Keine Angst vor innovativen Arzneimitteln – was Sie bei der Verordnung beachten sollten

Verordnungsthema:

Depression

Neue Studien zu Depression

In diesem Übersichtsartikel wurde der Wissensstand zum Eiweißstoff Sirt1 zusammengefasst. Die Studienlage spricht für einen starken Einfluss dieses körpereigenen Stoffes auf depressive Symptome und die Entwicklung von Depressionen. Es gibt inzwischen einen guten Einblick darin, auf welche Weise Sirt1 einen solchen Einfluss ausüben könnte.

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Bruxismus ist Patienten mit Depressionen ein sicher kaum geläufiges Wort – so wird medizinisch das Zähneknirschen bezeichnet. Eine aktuelle Übersichtsstudie der Neurologen Dr. Garrett und Dr. Hawley vom Walter Reed National Military Medical Center in Bethesda in den USA ermittelte nun aus klinischen Einzelberichten mögliche Zusammenhänge zwischen antidepressiver Behandlung und Zähneknirschen.

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Bei der Bipolaren Störung II reduzieren die dabei überwiegenden starken Depressionen die Lebensqualität. Forscher der Indiana University im US-amerikanischen Bloomington untersuchten nun, ob die Behandlung mit einem Antidepressivum (Venlafaxin) bei Betroffenen stärker die Lebensqualität verbessern kann als eine Monotherapie mit dem Stimmungsstabilisator Lithium.

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Patienten mit Bipolarer Störung II können nach Antidepressivatherapie in eine Manie wechseln – ein sogenannter Switch mit oft verheerenden Folgen. Prof. Fornaro, Experte für die Bipolare Störung an der Federico II University in Neapel ermittelte nun mit seinen Kollegen, welche Faktoren einen Switch besonders fördern oder verhindern könnten.

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Antidepressiva sind Medikationen für eine rasche Eindämmung der Depressionen oder auch Ängste. Die Behandlungsleitlinien empfehlen typischerweise keine langfristige Therapie. Eine niederländische Arbeitsgruppe rund um Dr. Huijbregts vom Amsterdamer Forschungsinstitut für öffentliche Gesundheit ermittelte nun, wie häufig antidepressive Behandlungen über die empfohlenen Zeiträume hinaus verschrieben werden.

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Internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie-Apps können kurzfristig nützlich sein. Patienten zu längerfristiger Teilnahme unterstützen könnte eventuell ein Gesprächsprogramm, als jederzeit ansprechbarer Unterstützer. Psychiaterin Dr. Fitzpatrick von der Stanford School of Medicine im US-amerikanischen Kalifornien in Kollaboration mit einer Firma für künstliche Intelligenz für Gesprächsführung ermittelte nun, ob ein automatischer Gesprächspartner technisch machbar, von Nutzern akzeptiert und auch wirksam sein könnte.

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Angstsymptome treten bei der Bipolaren Störung häufig begleitend zu der affektiven Störung als Grunderkrankung auf. Wie wirken sich aber Ängste auf die Behandlung der Depressionen der Betroffenen aus? Der Experte für depressive Erkrankungen Prof. Lorenzo-Luaces von der Indiana University im US-amerikanischen Bloomington untersuchte nun mit seinen Kollegen, ob die Therapie von Patienten mit der Bipolaren Störung II abhängig von deren Ängsten unterschiedlich erfolgreich verlief.

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Gerade bei Kindern und Jugendlichen sollte eine Verdachtsdiagnose der Bipolarerkrankung schnell geklärt und eine verlässliche und möglichst nebenwirkungsarme Therapie eingeleitet werden. Prof. DeBello, Psychiaterin für Kinder und Jugendliche und Codirektorin der Forschungsabteilung für Bipolare Störungen an der University of Cincinnatti in den USA, untersuchte dazu[…]

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Dass verschiedene atypische Neuroleptika (wie z. B. Olanzapin oder Quetiapin) starke Gewichtszunahmen und sogar die Entwicklung von Diabetes bewirken können, wurde bereits hier berichtet. Forscher aus Malaysia unter Leitung des Pharmakologen Dr. Parasuraman untersuchten nun an der Universität von Kedah, welchen Beitrag Curcumin, aus dem Gewürz Kurkuma gewonnen, dazu liefern könnte.

