Beiträge von: Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)

Beiträge: 69

Fibrosierende Lungenerkrankungen (auch „Interstitial Lung Diseases“; ILD, oder „Diffuse Parenchymal Lung Diseases“; DPLD) sind seltene Erkrankungen der Lunge, die sich durch eine Vielzahl auslösender Trigger (Stäube, Strahlung, akut-inflammatorische, rheumatische, medikamentöse Ursachen, idiopathisch), durch einen heterogenen Verlauf und am Ende vielfach durch eine zunehmende Vernarbung der Lunge kennzeichnen. Die betroffenen Patienten verspüren zunächst Luftnot unter Belastung und/oder einen trockenen Reizhusten. Mit zunehmender Schwere der Erkrankung nimmt die Luftnot dann zu und tritt bereits in Ruhe auf. Der Lebensradius nimmt erheblich ab […]

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Seit Jahrzehnten beobachten Forschende etwas Auffälliges: Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen aufwachsen, entwickeln deutlich seltener Allergien oder Asthma als Kinder in Städten. Was genau schützt ihre Lungen? Vor Jahren fand Erika von Mutius, Asthma- und Allergieforscherin am Institut für Asthma und Allergie (IAP, Helmholtz Munich) und Wissenschaftlerin des Deutschen Zentrums für Lungenforschung am Standort CPC-M, einen überraschenden Hinweis: Bauernhofstaub. Nicht gewöhnlicher Hausstaub, sondern eine komplexe Kombination von Umweltreizen aus Ställen – genauer gesagt aus Kuhställen. In einer nachfolgenden Studie haben […]

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Allergisches Asthma ist eine komplexe Erkrankung, bei der immunologische Prozesse, strukturelle Veränderungen der Atemwege und funktionelle Einschränkungen eng miteinander verflochten sind. Eine Studie rückt ein bislang unterschätztes Bindeglied zwischen diesen Ebenen in den Fokus: die Rolle des Inflammasom-Sensors NLRP3 für die Integrität der epithelialen Barriere der Atemwege. Die in in Frontiers in Immunology veröffentlichte Publikation ist das Ergebnis einer engen, standortübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der deutschen Forschungslandschaft. Forschende der DZL-Standorte BREATH und CPC-M arbeiteten dabei gemeinsam mit dem assoziierten DZL-Standort Berlin sowie dem […]

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Wie sich die Lunge nach Schäden regeneriert und welche Rolle dabei einzelne Zelltypen spielen, steht im Mittelpunkt einer aktuellen Übersichtsarbeit einer Gruppe von DZL-Forscherinnen. Die in der European Respiratory Review erschienene Publikation fasst den aktuellen Forschungsstand zu zellulärer Plastizität, Gewebeorganisation und Regenerationsprozessen der Lunge zusammen. Themen, die auch für die Entwicklung zukünftiger Therapien bei chronischen Lungenerkrankungen von zentraler Bedeutung sind. Die erwachsene Lunge besitzt grundsätzlich die Fähigkeit zur Reparatur. Nach Verletzungen oder Entzündungen können spezialisierte Zellen ihre Funktion verändern, sich an neue […]

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Die Pulmonale Arterielle Hypertonie (PAH) ist eine seltene, schwere Lungenerkrankung. Dabei verengen sich die Blutgefäße in der Lunge zunehmend. Das Herz muss stärker pumpen, um Blut durch die Lunge zu transportieren, was langfristig zu Herzversagen führen kann. Die Krankheit tritt deutlich häufiger bei Frauen auf und verläuft oft lebensbedrohlich. Eine neue internationale Studie weist nun auf einen bislang wenig beachteten Zusammenhang zwischen PAH und Brustkrebs hin. Die in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass beide Erkrankungen über gemeinsame biologische Mechanismen […]

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Forschende des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben im Rahmen der COSYCONET-Studie nachgewiesen, dass polygene Risikoscores (PRS) den Verlust der Lungenfunktion sowie die Entstehung einer frühen Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) vorhersagen können. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht. Die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) stellt weltweit eine der führenden Ursachen für Morbidität und Mortalität dar. Eine zentrale Herausforderung bleibt die frühzeitige Identifizierung von Personen mit einem hohen Risiko für eine rasche Verschlechterung der Lungenfunktion. Eine […]

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Eine Infektion mit dem Influenzavirus kann sehr unterschiedlich verlaufen – von milden Erkältungssymptomen bis hin zu schweren, potenziell lebensbedrohlichen Lungenentzündungen. Besonders problematisch ist, dass eine Grippe die Lunge anfälliger für zusätzliche bakterielle Infektionen macht. Diese sogenannten Sekundärinfektionen können den Krankheitsverlauf erheblich verschlechtern und im Extremfall zu einer Sepsis führen. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Herold, wissenschaftliche Koordinatorin des DZL-Krankheitsbereichs Pneumonie & Akutes Lungenversagen, hat nun einen zentralen Mechanismus identifiziert, der diese erhöhte Anfälligkeit erklärt – und gleichzeitig […]

