Neue Studien zu Asthma
Dauerhafte Allergiesymptome, die man in Fachkreisen als ganzjährige allergische Rhinitis bezeichnet, treten häufig in Verbindung mit Asthma auf und werden meist nicht ausreichend behandelt. Mit Dupilumab befindet sich aktuell ein Antikörper in der klinischen Forschung, der als Therapie sowohl gegen die allergische Rhinitis als auch unkontrolliertes, dauerhaftes Asthma an sich helfen könnte.
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Neben der Behandlung mit Medikamenten sind auch nicht-medikamentöse Anwendungen Teil der Asthmatherapie. Eine Maßnahme, die nun auch Eingang in die Leitlinien zu Diagnose und Behandlung von Asthma gefunden hat ist die Atemphysiotherapie.
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Fett kommt in unserer Nahrung in verschiedenen Formen vor. Mal fest mal flüssig, mal pflanzlich mal tierischen Ursprungs. Nimmt man eine sehr fetthaltige Mahlzeit zu sich oder leidet unter starkem Übergewicht (Adipositas), lassen sich die Fettsäuren der Nahrungsfette im Blut nachweisen. Sie aktivieren das Immunsystem, lösen Entzündungsreaktionen aus und verschlechtern die Wirksamkeit von Behandlungen der Atemwege. Gleichzeitig erhöht Adipositas das Risiko an Asthma zu erkranken bedeutend. Australische Forscher haben sich daher gefragt, ob die im Blut gefundenen Fettsäuren direkt verantwortlich sind für Entzündungen, die bei Asthma die Atemwege betreffen.
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Die meisten Infektionen der Atemwege wie Erkältungen und Bronchitis werden von Viren hervorgerufen. Hier ist ein Antibiotikum wirkungslos, denn es hilft nur bei Infektionen mit Bakterien. Manchmal nutzen Bakterien aber auch die Schwächung der Schleimhäute der Atemwege aus, die eine vorausgegangene virale Infektion verursacht. So gesellt sich zu der viralen Erkältung gerne eine von Bakterien verursachte eitrige Nebenhöhlenentzündung oder aus der durch Viren hervorgerufenen Bronchitis wird eine bakterielle Lungenentzündung. Bei Asthma-Patienten ist es aber für den Hausarzt manchmal schwer zu unterscheiden, ob es sich um eine Verschlechterung von Asthmasymptomen handelt oder eine bakterielle Infektion der Atemwege vorliegt.
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Bei einigen Krankheiten lässt sich beobachten, dass sie häufig mit weiteren anderen Krankheiten vergesellschaftet sind. Forscher aus Deutschland und Österreich interessierte, wie häufig sich Asthma bei jungen Patienten mit Typ-1-Diabetes nachweisen lässt. Die Forscher untersuchten zusätzlich, ob das parallele Vorliegen von Asthma einen Einfluss auf die Krankheitskontrolle der Patienten mit Typ-1-Diabetes nahm. Für ihre Auswertung konnten die Forscher auf Daten von 51 926 Patienten mit Typ-1-Diabetes im Alter von unter 20 Jahren zurückgreifen. 1755 der Patienten (3,4 %) litten begleitend unter Asthma oder nahmen asthmaspezifische Medikamente ein.
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Inhalatives Kortison ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Asthma mit Medikamenten. In einer finnischen Studie stellten nun Wissenschaftler ihre Erkenntnisse aus einer Langzeituntersuchung vor. Sie hatten über 12 Jahre den Einsatz von inhalativem Kortison bei Asthma-Patienten, bei denen die Erkrankung im erwachsenen Alter begann, untersucht.
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Asthma gilt als Volkskrankheit. Bei manchen Patienten, vor allem solchen, die von schwerem Asthma betroffen sind, gibt es weiterhin Bedarf für neue Behandlungsoptionen. Eine solche Option könnte zukünftig der Wirkstoff Fevipiprant sein.
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Asthma ist eine komplexe Erkrankung und hat viele Gesichter. Die Behandlung muss auf jeden Patienten individuell abgestimmt werden. Um Asthmapatienten, welche nicht auf inhalatives Kortison ansprechen, besser behandeln zu können, wird daher nach neuen Wirkstoffen gesucht. So ein Wirkstoff ist der Antikörper Lebrikizumab.
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Allergien sind in Deutschland vermutlich der Auslöser für die meisten Asthmaerkrankungen. Dabei reagiert das Immunsystem des Körpers mit einer überzogenen Reaktion auf eigentlich ungefährliche Stoffe aus der Umwelt. Eine Allergie, die zu Asthma führen kann, ist die gegen Hausstaubmilben.
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Die Allergie gegen Hausstaubmilben und ihre Hinterlassenschaften ist eine der häufigsten und schwersten bei Kindern und Jugendlichen. Durch den anhaltenden allergischen Schnupfen (allergische Rhinitis) kann es auch zu Asthma kommen. Dabei verlagert sich die Erkrankung durch einen sogenannten „Etagenwechsel“ in den Bronchialtrakt.
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Bei einer Allergie wendet sich das Immunsystem gegen eigentlich harmlose Stoffe aus unserer Umwelt und behandelt sie wie Krankheitserreger. Eine Allergie kann auch Auslöser für ein allergisches Asthma sein. Ein bestehendes allergisches Asthma ist meist mit Medikamenten gut behandelbar, aber weiterhin nicht heilbar. Daher sucht die Forschung weiter nach neuen Behandlungsansätzen.
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Asthma ist eine häufige chronische Erkrankung in der Schwangerschaft. Und in der Schwangerschaft scheint das Asthma der Mutter nicht nur Einfluss auf ihre eigene Gesundheit zu haben, sondern auch auf die ihres Kindes.
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Paracetamol gilt für schwangere Frauen als Schmerzmittel der ersten Wahl. Seit einiger Zeit wird jedoch ein Zusammenhang zwischen der Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft und dem Asthmarisiko für das Neugeborene vermutet. Verschiedene Studien kamen dabei zu widersprüchlichen Ergebnissen, sodass es noch kein einheitliches Bild zu dieser Thematik gibt.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Greifswald hat einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, der das Verständnis der akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, der sogenannten Pankreatitis, erweitert. Die Ergebnisse der Studie wurden im internationalen Fachmagazin Molecular Biomedicine publiziert. Greifswalder Publikation im internationalen Magazin Molecular Biomedicine veröffentlicht Im Mittelpunkt der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Untersuchung stand das Protein CLN8, welches für den Transport bestimmter Enzyme innerhalb der Zelle verantwortlich ist. So transportiert es das Enzym Cathepsin B, das letztlich in den Lysosomen landet, dem „Magen der […]
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Am Studienzentrum für Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln wurde weltweit erstmals ein Patient mit HIV-Infektion mit dem neuartigen, breit-neutralisierenden Antikörper BNT351 behandelt – im Rahmen der internationalen Phase-I-Studie NCT07392372 (Sponsor: BioNTech SE). Die Uniklinik Köln ist das einzige Studienzentrum in Europa. Die Studienleitung am Standort liegt bei Prof. Dr. Clara Lehmann (Klinik I für Innere Medizin). „Wir sehen in BNT351 einen vielversprechenden Kandidaten für Behandlung und – als passive Immunisierung – Prävention der HIV-Infektion. […]
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Impulspapier: Forschungsdatenzentrum Gesundheit soll Daten zusammenführen Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) hat ein Impulspapier für ein bundesweites Registersystem zur Nierengesundheit veröffentlicht (1). Ziel ist es, Daten zu chronischer Nierenkrankheit (CKD), Dialyse und Nierentransplantation im Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) zusammenzuführen und für die Versorgungsforschung nutzbar zu machen. Damit greift die DGfN eine Forderung der Weltgesundheitsorganisation auf: Im Mai 2025 hat die Weltgesundheitsversammlung ihre Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, die Prävention, Früherkennung und Versorgung von Nierenkrankheiten zu stärken und […]
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Wiesbaden – Prävention muss sich konsequent an medizinischer Evidenz ausrichten. Nachdem das Bundesgesundheitsministerium (BMG) in der vergangenen Woche eine Präventionsoffensive eingeleitet hat, betont die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM), dass dieses Thema auch unter einer neuen Leitung des BMG konsequent fortgeführt werden muss. Aufklärung und Lebensstil-Appelle müssten durch frühzeitige Risikoerkennung, bei der die Ärzteschaft eine entscheidende Rolle spiele, ergänzt werden. Die DGIM habe hierzu bereits die wissenschaftliche Evidenz aus allen Schwerpunkten der Inneren Medizin zusammengetragen und dem […]
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Die Fehlfaltung des Amyloid-β-Proteins ist der stärkste blutbasierte Prädiktor für die Alzheimer-Krankheit im symptomfreien Stadium. Sie zeigt das Risiko Jahre vor der klinischen Diagnose und deutlich früher an als der weit verbreitete Plasmabiomarker P-tau 217. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Gerwert (ProDi, Ruhr-Universität Bochum). Das Forschungsteam analysierte Blutproben aus 17 Jahren von 779 Probanden der bevölkerungsbasierten ESTHER-Kohorte des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), um die Leistungsfähigkeit führender Blutbiomarker über den gesamten Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zu […]
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Forschende vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen liefern Hinweise auf einen möglichen Kreuzschutz durch einen bereits zugelassenen Zaire-Ebolavirus-Impfstoff. Ebolaviren zählen zu den gefährlichsten bekannten Krankheitserregern des Menschen. Drei Ebolavirus-Spezies haben wiederholt größere Krankheitsausbrüche auf dem afrikanischen Kontinent verursacht. Die meisten Ausbrüche wurden durch das Zaire-Ebolavirus ausgelöst. Für diese Virusart stehen Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung. Gegen das Bundibugyo-Ebolavirus, den Auslöser des laufenden Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda, existieren hingegen bislang aber keine Therapeutika oder […]
