Schwere psychische Erkrankungen erfordern häufig eine Behandlung im Krankenhaus. Für manche Betroffene ist eine stationäre Aufnahme jedoch gerade aufgrund ihrer Erkrankung oder ihrer Lebenssituation kaum möglich oder unvorstellbar. Mit der Stationsäquivalenten Behandlung (StäB) bietet die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden diesen Patientinnen und Patienten nun eine Alternative: Sie werden in ihrem Zuhause behandelt und engmaschig besucht. Damit bietet das Universitätsklinikum ein wichtiges Konzept moderner, patientenorientierter Psychiatrie, das bisher in der Region kaum vorgehalten wird. […]
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Der sogenannte Cannabinoid-Rezeptor wurde ursprünglich entdeckt, weil an ihm Wirkstoffe der Cannabispflanze binden. Tatsächlich gehört er jedoch zu einem körpereigenen Signalsystem. Forschende des Standortes München des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) zeigen nun, dass dieser Rezeptor in den Blutgefäßen die Entstehung von Arteriosklerose fördert. Arteriosklerose ist die häufigste Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Sie entsteht, wenn sich Fette und Entzündungszellen in der Gefäßwand ablagern und dort Plaques bilden. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des Standortes DZHK-Standortes München (LMU Klinikum München) hat […]
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Am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) gibt es für bestimmte Patientinnen und Patienten mit schweren Herzrhythmusstörungen eine neue Behandlungsoption: einen implantierbaren Defibrillator, bei dem die Elektrode – anders als bei herkömmlichen Defibrillatoren – außerhalb von Herz und Blutgefäßen platziert ist. Das schont die Gefäße. Zusätzlich kann das System einige Rhythmusstörungen durch leichte elektrische Impulse beheben, bevor ein Elektroschock erforderlich wird. Auch eine Stimulationsfunktion bei zu lang pausierendem Herzschlag ist integriert. Implantierbare Defibrillatoren (Implantable Cardioverter-Defibrillators (ICD)) können Leben retten: Die kleinen medizinischen Geräte […]
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Eine internationale Studie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) zeigt, dass Depressionen und Angststörungen mit individuellen, aber auf Gruppenebene reproduzierbaren Abweichungen der Hirnstruktur verbunden sind. Die Analyse von mehr als 50.000 MRT-Aufnahmen liefert einen möglichen Erklärungsansatz dafür, warum bislang kein eindeutiger biologischer Marker für diese Erkrankungen identifiziert werden konnte. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht. Große Datensätze ermöglichen neuen Blick auf das Gehirn Depressionen und Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Dennoch […]
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Warum entwickeln sich Krebserkrankungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus den Verlauf der Krebsentstehung maßgeblich beeinflusst. Die in Nature veröffentlichten Ergebnisse liefern neue Einblicke in die frühesten Phasen der Tumorentwicklung und könnten langfristig einen wichtigen Schritt hin zu einer präziseren personalisierten Krebsmedizin bedeuten. Die Studie wurde von Forschenden von den Universitäten Cambridge, Edinburgh und […]
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Übergewicht und Adipositas tragen möglicherweise zu deutlich mehr Krebserkrankungen bei als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende im Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Ihre Analyse zeigt: Werden aussagekräftigere Maße für Körperfett sowie methodische Verzerrungen berücksichtigt, sind mehr als zehn Prozent aller Krebserkrankungen auf erhöhtes Körpergewicht zurückzuführen – fast doppelt so viele wie bisherige Schätzungen vermuten ließen. Übergewicht und insbesondere Fettleibigkeit (Adipositas) sind bekannte Krebsrisikofaktoren. Der Anteil aller Krebserkrankungen, der darauf zurückzuführen ist, wurde in bisherigen Untersuchungen auf etwa zwei bis acht […]
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Sommer, Sonne, UV-Strahlung: Für die Haut bedeutet die warme Jahreszeit besondere Belastung – vor allem im Gesicht. Nase, Ohren, Stirn und Kopfhaut sind der Sonne über Jahre oft ungeschützt ausgesetzt. Genau dort entstehen häufig Hautkrebsarten wie Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Müssen solche Tumoren operativ entfernt werden, zählt nicht nur, was an der Oberfläche sichtbar ist: Ebenso wichtig ist, wie tief der Tumor bereits gewachsen ist. Hochfrequenter Ultraschall kann bei bestimmten Hauttumoren helfen, diese Frage vor dem Eingriff besser zu beantworten, erklärt […]
