Gesundheitsnachrichten

Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Eine prospektive Studie von Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt, dass das sogenannte Face-Mask-Sampling (FMS) eine vielversprechende, nicht-invasive Ergänzung zur bisherigen Diagnostik der pulmonalen Tuberkulose sein kann. Beim FMS wird die DNA des Tuberkuloseerregers Mycobacterium tuberculosis direkt aus der Atemluft von Patient:innen gewonnen. Hierzu tragen die Patient:innen spezielle Masken, in denen ausgeatmete Erregerpartikel aufgefangen werden. In der Studie mit 117 erwachsenen Patient:innen mit vermuteter oder bestätigter Lungentuberkulose konnten die Forschenden bei knapp 60 Prozent der Teilnehmenden die DNA von M. […]

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Ein von Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) entwickelter experimenteller Impfstoff gegen das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) löst auch zwei Jahre nach Auffrischungsimpfung eine stabile und funktionsfähige Immunantwort im Menschen aus. Das ist das Ergebnis einer klinischen Langzeitstudie, die von einem internationalen Forschungsteam des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) unter Leitung des UKE durchgeführt und durch das DZIF sowie die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) gefördert wurde. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Untersucht […]

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Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben die kurzfristigen Auswirkungen der Cannabis-Teillegalisierung für Erwachsene in Deutschland untersucht und dabei keine signifikanten Änderungen zur Zeit vor der Gesetzesänderung festgestellt. Grundlage waren Daten einer Bevölkerungsbefragung, die in Deutschland und Österreich vor und nach der Teillegalisierung durchgeführt wurde, wobei der Cannabis-Besitz in Österreich weiterhin verboten ist. Laut der Studie stieg in Deutschland der Cannabis-Konsum von 12,1 auf 14,4 Prozent unter den 18- bis 64-Jährigen an; in Österreich war der Anstieg trotz Verbots vergleichbar. Unter […]

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Li-Fraumeni-Syndrom: Studie liefert neue Ansätze für personalisierte Versorgung der Betroffenen Das Li-Fraumeni-Syndrom ist eine seltene Erbkrankheit, die das Risiko, an Krebs zu erkranken, erheblich erhöht. Fast alle Betroffenen erhalten mindestens einmal in ihrem Leben eine Krebsdiagnose. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass das Immunsystem mitverantwortlich dafür ist, warum Krebs in sehr unterschiedlichem Alter und in verschiedenen Formen auftritt. Dies eröffnet neue Perspektiven für personalisierte Behandlungsansätze in der Zukunft. Das internationale Team veröffentlichte ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Lancet. Länderübergreifende […]

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In Europa wird jedes Jahr bei mehr als 500.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Welche Operationen sind wirklich nötig, damit Brustkrebspatientinnen sicher behandelt werden – und trotzdem möglichst wenige Spätfolgen haben? Auf diese für viele Frauen entscheidende Frage liefert die internationale AXSANA-Studie wichtige Antworten. Die Ergebnisse sind jetzt im renommierten Journal of Clinical Oncology veröffentlicht worden. AXSANA ist die weltweit größte Studie zur operativen Behandlung der Lymphknoten in der Achselhöhle bei Brustkrebs und das Hauptprojekt des europäischen Studiennetzwerks EUBREAST. Die Studie, an […]

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Starkes Übergewicht gilt allgemein als wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Forschende aus Cambridge konnten nun jedoch zeigen, dass dieser Zusammenhang nicht in allen Fällen zutrifft. Bei Menschen mit seltenen genetischen Veränderungen im MC4R-Gen kann eine schwere Adipositas mit vergleichsweise günstigen Stoffwechselwerten einhergehen. Wissenschaftlerinnen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen durften diese neuen Erkenntnisse in einem Spotlight Article im Fachjournal Cell Metabolism einordnen und in den Kontext bisheriger Befunde stellen. Adipositas entsteht meist durch ein komplexes Zusammenspiel genetischer und umweltbedingter Faktoren. Jedoch […]

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Forschende des Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) haben zusammen mit Kolleginnen und Kollegen von der Stanford University, USA, erstmals einen umfassenden zelltypspezifischen Atlas der Lysosomen im Gehirn erstellt, jener Zellorganellen, die für Abbau- und Recyclingprozesse zuständig sind. Die Studie zeigt, dass sich Lysosomen in Neuronen deutlich von denen anderer Hirnzellen unterscheiden. Besonders auffällig ist das bislang wenig beachtete Protein SLC45A1, das in neuronalen Lysosomen eine zentrale Rolle spielt. Mutationen in diesem Protein führen zu einer bislang unklaren neurologischen Erkrankung, die nun […]

