Empfänger:innen solider Organtransplantate, also aus festem Gewebe bestehende Organe wie Leber, Herz, Lunge oder Nieren, haben auch in Ländern mit eigentlich niedriger bis mittlerer Tuberkuloseinzidenz ein deutlich erhöhtes Tuberkuloserisiko. Wesentliche Ursache dafür sind unbehandelte latente Tuberkuloseinfektionen der Empfänger:innen. Aber auch Neuinfektionen spielen eine relevante Rolle. Das haben Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Forschungszentrums Borstel in einer europäischen Multicenter-Studie herausgefunden, die sie im Fachmagazin Journal of Infection veröffentlicht haben. In der Studie stellten sie für Transplantierte verglichen mit der […]
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Ein während einer großen Operation unter Vollnarkose individuell angepasster Blutdruck kann Organkomplikationen oder das Versterben von Patient:innen nicht besser verhindern als eine routinemäßige Behandlung. Das ist das Ergebnis der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten (Projektnummer 445158321), multizentrischen, randomisiert-kontrollierten IMPROVE-multi-Studie unter Leitung von Wissenschaftler:innen aus der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Forschenden um Prof. Dr. Bernd Saugel und Priv.-Doz. Dr. Karim Kouz haben untersucht, wie hoch der Blutdruck während einer großen Operation unter Allgemeinanästhesie sein sollte, […]
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Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) die genetischen Einflüsse auf die Funktion der Aortenklappe und deren Auswirkungen auf das Risiko einer Aortenstenose untersucht – und dadurch deutlich mehr genetische Risikofaktoren identifiziert als bisher bekannt waren. In der Studie haben die Forschenden präzise Messungen der Aortenklappenfunktion aus Magnetresonanztomografie (MRT)-Bildern von fast 60.000 Personen aus der UK Biobank, einer prospektiven Biobankstudie in Großbritannien, die anonymisierte biologische Proben und gesundheitsbezogene Daten von einer halben Million Menschen enthält, gewonnen […]
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Eine aktuelle Studie der Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit in der Dermatologie beleuchtet die erheblichen Umweltauswirkungen von Produktproben-Verpackungen – mit alarmierenden Ergebnissen. Gastbeitrag von Dr. med. Christina Hecker (Ärztin für Dermatologie und Allergologie; 3. Vorsitzende der AG Nachhaltigkeit in der Dermatologie (AGN) e.V.)
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Alzheimer und Schlaganfall sind zwei häufige und gefürchtete neurologische Krankheiten. Doch man kann aktiv vorbeugen und damit sein persönliches Risiko, eine der beide Diagnosen zu erhalten, deutlich absenken. Gerade Bewegung und Sport lohnen sich. Das zeigte eine aktuell zu Weihnachten publizierte Studie aus „BMC Public Health“ [1]. Ein aktiver Lebensstil und ausreichend Schlaf hatten sogar einen schützenden Effekt bei Menschen mit genetischer Vorbelastung für diese Krankheiten. Diese Maßnahmen lohnen sich also für alle Menschen und sollten ganz oben auf der […]
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Erstmals konnte ein internationales Forschungsteam nachweisen, dass sich Tageslicht – im Unterschied zu künstlichem Licht – bei Typ-2-Diabetes positiv auf den Blutzucker auswirkt. Stoffwechselerkrankungen haben in der Gesellschaft epidemische Ausmaße erreicht. Nicht nur mangelnde Bewegung ist dafür verantwortlich, sondern auch langes Wachbleiben, Schichtarbeit oder künstliches Licht in Innenräumen. Die innere biologische Uhr, der Taktgeber des Körpers, stimmt dann nicht mehr mit dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus überein. Da Menschen fast 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen verbringen, sind sie täglich nur wenige […]
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Ein AFNET/EHRA PositionspapierEin internationales Expert:innengremium hat Empfehlungen zur Verbesserung der Behandlung von Ppatient:innen mit Vorhofflimmern veröffentlicht. Die Publikation fasst die Ergebnisse der 10. AFNET/EHRA-Konsensuskonferenz zusammen – einer zweitägigen Tagung von mehr als 80 namhaften Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie, die im Mai 2025 gemeinsam vom Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) veranstaltet wurde. Am 15. Dezember 2025 wurde der Konsensbericht in der Fachzeitschrift EP Europace publiziert (1). Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und geht mit Schlaganfall, […]