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Forschende finden neuen Ansatz gegen arzneimittelresistente Infektionen Bakterien entwickeln seit Jahrzehnten Resistenzen gegen nahezu jedes Antibiotikum, das eingesetzt wird. Um ihnen einen Schritt voraus zu bleiben, müssen neue Wirkstoffe an Angriffspunkten ansetzen, die von bisherigen Antibiotika noch nicht genutzt werden. Ein Forschungsteam am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) hat nun eine Reihe synthetischer Wirkstoffkandidaten entwickelt, die genau das tun: Indem sie ein essenzielles molekulares Versorgungssystem blockieren, unterbrechen diese Moleküle die lebenswichtige Vitaminversorgung der Bakterien – und hungern sie so […]
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Universität Bonn und Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum entdecken neue Anwendung für synthetisches Peptid Ein Team der Universität Bonn und des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) hat einen bislang unbekannten Wirkmechanismus eines synthetischen Peptids entdeckt, der die überschießende Entzündungsreaktionen bei allergischem Asthma abschwächt. Dabei wird ein zentraler Entzündungsschalter des Immunsystems gezielt gehemmt und eröffnet neue Ansatzpunkte zur Behandlung chronischer Entzündungserkrankungen. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht. Chronische Entzündungen der Atemwege, wie beispielsweise das allergische Asthma, entstehen durch […]
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Menschen mit Typ-2-Diabetes wurden während einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten seltener aufgrund von Alkohol- oder Substanzkonsumstörungen im Krankenhaus behandelt. Dies zeigt eine große schwedische Registerstudie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI). Die Forschenden untersuchten erstmals, wie sich die beobachteten Zusammenhänge nach dem Absetzen der Medikamente entwickeln. Dabei zeigte sich, dass die Verringerung alkoholbezogener Krankenhausaufnahmen zunächst noch bis zu sechs Monate nach Therapieende nachweisbar war, nach zwölf Monaten jedoch nicht mehr. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry […]
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Die Frage, ob die Einnahme oraler Kontrazeptiva (Antibabypille) die Wirksamkeit von Impfungen beeinflusst, wird seit einigen Jahren wissenschaftlich diskutiert und mehrere ältere kleinere Studien kommen zu heterogenen Ergebnissen. Eine jetzt in npj Vaccines veröffentlichte Studie liefert hierzu neue Daten: In einer großen Kohorte von Beschäftigten im Gesundheitswesen konnte kein Effekt der Einnahme oraler Kontrazeptiva auf die humoralen oder zellulären Immunantwort nach COVID-19-Boosterimpfungen nachgewiesen werden. Würzburg. Beeinflusst die Antibabypille die Wirksamkeit von Impfungen? Diese Frage wird seit einigen Jahren wissenschaftlich diskutiert. […]
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Ein internationales Team unter Leitung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim hat die bisher größte genomweite Assoziationsstudie zur Borderline-Persönlichkeitsstörung vorgelegt. Analysiert wurden Daten von rund 13.000 Betroffenen und über 1,1 Millionen Kontrollpersonen aus 14 Ländern. Identifiziert wurden 11 unabhängige Risikoregionen und neun Gene, die zur Krankheitsentstehung beitragen könnten. Die Befunde zeigen klare genetische Überschneidungen mit anderen psychischen und somatischen Erkrankungen und eröffnen neue Perspektiven für Forschung und Versorgung. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) ist eine schwere psychische Erkrankung, die sich durch […]
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Hitze ist wie ein Erdbeben – nur dass ihr Zerstörungspotenzial weitgehend unsichtbar bleibt. Sie hinterlässt keine eingestürzten Häuser. Keine zerstörten Straßen. Keine Bilder, die am nächsten Tag um die Welt gehen. Und doch forderte sie nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) allein bis Ende Juni dieses Jahres bereits mehr als 5.000 Menschenleben – mehr als in den beiden Sommern 2024 und 2025 zusammen. Besonders betroffen sind hochbetagte, gebrechliche und mehrfacherkrankte Menschen. Für die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zeigen diese […]
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