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Bisherige Studien testeten die Wirkung von Curcumin bei Depressionen nur über Zeiträume von höchstens 2 Monaten mit Dosierungen bis zu 1 g pro Tag. Psychiater Dr. Maes untersuchte nun mit seinen Kollegen der Universität von Bangkok in Thailand und der Federal University of Ceará in Brasilien in einer 12-wöchigen Studie, wie wirksam eine Ergänzungstherapie mit Dosierungen bis zu 1,5 g am Tag bei unipolaren Depressionen ist.

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Tryptophan wird bei Entzündungen nicht wie sonst zu Serotonin und Melatonin, sondern zu Kynurenin umgebaut. In einer Übersichtsstudie trugen die koreanischen Psychiater Dr. Jeon von der Sungkyunkwan Universität und Dr. Kim von der Korea Universität nun die neuesten Erkenntnisse zur Rolle von Kynurenin bei Depressionen zusammen.

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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Mit dem Relaunch des Verbraucherschutzportals lebensmittelwarnung.de im Sommer 2024 hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit den 16 Bundesländern auch eine App für mobile Endgeräte eingeführt. Seitdem wird sie kontinuierlich weiterentwickelt. Ab sofort steht lebensmittelwarnung.de mit neuen Funktionen zum Download in den App-Stores bereit. Neue Funktionen können ab sofort per Update installiert werden „Die Neuerungen bei der Statusanzeige ermöglichen Nutzerinnen und Nutzern einen noch besseren Überblick in der App“, sagt BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. Sowohl neu […]

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Aktuelle Studie weist auf Kausalzusammenhang zwischen Übergewicht, Bluthochdruck und dem Risiko für eine Demenz hin. Experten der Herzstiftung geben Alltagstipps zur Prävention Rund jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat einen hohen Blutdruck – viele wissen nichts davon. Doch wer längerfristig gar nicht oder nur unzureichend behandelte Blutdruckwerte von über 140/90 mmHg (mmHg=Millimeter-Quecksilbersäule) hat, riskiert auf lange Sicht nicht nur Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschäden. Eine aktuelle Studie (1) rückt jetzt zusätzlich die Bedeutung von hohen Blutdruckwerten in […]

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Im Rahmen des 18. Sleep and Breathing-Symposiums treffen sich internationale Spezialisten aus dem Bereich der Schlafmedizin im Marinaforum Regensburg zum wissenschaftlichen Austausch in Regensburg. Organisator Professor Dr. Michael Arzt, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), spricht mit der Unternehmenskommunikation (UK-Kom) über innovative Therapieansätze wie GLP-1-Rezeptoragonisten („Abnehmspritzen“) zur Behandlung der Schlafapnoe sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz, um im Sinne einer Präzisionsmedizin die individuell wirksamsten Therapien für Patienten zu identifizieren. UK-Kom: Das Symposium on Sleep […]

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Die Billionen von Mikroorganismen, die in unserem Darm leben, beeinflussen unsere Gesundheit – von der Verdauung über den Stoffwechsel bis hin zum Immunsystem. Zu verstehen, wie diese Mikroben diese wichtigen physiologischen Funktionen beeinflussen, ist nach wie vor schwierig, da Darmmikrobiome außerordentlich komplex, redundant und dynamisch sind. Forscher*innen der Universität Wien haben nun wirksame Strategien zur gleichzeitigen Messung tausender mikrobieller Proteine sowie der Proteine des Wirts vorgestellt. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht. Messung tausender mikrobieller und Wirtsproteine sowie Aufdeckung […]

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Lassen sich mithilfe von Krankenkassendaten KI-Modelle entwickeln, die Krebserkrankungen vorhersagen können? Das möchte ein Forschungsteam der MHH gemeinsam mit einem IT-Unternehmen und zwei Krankenkassen herausfinden. Die Ziele: Individuelle Krankheitsrisiken früh erkennen, Strategien für die Risikokommunikation entwickeln und die Gesundheitsversorgung verbessern. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 518.000 Menschen neu an Krebs, mit steigender Tendenz. Für die betroffenen Menschen ist die Erkrankung meist mit einer großen physischen und psychischen Belastung verbunden, für das Gesundheitssystem entstehen oft hohe Behandlungskosten. Durch Prävention und […]

