Neue Studien zu Depression
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien fand, dass Sportinterventionen einen wichtigen Beitrag zur Therapie von Kindern und Jugendlichen mit Depression leisten können. Besonders wirksam waren Interventionen mit einer Frequenz von mehr als dreimal wöchentlich, bei einer Dauer individueller Einheiten von unter einer Stunde und mit einer Gesamtdauer des jeweiligen Programms von mindestens 8 Wochen. Alters-angemessene Sportangebote sollten demnach besonders gefördert werden, um depressiven Symptomen von Heranwachsenden zu begegnen.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 30 Patienten stellte Verbesserungen von Schmerz und Schlafqualität mit Cannabis-basierter Behandlung versus Placebo fest, die keine klinisch bedeutsamen Maße erreichten. Die Autoren schließen, dass eine Cannabis-basierte Medizin somit nicht sinnvoll zur Behandlung bei Schmerz nach Verletzung des Plexus brachialis einzusetzen ist.
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Smartwatches, die Gesundheitsdaten aufzeichneten, konnten Ärzten dabei helfen ihr Risiko für Burnout zu senken und ihre Resilienz zu stärken. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler, indem sie Ärzte mit und ohne Smartwatch miteinander verglichen.
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Der gelegentliche Konsum von Cannabis im vergangenen Monat beeinflusst nicht das Ausmaß körperlicher Aktivität, fand die Analyse einer Querschnittsstudie über 19 936 Menschen in Belgien.
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In einer 48-wöchigen Studie an gesunden älteren Menschen zeigte die wöchentliche Einnahme von niedrig dosiertem Rapamycin keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Besonders bei Frauen verbesserten sich Muskelmasse, Schmerzempfinden und das Wohlbefinden signifikant.
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Eine randomisierte kontrollierte Studie mit 200 älteren Menschen mit Risiko für kognitiven Abbau fand, dass Chorsingen genauso wirksam ist wie ein strukturiertes Gesundheitsbildungsprogramm. Beide Interventionen senkten das Risiko für Depressionen und Angststörungen.
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In einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie mit 71 Patienten erreichte eine personalisierte transkranielle Gleichstromstimulation (HD-tDCS) über 12 Tage eine bessere Linderung depressiver Symptome über 4 Wochen als eine Scheinbehandlung. Die Autoren betonen, dass die Wirksamkeit etwas schneller erscheint als von medikamentösen Therapien bekannt ist, aber dass längerfristige Untersuchungen mit direktem Vergleich nötig sind.
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Menschen ab 40 Jahren mit erhöhten Entzündungsmarkern wie C-reaktivem Protein (CRP/Hs-CRP) und Interleukin-6 (IL-6) haben ein signifikant höheres Risiko für Sterblichkeit und Depression. Ein gezieltes Monitoring dieser Entzündungsmarker im Rahmen der Nachsorge chronischer Erkrankungen könnte zukünftig präventiv genutzt werden.
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Die antidepressive Wirkung von Sport auf depressive Symptome wird Veränderungen der Menge von Cortisol, dem Stresshormon, zugeschrieben. Dass Sport das Cortisol beeinflusst, konnte bei gesunden Menschen nachgewiesen werden. Dass Sport aber ähnlich auch bei Menschen mit einer Depression den Cortisolwert verändert, wurde nun von brasilianischen Forschern in einer vergleichenden Analyse gezeigt: häufigerer, anstrengender Sport senkte messbar die Menge an Stresshormon.
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Vorherige Depressionen wurden bereits in früheren Studien als Risikofaktor für die Entwicklung verschiedener somatischer und psychischer Erkrankungen gezeigt. Ob dies auch bei Frauen in der Perimenopause eine Rolle spielt, untersuchte nun eine longitudinale Querschnittsstudie in der Schweiz mit 135 Frauen. Schlafstörungen und Depressionen in der Perimenopause betrafen demnach mehr Frauen mit früherer Depression als ohne. Eine Depression in der Vergangenheit sollte demnach als Risikofaktor für Symptome in der Perimenopause bedacht werden.
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Die vorliegende Studie untersuchte, ob Gartenarbeit mit oder ohne grüne Pflanzen und Bewegung im Grünen gleicher Intensität ähnlich vorteilhaft für die Psyche sind. Es zeigte sich, dass Grünpflanzen ein wesentlicher Aspekt für Affekt-Verbesserungen sind, und 20 Minuten Gärtnern einem gleich langen Sportprogramm sogar in manchen Punkten überlegen sein kann.
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Erkrankt ein Kind an Krebs, ist dies eine große Belastung für die gesamte Familie. Psychosoziale Interventionen, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 21 Studien, können bei Eltern krebskranker Kinder signifikant Ängste, Depression und Stress reduzieren sowie die Lebensqualität verbessern helfen.
