Neue Studien zu Brustkrebs
Forscher aus Belgien prüften in ihrer Studie, ob Brustkrebspatientinnen davon profitieren, wenn ihnen Drainagen, die zum Abfluss von Blut und Wundsekreten dienen, nicht erst bei der Entlassung aus dem Krankenhaus, sondern bereits dann, wenn der Abfluss 30 ml oder weniger am Tag beträgt, entfernt werden. Es zeigte sich, dass die Frauen, bei denen die Drainagen früher als üblich abgenommen wurden, von einer verbesserten Lebensqualität berichteten, ohne dass es zu Einbußen bei der Wundheilung kam.
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Der positive Einfluss von Sport auf das Brustkrebsrisiko wurde schon in zahlreichen Studien festgestellt. Dabei werden jedoch oft sportliche Aktivitäten untersucht, die aufgrund ihrer Intensität große Anstrengung erfordern. Wissenschaftler haben nun in einer Metaanalyse den Einfluss von Sport in geringerer Intensität für die Freizeitgestaltung untersucht. Dabei wurde eine entspanntere, spielerische Form der Aktivität untersucht. Die Studien zeigten eine deutliche Reduktion des Rezidivrisikos und der krankheitsspezifischen Sterblichkeit. Bei gesunden Frauen wurde eine Reduktion des Brustkrebsrisikos festgestellt.
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Die vorliegenden Studienergebnisse zeigten, dass Frauen nach ihren Wechseljahren vor Brustkrebs geschützt werden können, indem sie abnehmen. Denn Frauen, die ihr Gewicht reduzierten, erkrankten seltener an Brustkrebs als Frauen mit stabilem Gewicht.
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Bei Brustkrebs kann die brusterhaltende Therapie eine Alternative gegenüber der Mastektomie darstellen. In einer Metaanalyse wurde die Wirkung von brusterhaltender Therapie bei BRAC mutiertem Brustkrebs untersucht. Die Behandlung war im Vergleich zur Mastektomie mit einem signifikant höheren Risiko für ein lokales Rezidiv assoziiert, jedoch wurde kein Einfluss auf das krankheitsfreie Überleben, metastasenfreie Überleben, krebsspezifische Überleben oder Gesamtüberleben festgestellt.
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Für Brustkrebspatientinnen im fortgeschrittenen Stadium, die nicht mehr auf eine Chemotherapie mit Anthrazyklinen oder Taxanen ansprachen, war Capecitabin eine wichtige Therapiemöglichkeit, die mit weniger Nebenwirkungen als andere Therapien einherging. Diese zeigten folgende Studienergebnisse aus China.
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Als Nebenwirkungen der Antihormontherapie, die häufig bei Brustkrebs oder Prostatakrebs angewandt wird, können Frakturen und Verlust der Knochenmasse auftreten. Denosumab kann diesen Nebenwirkungen entgegenwirken, wie die vorliegende Studie zeigte. Denosumab erhöhte nämlich die Knochendichte und reduzierte das Frakturrisiko der Patienten.
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In einer Meta-Analyse haben Wissenschaftler den langzeitigen Nutzen sowie die Risiken bei der zusätzlichen Behandlung mit Trastuzumab zu der Chemotherapie bei HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium untersucht. Die Zugabe des Medikaments sorgte für eine Reduktion der Sterblichkeits- und Rezidivrate um ein Drittel, unabhängig von Patienten- oder Tumoreigenschaften.
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Wissenschaftler aus Korea zeigten mit ihrer Studie, dass eine Antihormontherapie mit Aromatasehemmern bei Brustkrebspatientinnen nach der Menopause zu einem erhöhten Risiko für die nicht alkoholische Fettleber führen könnte und zwar unabhängig davon, ob die Frauen übergewichtig waren oder an Diabetes litten.
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Wissenschaftler aus den USA gingen in ihrer Studie der Frage nach, ob Brustkrebspatientinnen mit einer Mutation in den Brustkrebsgenen BRCA1 oder BRCA2 stärker von Nebenwirkungen der Chemotherapie betroffen sind als Patientinnen ohne eine solche Mutation. Die Wissenschaftler beschränkten sich auf Nebenwirkungen, die die Blutbildung betreffen. Die Ergebnisse ihrer Auswertung zeigten, dass BRCA1/2-positive Patientinnen kein erhöhtes Risiko für diese Nebenwirkungen aufwiesen.
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Um Frauen nach einer Chemotherapie den Kinderwunsch erfüllen zu können, werden vor der Behandlung Eizellen entnommen und eingefroren. Um diese Eizellen zu gewinnen, eignete sich der GnRH-Agonist besser als hCG. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher in der vorliegenden Studie.
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In einer Metaanalyse wurden neue Medikamente für die Behandlung von triple-negativem Brustkrebs untersucht. Diese schwer zu behandelnde Art des Brustkrebses ist häufig mit einer schlechten Prognose assoziiert. Doch die Medikamente Atezolizumab und Pembrolizumab könnten neue Behandlungsoptionen darstellen. Die Analyse zeigte höhere Effektivität der Medikamente in Verbindung mit Chemotherapie als die Behandlung mit Chemotherapie allein.