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Eine neue Studie der Universität Witten/Herdecke zeigt, wie das Immunsystem Herz und Kreislauf bei Long COVID beeinflusst. Viele Menschen fühlen sich Monate nach einer Corona-Infektion noch immer erschöpft, kämpfen mit Herzrasen, Schwindel oder Blutdruckschwankungen. Diese Beschwerden werden heute unter Long COVID oder Post-COVID-Syndrom (PCS) zusammengefasst. Eine neue Studie von Prof. Dr. Boris Schmitz, Prof. Dr. Frank C. Mooren und ihrem Team vom Lehrstuhl für Rehabilitationswissenschaften der Universität Witten/Herdecke (UW/H) bringt nun mehr Klarheit in eine der zentralen Fragen: Warum bleiben manche Menschen […]
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Team aus Würzburg, Braunschweig und den USA identifiziert Nuklease Cas12a3 mit präziser Funktionsweise | Aktuelle Studie in Nature Die „CRISPR-Genschere“ ist eine bedeutende Grundlage für Technologien zur Genom-Editierung in vielen Bereichen – von Biologie über Medizin bis hin zu Landwirtschaft und Industrie. Dass CRISPR-Cas-Systeme, die ihren Ursprung bilden, noch vielseitiger sind als gedacht, konnte ein Team des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg nachweisen. Gemeinsam mit dem Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und der Utah State University (USU) in […]
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Bonner Forschende klären, wie getrennte Nervenzellgruppen kooperieren, um Erinnerungen in ihren Kontext einzubetten Das menschliche Gehirn muss Gedächtnisinhalte mit den Umständen verknüpfen können, in denen diese auftreten. Bonner Forschende deckten nun auf, wie das menschliche Gehirn zwei unterschiedliche Gruppen von Neuronen nutzt, um Inhalt und Kontext getrennt voneinander zu speichern. Diese Nervenzellgruppen arbeiten koordiniert zusammen, um Erinnerungen zu formen, anstatt Signale in der Aktivität einzelner Zellen zu vermischen. Die Studienergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal „Nature“ veröffentlicht. Menschen besitzen die […]
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Die internen Kommunikationsmuster des Gehirns verändern sich im Laufe unseres Lebens. Zudem unterscheiden sie sich bei Menschen mit bestimmten neurologischen Erkrankungen. Diese Prozesse zu entschlüsseln gehört zu den zentralen Herausforderungen der modernen Neurowissenschaften. Eine aktuelle Studie stellt einen neuartigen mathematischen Ansatz vor, mit dem sich gezielt jene Hirnregionen identifizieren lassen, deren Vernetzung sich mit dem Alter oder bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) verändert. Diese Erkenntnisse könnten künftig dazu beitragen, gezieltere Ansätze für Therapien zur Hirnstimulation zu entwickeln. Auf den Punkt gebracht: • […]
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Präzise gentechnische Eingriffe in Immunzellen stärken die Langzeitwirkung und eröffnen neue Perspektiven in der KrebstherapiePräzise Feinanpassung durch Gen-Modifikation Um die Wirksamkeit der CAR T-Zellen zu erhöhen, nutzten die Forschenden die sogenannte CRISPR-Base-Editing-Technologie. Mit ihr lassen sich gezielt einzelne „Buchstaben“ im Erbgut verändern. So können wichtige Signalwege in den Zellen präzise angepasst werden. „Unsere Methode erlaubt es, CAR T-Zellen fein abzustimmen und dabei ihre natürlichen Eigenschaften positiv zu beeinflussen“, erklärt Erstautor der Studie Dr. Philip Bucher. „Damit schaffen wir die Grundlage […]
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Die festlichen Tage liegen hinter uns – und damit für viele Menschen der Wunsch, zum Jahresbeginn etwas kürzerzutreten: weniger essen, bewusster leben, und vor allem weniger trinken. Der Trend des sogenannten „Dry January“ rückt seit einigen Jahren den freiwilligen Alkoholverzicht in den Fokus der Öffentlichkeit. Dass dieser Verzicht nicht nur im Januar sinnvoll ist, betont Priv.-Doz. Kai-Henrik Peiffer, Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik B am UKM. Als Hepatologe und Intensivmediziner begleitet er viele Patientinnen und Patienten, deren Alkoholkonsum zu schwerwiegenden Lebererkrankungen geführt […]
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