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Wie wichtig ist Ernährung bei einer Depression oder bei depressiven Symptomen? Dies untersuchten Forscher nun, indem sie wissenschaftliche Studien zur Rolle von Ernährung bei Depression systematisch ermittelten und zusammenfassend analysierten. Im Studienvergleich hatten Teilnehmer mit entzündungsfördernder Ernährung ein deutlich höheres Risiko für Depressionen oder depressive Symptome als gesünder ernährte Menschen. Gesundes Essen spielt demnach eine wichtige Rolle bei Prävention und Intervention depressiver Erkrankungen.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Magen-Darm-Tumoren sind weltweit für mehr als ein Drittel aller krebsbedingten Todesfälle verantwortlich. Eine wichtige Rolle bei der körpereigenen Abwehr könnten sogenannte MAIT-Zellen spielen. Sie erkennen und zerstören Tumorzellen, doch im Tumorgewebe ist ihre Funktion oft eingeschränkt. Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin unter der Leitung von Katja Kotsch untersuchte sie nun bei fünf Krebsarten des Magen-Darm-Trakts: Auf MAIT-Zellen im Tumor ist der aktivierende Rezeptor NKG2D bei allen fünf verringert. Beim Leberzellkarzinom (HCC) hängt dies zudem mit dem Überleben der […]
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Die Pilzsaison hat dieses Jahr spät begonnen. Doch beim Sammeln ist Vorsicht geboten – nicht jeder Pilz ist essbar. In der MHH behandeln Ärztinnen und Ärzte derzeit erneut Opfer lebensgefährlicher Pilzvergiftungen. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) meldet eine Zunahme schwerer Vergiftungsfälle. Diesen Herbst erlitten bisher vier Patienten eine Pilzvergiftung. Zwei überlebten dank eines Gegengifts, einer erhielt erfolgreich eine neue Leber. Der vierte Patient starb. Hauptverursacher der Vergiftungen ist der Knollenblätterpilz. Viele Betroffene stammen aus Ländern wie Russland, der Ukraine, dem […]
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Gesellschaftliche Entwicklungen und Erwartungsdruck belasten die 14- bis 34-Jährigen Villingen-Schwenningen – Acht von zehn jungen Bundesbürgern fühlen sich oft gestresst. Mit gravierenden Folgen: Neben mentaler Erschöpfung und Schlafproblemen führt Stress bei 55 Prozent der Betroffenen dazu, sich zurückzuziehen. Das geht aus der repräsentativen Studie „Zukunft Gesundheit 2026“ der vivida bkk und ihrer Stiftung „Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“ hervor. Für die Studie wurden 1.045 Personen im Alter von 14 bis 34 Jahren befragt. Die Auslöser für Stress sind dabei unterschiedlich. […]
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Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben untersucht, wie das Immunsystem eine seltene Form von Lymphdrüsenkrebs bekämpft. Dabei identifizierten sie bestimmte Abwehrzellen, die für die Wirksamkeit einer Immuntherapie entscheidend sind. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Blood“ veröffentlicht. Immuntherapien haben die Behandlung vieler Krebserkrankungen grundlegend verändert. Bei T-Zell-Lymphomen, einer seltenen Form von Lymphdrüsenkrebs, stellt dieser Ansatz jedoch eine besondere Herausforderung dar. Wie kann das Immunsystem sicher und effektiv Krebszellen bekämpfen, die selbst aus Immunzellen entstanden sind? Dieser Frage ist ein internationales Forschungsteam […]
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Das Pankreaskarzinom gehört zu den aggressivsten Krebsarten mit einer ungünstigen Prognose. Das Ziel der Partner im EU-Projekt RELEVIUM ist die Verbesserung der Palliativversorgung und der Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs durch digitale Tools und eine KI-assistierte, multimodale Intervention. Mit Methoden der erklärbaren Künstlichen Intelligenz (XAI) tragen Forschende am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM dazu bei, personalisierte Behandlungspläne umzusetzen und das Wohlbefinden und Selbstmanagement von Betroffenen zu stärken. Das Pankreaskarzinom, ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse mit hoher […]
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Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und vom Stammzellinstitut HI-STEM* haben bei Mäusen eine Gruppe besonders langlebiger Blutstammzellen entdeckt. Diese Zellen verharren außergewöhnlich lange im Ruhezustand und bewahren dabei ihre Fähigkeit, neue Blutzellen zu bilden. Die neu entdeckte Zellpopulation könnte dafür verantwortlich sein, die Blutbildung und Immunabwehr lebenslang aufrechtzuerhalten. Unser Körper produziert täglich Milliarden neuer Blutzellen. Sie transportieren Sauerstoff, bekämpfen Krankheitserreger und sorgen dafür, dass Blutungen gestillt werden. Verantwortlich für diesen lebenswichtigen Nachschub sind Blutstammzellen im Knochenmark. Sie können sich selbst […]
