Neue Studien zu Depression
Forscher analysierten in einem systematischen Review mit Meta-Analyse den Effekt intravenöser Ketamininfusionen bei refraktärer Depression auf Depressionssymptome, klinische Remission und Ansprechraten und evaluierten die Wirksamkeit über Zeit und je nach Behandlungsfrequenz. Die Ergebnisse unterstützen den Einsatz von Ketamin zum schnellen Management depressiver Symptome. Mehr Studien zur Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit für die längerfristige Anwendung sind jedoch nötig.
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In einer nordamerikanischen Beobachtungsstudie wurde untersucht, welchen Einfluss medizinisches Cannabis auf Ängste und depressive Symptome haben kann. Die Online-Befragung von 538 Personen, die teils medizinisches Cannabis einsetzten und dies teils nicht taten, zeigte lindernde Effekte auf Ängste und depressive Symptome. Placebo-kontrollierte Studien sollen diese ersten Hinweise auf Wirksamkeit der ergänzenden Therapie überprüfen.
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Gebeugte Haltung, ein Gang ohne Elan und Schwung – Depression ist oft im Bewegungsbild sichtbar. Wie eine Einschätzung der Bewegungsqualität durch physiotherapeutische Methoden mit depressiven Symptomen übereinstimmt, untersuchten nun Forscher im japanischen Kobe. Die Beurteilung der Bewegungsabläufe schien dabei milde depressive Symptome widerzuspiegeln. Demnach könnte eventuell eine Früherkennung von Depression anhand der Bewegungsqualität möglich sein.
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In einer nordamerikanischen Beobachtungsstudie wurde untersucht, welchen Einfluss medizinisches Cannabis auf Ängste und depressive Symptome haben kann. Die Online-Befragung von 538 Personen, die teils medizinisches Cannabis einsetzten und dies teils nicht taten, zeigte lindernde Effekte auf Ängste und depressive Symptome. Placebo-kontrollierte Studien sollen diese ersten Hinweise auf Wirksamkeit der ergänzenden Therapie überprüfen.
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Kann eine Behandlung des Stoffwechsels Depressionen lindern? Dies wurde mit dem Diabetes-Mittel Pioglitazon bei Patienten mit der Bipolaren Störung untersucht. Das Behandlungsergebnis war ernüchternd: Pioglitazon wirkte nicht antidepressiv im Vergleich zum Placebo.
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Forscher untersuchten in einer randomisierten, kontrollierten Studie, wie sich tägliche dunkle Schokolade auf die Stimmung auswirkt und welchen Einfluss dies auf das Darm-Mikrobiom hat. 48 Teilnehmer aßen über 3 Wochen entweder täglich Schokolade mit einem Kakao-Anteil von 85 % oder 70 %, oder erhielten keine Schokolade. Die Stimmung besserte sich besonders mit der hochprozentigen Schokolade, deren Konsum sich im Vergleich zur Kontrolle ohne Schokolade auch vorteilhaft auf das Darm-Mikrobiom der Teilnehmer auswirkte.
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Ein verzögerter Schlaf-Wach-Rhythmus, zirkadianer Rhythmus genannt, scheint nach den Ergebnissen dieser australischen Studie mit schwereren Symptomen einer Depressionserkrankung junger Betroffener zusammenzuhängen. Damit bietet sich womöglich ein Weg, stärker erkrankte Patienten besser zu identifizieren. Es könnte sich auch lohnen, stärker auf eine Behandlung des zirkadianen Rhythmus einzugehen, beispielsweise im Rahmen einer kognitiven Therapie und mit Schlafhygiene.
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Die Pilotstudie zeigte, dass eine kontrollierte Untersuchung der Wirksamkeit von Lachyoga möglich ist – und dass die Methode eine womöglich wertvolle Ergänzung bisheriger Behandlungen von Depressionen sein könnte. Die Patienten berichteten Linderung depressiver Symptome und von einer verbesserten Lebensqualität direkt im Anschluss an die Intervention. Größere Studien mit besserer Kontrollintervention müssten nun folgen, um die Effekte zu klären.
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Bei der Entwicklung einer Depression nach der Geburt eines Kindes, der postpartalen Depression, könnte Vitamin D-Mangel eine Rolle spielen, zeigten frühere Untersuchungen. Dies wird mit der antientzündlichen Wirkung von Vitamin D in Zusammenhang gebracht. Vitamin D bei postpartaler Depression könnte auch, fand nun eine Behandlungsstudie, als ergänzende Behandlung die Symptome lindern. Entzündliche Prozesse konnten diese Wirkung offenbar aber nicht erklären.
