Gesundheitsnachrichten

Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Eine neue nationale Kohortenstudie aus Lettland in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der klinischen Tuberkulose-Infrastruktur (ClinTB) am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), liefert wichtige Erkenntnisse zur Behandlung multiresistenter Tuberkulose (MDR-TB). Die Untersuchung zeigt, dass langfristige krankheitsfreie Überlebensraten deutlich höher sind, als bisherige Standardkennzahlen vermuten lassen. Eine neue nationale Kohortenstudie aus Lettland in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der klinischen Tuberkulose-Infrastruktur (ClinTB) am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), liefert […]

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Gängige Tests, die den Erfolg einer künstlichen Befruchtung vorhersagen sollen, liegen oft falsch. Das lässt sich aus einer neuen Studie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), der Universität zu Lübeck und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) ableiten. Bisherige Prognosemodelle untersuchen die bakterielle Besiedlung der Vagina und teilen diese in grobe Muster. Diese Klassifizierung, auf der auch kommerzielle Mikrobiom-Tests basieren, ist laut Studie jedoch nicht verlässlich. Stattdessen identifizierte das Forschungsteam zwei spezifische Bakterien, die den Behandlungserfolg negativ beeinflussten: Lactobacillus iners und Ureaplasma […]

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Erlanger Langzeitstudie belegt Bedeutung des familiären Umfelds für die kindliche Entwicklung Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Uniklinikums Erlangen um PD Dr. Anna Eichler und Prof. Dr. Oliver Kratz, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit, sowie Prof. Dr. Robert Cesnjevar, Direktor der Herzchirurgischen Klinik, hat über viele Jahre hinweg eine besondere Patientengruppe begleitet: Kinder mit einem angeborenen Ventrikelseptumdefekt (VSD), die deswegen bereits vor ihrem dritten Geburtstag operiert wurden. Die jetzt im Fachmagazin „Journal of Cardiothoracic Surgery“ veröffentlichten Studienergebnisse zeigen insgesamt […]

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Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat ein Mausmodell entwickelt, das neue Einblicke in die Entstehung einer seltenen, aber schwerwiegenden Muskelerkrankung bietet. Die Forschenden konnten zeigen, dass die anhaltende Entzündung bei der sogenannten Einschlusskörpermyositis mit einer gestörten zellulären „Müllabfuhr“ in Verbindung steht – ein wichtiger Anhaltspunkt für neue Behandlungsstrategien. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Brain“ veröffentlicht. Die Einschlusskörpermyositis ist eine seltene, chronisch fortschreitende Muskelerkrankung, die vor allem Menschen über 45 Jahre betrifft und zu Muskelschwäche und […]

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dem Alzheimer-Medikament Donanemab (Handelsname: Kisunla) keinen Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie attestiert. Grundlage ist die Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Der Beschluss bildet die Basis für die Preisverhandlungen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und dem Hersteller. Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) ordnet die Entscheidung ein. Therapie für eine klar definierte Patientengruppe Donanemab ist – nach Lecanemab (Leqembi) – das zweite in der EU zugelassene Antikörper-Medikament zur Behandlung der frühen Alzheimer-Erkrankung. Es richtet […]

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München – Der weltweit wichtigste Kongress für Infektiologie und klinische Mikrobiologie kommt nach Deutschland: Vom 17. bis 21. April werden in München rund 18.000 Fachleute für Infektionskrankheiten beim European Congress of Clinical Microbiology and Infectious DiseasesESCMID Global 2026 erwartet. Die Expertinnen und Experten aus aller Welt diskutieren dort über Wege im Kampf gegen Infektionskrankheiten und Antibiotikaresistenzen. Letztere werden unter anderem beim hochkarätig besetzten AMR Science-Policy Forum Thema sein, an dem Vertreter von Wissenschaft, Industrie, WHO und Gates-Foundation teilnehmen. Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie […]

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Wiesbaden – Immer mehr Patientinnen und Patienten, immer komplexere Krankheitsbilder – und gleichzeitig knapper werdende Ressourcen: Wie kann unter diesen Bedingungen eine verlässliche medizinische Primärversorgung gelingen? Antworten darauf werden beim 132. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) vom 18. bis 21. April 2026 in Wiesbaden diskutiert. Ein besonderer Fokus ist die hausärztliche Versorgung durch Internistinnen und Internisten. Rund 17.800 von ihnen übernehmen schon heute eine wichtige Rolle in der Primärversorgung in Deutschland. Zahlreiche Symposien zur hausärztlichen internistischen Medizin bei der […]

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Dresden, Die IKK classic erweitert ihr Versorgungsangebot für Menschen mit neurologischen Erkrankungen um die digitale Therapie-App myReha. Versicherte mit entsprechender Diagnose können die Anwendung ab sofort für sechs Monate ohne zusätzliche Kosten nutzen. Ziel ist es, Therapieprozesse über einzelne Behandlungstermine hinaus zu unterstützen und die Selbstständigkeit der Betroffenen im Alltag zu stärken. Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Schädel-Hirn-Traumata erfordern häufig eine langfristige und intensive Therapie. Digitale Anwendungen können helfen, Trainingsphasen zwischen Behandlungen zu überbrücken und Therapieerfolge nachhaltig zu stabilisieren. Genau […]

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Von van Gogh über Kafka bis zu Klaus Kinski und Hemingway – große Kunst, so denken viele, wird meist von leidenden Künstler*innen geschaffen. Doch bilden wir uns die Verbindung zwischen Kreativität und Schmerz bloß ein oder ist sie wissenschaftlich fundiert? Laut Dr. Radwa Khalil, Neurobiologin an der Constructor University, teilen die beiden nicht nur dieselben zugrunde liegenden neurologischen Mechanismen, sondern diese Verbindung könnte auch therapeutisches Potenzial bergen, um durch Kreativität die Art und Weise zu verändern, wie unser Gehirn Schmerz […]

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Im Projekt ClaimsBERT arbeiten Fraunhofer SCAI und das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) zusammen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz werten sie Routinedaten der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aus. Ziel ist es, Risiken für schwere Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit frühzeitig zu identifizieren. Wie lassen sich Gesundheitsrisiken vorhersagen, bevor eine Erkrankung schwer verläuft oder ein Krankenhausaufenthalt nötig wird? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt ClaimsBERT. Ziel ist es, ein Foundation Model für Routinedaten im Gesundheitswesen zu entwickeln – also ein breit einsetzbares KI-Basismodell, das […]

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Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der Technischen Universität München haben die genetische Aktivität „knospender“ Karzinome des Kopf-Hals-Bereichs untersucht. In den „Knospen“ – sich vom Tumor ablösende Zellverbände, die mit einer ungünstigen Prognose einhergehen – fanden sie ein charakteristisches Muster der Genaktivität. Diese Marker-Signatur gibt Einblicke in die Biologie dieser Tumoren, könnte zukünftig die diagnostische Einordnung erleichtern und liefert erste Hinweise auf mögliche Behandlungsstrategien. Die Ergebnisse sind aktuell im Fachjournal „Genome Medicine“ erschienen. Sogenannten Tumorknospen sind Zellverbände […]

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Bei zahlreichen Erkrankungen spielen geschädigte Mitochondrien eine zentrale Rolle. Diese kleinen Strukturen dienen der Energieversorgung von Zellen. Forschende stellen nun das System «MitoCatch» vor, das gesunde Spender-Mitochondrien gezielt in die Zellen bringt, die sie am dringendsten benötigen. Funktionsstörungen der Mitochondrien liegen vielen bislang unheilbaren Krankheiten zugrunde. Dazu gehören neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson, Degeneration des Sehnervs und bestimmte Formen von Herzinsuffizienz. Bisherige Versuche, gesunde Mitochondrien in geschädigte Zellen zu transplantieren, sind oft ineffizient. Sie können zudem nicht garantieren, dass die neuen […]

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Mangels Evidenz kein Nutzen erkennbar für Personen ohne Krebsverdacht bzw. erhöhtes Krebsrisiko. Eine Modellierung des IQWiG zeigt aber Optionen für G-BA-Entscheidungen auf. Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Denn mit der Früherkennungsuntersuchung kann man Krebsvorstufen im Dickdarm (Polypen) oder Krebs entdecken und meist sehr gut behandeln. Auf diese Weise lassen sich fortgeschrittene Krebsstadien, belastende Therapien und krebsbedingte Sterblichkeit vermindern. Zur Früherkennung von Dickdarmkrebs (kolorektales Karzinom) stehen sowohl die Darmspiegelung […]

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