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Fehlt dem Körper das Schutzeiweiß Alpha-1-Antitrypsin (AAT), kann es zu lebensbedrohlichen Schädigungen an Leber und Lunge kommen. Bei einem schweren Verlauf dieser erblich bedingten Stoffwechselstörung benötigen Betroffene lebenslang jede Woche eine AAT-Infusion. Ein Forschungsteam der MHH hat in Kooperation mit einer Klinik in Shanghai eine revolutionäre Therapie entwickelt, die den zugrundeliegenden Gendefekt repariert. Sieben Patientinnen und Patienten sind mit dem Verfahren des sogenannten Base-Editing bereits erfolgreich behandelt worden. Ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung. Ursache ist ein Gendefekt, wodurch […]
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Ergebnisse der PreVitaCOV-Studie in eClinicalMedicine veröffentlicht PreVitaCOV ist eine der ersten großen Therapiestudien zu Post-COVID in Deutschland. Drei Institute für Allgemeinmedizin testeten unter Federführung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) Prednisolon und B-Vitamine bei mehreren hundert Patientinnen und Patienten. Unter niedrig dosiertem Prednisolon gingen die Symptome nach vier Wochen statistisch signifikant stärker zurück als ohne Behandlung– am deutlichsten bei der Fatigue. Ob dieser Effekt im Alltag spürbar ist, bleibt jedoch offen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal eClinicalMedicine erschienen. Würzburg. Anhaltende Erschöpfung, Atemnot, […]
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Gemeinsame Pressemitteilung von Paul-Ehrlich-Institut und BfAr Arzneimittel können Leben retten und die Gesundheit vieler Menschen weltweit verbessern. Sie können jedoch auch unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Manche Nebenwirkungen treten plötzlich auf, während andere sich allmählich und sogar erst nach längerer Einnahme entwickeln. Manche sind deutlich spürbar, andere verlaufen „still“ und lassen sich nur durch Untersuchungen feststellen. Um mögliche Arzneimittelrisiken frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Darauf macht die internationale Kampagne #MedSafetyWeek vom 02. bis 08.11.2026 aufmerksam. Mehr […]
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Das Bundesministerium für Gesundheit hat den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung für 2027 auf 2,9 Prozent festgelegt. Damit bleibt der Satz auch im kommenden Jahr stabil. Grundlage ist das Ergebnis des GKV-Schätzerkreises vom 14. Oktober. Demnach werden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr deutlich langsamer steigen als noch 2026. Das ist vor allem auf das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) zurückzuführen. Über die exakte Höhe des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes entscheiden die Krankenkassen selbst. „Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist in den vergangenen Jahren […]
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Mehrere Bluttests haben das Potenzial, eine fortgeschrittene Leberfibrose und eine Leberzirrhose zuverlässig und frühzeitig zu erkennen, zeigt die internationale LITMUS-Studie. Im bislang größten und umfassendsten Vergleich dieser Art testete das Forschungsteam mehr als 30 Biomarker und Testkombinationen, um eine nicht-invasive Diagnosemöglichkeit der metabolisch bedingten Fettlebererkrankungen zu finden. Dabei erwies sich der Biomarker Thrombospondin-2 (TSP2), der vom Institut für Translationale Immunologie (TIM) der Universitätsmedizin Mainz entwickelt und validiert wurde, als vielversprechender Einzelmarker. Die zuverlässige Beurteilung von der metabolisch bedingten Fettlebererkrankung (MASLD, […]
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Internationaler Forschungsverbund LITMUS (Liver Investigation: Testing Marker Utility in Steatohepatitis) veröffentlicht zwei wegweisende Studien zu diagnostischen Tests bei Lebererkrankungen Newcastle/Würzburg. Zwei große internationale Studien haben die bislang aussagekräftigsten Belege dafür geliefert, mit welchen nicht-invasiven Tests sich die stoffwechselbedingte Fettlebererkrankung (MASLD für Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease) und ihre schwerere Form, die stoffwechselbedingte Fettleberentzündung (MASH für Metabolic Dysfunction-Associated Steatohepatitis), genau diagnostizieren und deren Schweregrad bestimmen lassen, wodurch die Notwendigkeit einer Leberbiopsie verringert wird. Die in den Fachzeitschriften „The Lancet“ und „Nature […]
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Wie bringt man Menschen dazu, sich umweltverträglicher zu verhalten? Vor dem Hintergrund dieser Frage liess eine Basler Psychologin die Teilnehmenden einer Studie kalt duschen. Wer sich regelmässig überwinden konnte, profitierte mehrfach. Noëmi Kern Obschon viele wissen, dass ihr Verhalten einen negativen Einfluss auf die Umwelt hat, tun sie sich schwer damit, anders zu handeln. «Vor allem dann, wenn die Veränderung mit einem empfundenen Verzicht einhergeht oder höhere Kosten mit sich bringt», sagt die Psychogin Dr. Lena Glaser. Sie kennt diese […]
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