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Ein Team aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland untersuchte nun Tageszeit-abhängige Muster der Herzrate bei Patienten mit Depression und ob sich daran Effekte einer Behandlung mit Ketamin ablesen lassen. Patienten mit Depression zeigten demnach ein von gesunden Kontrollen unterscheidbares Herzaktivitäts-Muster auf. Besonders die nächtliche Herzrate kann diesen Ergebnissen zufolge eine Unterscheidung depressiver und gesunder Menschen ermöglichen. Die Herzrate zu Beginn der Untersuchung stand zudem mit der Wirksamkeit der Ketamin-Behandlung in Zusammenhang.
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Der Zusammenhang zwischen viel Sitzen und Depression wurde in einer größeren irischen Bevölkerungsgruppe mit Menschen ab 50 Jahren über einen längeren Zeitraum ermittelt. Viel zu sitzen ist demnach ein Risiko für die Psyche – ist aber oft begleitet von weiteren Problemen wie sozialer Isolation, chronischen Erkrankungen und Schmerzen, bei denen Hilfe möglich ist.
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Aromatherapie mit ätherischen Ölen von Zitrusfrüchten in der Klinik verbesserte die Stimmung, Stress und Depressionen von Krankenpfleger*innen. Zu diesem Ergebnis kam die vorliegende kleine Studie.
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Verstopfung kann durch Erkrankungen, aber auch manche Medikamente verursacht werden. Polyethylenglycol, abgekürzt PEG, ist ein erstes Mittel zur Behandlung von Verstopfung. Niederländische Forscher untersuchten, wie gut es die Verstopfungssymptome von Kindern in der längerfristigen Behandlung linderte. PEG zeigte sich dabei sicher und wirksam, egal, ob das Mittel zugesetzte Elektrolyte enthielt oder nicht.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Mit dem Relaunch des Verbraucherschutzportals lebensmittelwarnung.de im Sommer 2024 hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit den 16 Bundesländern auch eine App für mobile Endgeräte eingeführt. Seitdem wird sie kontinuierlich weiterentwickelt. Ab sofort steht lebensmittelwarnung.de mit neuen Funktionen zum Download in den App-Stores bereit. Neue Funktionen können ab sofort per Update installiert werden „Die Neuerungen bei der Statusanzeige ermöglichen Nutzerinnen und Nutzern einen noch besseren Überblick in der App“, sagt BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. Sowohl neu […]
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Aktuelle Studie weist auf Kausalzusammenhang zwischen Übergewicht, Bluthochdruck und dem Risiko für eine Demenz hin. Experten der Herzstiftung geben Alltagstipps zur Prävention Rund jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat einen hohen Blutdruck – viele wissen nichts davon. Doch wer längerfristig gar nicht oder nur unzureichend behandelte Blutdruckwerte von über 140/90 mmHg (mmHg=Millimeter-Quecksilbersäule) hat, riskiert auf lange Sicht nicht nur Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschäden. Eine aktuelle Studie (1) rückt jetzt zusätzlich die Bedeutung von hohen Blutdruckwerten in […]
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Im Rahmen des 18. Sleep and Breathing-Symposiums treffen sich internationale Spezialisten aus dem Bereich der Schlafmedizin im Marinaforum Regensburg zum wissenschaftlichen Austausch in Regensburg. Organisator Professor Dr. Michael Arzt, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), spricht mit der Unternehmenskommunikation (UK-Kom) über innovative Therapieansätze wie GLP-1-Rezeptoragonisten („Abnehmspritzen“) zur Behandlung der Schlafapnoe sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz, um im Sinne einer Präzisionsmedizin die individuell wirksamsten Therapien für Patienten zu identifizieren. UK-Kom: Das Symposium on Sleep […]
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Die Billionen von Mikroorganismen, die in unserem Darm leben, beeinflussen unsere Gesundheit – von der Verdauung über den Stoffwechsel bis hin zum Immunsystem. Zu verstehen, wie diese Mikroben diese wichtigen physiologischen Funktionen beeinflussen, ist nach wie vor schwierig, da Darmmikrobiome außerordentlich komplex, redundant und dynamisch sind. Forscher*innen der Universität Wien haben nun wirksame Strategien zur gleichzeitigen Messung tausender mikrobieller Proteine sowie der Proteine des Wirts vorgestellt. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht. Messung tausender mikrobieller und Wirtsproteine sowie Aufdeckung […]
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Lassen sich mithilfe von Krankenkassendaten KI-Modelle entwickeln, die Krebserkrankungen vorhersagen können? Das möchte ein Forschungsteam der MHH gemeinsam mit einem IT-Unternehmen und zwei Krankenkassen herausfinden. Die Ziele: Individuelle Krankheitsrisiken früh erkennen, Strategien für die Risikokommunikation entwickeln und die Gesundheitsversorgung verbessern. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 518.000 Menschen neu an Krebs, mit steigender Tendenz. Für die betroffenen Menschen ist die Erkrankung meist mit einer großen physischen und psychischen Belastung verbunden, für das Gesundheitssystem entstehen oft hohe Behandlungskosten. Durch Prävention und […]
