Neue Studien zu Prostatakrebs
Die Angst vor einem Krankheitsrückfall ist bei vielen Patienten nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung allgegenwärtig. Auch Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakrebs und Ehepartner sind von solchen Ängsten betroffen. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass die Ehepartner stärker unter solchen Ängsten litten als die Patienten selbst. Nach der Behandlung ließen die Ängste mit der Zeit nach – sowohl bei den Patienten als auch bei den Ehepartnern.
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In einer Metanalyse von acht Phase-III-Studien konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Behandlung von Prostatakrebs mit nicht-steroidalen Antiandrogenen (NSAA) und mehreren neurologischen Nebenwirkungen festgestellt werden. Die Autoren raten zu Strategien, diesen Nebenwirkungen vorzubeugen.
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Diabetes, Bluthochdruck, Bauchfett und erhöhte Blutfette – das Metabolische Syndrom – wirkten sich negativ auf den Krankheitsverlauf und das Operationsergebnis der Prostatakrebs-Patienten aus. Außerdem hatten Männer mit Metabolischem Syndrom ein höheres Risiko, dass sich der Krebs nach der Operation als aggressiver herausstellte als zuvor angenommen. Dies waren die Ergebnisse der vorliegenden Studie.
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In einer randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studie wurde untersucht, wie die Salvage-Therapie in Form einer Prostatabettbestrahlung verbessert werden kann. Die Studie zeigte, dass eine Kurzzeit-ADT nach der Strahlentherapie einen positiven Einfluss auf das progressionsfreie Überleben hatte. Die besten Ergebnisse wurden erreicht, wenn zusätzlich die Beckenlymphknoten bestrahlt wurden. Bei dieser Therapie kam es allerdings auch zu der höchsten Rate unerwünschter Ereignisse.
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Gerade bei Prostatakrebs kann eine Behandlung zu sexuellen Problemen führen. In einer Umfrage mit 1707 Prostatakrebs-Patienten aus Skandinavien stellten Wissenschaftler fest, dass die große Mehrheit der Patienten unter sexuellen Problemen litten und mit ihrem Sexualleben unzufrieden waren. Diese Thematik nimmt bei der Betreuung der Patienten somit einen großen Stellenwert ein.
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Eine Hormontherapie kann das Fortschreiten von Prostatakrebs verzögern. Sie kann entweder kontinuierlich oder mit Unterbrechungen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie lassen vermuten, dass Patienten mit einem aggressiveren Tumor stärker von einer Hormontherapie mit Unterbrechungen als von einer kontinuierlichen Therapie profitieren, wenn ihr PSA-Wert nach einer operativen Prostataentfernung wieder angestiegen ist.
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Statine sind Medikamente, die zur Cholesterin- oder Lipidsenkung eingenommen werden. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme dieser Medikamente auch eine Senkung des PSA-Wertes zur Folge hat. In der Post-hoc-Analyse der Daten einer randomisierten Studie wurde die Wirkung der Einnahme von Statinen auf das PSA-Screening untersucht. Die Studie zeigte, dass ein PSA-Screening mit und ohne Statin-Einnahme mit einer ähnlichen Abnahme der Inzidenz von fortgeschrittenem Prostatakrebs assoziiert war. Die Inzidenz von Niedrig-Risiko-Prostatakrebs und lokalisiertem Prostatakrebs fiel bei Statin-Anwendern etwas geringer aus.
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Wie groß ist das Risiko, an einem klinisch signifikanten Prostatakrebs zu erkranken, und wie häufig sollte ein PSA-Test durchgeführt werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die vorliegende Studie. Die Wissenschaftler stellten fest, dass der PSA-Wert im Alter von 55 bis 60 Jahren dabei helfen kann, das Langzeitrisiko für Prostatakrebs einzuschätzen. Männer, die in diesem Alter einen PSA-Wert von unter 2 ng/ml aufwiesen hatten ein relativ geringes Risiko und müssten daher vermutlich den PAS-Test weniger häufig wiederholen.
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Eine Hormontherapie mit Antiandrogenen erhöhte für Prostatakrebs-Patienten das Risiko für Demenz. GnRH-Analoga und die Orchiektomie schienen hingegen keinen Einfluss auf das Demenz-Risiko der Patienten zu haben.
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Profitieren Männer von einem PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs? Diese Frage untersuchten Wissenschaftler in der vorliegenden Studie. Das Ergebnis war nicht eindeutig.
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Sarkopenie erhöhte das Sterberisiko von Patienten mit einem hormonsensitiven, metastasierten Prostatakrebs. Das galt vor allem für jüngere Patienten.
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Für die Betäubung während der Einbringung von Strahlungsquellen in die Prostata (Brachytherapie) gibt es verschiedene Möglichkeiten wie Teilnarkose oder Vollnarkose. Aber auch die Hypnosedierung, eine Kombination aus Hypnose und lokaler Betäubung, erzielte in der vorliegenden Studie gute Ergebnisse.
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Die Hormontherapie erhöhte auf lange Sicht das Risiko für Knochenbrüche, Diabetes, Demenz, die koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und sexuelle Funktionsstörungen. Dies stellten Wissenschaftler bei einem Vergleich zwischen Patienten, die eine Hormontherapie hinter sich hatten, und Patienten, die diese Therapie nicht bekamen, fest.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Tiefe Hirnstimulation eröffnet Menschen mit schweren, therapieresistenten Zwangsstörungen eine neue Perspektive. Millimetergenau platzierte Elektroden im Gehirn beeinflussen krankhaft veränderte Hirnnetzwerke, wenn Psychotherapie und Medikamente nicht ausreichend wirken. Die Neurochirurgie am Uniklinikum Dresden gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, die diesen Eingriff anbieten, und begleitet Betroffene langfristig. Wenn quälende Gedanken sich aufdrängen, Ängste auslösen und den gesamten Alltag bestimmen, kann eine schwere Zwangsstörung das Leben massiv einschränken. Für Betroffene, bei denen etablierte Therapien nicht ausreichend helfen, kann die Tiefe Hirnstimulation […]
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Ein standortübergreifendes Forschungsteam erhält für einen innovativen Therapieansatz gegen das Glioblastom, einen besonders aggressiven Gehirntumor, den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Deutschen Hochschulmedizin 2026. In der GLORIA-Studie haben Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Bonn, Essen, Leipzig, Mannheim, Münster und Tübingen den neuen Ansatz gemeinsam klinisch erprobt. Sie überzeugten die Fachjury mit der gelungenen Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung sowie ihrer herausragenden standortübergreifenden und interdisziplinären Teamleistung. Neuer Ansatz gegen aggressive Gehirntumore Ein wichtiger Mechanismus beim Wiederauftreten des Glioblastoms ist die rasche […]
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Jugendliche mit Hörschädigung oder auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) haben durch die Corona-Pandemie keine größeren Gesundheitsbeeinträchtigungen erlitten als ihre hörenden Altersgenossen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Doktorarbeit von Vera Gillé. Ob es einem Jugendlichen gut geht, hängt demnach sehr davon ab, wie sehr er oder sie den eigenen Fähigkeiten vertraut. Das Hörvermögen spielt dafür eine geringere Rolle. Die Schule kann dieses Vertrauen gezielt stärken. Die Corona-Pandemie hat viele junge Menschen stark belastet. Jugendliche mit Hörschädigung waren besonders gefordert: Masken […]
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Neue Erkenntnisse zu psychologischen Einflussfaktoren bei Kopfschmerzerkrankungen und zur Rolle von CGRP bei erhöhtem Hirndruck Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zeichnet mit dem Wolffram-Preis wissenschaftliche Arbeiten aus, die wichtige Beiträge zum Verständnis von Kopfschmerzerkrankungen leisten. Den 1. Platz erhält in 2026 Dr. Janosch Göran Fox, der 2. Platz geht an Dr. Cem Thunstedt. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zeichnet mit dem Wolffram-Preis wissenschaftliche Arbeiten aus, die wichtige Beiträge zum Verständnis von Kopfschmerzerkrankungen leisten. Den 1. Platz erhält Dr. […]
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Der für Menschen lebensgefährliche Pilz Candida auris hat sich weltweit rasant ausgebreitet. Forschende der Uni Würzburg vermuten: Das könnte an steigenden Temperaturen liegen. Warum ist der Hefepilz Candida auris in nur wenigen Jahren weltweit zu einem gefährlichen Krankheitserreger geworden? Diese Frage treibt viele Forschende um. Carla Schuh und Chaitanya Gokhale vom Biozentrum der Universität Würzburg fassen nun den aktuellen Wissensstand in einem Übersichtsartikel im Fachjournal mSphere zusammen. Dafür haben sie rund 180 Studien anderer Forschender ausgewertet. Die beiden Forschenden hegen […]
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Forschende des DZNE und des Hertie-Instituts für Klinische Hirnforschung (HIH) an der Universität Tübingen haben gemeinsam mit Fachleuten aus Bonn, London und Portugal einen neuen Ansatz zur Behandlung der seltenen neurodegenerativen Erkrankung Spinozerebelläre Ataxie Typ 3 (SCA3) entwickelt und erfolgreich an menschlichen Nervenzellen im Labor getestet. Ihre Befunde – veröffentlicht im Fachmagazin „Science Translational Medicine“ – könnten den Weg für eine Therapie bereiten, die die Symptome der Erkrankung lindert und den Krankheitsverlauf verlangsamt. Die SCA3 – auch „Machado-Joseph-Krankheit“ genannt – […]