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Eine neue internationale Studie liefert wegweisende Erkenntnisse zur Entschlüsselung zellulärer Prozesse bei komplexen Lungenerkrankungen. Das Forschungsteam präsentiert darin ein innovatives, KI-basiertes Modell, das die zeitliche Entwicklung von Zellen im Krankheitsverlauf analysiert und potenzielle neue Therapieansätze vorhersagen kann. Die Publikation, erschienen in Nature Biomedical Engineering, wurde von Yumin Zheng und DZL-Wissenschaftler Prof. Dr. Jonas Schupp (DZL-Standort BREATH) als gemeinsame Erstautoren veröffentlicht. In der Studie wird das Modell UNAGI („Unsupervised Neural Analysis of Gene Interactions“) vorgestellt – ein generatives Deep-Learning-Verfahren, das erstmals longitudinale […]

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Juni 2025 den Weg für ein bundesweites Lungenkrebs-Screening freigemacht. Ab April 2026 sollen gesetzlich Versicherte, die über viele Jahre hinweg stark geraucht haben, eine Niedrigdosis-Computertomografie (LDCT) als Früherkennungsuntersuchung in Anspruch nehmen können. Ziel der neuen Leistung ist es, Lungenkrebs deutlich früher zu entdecken und dadurch die Behandlungschancen erheblich zu verbessern. Dieser Beschluss ist ein Meilenstein der Präventionsmedizin und geht maßgeblich auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus Deutschland zurück. Die HANSE-Studie war eine der ausschlaggebenden Untersuchungen, die […]

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Standort CPC-M des Deutschen Zentrums für Lungenforschung haben gemeinsam mit Partnerinstitutionen eine aktuelle Studie veröffentlicht, die eine neue und vielversprechende therapeutische Strategie für das allergische Asthma beleuchtet. In der im Fachjournal Allergy erschienenen zeigen die Forschenden, wie ein Extrakt aus Bauernhofstaub (Farm Dust Extract, FDE) zentrale Asthma‐Mechanismen beeinflussen kann. Asthma betrifft weltweit über 355 Millionen Menschen und verursacht eine erhebliche gesundheitliche und wirtschaftliche Belastung. Bislang beruht die Standardtherapie auf inhalativen Kortikosteroiden – diese haben jedoch Nebenwirkungen und zeigen nicht […]

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Heidelberger Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben gemeinsam mit einem internationalen Team gezeigt, dass die von der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) empfohlene Teststrategie zur Bestimmung der Verwandtschaftsbeziehung mehrerer Tumorherde für Lungenkrebs zuverlässig in der klinischen Routine umgesetzt werden kann – selbst dann, wenn nur molekulare Tests auf Basis kleiner Gen-Panels zur Verfügung stehen. Durch die Kombination des IASLC-Ansatzes mit einer neu entwickelten bioinformatischen Methode konnte die Genauigkeit bei der Unterscheidung zwischen […]

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Ein Team von DZL-Forschenden am Translational Lung Research Center Heidelberg (TLRC) hat untersucht, ob eine Immuntherapie mit dem Wirkstoff Pembrolizumab bereits vor einer Operation gegen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs wirksam ist. Die sogenannte NEOMUN-Studie, deren Ergebnisse nun im Journal for ImmunoTherapy of Cancer veröffentlicht wurden, zeigt: Die Behandlung mit einer Monoimmuntherapy ist sicher und kann bei einem Teil der Patientinnen und Patienten das Tumorwachstum vor der Operation deutlich zurückdrängen und so wahrscheinlich die progressionsfreie Überlebenszeit verbessern. Von den 29 Studienteilnehmern mit operablem […]

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Eine neue DZL-Studie zeigt, dass genetische Varianten des TNFRSF1A-Gens (TNFR1) das Überleben von Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose erheblich beeinflussen können. Die Arbeit entstand unter der leitenden wissenschaftlichen Verantwortung von Forschenden des DZL-Standorts BREATH und wurde in enger Kooperation mit DZL-Forschenden aus den Standorten CPC-M, TLRC und UGMLC sowie den CF-Teams der European CF Twin and Sibling Study durchgeführt. Die Forschenden untersuchten drei unabhängige Langzeitkohorten von Mukoviszidosepatientinnen und -patienten, darunter auch Geschwisterpaare. Die Analysen zeigten, dass bestimmte TNFR1-Genotypen mit Unterschieden […]

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