Verfügung. Doch die Medikamente sind bei Weitem nicht für alle Betroffenen geeignet. Unterschätzt wird, wie viel allein durch Lebensstiländerungen in Sachen Risikoreduktion und Progressionsverlangsamung erreicht werden kann. Das ist sogar mehr, als die Antikörper leisten können. Ideal ist natürlich, wenn man beides kombinieren kann, aber auch Betroffene, die nicht für die medikamentöse Therapie infrage kommen, haben die Möglichkeit, signifikant auf die Progression […]
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Nach den Ergebnissen einer Studie aus Deutschland erhöht die kombinierte Bestimmung von Neurofilament-Leichtketten im Serum und kardialem Troponin T die diagnostische Genauigkeit bei der Abgrenzung einer amyotrophen Lateralsklerose (ALS) von anderen neurodegenerativen Erkrankungen. Womöglich erlaubt sie auch, zwischen prognostisch ungünstigen Biomarker-positiven und weniger aggressiven Biomarker-negativen Krankheitsverläufen zu unterscheiden. Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine progressive neurodegenerative Motoneuron-Erkrankung, die letztlich über Atemversagen zum Tode führt. Neurofilament-Leichtketten, die als wichtige neuronale Strukturproteine bei axonalem Stress in Liquor und Serum (sNfL) freigesetzt werden, sind […]
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Der aktuelle „Global Status Report on Neurology“ der WHO dokumentiert den Status quo der Umsetzung der 2022 formulierten Ziele zur Stärkung der Hirngesundheit und Prävention neurologischer Krankheiten. Dabei wird deutlich: Deutschland hat Nachholbedarf. Dabei ist ein Großteil neurologischer Krankheiten auf beinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen, strukturierte Präventionsmaßnahmen könnten die steigenden Erkrankungsraten also nachhaltig senken – und damit perspektivisch auch die Gesundheitsausgaben. Nun braucht es den politischen Willen, die Empfehlungen der WHO konsequent umzusetzen. Mitte Oktober hat die Weltgesundheitsbehörde WHO den neuen „Global […]
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Eine aktuelle Studie beobachtete ein 2,6-fach erhöhtes ALS-Risiko bei Menschen, die in den zwei Jahren vor der Erkrankung Hirnverletzungen erlitten hatten. Die Autorinnen und Autoren vermuten aber weniger eine Kausalität als eine reverse Kausalität – die Hirnverletzungen seien demnach nicht Ursache der ALS, sondern würden eher auf eine vorbestehende, präklinische ALS hindeuten. Traumatische Hirnverletzungen (TBI) und wiederholte Kopfstöße (RHI) gelten als wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung von neurodegenerativen Erkrankungen. Beispielsweise gibt es eine Reihe von Studien, die einen Zusammenhang zwischen […]
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Eine aktuelle Studie verglich bei Ataxie-Patientinnen und -Patienten die Effekte eines Gleichgewichtstrainings mit denen eines intensiven aeroben Trainings. Nach sechs Monaten zeigte sich, dass das Ausdauertraining signifikant bessere Ergebnisse im Hinblick auf den SARA-Score, die begleitende Fatigue und die maximalen Sauerstoffwerte erzielte. Zerebelläre Ataxien werden durch Schäden am Kleinhirn verursacht und führen zu Koordinations- und Gleichgewichtsproblemen. Häufige Symptome sind motorische Störungen, Dysarthrie, Tremor, Fatigue, Nystagmus sowie Blasenstörungen (Harndrang und Inkontinenz). Die Ursachen sind sehr unterschiedlich, reichen von Infektionen, entzündlichen Erkrankungen, Verletzungen, […]
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Mit Proteom-Analysen wurden 33 Proteine identifiziert, die im Plasma von Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) deutlich häufiger zu finden sind als bei Gesunden. Mit einem Machine Learning-Modell konnte die Erkrankung hochakkurat über Veränder…
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Pünktlich zum Weltkopfschmerztag erscheint die komplett aktualisierte S1-Leitlinie unter der Federführung von Prof. Dr. Hans-Christoph Diener. Wie die Leitlinienautorinnen und -autoren hervorheben, sind die Triptane Eletriptan, Rizatriptan und Sumatriptan für die Behandlung akuter Migräneattacken am wirksamsten. Migräne ist eine der häufigsten Kopfschmerzformen. Die 1-Jahres-Prävalenz der Migräne liegt zwischen 10 und 15 %. Die höchste Prävalenz besteht zwischen dem 20. und dem 50. Lebensjahr. In dieser Lebensphase sind Frauen bis zu dreimal häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität […]
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Wie aktuell die HOPE-Studie zeigt, kann die intravenöse Thrombolyse (IVT) mit Alteplase bei ischämischem Schlaganfall und Nachweis von rettbarem Hirngewebe in der Perfusionsbildgebung bis zu 24 Stunden noch sinnvoll sein und trotz eines erhöhten Blutungsrisikos das funktionelle Outcome maßgeblich verbessern. Auch die IRIS-Studie ergab für die Kombination IVT plus EVT gegenüber alleiniger EVT nur ein gering erhöhtes Risiko für intrazerebrale Hämorrhagien. Bei Menschen mit akutem ischämischem Schlaganfall, bei denen die Perfusionsbildgebung eine Penumbra mit potenziell noch zu rettendem Hirngewebe nachweist und bei […]
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