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Hämoglobin ist dafür bekannt, Sauerstoff durch den Körper zu transportieren. Doch das Protein erfüllt mutmaßlich noch eine weitere Aufgabe: Es könnte Immunzellen in einer Lunge helfen, Grippeviren abzuwehren. PD Dr. Torben Knuschke untersucht diesen wenig beachteten Mechanismus mit Influenza-A-Viren. Er ist Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und arbeitet am Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Essen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert sein im November 2026 startendes Projekt mit rund 220.000 Euro über drei Jahre. Die Gutachter:innen betonen die wissenschaftliche […]
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Über das Sterben nachzudenken, fällt vielen Menschen schwer. Wer überhaupt darüber nachdenkt, möchte in aller Regel zu Hause sterben. Tatsächlich stirbt jedoch rund jeder Zweite im Krankenhaus, jeder Zehnte verbringt die letzten Lebensstunden sogar auf der Intensivstation und wird beatmet. Warum Wunsch und Wirklichkeit hier auseinanderklaffen und wie eine gesundheitliche Versorgungsplanung (Advance Care Planning) und Palliativmedizin einer Überversorgung am Lebensende entgegenwirken können, wird ein Schwerpunkt der Kongress-Pressekonferenz zum 26. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) […]
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Forschende der Universität zu Köln und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben die digitale Plattform MEDA-PKD entwickelt. Diese vereint erstmals am Beispiel der Zystenniere bislang unstrukturierte medizinischen Daten in ein kontinuierlich wachsendes und nahezu in Echtzeit auswertbares Wissenssystem – mit Potenzial für Forschung, klinische Studien und Patientenversorgung / Veröffentlichung in „npj Digital Medicine“ In der Medizin entstehen große Mengen wertvoller Daten. Oft liegen diese Informationen jedoch in unterschiedlichen Systemen und werden für Forschungsprojekte nur punktuell ausgewertet. Die Chance, die Daten zur […]
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Nürnberg, Oktober 2026. Was harmlos beginnt, kann für Betroffene gravierende Folgen haben: Chronische Wunden gelten häufig als Warnsignal für Diabetes, Gefäßerkrankungen oder andere schwerwiegende Gesundheitsprobleme. Im Vorfeld des Nürnberger Wundkongresses 2026 (3.–4.12.2026) sprechen die Tagungspräsidenten Prof. Dr. Alexander Dechêne und Prof. Dr. Markus Diener über die unterschätzten Ursachen schlechter Wundheilung, innovative Behandlungsmöglichkeiten und warum die Zukunft der Wundversorgung in vernetzten Teams, digitalen Lösungen und einer frühzeitigen Diagnostik liegt. Herr Professor Dechêne, Herr Professor Diener, das diesjährige Motto lautet „Erfolgreiche Wundversorgung: […]
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Neue Wirkstoffe für Medikamente gegen Infektionen, Krebs oder andere schwere Erkrankungen basieren häufig auf Substanzen, die ursprünglich in Mikroorganismen, Pflanzen oder anderen Lebewesen entdeckt wurden. Solche Wirkstoffe gezielt mithilfe von Mikroorganismen herzustellen oder zu verbessern, ist oftmals herausfordernd, weil die zugrundeliegenden biologischen Prozesse äußerst komplex sind. Forschende des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben nun gezeigt, dass künstliche Intelligenz bei dieser Aufgabe helfen kann. Sie entwickelten mit KI neuartige Proteinbausteine für biologische Produktionssysteme. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in […]
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Promotion von Stefan Resch: Intelligente Orthese erfasst Gangparameter und Belastungsdaten während des Gehens und gibt Nutzenden Feedback – Kombination aus technischer Entwicklung und Methoden der Mensch-Computer-Interaktion Menschen mit Fußverletzungen oder eingeschränkter Fußfunktion sind häufig auf orthopädische Hilfsmittel, beispielsweise eine Sprunggelenk-Orthese, angewiesen. Gleichzeitig fehlen ihnen Möglichkeiten zu kontrollieren, welchen Belastungen ihr Fuß beim Gehen ausgesetzt ist – ein Aspekt, der auch Menschen mit Polyneuropathie an den Füßen, beispielsweise infolge von Diabetes, betrifft. Wie smarte Geräte hier unterstützen können, hat Dr. Stefan […]
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Forschende untersuchen frühe, möglicherweise noch umkehrbare Veränderungen der Darmschleimhaut – Bundesforschungsministerium fördert Verbundprojekt NAD-MAGIC mit knapp zwei Millionen Euro Darmkrebs früher erkennen und möglichst verhindern: Das ist das Ziel des neuen Verbundprojekts NAD-MAGIC. Darmkrebs entwickelt sich meist über viele Jahre, lange bevor ein Tumor sichtbar wird. Wie chronische Entzündungs- und Alterungsprozesse das Gewebe so verändern, dass die Entstehung von Krebsvorstufen begünstigt wird, ist bislang nur unzureichend verstanden. Deshalb sucht NAD-MAGIC nach frühen Stoffwechselveränderungen der Darmschleimhaut, die einer Krebsentstehung vorausgehen könnten. […]
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