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In einem internationalen Kooperationsprojekt unter Leitung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden verschiedene Blutdruckmessverfahren in der luftgebundenen Notfallversorgung miteinander verglichen, die zur Überprüfung der Durchblutung des Gehirns kritisch kranker Patient*innen eingesetzt werden. Ziel ist es, Risikopatient*innen früher zu erkennen und die Behandlung am Einsatzort gezielter zu steuern. Die Studie wird von der DRF Stiftung gefördert. +++ Gemeinsame Presseinformation mit der DRF Stiftung +++ Eine genaue und kontinuierliche Beobachtung von Blutfluss und Herz-Kreislauf-Funktionen sind bei der Erstversorgung von Patient*innen in der Notfallmedizin […]
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Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ wurde umfassend aktualisiert. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ liegt in aktualisierter Fassung vor. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Zahlreiche bestehende Empfehlungen wurden überarbeitet. Ziel der Leitlinie ist es, die Lebensqualität von Krebsbetroffenen in palliativen Situationen und die ihrer Angehörigen zu erhalten oder zu verbessern. Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für […]
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Autoimmunerkrankungen wie der systematische Lupus Erythematodes betreffen vor allem junge Frauen, häufig in einer Lebensphase, in der ein Kinderwunsch besteht. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. CAR T-Zellen können hier einen entscheidenden Vorteil für diese junge Frauen bieten, da diese Therapie nachhaltig die Autoimmunerkrankung zum Stillstand bringen kann. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Schett (Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen […]
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Der Gemeinsame Bundesausschuss stellt der Universität zu Köln und dem Universitätsklinikum Köln Fördermittel in Höhe von einer Million Euro über dreißig Monate zur Verfügung. Besonders profitieren werden immungeschwächte Patient*innen, die durch invasive Pilzerkrankungen gefährdet sind. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fördert im Rahmen des Programms „Versorgungsforschung einstufig“ ein neues deutschlandweites Forschungsprojekt zur Verbesserung der Versorgung von Patient*innen mit invasiven Pilzinfektionen. Das Projekt „Versorgung invasiver Mykosen in Deutschland – Analyse der Ist-Situation und des Bedarfs zur Implementierung eines neuen Versorgungskonzeptes“ (MYK-IMPAKT) wird […]
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Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, der Harvard Medical School und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben zentrale Mechanismen in der Vermehrung des Malariaparasiten Plasmodium entschlüsselt. Die molekularen Abläufe zur Bildung infektiöser Tochterparasiten und neuer Zellkerne sind für die Malariaerreger essenziell und könnten damit einen relevanten Angriffspunkt für zukünftige Therapien darstellen. Die Ergebnisse sind aktuell in den Fachzeitschriften EMBO Journal und Nature Communications erschienen. Malariaparasiten vermehren sich auf ungewöhnliche Weise: Statt sich wie menschliche Zellen jeweils zweizuteilen, vervielfältigen sie […]
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Bonn, 30. Juli – Eine internationale klinische Studie, an der das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn maßgeblich beteiligt waren, hat gezeigt, dass eine einmal wöchentlich einzunehmende orale HIV-Behandlung genauso wirksam ist wie eine der derzeit führenden täglichen Therapien. Damit eröffnet sich das Potenzial für eine neue Behandlungsoption, die die Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten verringern könnte. Die Ergebnisse, die jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlicht und auf der Internationalen AIDS-Konferenz in Rio de […]
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Müdigkeit, Stress und gesundheitliche Probleme zählen zu den häufig unterschätzten Unfallrisiken im Sraßenverkehr. Könnten diese reduziert werden, wenn das Auto erkennt, wie es dem Menschen am Steuer geht? Wenn es frühzeitig Warnsignale des Körpers wahrnimmt und sogar Herzrhythmusstörungen erfasst? Genau daran forscht das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik (PLRI) der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover zusammen mit dem Institut für Fahrzeugtechnik der TU Braunschweig. Auf der „Automechanika Frankfurt“ vom 8. bis 12. September präsentiert das PLRI […]
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Die gute Nachricht zum Welt-Lungenkrebstag: Früh entdeckt ist Lungenkrebs heute oft gut behandelbar. Auch für Menschen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung stehen immer bessere Therapien zur Verfügung. Rund 60.000 Menschen erhalten in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Lungenkrebs. Damit gehört die Erkrankung zu den drei häufigsten Krebsdiagnosen. Ziel für die kommenden Jahre ist es, die Zahl der Neuerkrankungen deutlich zu senken und Tumore früher zu entdecken. Professor Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen und Vorstandsmitglied der […]
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