Beiträge von: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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Wenn der Therapiestandard im Vergleichsarm nicht für alle Patientinnen und Patienten gleich ist, bilden Studien dies oft nicht ab. Dass solche Studien machbar sind, zeigt das Beispiel Encorafenib bei metastasiertem Kolorektalkarzinom. Der Wirkstoff Encorafenib wird zur Behandlung mehrerer Krebsarten mit einer bestimmten Mutation eingesetzt, unter anderem bei Darmkrebs. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt untersucht, ob Encorafenib in Kombination mit den Wirkstoffen Cetuximab und einer Chemotherapie (FOLFOX) bei der Erstlinienbehandlung erwachsener […]

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Wie bei jeder Intervention geht es nicht darum, ob ein patientenrelevanter Nutzen erwartet wird, sondern ob sich dieser Nutzen in RCTs belegen lässt. „KI-Systeme können die radiologische Diagnostik bei Lungenkrebs unterstützen. Ob daraus ein patientenrelevanter Nutzen entsteht, ist derzeit unklar. Gut geplante Studien sind notwendig, um sowohl die diagnostische Genauigkeit als auch den patientenrelevanten Nutzen bewerten zu können.“Alexandra Korzeczek-Opitz, Projektleitung im Ressort Versorgung und Leitlinien Zur Erkennung und Untersuchung verschiedener Krankheiten wie z. B. auch Lungenkrebs werden Röntgen- oder Computertomografie […]

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Unbehandelt führt MLD meist innerhalb weniger Jahre zum Tod – doch früh erkannt, kann die verfügbare Gentherapie schwere Symptome und den frühen Tod bei etwa der Hälfte der Kinder mit dieser Erkrankung verhindern. Die metachromatische Leukodystrophie (MLD) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie tritt meist bereits im Kleinkind- oder frühen Kindesalter auf führt zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen, u. a. wegen des fortschreitenden Funktionsverlusts des zentralen und peripheren Nervensystems. In Deutschland geht man von 5 bis 16 neuen […]

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Betroffene könnten von extrakorporaler Stoßwellentherapie, Physiotherapie oder Online-Akzeptanz- und Commitmenttherapie profitieren. Im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Federführung des Instituts für Forschung in der Operativen Medizin, Universität Witten/Herdecke, den Nutzen nicht medikamentöser Verfahren wie u. a. Beckenbodentherapie oder Psychotherapie bei der Behandlung von Vulvodynie (Juckreiz und Schmerzen im Vulvabereich) untersucht. Das Wissenschaftsteam verglich diese Ansätze mit medikamentösen Behandlungen, anderen nicht medikamentösen Verfahren, Placebos, einer Wartekontrollgruppe oder dem […]

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Aktuelle klinische Studien sind unabdingbar für eine gute Nutzenbewertung. Das zeigt sich auch am Beispiel der manuellen Akupunktur zur Prophylaxe bei Migräne. „Die Akupunktur-Forschung wurde ein Stück weit abgehängt. Man hat es versäumt, in Studien zu untersuchen, ob die Akupunktur auch mit anderen und moderneren Varianten der medikamentösen Migräneprophylaxe Schritt halten kann.“Stefan Sauerland, Leiter des IQWiG-Ressorts Nichtmedikamentöse Verfahren 04/2026 Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersuchte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) den Nutzen einer manuellen Akupunktur zur Migräneprophylaxe bei […]

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Mangels Evidenz kein Nutzen erkennbar für Personen ohne Krebsverdacht bzw. erhöhtes Krebsrisiko. Eine Modellierung des IQWiG zeigt aber Optionen für G-BA-Entscheidungen auf. Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Denn mit der Früherkennungsuntersuchung kann man Krebsvorstufen im Dickdarm (Polypen) oder Krebs entdecken und meist sehr gut behandeln. Auf diese Weise lassen sich fortgeschrittene Krebsstadien, belastende Therapien und krebsbedingte Sterblichkeit vermindern. Zur Früherkennung von Dickdarmkrebs (kolorektales Karzinom) stehen sowohl die Darmspiegelung […]

