Themenschwerpunkt: Lebensphase und Verlaufsform
Göttinger Forscher haben ein neues Modell entwickelt, mit dem sich nun erstmals direkte Angriffe des Immunsystems auf die graue Hirnsubstanz bei MS untersuchen lassen. Sie haben damit vermutlich auch einen neuen Ansatzpunkt bei Multipler Sklerose entdeckt.
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Behandlungen der Multiplen Sklerose (MS) kann man häufig nicht einfach unterbrechen und pausieren – auch wenn eine Schwangerschaft ansteht oder das Baby gestillt wird. Wie gut verträglich moderne Behandlungen wie monoklonale Antikörper (Biologika) in diesen Lebensphasen sind, untersuchten Forscher nun mit Hilfe von 23 Patientinnen in Deutschland. Die Nachbeobachtung über ein Jahr deutet darauf, dass Stillen unter MS-Therapie mit Biologika sicher für die Babies ist.
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Können Geschlechtshormone den Verlauf der Multiplen Sklerose beeinflussen? Die Rolle von hormonellen Veränderungen durch Menopause und Hormonersatztherapie wurde nun in einer systematischen Analyse des Forschungsstands ermittelt. Nach den Ergebnissen dieser Analyse ist das Alter bei der Menopause mit MS nicht entscheidend, auch scheint die Rückfallrate nicht mit der Menopause assoziiert zu sein. Die Rolle hormoneller Veränderungen ist demnach auch weiterhin eine offene Frage.
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Für stetig fortschreitende Verläufe der MS wird nach Behandlungsoptionen gesucht. Ibudilast könnte sich möglicherweise eignen, um den Verlust von Gehirnmasse zu verlangsamen, berichten Forscher aus den USA.
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Tschechische MS-Experten analysierten die klinischen Verläufe von Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS), um Prädiktoren klinischer Krankheitsaktivität zu ermitteln. Die Patienten waren alle mit Injektionstherapien in Behandlung und wechselten zu höherdosiertem Interferon beta-1a. Wesentlich für ein höheres Risiko für klinische Krankheitsaktivität trotz dieses Behandlungswechsels waren demnach die Zahl betroffener funktioneller Systeme im vorangegangenen Rückfall und eine höhere Zahl an Rückfällen in den vorangegangenen zwei Jahren.
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Off-Label Riuximab bei Multipler Sklerose: Kann das Krebsmedikament bei der MS einen Unterschied machen und für welche Patientengruppen könnte dies besonders relevant sein? Dieser Frage gingen Forscher nun in einer rückblickenden Multizentrenstudie in Italien und der Schweiz nach.
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Multiple Sklerose wird die Krankheit mit den tausend Gesichtern genannt. Einsetzen, Verlauf und Beschwerden sind sehr individuell. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass eine genaue Liquoranalyse bei der Vorhersage des Verlaufs nützlich sein könnte.
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Ozanimod gehört zur gleichen Wirkstoffklasse wie Fingolimod, soll aber gezielter wirken. Daten aus der Erweiterung der Phase-II-Studie deuten auf eine anhaltende Wirkung hin.
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Liponsäure ist eine spezielle Fettsäuren. In Tierversuchen schützte die Fettsäure die Nerven. Eine aktuelle Studie mit Menschen mit sekundär progressiver Multipler Sklerose zeigt, Liponsäure könnte durchaus dazu beitragen, den jährlichen Verlust an Gehirnvolumen deutlich zu bremsen.
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In der offenen Erweiterung einer Phase-3-Studie analysierten Forscher, welchen Effekt eine frühe Intervention im Vergleich zu späterem Wechsel zu Ocrelizumab von Placebo auf verschiedene Maße des Krankheitsfortschreitens bei primär progressiver Multipler Sklerose (MS) hat. Frühe Intervention mit Ocrelizumab brachte demnach Vorteile mit Blick auf verschiedene Aspekte der Krankheitsprogression.
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Hochdosiertes Biotin könnte eventuell, so deuteten frühere Studien an, einen Beitrag zur Besserung bei progressiver Multipler Sklerose (MS) leisten. Dies wurde nun klinisch in einer internationalen Phase 3-Studie mit 642 Patienten untersucht. Die Ergebnisse zeigten leider keinen Behandlungserfolg mit Biotin – stattdessen interferierte es mit Labortests und könnte dadurch gesundheitliche Nachteile nach sich ziehen.
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Inzwischen gelten MS und Neuromyelitis optica als eigenständige Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Therapien. Einem Patienten, bei dem die Diagnose nicht eindeutig war und der viele Schübe erlitt, half Rituximab, berichten chinesische Forscher.
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Cladribin gehört zu den neuren Wirkstoffen, die bei der Behandlung von MS zum Einsatz kommen. Forscher berichten aus der CLARITY-Studie, die Daten für die Zulassung von Cladribin lieferte. Hier konnte gezeigt werden, dass zwei Jahre Therapie und zwei Jahre Pause genauso wirkungsvoll sind, wie vier Jahre Therapie. Und so wird Cladribin nun auch angewendet.
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