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Hormonabhängiger Brustkrebs, der sich bereits auf weitere Körperbereiche ausgebreitet hat, kann effektiv durch Medikamente aus der Gruppe der CDk4/6-Hemmer (wie Pablociclib) gemeinsam mit Antihormontherapie behandelt werden. Dies haben Studienergebnisse der letzten Jahre gezeigt. Neue Forschung zeigt nun, dass Brustkrebspatientinnen, die mit Palbociclib und Aromatasehemmer/Fulvestrant behandelt wurden, zufrieden mit der Behandlung waren und die Nebenwirkungen der Behandlung wie erwartet oder gar besser als erwartet ausfielen.
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Das Bakterium Streptococcus pneumoniae kann Lungenentzündung, Meningitis (Hirnhautentzündung) und Blutvergiftung (Septikämie) verursachen. Besonders betroffen sind nach neuen Daten Menschen mit Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystems oder der Nieren, Menschen mit Diabetes oder solche mit geschwächtem Immunsystem aufgrund einer Krebserkrankung. Die Impfung gegen Pneumokokken zeigte in dieser Studie kurzfristig (2 Jahre) Schutz für ältere Menschen. Regelmäßiges Impfen könnte den Impfschutz verbessern.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Prof. Dr. Carola Berking, Erlangen: Hautkrebsmonat Mai – Frühzeitiger Sonnenschutz ist entscheidend Vorsicht bei Behauptungen zur UV-Strahlung in sozialen Netzwerken – Fake-News zum Sonnenschutz sind gerade wieder im Umlauf! Sonnencreme ist keineswegs schädlicher als UV-Strahlung oder verursacht Krebs. Auch die Vitamin-D-Produktion ist bei eingecremter Haut noch lange nicht komplett blockiert, wie immer wieder fälschlich behauptet wird. Dagegen ist es wissenschaftlich belegt, dass Schutz vor UV-Strahlung durch langärmlige Kleidung und Sonnencreme das Hautkrebsrisiko senken können. „Hauptsache viral: gefährliche Trends und Fake […]
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Wissenschaftler*innen des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und des Precision Healthcare University Research Institutes der Queen Mary University of London haben in Zusammenarbeit mit 118 Forschenden aus 89 Institutionen weltweit die größte Studie zur genetischen Regulation von >1.000 Proteinen aus unserem Blut geleitet. Die gewonnenen Daten bieten enormes Potenzial und könnten das Verständnis verschiedenster Krankheiten sowie deren Behandlungsmöglichkeiten grundlegend verändern. Proteine sind grundlegende Bausteine des Lebens. Ihre Baupläne liegen in bestimmten Abschnitten unseres genetischen Codes, der DNA. […]
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Zelluläre und Immuntherapien funktionieren derzeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs leider nicht oder nur unzureichend. Forscher der LMU München hatten nun herausgefunden, dass dies unter anderem an einem speziellen Botenstoff, dem Prostaglandin, liegt, das sowohl von Krebszellen als auch von deren Umgebung ausgeschüttet wird. Unterstützt von der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 177.000 Euro konnte die Arbeitsgruppe von Sebastian Kobold nun eine mögliche Strategie entwickeln, wie dieser Signalweg gezielt ausgeschaltet werden kann. Mittels Genscheren gelang es, die Wirkung der Prostaglandine in zellulären Therapien […]
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MRT-Analyse von Fett- und Muskelverteilung bei mehr als 66.000 Personen liefert präzisere Einschätzung der Gesundheitsrisiken / Niedrige Muskelqualität zusätzliches Risiko / Studie liefert Orientierungswerte nach Alter, Geschlecht und Körpergröße Der Body-Mass-Index, kurz BMI, gehört zu den häufigsten Maßzahlen in der Medizin. Er basiert auf Körpergröße und Gewicht. Er zeigt jedoch nicht, wo Fett gespeichert ist und wie sich Muskulatur zusammensetzt. Ein internationales Team aus Forscher*innen um Oberarzt Prof. Dr. Jakob Weiß und Funktionsoberarzt PD Dr. Matthias Jung aus der Klinik für Diagnostische und Interventionelle […]
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Die Studie ARREST soll die palliativmedizinische Versorgung Inhaftierter abbilden und mögliche Defizite und Potenziale aufdecken. Eine schwere unheilbare Erkrankung kann einen Menschen in jeder Lebenssituation treffen – auch während einer Haftstrafe oder einer Sicherungsverwahrung. In Deutschland werden sterbende Inhaftierte in der Regel vorzeitig entlassen, wenn dadurch die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird. Es gibt jedoch auch Menschen, die ihr Lebensende in Haft verbringen. Egal, ob innerhalb oder außerhalb einer Justizvollzugsanstalt (JVA), haben Gefangene ein Recht auf palliativmedizinische Versorgung. Doch wie […]
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Positive Resonanz und erfolgreiche Zwischenbilanz des Charité-Programms Süße Aromen, bunte Verpackungen und der vermeintlich harmlose Dampf: Aromatisierte E-Zigaretten, sogenannte Vapes, machen den Nikotinkonsum unter Kindern und Jugendlichen wieder attraktiv – und stellen die Suchtprävention vor neue Herausforderungen. Ein an der Charité – Universitätsmedizin Berlin entwickeltes Programm zeigt nun, wie gezielte Prävention im Schulalltag funktionieren kann. In einer begleitenden Studie, die im Fachmagazin Nature: Scientific Reports* veröffentlicht wurde, beurteilten Kinder und Lehrkräfte das Schulprogramm als sehr positiv und als gut im […]
