Gesundheitsnachrichten

Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Wissenschaftler des Instituts für Physiologie der Universitätsmedizin Mainz haben entschlüsselt, wie das Gehirn in der Lage ist, seine Funktion bei einem Verlust von Nervenzellen weitestgehend aufrechtzuerhalten. Bei Untersuchungen im Tiermodell fand das Forschungsteam heraus, dass sich neuronale Netzwerke in der Großhirnrinde innerhalb eines kurzen Zeitraums reorganisieren, indem andere Nervenzellen die Aufgaben der verlorenen Neuronen übernehmen. Diese neuen Erkenntnisse könnten die Grundlage für zukünftige Forschung zu natürlichen Alterungsprozessen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson bilden. Die Studie wurde jetzt in […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Diagnoselisten und Zuordnungen diverser Orientierungshilfen und Praxissoftware-Lösungen sind nicht rechtsverbindlich. Das stellt die DGN-Kommission Psychosomatische Neurologie in einer ausführlichen Stellungnahme dar.  Funktionelle Bewegungsstörungen, auch als dissoziative, somatoforme oder psychogene Bewegungsstörungen bezeichnet, stellen ein verhältnismäßig häufiges Krankheitsbild in der Neurologie dar. Internationalen Empfehlungen und neueren Studien zufolge sollen in der Behandlung kognitive, affektive, verhaltensbezogene und motorische Aspekte berücksichtigt werden, idealerweise im Rahmen einer multimodalen, interdisziplinären Therapie.1-4 Der spezialisierten Physiotherapie kommt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle zu. Im Gegensatz zu primär […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

DGVS fordert gezielte Präventionsstrategien und bessere Früherkennung für das Pankreaskarzinom Berlin – Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den tödlichsten Krebsarten. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt kontinuierlich – bis 2030 wird er voraussichtlich die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland sein. Ein Grund: Die Erkrankung verläuft lange ohne Symptome, bei der Diagnose ist der Tumor oft schon weit fortgeschritten. Nur etwa 20 Prozent der Patientinnen und Patienten kommen überhaupt für eine Operation infrage – und selbst dann ist die Heilungschance gering. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben den Zusammenhang zwischen Muskelqualität und chronischen Rückenschmerzen mittels Ganzkörper-Magnetresonanztomographie (MRT) und Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) untersucht. Die Analyse der MRT-Daten von rund 30.000 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie zeigte, dass ein höherer Fettanteil in der Rückenmuskulatur sowie eine geringere Muskelmasse mit chronischen Rückenschmerzen assoziiert war. Die Studie verdeutlicht, dass die Erfassung der Muskelzusammensetzung zur Risikoeinschätzung chronischer Rückenschmerzen hilfreich sein könnte. Rückenschmerzen betreffen über 80 Millionen Menschen in Europa und sind die häufigste Ursache […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Neue Erkenntnisse im Drosophila-Modell beleuchten Krebsmechanismen Ein Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg hat den Tumorsuppressor RASSF8 als zentralen Regulator für kollektive Zellmigration und Zell-Zell-Adhäsion identifiziert. Das Team um den Zellphysiologen Prof. Dr. Sven Bogdan konnte in genetischen in-vivo-Studien am Modellorganismus Drosophila erstmals zeigen, dass RASSF8 eine überraschende Doppelfunktion erfüllt: Es kontrolliert sowohl die koordinierte Bewegung invasiver Zellverbände als auch deren strukturellen Zusammenhalt. „Unsere Arbeit gibt erstmals direkte funktionelle Hinweise auf die Rolle von RASSF8 als Tumorsuppressor bei der Regulierung von Zellmigration […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Schleimiger Husten über einen Zeitraum von mehr als vier Wochen? Nichts Ungewöhnliches bei Kindern, sollte man meinen. Und auch nichts, weswegen man sich Sorgen machen sollte? Doch, sagt Dr. Anne Schlegtendal, Oberärztin an der Universitätskinderklinik Bochum. Kleinkinder, die an einer sogenannten protrahierten bakteriellen Bronchitis (PBB) erkranken, müssten entsprechend behandelt werden. „Wenn sie nicht mindestens zwei Wochen lang Antibiotika bekommen, drohen Langzeitschäden – im schlimmsten Fall eine irreversible chronische Lungenschädigung.“ Zu diesem Ergebnis kam das Bochumer Team durch eine Nachuntersuchung von […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Die Möglichkeiten der Darmkrebsfrüherkennung werden in Deutschland bislang nur unzureichend genutzt. Das gilt auch für den Nachweis von Blut im Stuhl. Die immunologischen Stuhltests können winzige Mengen von Blut im Stuhl aufspüren. Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sind der Frage nachgegangen, ob eine Smartphone-basierte Testung eine aussagekräftige Alternative bzw. Ergänzung zum klassischen Labortest sein könnte. Aktuell werden in Deutschland als Darmkrebsvorsorge für Männer und Frauen ab 50 zwei Alternativen angeboten: Die Darmspiegelung (Koloskopie) und der Test auf Blut im Stuhl […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Altersbedingter Testosteronmangel Altdorf – Stimmungstiefs, schwindende Lust, schlaffe Muskeln: Wenn Männer älter werden, verändert sich auch ihr Hormonhaushalt. Oft ist dann von der „Andropause“ oder den „Wechseljahren des Mannes“ die Rede. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) stellt klar: Einen abgegrenzten hormonellen Einschnitt wie bei Frauen gibt es bei Männern nicht. Dennoch kann ein sinkender Testosteronspiegel für Beschwerden verantwortlich sein. In bestimmten Fällen ist hier eine medizinische Abklärung sinnvoll. Testosteron ist eines der wichtigsten männlichen Geschlechtshormone. Es spielt eine entscheidende […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Die Behandlungserwartungen von Patient:innen beeinflussen den Erfolg einer Therapie: Positive Erwartungen erhöhen die Chancen für einen besseren Therapieerfolg, negative Erwartungen können diesen Erfolg mindern und das Auftreten von Nebenwirkungen erhöhen. In der Journal-Serie JAMA Insights – Communicating Medicine empfehlen Forschende aus Hamburg, Marburg und Potsdam vier evidenzbasierte Kommunikationsstrategien, damit Behandler:innen die positiven Erwartungseffekte konkret fördern können. Potsdam/Marburg/Hamburg, 05.06.2025 Die Psycholog:innen Prof. Johannes Laferton (HMU Health and Medical University in Potsdam), Prof. Winfried Rief (Universität Marburg) und Prof. Meike Shedden-Mora (MSH […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Forschende von Helmholtz Munich und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) haben eine mögliche Assoziation zwischen der Belastung durch Straßenverkehrslärm und dem Risiko für Stoffwechselerkrankungen untersucht. Hierfür nutzten sie die Bildgebungsdaten aus MRT-Untersuchungen von über 11.000 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie und kombinierten diese mit Straßenverkehrslärm-Daten in Deutschland. Die Ergebnisse der Analyse deuten darauf hin, dass Belastungen durch Verkehrslärm mit einem höheren Anteil an Fettgewebe im Körper verbunden sein kann und dadurch auch das Risiko von assoziierten Erkrankungen steigen könnte. Laut Angaben der […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

