Zukunftsblick

Themenschwerpunkt: Zukunftsblick

Körperliche Verletzung führt zu freier Mitochondrien-DNA (mtDNA) im Blut. Forscher zeigten nun, dass auch psychischer Stress bei gesunden Menschen die Menge zellfreier mtDNA steigen lassen kann. Auslöser für diesen Anstieg scheint ein Stresshormon zu sein. Mehr freie mtDNA wurde früher auch bei Depressionen gefunden. Eventuell wirkt chronisch psychischer Stress also über die mtDNA-Freisetzung als Auslöser und Verstärker von Depressionen und könnte auch bei Migräne zum Krafträuber werden.

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Migräneexperten untersuchten in einer randomisierten Studie, wie wirksam und sicher Ubrogepant, das neue Akutmedikament gegen Migräne, im Vergleich zu einem Placebo ist. Jeweils über 500 Teilnehmer in zwei Dosierungsgruppen und einer Placebogruppe berichteten häufiger Schmerzfreiheit mit Ubrogepant nach zwei Stunden. Das Nebenwirkungsprofil war unauffällig.

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Das neue Akutmedikament Lasmiditan soll besonders auch für Patienten offenstehen, die beispielsweise aufgrund von Herz-Kreislauf-Risiken keine Triptane nehmen können. Kann es aber auch sicher mit einer typischen Migräneprophylaxe solcher Betroffenen kombiniert werden? In einer Phase-1-Studie mit gesunden Teilnehmern wurden jetzt Effekte der Kombination von Lasmiditan und Propranolol auf Herzschlag und Blutdruck untersucht. Ermittelte Effekte und unerwünschte Ereignisse der Kombination waren mild und vorübergehend. Weitere Studien mit Patienten werden diese Ergebnisse nun überprüfen müssen.

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Unterschiede in manchen Blutwerten und der Gehirnaktivität zeigen Differenzen zwischen Menschen mit Migräne und ohne auf. Die Diagnose kann bislang allerdings nur aufgrund von Patientenberichten gestellt werden. Indonesische Neurologen berichteten nun die Ergebnisse einer Pilotstudie, die zeigten, dass die Reaktion der Blutgefäße bei Migränepatienten signifikant geringer ausfiel als bei gesunden Kontrollpersonen. Die Forscher beschreiben als neues Maß den mit mit Dopplerultraschall gemessenen Migräne-spezifischen vaskulären Index (MVI), der zur objektiven Diagnose der Migräne angewandt werden könnte. Weitere Forschung soll die Ergebnisse nun validieren.

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Ob eine genetische Veranlagung zur Anfälligkeit für Migräne und kardiovaskuläre Erkrankungen eine kausale Verbindung zwischen diesen Erkrankungen nahelegt, untersuchten Forscher nun in einer Analyse genetischer Daten. Dabei zeigte sich ein möglicherweise schützender Effekt der Veranlagung zur Migräne gegenüber dem Risiko für die koronare Herzkrankheit. Dies betrifft allerdings lediglich Migräne ohne Aura.

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Onabotulinumtoxin A ist zur Prophylaxe chronischer Migräne bei Erwachsenen zugelassen. Aktuell gibt es Bemühungen, eine Zulassungserweiterung auch für Jugendliche zu erreichen. Eine aktuelle Multizentrenstudie zeigte gute Verträglichkeit, aber keine bessere Hilfe als mit einem Placebo. Weitere Studien mit mehr Teilnehmern sollen klären, ob die Therapie doch eine Chance darstellen könnte.

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Das Migräneeiweiß CGRP wird vom Trigeminusnerv abgegeben und landet in nachweisbaren Mengen in den Tränen. Enthalten die Tränen deutlich mehr CGRP als bei gesunden Personen üblich, könnte das auf eine Migräneerkrankung hinweisen, berichteten Forscher nun. Die nicht-invasive Messung könnte womöglich Migränediagnose und -therapie unterstützen und muss auf ihre Aussagekraft und Verlässlichkeit getestet werden.

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Die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Eptinezumab wurde im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit Doppeldiagnose chronischer Migräne (CM) und Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK) untersucht. Das Biologikum Eptinezumab bewirkte eine größere Reduktion der monatlichen Migränetage und höhere Ansprechraten als die Placebo-Kontrolle. Etwa die Hälfte der Patienten entsprach infolge der Behandlung nicht länger den internationalen Kriterien für chronische Migräne und Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz.

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Ist die neuartige Akuttherapie Rimegepant mit den neuen Prophylaxen, alle auf das Migräneeiweiß CGRP gerichtet, vereinbar und wirksam? Zu dieser wichtigen Frage, der sich auch weitere Medikamente zur akuten Behandlung der Migräne stellen müssen, berichteten Forscher nun zwei Patientenfälle aus einer klinischen Studie mit Rimegepant. Dabei war die Behandlung mit Rimegepant und Antikörper sinnvoll wegen häufiger Migränetage und wirkte gut genug, dass weitere Akuttherapien deutlich reduziert werden konnten.

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Eine neue Studie fand, dass sich der Blutgehalt von Neurosteroiden, die wesentliche Signalhormone im Nervensystem, bei Patienten mit Migräne und Clusterkopfschmerz im Vergleich zueinander und im Vergleich zu Kontrollpersonen unterscheidet. Auch die Häufigkeit der Migräne zeigte sich in der Hormonmenge. Diese Hormone, die auch durch Stress beeinflusst werden, könnten einen Anteil an der Entstehung von Migräneanfällen haben, indem sie die Reizbarkeit der Nervenzellen verändern.

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Ubrogepant ist eines der neu erforschten Medikamente zur Behandlung akuter Migräne. Forscher berichteten nun die Ergebnisse einer Langzeitstudie zur Sicherheit und Verträglichkeit von Ubrogepant bei Migräne. Im Verlauf von einem Jahr wurden 21 454 Migräneattacken behandelt, Ubrogepant kam 31 968-mal zum Einsatz. Die Zahl unerwünschter und behandlungsbezogener Ereignisse war dabei recht niedrig und vielversprechend für eine Zulassung des neuen Akutmedikaments.

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