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Charité-Studie führt erstmals therapeutische Erfahrungen weltweit zusammen Die psychedelisch unterstütze Therapie, also der Einsatz der in psychoaktiven Pilzen enthaltenen Substanz Psilocybin oder von LSD zur Behandlung psychischer Erkrankungen, ist erneut in den Fokus gerückt. Zahlreiche Studien werden durchgeführt, gelegentlich ist von einer „Revolution in der Psychiatrie“ die Rede. Doch es gibt auch Zweifel. Während manche Patient:innen profitieren, sprechen andere gar nicht an – manchen geht es danach sogar schlechter. Um die Therapie künftig präziser einzusetzen, haben Wissenschaftler:innen unter Leitung der […]
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Das eigene Haus oder den Großteil der Ersparnisse durch die Pflege verloren: Fast jede zweite Pflegeperson in Deutschland erlebt Pflegearmut bei sich oder im persönlichen Umfeld. In der Gesamtbevölkerung sind es mit 31 Prozent etwas weniger Betroffene. Das sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Meinungsumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für den neuen Pflegereport der DAK-Gesundheit. Laut Sonderanalyse fordern zwei Drittel der Befragten eine umfassende Pflegereform für eine verlässliche Versorgung und würden auch spürbare Einschnitte akzeptieren. Kürzungen beim Pflegegeld werden klar […]
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Ein internationales Forschungsteam aus Wissenschaft und Industrie veröffentlicht neue Erkenntnisse zur Nuklease Cas12a2 im Fachmagazin Nature Viele Anwendungen – ob in der Medizin, der Biotechnologie oder in der Landwirtschaft – erfordern die gezielte Abtötung unerwünschter Zellen. Denn diese Zellen können beispielsweise die Gesundheit gefährden, die Produktivität beeinträchtigen oder gewünschte biologische Prozesse stören. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dies zu erreichen, ohne dabei andere Zellen zu beeinträchtigen. Das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg, Akribion Therapeutics in Zwingenberg sowie die […]
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HZI-Studie identifiziert funktionelle Unterschiede in Segatella-Stämmen aus verschiedenen Regionen der Welt Das Bakterium Segatella copri ist einer der häufigsten Bewohner des menschlichen Darms. Forschende des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben in ihrer aktuellen Studie herausgefunden, dass es Stämme dieser Bakterienart gibt, die genetisches Bonusmaterial besitzen, das sie sauerstofftoleranter macht. Dafür ist unter anderem das Vorhandensein des molekularen Regulators OxyR entscheidend. Mithilfe umfangreicher Datenanalysen fand das HZI-Team heraus, dass Stämme von Segatella copri mit OxyR insbesondere in industrialisierten Regionen der Welt vorkommen. Die Forschenden vermuten, […]
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Das «Kuschelhormon» c spielt nicht nur in Momenten der Nähe eine Rolle, sondern auch beim Kräftemessen: Forschende der Universität Zürich zeigen, dass es besonders dann ausgeschüttet wird, wenn Rivalität oder klare Gruppengrenzen im Spiel sind – und zwar vor allem bei Männern. Oxytocin – häufig als Kuschelhormon bezeichnet – ist auch bei Gruppenwettbewerben von Bedeutung. Das verdeutlicht eine neue Studie unter der Leitung von Charlotte Debras und Adrian Jaeggi vom Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich. «Frühere Arbeiten haben […]
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Berlin – Geschätzt 650.000 Menschen in Deutschland sind von der chronischen Erkrankung Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) betroffen – seit der COVID-19-Pandemie mit steigender Tendenz. Haben diese Patientinnen und Patienten zudem noch einen Diabetes mellitus, wird die Versorgung komplexer, da ME/CFS das Diabetesmanagement erschweren kann. Für die Versorgung Betroffener empfehlen der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) einen 5-Punkte-Plan und plädieren für mehr Awareness der Behandelnden für die Wechselwirkungen beider chronischer Erkrankungen. ME/CFS […]
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Unbemerkte Gewebereaktionen beeinflussen den Zustand von Implantaten. Forschungsergebnisse der Karl Landsteiner Privatuniversität helfen der klinischen Praxis. Krems, Österreich – Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Komplikationen bei Brustimplantaten häufig nicht allein auf mechanische Ursachen zurückgehen, sondern auch mit biologischen Prozessen zusammenhängen. Diese entwickeln sich über längere Zeit unbemerkt im Gewebe. Die Forschenden fanden Hinweise darauf, dass mikrobielle Kontamination und Entzündungen im Gewebe rund um das Implantat mit höheren Komplikationsraten – insbesondere mit Implantatrupturen – verbunden sind. Die prospektive Analyse umfasste […]
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