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Vollständige Daten sind unerlässlich für eine gute Nutzenbewertung. Das zeigt sich auch am Beispiel des interatrialen Shunts bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpleistung. Das Beispiel interatrialer Shunt zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass Hersteller uns vollständige Daten vorlegen. Das ist die Voraussetzung, um eine gute Bewertung überhaupt durchführen zu können. Nur anhand vollständiger Daten lassen sich Nutzen und Schaden für die Versorgung klären.Konstanze Angelescu, IQWiG-Ressort Nichtmedikamentöse Verfahren 02/2026 Anfangs war die Datenlage lückenhaft. Doch nachdem der Hersteller nach der […]

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Für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit ist es entscheidend, Betroffene mit leichten kognitiven Störungen ohne Demenz von denen mit leichter Alzheimer-Demenz zu unterscheiden. In der vorgelegten Studie erfolgt diese Trennung jedoch nicht. Für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit ist es entscheidend, Betroffene mit leichten kognitiven Störungen ohne Demenz von denen mit leichter Alzheimer-Demenz zu unterscheiden. In der vorgelegten Studie erfolgt diese Trennung jedoch nicht. Donanemab ist der zweite in der EU zugelassene monoklonale Antikörper gegen die frühe Alzheimer-Krankheit. Wie Lecanemab soll der […]

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Weitere Therapieoption beim multiplen Myelom in später Therapielinie: eher unmet evidence need als unmet medical needMit Linvoseltamab steht ein weiterer bispezifischer Antikörper zur Verfügung, Ergebnisse einer vergleichenden Studie soll es aber erst 2026 geben. Linvoseltamab wird als Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom eingesetzt, die bereits mindestens drei Therapien durchlaufen haben. Im April 2025 erteilte die EU-Kommission dem bispezifischen Antikörper eine bedingte Zulassung. Damit stand der Wirkstoff bereits früh zur Verfügung, obwohl noch keine ausreichenden […]

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Trastuzumab deruxtecan bei Magenkarzinom: Jetzt beträchtlicher ZusatznutzenAuf Basis einer vor Zulassung gestarteten vergleichenden Studie des Herstellers sieht das IQWiG für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs nun einen beträchtlichen Zusatznutzen bei einer Therapie mit Trastuzumab deruxtecan. Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren (etwa in Brust oder Lunge) eingesetzt. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt erneut […]

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Das IQWiG schließt aus bisher unveröffentlichten Daten, dass Lecanemab keinen nachgewiesenen Vorteil gegenüber dem bestehenden Therapiestandard in Deutschland bietet. Seit September 2025 ist Lecanemab in Deutschland zur Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit verfügbar. Das Medikament soll das Fortschreiten der Erkrankung bremsen und darf nur bei Erwachsenen eingesetzt werden, die – leicht kognitiv beeinträchtigt sind oder an einer leichten Demenz leiden,– typische Eiweißablagerungen (Amyloid-Beta-Plaques) im Gehirn aufweisen und– höchstens eine Kopie der Genvariante ApoE ε4 im Erbgut tragen. In einer Nutzenbewertung hat […]

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Da ein Großteil der Patientinnen und Patienten im Vergleichsarm der zentralen Studie nach dem Übergang in ein multiples Myelom keine angemessene Therapie erhielten, bleibt die entscheidende Frage der Nutzenbewertung unbeantwortet. CD38-Antikörper wie Daratumumab und Isatuximab gehören in Kombinationstherapien bereits länger zur Standardbehandlung des aktiven multiplen Myeloms in der ersten Therapielinie. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob Daratumumab auch bereits Patientinnen und Patienten in einer Vorstufe des multiplen Myeloms, auch […]

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Koronare Herzkrankheit: Kardiale Magnetresonanztomografie ist sinnvolle Ergänzung zur bisherigen KHK-Diagnostik. Zur funktionellen Diagnostik bei KHK liefert die kardiale MRT Ergebnisse vergleichbarer Qualität wie die SPECT – allerdings ohne Strahlenbelastung für die Betroffenen. Die kardiale Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein geeignetes nicht invasives Verfahren zur funktionellen Diagnostik bei Patientinnen und Patienten, bei denen sich nach einer Basisdiagnostik der Verdacht auf chronische koronare Herzkrankheit (KHK) oder Verdacht auf das Fortschreiten einer schon bekannten KHK ergibt: Die kardiale MRT hat eine mindestens vergleichbare Treffergenauigkeit […]

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