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Warum erleiden auch junge Menschen ohne klassische Risikofaktoren Schlaganfälle oder Herzinfarkte? Eine neue von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe unter der Leitung der Universität zu Lübeck will genau diese Frage beantworten. In der Forschungsgruppe FOR 5930 „Autoantikörper gegen G Protein-gekoppelte Rezeptoren als Treiber vaskulärer Erkrankungen (AbsInVasc)“ untersuchen Wissenschaftler*innen aus Lübeck, Berlin und Kiel erstmals systematisch, wie fehlgeleitete Antikörper Entzündungen in Blutgefäßen auslösen und so schwere Gefäßerkrankungen verursachen können. Die DFG fördert das auf vier Jahre angelegte Projekt mit insgesamt […]

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Bekannt ist, dass Triptane mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergehen. Eine aktuelle Studie deutet nun darauf, dass dies auch bei CGRP-Hemmern der Fall sein könnte. Das Risiko sowohl für den aus verschiedenen kardiovaskulären Ereignissen zusammengesetzten primären Endpunkt als auch für ischämische Schlaganfälle stieg nach Beginn einer entsprechenden Therapie an. Zur Substanzklasse der „Calcitonin gene-related peptide“ (CGRP)-Inhibitoren, die bei therapierefraktärer Migräne zum Einsatz kommen, zählen sowohl small molecules, die antagonistisch am CGRP-Rezeptor wirken, als auch Antikörper, die gegen CGRP oder gegen […]

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Prädiabetes ist eine äußerst heterogene Stoffwechselstörung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehrerer Partnerinstitute des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) e.V.* haben jetzt mit künstlicher Intelligenz (KI) epigenetische Marker identifiziert, die auf ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen hinweisen. Bereits eine einfache Blutprobe könnte ausreichen, um Hochrisikopersonen für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes und seiner Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Die Studie zeigt, wie datengetriebene Ansätze und molekulare Medizin bei der Diagnostik ineinandergreifen. Prädiabetes eröffnet Betroffenen ein wichtiges Zeitfenster, um der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes gezielt vorzubeugen. […]

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New Research Findings, Molecular Targets and Therapeutics, INET Bakterien im menschlichen Darm können Proteine direkt in menschliche Zellen einschleusen und dadurch aktiv Immunreaktionen beeinflussen. Unter der Leitung von Forschenden bei Helmholtz Munich und mit Beteiligung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), der Aix-Marseille-Universität, des Inserm sowie weiterer internationaler Partner hat das Konsortium diesen bislang unbekannten Kommunikationsmechanismus zwischen Darmbakterien und menschlichen Zellen entdeckt. Die Ergebnisse zeigen den Einfluss des Darmmikrobioms auf den menschlichen Körper und könnten erklären, in welchem Maße Veränderungen der Darmflora entzündliche […]

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Ernüchterndes Ergebnis / Telemedizin nicht nur technisch umsetzen, sondern systematisch evaluieren Eine vom Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) im Rahmen des Projekts „Universitäres Telemedizin Netzwerk“ (UTN) geförderte Studie zeigt, dass die Telemedizin auf Intensivstationen zwar großes Potenzial hat, die bisherigen Studienergebnisse sind jedoch uneinheitlich und der tatsächliche Nutzen für Patientinnen und Patienten ist noch nicht eindeutig belegt. Es sind robuste, gut geplante Studien nötig, die klar messen, wie Telemedizin konkret wirkt und wie sie am besten umgesetzt wird, damit sie für Patientinnen […]

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Berlin, Das 1. LongCARE-Symposium hat rund 160 führende Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Klinik und Versorgungsforschung zusammengebracht, um aktuelle Erkenntnisse zu Long COVID, Post COVID und ME/CFS zu diskutieren. Nina Warken, Bundesministerin für Gesundheit, eröffnete die Veranstaltung im bcc Berlin Congress Center. Sie betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung einer engen Verzahnung von Grundlagen-, klinischer und Versorgungsforschung, um Betroffenen schneller Diagnosen und Therapien zu ermöglichen. Das LongCARE-Symposium fand im Rahmen der Convention des Netzwerkes Universitätsmedizin (NUM) statt. Auf dem Symposium […]

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