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Mit einem kompakten Mikroskop wollen Bielefelder Forschende sichtbar machen, was bisher verborgen blieb, und so Krankheiten besser verstehen: Das Forschungsteam um Dr. Henning Ortkraß und Dr. Marcel Müller wird in Kürze ein Start-up gründen und das neuartige Mikroskop „Lightweaver“ auf den Markt bringen. Dafür werden sie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 1,15 Millionen Euro aus dem Programm EXIST-Forschungstransfer gefördert. „Unser Mikroskop ist ein hochkomplexes System: optisch, mechanisch und elektronisch“, erklärt Dr. Henning Ortkraß. „Wir erzielen ein mehr als […]
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Weltweit benötigen viele Millionen Menschen aufgrund körperlicher Einschränkungen eine Prothese. Im Projekt NaRo-3D entwickelten drei Partner ein effizientes, digitales Herstellungsverfahren für Prothesenschäfte mit klimafreundlichen, biobasierten Werkstoffen, die im 3D-Druck verarbeitbar sind. Der Ansatz kann Zeit und Kosten einsparen und das Maßnehmen am Patienten vom Ort der Herstellung räumlich entkoppeln – relevant überall dort, wo es zu wenig Orthopädietechniker gibt. Sehr gute Extrusionsfähigkeit und mechanische Kennwerte Beteiligt waren das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, der Biowerkstoffhersteller Tecnaro und das […]
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Unbehandelt führt MLD meist innerhalb weniger Jahre zum Tod – doch früh erkannt, kann die verfügbare Gentherapie schwere Symptome und den frühen Tod bei etwa der Hälfte der Kinder mit dieser Erkrankung verhindern. Die metachromatische Leukodystrophie (MLD) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie tritt meist bereits im Kleinkind- oder frühen Kindesalter auf führt zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen, u. a. wegen des fortschreitenden Funktionsverlusts des zentralen und peripheren Nervensystems. In Deutschland geht man von 5 bis 16 neuen […]
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Der Placeboeffekt beruht nicht auf einem einheitlichen Mechanismus im Gehirn. Ein internationales Forschungskonsortium unter Leitung der Universität Duisburg-Essen analysierte Hirnbildgebungsdaten aus 16 Studien mit insgesamt 409 Teilnehmenden und identifizierte unterschiedliche neuronale Signalwege. Die Ergebnisse wurden am 17. Juli 2026 in Nature Communications veröffentlicht. Placeboeffekte beruhen auf der Erwartung einer Person, dass ihre Schmerzen gelindert werden. Diese Erwartung kann auf zwei unterschiedliche Arten ausgelöst werden. Bei einem Ansatz erhalten die Teilnehmenden mündliche Informationen, die nahelegen, dass eine Behandlung die Schmerzen reduzieren […]
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Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Tenecteplase im klinischen Alltag mit kürzeren Behandlungs- und Verlegungszeiten assoziiert ist. Als Vorteil wird die Applikationsform der Bolusgabe diskutiert. Allerdings wurde Tenecteplase häufiger in zertifizierten, akademischen Stroke-Units mit hohen Fallzahlen eingesetzt. Beim akuten ischämischen Schlaganfall ist der Behandlungserfolg von der Zeit bis zum Erreichen einer Reperfusion abhängig. Entsprechend stellen die Door-to-Needle-Zeit (DTN) für die intravenöse Thrombolyse sowie die Door-in-Door-out-Zeit (DIDO) bei erforderlicher Verlegung in ein Thrombektomiezentrum etablierte Qualitätsindikatoren dar. Tenecteplase wird aufgrund seiner Applikation als […]
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Forschende des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine neuartige, auf Vollblut basierende Immunsignatur identifiziert, die sowohl die Diagnose der pulmonalen Tuberkulose (TB) als auch die Überwachung des Therapieansprechens verbessern könnte. Die Forschungsergebnisse wurden im Journal Frontiers in Immunology veröffentlicht. Das Team analysierte Vollblutproben von Patientinnen und Patienten mit pulmonaler TB vor Beginn der Behandlung, nach 14 Tagen Therapie sowie nach Abschluss der Behandlung und verglich die Ergebnisse mit Proben gesunder Kontrollpersonen. Mithilfe der multiparametrischen […]
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Freiburg, E-Zigaretten, sogenannte Vapes, liegen bei Jugendlichen im Trend – obwohl sie laut Gesetz nur an Volljährige verkauft werden dürfen und teils gesundheitliche Risiken drohen. Ein jetzt aktualisierter Cochrane Review hat untersucht: Wie bringt man Jugendliche dazu, erst gar nicht zur E-Zigarette zu greifen bzw. den Konsum wieder zu beenden? Sein Ergebnis, kurz zusammengefasst: Jugendliche, die regelmäßig individualisierte Textnachrichten aufs Handy etwa zu den Risiken des Vapens bekommen, beenden ihren Konsum wahrscheinlich häufiger als Jugendliche, bei denen lediglich einmal pro […]
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