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In einem internationalen Kooperationsprojekt unter Leitung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden verschiedene Blutdruckmessverfahren in der luftgebundenen Notfallversorgung miteinander verglichen, die zur Überprüfung der Durchblutung des Gehirns kritisch kranker Patient*innen eingesetzt werden. Ziel ist es, Risikopatient*innen früher zu erkennen und die Behandlung am Einsatzort gezielter zu steuern. Die Studie wird von der DRF Stiftung gefördert. +++ Gemeinsame Presseinformation mit der DRF Stiftung +++ Eine genaue und kontinuierliche Beobachtung von Blutfluss und Herz-Kreislauf-Funktionen sind bei der Erstversorgung von Patient*innen in der Notfallmedizin […]

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Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ wurde umfassend aktualisiert. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ liegt in aktualisierter Fassung vor. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Zahlreiche bestehende Empfehlungen wurden überarbeitet. Ziel der Leitlinie ist es, die Lebensqualität von Krebsbetroffenen in palliativen Situationen und die ihrer Angehörigen zu erhalten oder zu verbessern. Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für […]

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Autoimmunerkrankungen wie der systematische Lupus Erythematodes betreffen vor allem junge Frauen, häufig in einer Lebensphase, in der ein Kinderwunsch besteht. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. CAR T-Zellen können hier einen entscheidenden Vorteil für diese junge Frauen bieten, da diese Therapie nachhaltig die Autoimmunerkrankung zum Stillstand bringen kann. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Schett (Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen […]

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Der Gemeinsame Bundesausschuss stellt der Universität zu Köln und dem Universitätsklinikum Köln Fördermittel in Höhe von einer Million Euro über dreißig Monate zur Verfügung. Besonders profitieren werden immungeschwächte Patient*innen, die durch invasive Pilzerkrankungen gefährdet sind. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fördert im Rahmen des Programms „Versorgungsforschung einstufig“ ein neues deutschlandweites Forschungsprojekt zur Verbesserung der Versorgung von Patient*innen mit invasiven Pilzinfektionen. Das Projekt „Versorgung invasiver Mykosen in Deutschland – Analyse der Ist-Situation und des Bedarfs zur Implementierung eines neuen Versorgungskonzeptes“ (MYK-IMPAKT) wird […]

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Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, der Harvard Medical School und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben zentrale Mechanismen in der Vermehrung des Malariaparasiten Plasmodium entschlüsselt. Die molekularen Abläufe zur Bildung infektiöser Tochterparasiten und neuer Zellkerne sind für die Malariaerreger essenziell und könnten damit einen relevanten Angriffspunkt für zukünftige Therapien darstellen. Die Ergebnisse sind aktuell in den Fachzeitschriften EMBO Journal und Nature Communications erschienen. Malariaparasiten vermehren sich auf ungewöhnliche Weise: Statt sich wie menschliche Zellen jeweils zweizuteilen, vervielfältigen sie […]

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Bonn, 30. Juli – Eine internationale klinische Studie, an der das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn maßgeblich beteiligt waren, hat gezeigt, dass eine einmal wöchentlich einzunehmende orale HIV-Behandlung genauso wirksam ist wie eine der derzeit führenden täglichen Therapien. Damit eröffnet sich das Potenzial für eine neue Behandlungsoption, die die Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten verringern könnte. Die Ergebnisse, die jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlicht und auf der Internationalen AIDS-Konferenz in Rio de […]

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Müdigkeit, Stress und gesundheitliche Probleme zählen zu den häufig unterschätzten Unfallrisiken im Sraßenverkehr. Könnten diese reduziert werden, wenn das Auto erkennt, wie es dem Menschen am Steuer geht? Wenn es frühzeitig Warnsignale des Körpers wahrnimmt und sogar Herzrhythmusstörungen erfasst? Genau daran forscht das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik (PLRI) der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover zusammen mit dem Institut für Fahrzeugtechnik der TU Braunschweig. Auf der „Automechanika Frankfurt“ vom 8. bis 12. September präsentiert das PLRI […]

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Die gute Nachricht zum Welt-Lungenkrebstag: Früh entdeckt ist Lungenkrebs heute oft gut behandelbar. Auch für Menschen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung stehen immer bessere Therapien zur Verfügung. Rund 60.000 Menschen erhalten in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Lungenkrebs. Damit gehört die Erkrankung zu den drei häufigsten Krebsdiagnosen. Ziel für die kommenden Jahre ist es, die Zahl der Neuerkrankungen deutlich zu senken und Tumore früher zu entdecken. Professor Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen und Vorstandsmitglied der […]

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