Dank verbesserter Akutversorgung und strukturierter Frührehabilitation können viele Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten heute besser versorgt werden als noch vor einigen Jahrzehnten. Doch was kommt dann? Wer kümmert sich um Betroffene mit langanhaltenden Beeinträchtigungen, wenn die Klinikentlassung erfolgt ist und die Reha abgeschlossen? „Viele Patientinnen und Patienten bleiben mit komplexen Einschränkungen zurück – von Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen bis hin zu Depressionen und chronischen Schmerzen. Und sie fühlen sich damit oft allein gelassen“, sagt Prof. Andreas Meisel, Leitender Direktor des Centrums für […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

In Sachsen-Anhalt berichteten Schüler:innen nach Ende der Corona-Pandemie überwiegend von negativen Entwicklungen, die ihr Wohlbefinden und gesundheitliches Verhalten betreffen. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) Sachsen-Anhalt, die vom Institut für Medizinische Soziologie der Universitätsmedizin Halle mit Unterstützung der IKK gesund plus im Jahr 2022 durchgeführt und mit der Erhebung aus dem Jahr 2018 verglichen wurde. Die umfassende Analyse basiert auf einer repräsentativen Befragung, an der 4.739 Jugendliche im Alter von durchschnittlich 11 bis 15 Jahren teilnahmen. […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →

TUM-Ausgründung Fusix Biotech geht neue Wege bei Immuntherapien Auch Tumorzellen können von Krankheitserregern befallen werden. Tatsächlich sind sie sogar besonders anfällig – ein Nebeneffekt ihrer Fähigkeit, sich vor dem Immunsystem zu verbergen. Das machen sich Privatdozentin Dr. Jennifer Altomonte und ihr Team bei Fusix Biotech zunutze. Die Ausgründung der Technischen Universität München (TUM) entwickelt virenbasierte Krebstherapien, die körpereigene Abwehrkräfte im Kampf gegen die Krankheit mobilisieren. Das Fusix-Virus richtet in Tumorzellen gehörigen Schaden an – mit dem Ziel Krebs zu bekämpfen […]

Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →