Neue Studien zu Prostatakrebs
In einer prospektiven Beobachtungsstudie in London zeigte sich, dass für Patienten mit Krebserkrankung die erste Dosis der Impfung mit BNT162b2 nicht genügte – Serokonversion war häufig erst nach der Boost-Dosis zu sehen. Die Immunogenizität nahm innerhalb von zwei Wochen nach der Boost-Dosis (21 Tage nach der ersten Impfung) signifikant bei Patienten mit soliden Tumoren zu. Diese Daten unterstützen eine frühe (nach 21 Tagen) Boost-Impfung für Krebspatienten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Nach einer operativen Prostataentfernung aufgrund von Prostatakrebs trat eine Inkontinenz bei sexueller Erregung nicht selten auf. Etwa die Hälfte der Patienten waren von einer solchen betroffen. Bei den meisten besserte sich die Kontinenz jedoch im Laufe der Zeit.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Wenn bei einem Patienten mit einem metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakrebs Enzalutamid seine Wirkung verloren hat, sollte die Therapie beendet werden, bevor Abirateronacetat zum Einsatz kommt. Dies war die Schlussfolgerung aus der vorliegenden Studie. Eine Kombination von Enzalutamid mit Abirateronacetat führte nämlich häufiger zu Nebenwirkungen, ohne in Bezug auf die Krebserkrankung wirksamer zu sein.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Höhere PSA-Werte gehen mit einer schlechteren Prognose einher und zwar auch dann, wenn sie im mittleren Bereich liegen (zwischen 20 ng/ml und 70 ng/ml). Das war das Ergebnis der vorliegenden Studie. Bei Werten zwischen 70 ng/ml und 100 ng/ml konnten die Wissenschaftler allerdings keine Unterschiede feststellen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Bereuen Sie die Therapieentscheidung? Würden Sie sich wieder so entscheiden? Diese und andere Fragen stellten Wissenschaftler Prostatakrebs-Patienten im Stadium I-III. Sie stellten fest, dass die Patienten die Therapieentscheidung häufiger bereuten, wenn sie bei der Entscheidungsfindung nicht oder nur wenig miteinbezogen wurden und wenn sie stärker unter Nebenwirkungen litten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein Gruppenprogramm zur Selbsthypnose und Selbstfürsorge verbesserte verschiedene Aspekte der Lebensqualität bei Brustkrebs-Patientinnen, nicht aber bei Prostatakrebs-Patienten. Ein unterschiedlicher Leidensdruck vor Beginn des Programms und unterschiedliche Krebsbehandlungen könnten für diese Unterschiede mitverantwortlich sein. Auch das Geschlecht könnte eine Rolle spielen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Oftmals stellte sich nach der Operation heraus, dass der Prostatakrebs doch aggressiver und das Risiko, welches von ihm ausging, doch größer war als zuvor angenommen. Diese Erkenntnis ist vor allem für die Patienten von Bedeutung, die sich für das aktive Beobachten entscheiden, weil ihr Prostatakrebs als Niedrig-Risiko-Prostatakrebs eingestuft wurde. Die PSA-Dichte könnte dabei helfen, zu erkennen, welche Patienten wider Erwarten doch ein höheres Risiko haben, als mit den klassischen Methoden ermittelt wurde.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Erhöht die Hormontherapie das Risiko für einen akuten Harnverhalt? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler in der vorliegenden Studie. Bei einem Vergleich der verschiedenen Patientengruppen kamen sie zu dem Ergebnis, dass Patienten, die eine Hormontherapie bekamen, häufiger von einem akuten Harnverhalt betroffen waren als Patienten ohne Hormontherapie.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Bevor neue Medikamente auf den Markt kommen, werden sie in Hinblick auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit in klinischen Studien genauestens untersucht. Gerade um die Wirksamkeit der potentiellen neuen Medikamente zu testen, sind die Studienleiter auf die freiwillige Teilnahme von Patienten angewiesen. Für die Patienten könnte eine Teilnahme an solchen Studien von Vorteil sein.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Literatur-Newsletter-Anmeldung
Medical NEWS Report
Hier können Sie sich für unseren Literatur-Newsletter anmelden. →
Für den Krankheitsverlauf und die Chance auf einen nervenschonenden Eingriff schien es keine Rolle zu spielen, ob sich Prostatakrebs-Patienten mit einem mittleren oder hohen Risiko innerhalb von 3 Monaten nach der Diagnose oder erst 3 bis 6 Monate nach der Diagnose operieren ließen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in der vorliegenden Studie.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Prostatakrebs ohne körperliche Eingriffe diagnostizieren oder zumindest viele unnötige Biopsien ersparen zu können, ist eines der Ziele der Prostatakrebs-Forschung. Wissenschaftler aus den Niederlanden stellten nun erste Ergebnisse zu einer elektronischen Nase vor, die Prostatakrebs an der ausgeatmeten Luft erkennen soll.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Wissenschaftler untersuchten, ob Prostatakrebs-Patienten ein größeres Risiko hatten, wenn sie bereits in jüngeren Jahren erkrankten. Sie stellten fest, dass jüngere Prostatakrebs-Patienten ein größeres Risiko hatten, an Prostatakrebs zu sterben – vor allem, wenn sie einen Hochrisiko-Prostatakrebs oder Metastasen aufwiesen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Wenn die Hormontherapie nicht mehr wirkt, kann der Wirkstoff Darolutamid helfen, die Bildung von Metastasen zu verzögern. Zu diesem Ergebnis kam die vorliegende Studie. Nun wird geprüft, ob dieser Wirkstoff für die Behandlung eines kastrationsresistenten Prostatakrebses, der noch keine Metastasen gebildet hat, in Deutschland zugelassen wird.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Tiefe Hirnstimulation eröffnet Menschen mit schweren, therapieresistenten Zwangsstörungen eine neue Perspektive. Millimetergenau platzierte Elektroden im Gehirn beeinflussen krankhaft veränderte Hirnnetzwerke, wenn Psychotherapie und Medikamente nicht ausreichend wirken. Die Neurochirurgie am Uniklinikum Dresden gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, die diesen Eingriff anbieten, und begleitet Betroffene langfristig. Wenn quälende Gedanken sich aufdrängen, Ängste auslösen und den gesamten Alltag bestimmen, kann eine schwere Zwangsstörung das Leben massiv einschränken. Für Betroffene, bei denen etablierte Therapien nicht ausreichend helfen, kann die Tiefe Hirnstimulation […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Ein standortübergreifendes Forschungsteam erhält für einen innovativen Therapieansatz gegen das Glioblastom, einen besonders aggressiven Gehirntumor, den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Deutschen Hochschulmedizin 2026. In der GLORIA-Studie haben Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Bonn, Essen, Leipzig, Mannheim, Münster und Tübingen den neuen Ansatz gemeinsam klinisch erprobt. Sie überzeugten die Fachjury mit der gelungenen Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung sowie ihrer herausragenden standortübergreifenden und interdisziplinären Teamleistung. Neuer Ansatz gegen aggressive Gehirntumore Ein wichtiger Mechanismus beim Wiederauftreten des Glioblastoms ist die rasche […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Jugendliche mit Hörschädigung oder auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) haben durch die Corona-Pandemie keine größeren Gesundheitsbeeinträchtigungen erlitten als ihre hörenden Altersgenossen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Doktorarbeit von Vera Gillé. Ob es einem Jugendlichen gut geht, hängt demnach sehr davon ab, wie sehr er oder sie den eigenen Fähigkeiten vertraut. Das Hörvermögen spielt dafür eine geringere Rolle. Die Schule kann dieses Vertrauen gezielt stärken. Die Corona-Pandemie hat viele junge Menschen stark belastet. Jugendliche mit Hörschädigung waren besonders gefordert: Masken […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Neue Erkenntnisse zu psychologischen Einflussfaktoren bei Kopfschmerzerkrankungen und zur Rolle von CGRP bei erhöhtem Hirndruck Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zeichnet mit dem Wolffram-Preis wissenschaftliche Arbeiten aus, die wichtige Beiträge zum Verständnis von Kopfschmerzerkrankungen leisten. Den 1. Platz erhält in 2026 Dr. Janosch Göran Fox, der 2. Platz geht an Dr. Cem Thunstedt. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zeichnet mit dem Wolffram-Preis wissenschaftliche Arbeiten aus, die wichtige Beiträge zum Verständnis von Kopfschmerzerkrankungen leisten. Den 1. Platz erhält Dr. […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Der für Menschen lebensgefährliche Pilz Candida auris hat sich weltweit rasant ausgebreitet. Forschende der Uni Würzburg vermuten: Das könnte an steigenden Temperaturen liegen. Warum ist der Hefepilz Candida auris in nur wenigen Jahren weltweit zu einem gefährlichen Krankheitserreger geworden? Diese Frage treibt viele Forschende um. Carla Schuh und Chaitanya Gokhale vom Biozentrum der Universität Würzburg fassen nun den aktuellen Wissensstand in einem Übersichtsartikel im Fachjournal mSphere zusammen. Dafür haben sie rund 180 Studien anderer Forschender ausgewertet. Die beiden Forschenden hegen […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende des DZNE und des Hertie-Instituts für Klinische Hirnforschung (HIH) an der Universität Tübingen haben gemeinsam mit Fachleuten aus Bonn, London und Portugal einen neuen Ansatz zur Behandlung der seltenen neurodegenerativen Erkrankung Spinozerebelläre Ataxie Typ 3 (SCA3) entwickelt und erfolgreich an menschlichen Nervenzellen im Labor getestet. Ihre Befunde – veröffentlicht im Fachmagazin „Science Translational Medicine“ – könnten den Weg für eine Therapie bereiten, die die Symptome der Erkrankung lindert und den Krankheitsverlauf verlangsamt. Die SCA3 – auch „Machado-Joseph-Krankheit“ genannt – […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Hämoglobin ist dafür bekannt, Sauerstoff durch den Körper zu transportieren. Doch das Protein erfüllt mutmaßlich noch eine weitere Aufgabe: Es könnte Immunzellen in einer Lunge helfen, Grippeviren abzuwehren. PD Dr. Torben Knuschke untersucht diesen wenig beachteten Mechanismus mit Influenza-A-Viren. Er ist Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und arbeitet am Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Essen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert sein im November 2026 startendes Projekt mit rund 220.000 Euro über drei Jahre. Die Gutachter:innen betonen die wissenschaftliche […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Über das Sterben nachzudenken, fällt vielen Menschen schwer. Wer überhaupt darüber nachdenkt, möchte in aller Regel zu Hause sterben. Tatsächlich stirbt jedoch rund jeder Zweite im Krankenhaus, jeder Zehnte verbringt die letzten Lebensstunden sogar auf der Intensivstation und wird beatmet. Warum Wunsch und Wirklichkeit hier auseinanderklaffen und wie eine gesundheitliche Versorgungsplanung (Advance Care Planning) und Palliativmedizin einer Überversorgung am Lebensende entgegenwirken können, wird ein Schwerpunkt der Kongress-Pressekonferenz zum 26. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende der Universität zu Köln und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben die digitale Plattform MEDA-PKD entwickelt. Diese vereint erstmals am Beispiel der Zystenniere bislang unstrukturierte medizinischen Daten in ein kontinuierlich wachsendes und nahezu in Echtzeit auswertbares Wissenssystem – mit Potenzial für Forschung, klinische Studien und Patientenversorgung / Veröffentlichung in „npj Digital Medicine“ In der Medizin entstehen große Mengen wertvoller Daten. Oft liegen diese Informationen jedoch in unterschiedlichen Systemen und werden für Forschungsprojekte nur punktuell ausgewertet. Die Chance, die Daten zur […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Nürnberg, Oktober 2026. Was harmlos beginnt, kann für Betroffene gravierende Folgen haben: Chronische Wunden gelten häufig als Warnsignal für Diabetes, Gefäßerkrankungen oder andere schwerwiegende Gesundheitsprobleme. Im Vorfeld des Nürnberger Wundkongresses 2026 (3.–4.12.2026) sprechen die Tagungspräsidenten Prof. Dr. Alexander Dechêne und Prof. Dr. Markus Diener über die unterschätzten Ursachen schlechter Wundheilung, innovative Behandlungsmöglichkeiten und warum die Zukunft der Wundversorgung in vernetzten Teams, digitalen Lösungen und einer frühzeitigen Diagnostik liegt. Herr Professor Dechêne, Herr Professor Diener, das diesjährige Motto lautet „Erfolgreiche Wundversorgung: […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Neue Wirkstoffe für Medikamente gegen Infektionen, Krebs oder andere schwere Erkrankungen basieren häufig auf Substanzen, die ursprünglich in Mikroorganismen, Pflanzen oder anderen Lebewesen entdeckt wurden. Solche Wirkstoffe gezielt mithilfe von Mikroorganismen herzustellen oder zu verbessern, ist oftmals herausfordernd, weil die zugrundeliegenden biologischen Prozesse äußerst komplex sind. Forschende des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben nun gezeigt, dass künstliche Intelligenz bei dieser Aufgabe helfen kann. Sie entwickelten mit KI neuartige Proteinbausteine für biologische Produktionssysteme. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Promotion von Stefan Resch: Intelligente Orthese erfasst Gangparameter und Belastungsdaten während des Gehens und gibt Nutzenden Feedback – Kombination aus technischer Entwicklung und Methoden der Mensch-Computer-Interaktion Menschen mit Fußverletzungen oder eingeschränkter Fußfunktion sind häufig auf orthopädische Hilfsmittel, beispielsweise eine Sprunggelenk-Orthese, angewiesen. Gleichzeitig fehlen ihnen Möglichkeiten zu kontrollieren, welchen Belastungen ihr Fuß beim Gehen ausgesetzt ist – ein Aspekt, der auch Menschen mit Polyneuropathie an den Füßen, beispielsweise infolge von Diabetes, betrifft. Wie smarte Geräte hier unterstützen können, hat Dr. Stefan […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende untersuchen frühe, möglicherweise noch umkehrbare Veränderungen der Darmschleimhaut – Bundesforschungsministerium fördert Verbundprojekt NAD-MAGIC mit knapp zwei Millionen Euro Darmkrebs früher erkennen und möglichst verhindern: Das ist das Ziel des neuen Verbundprojekts NAD-MAGIC. Darmkrebs entwickelt sich meist über viele Jahre, lange bevor ein Tumor sichtbar wird. Wie chronische Entzündungs- und Alterungsprozesse das Gewebe so verändern, dass die Entstehung von Krebsvorstufen begünstigt wird, ist bislang nur unzureichend verstanden. Deshalb sucht NAD-MAGIC nach frühen Stoffwechselveränderungen der Darmschleimhaut, die einer Krebsentstehung vorausgehen könnten. […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →